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Full text of "Deutsche Litteraturdenkmale des 18. und 19. Jahrhunderts"

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Deutsche 
Litteraturden... 

des 18. und 19. 
Jahrhunderts 



i 




Bernhard Seu ffert, 
August Sauer 



Deutsche 
Litteraturden... 

des 18. und 19. 
Jahrhunderts 



i 




Bernhard Seu ffert, 
August Sauer 



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.» m. Dritte Folge Mo. 8. 

Deutsche Literaturdenkmale 

' des 18. und 19. Jahrhunderts 

her auagege ben von August Sauer 



6E0RG CHRISTOPH LICHTENBER6S 
APHORISMEN 

NACH DEN HANDSCHRLl TEN HERAUSGEGEBEN 

VON 

ALBERT LEITZMANN 

ERSTES UEIT: 1764^1771 




BERLIN W. 35 

B. BEHR'S VERLAG 
1902 



uiyiii^cü Uy Google 



5Din(f) dkfet 00m 19« gimi 1901 
gegen ^aiä^bmä gef^ü^t 



Erich Schmidt 

in herzlicher Verehrung 

zugeeignet. 



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Inhalt. 



Seite 



Vorwort VII 

A. Ans den ältesten fünf Heften (Nr. 1-132) . . 1 

B. Jocoseria. 11. Junii 1768 (Nr. 1—415) .... 41 
Anhang. Ans dem Ke()aa ' AfutÄif-eia^ (Nr. 1 — 18) . . 166 

Anmerkungen 169 

Nachtrag zu B (Nr. 64'^) 249 

Register. 

1. Register der Schriften und Entwürfe Lichtenbergs 2r)Q 

2. Personenregister 251 

3. Sachregister 255 



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Vorwort. 



Mit dieser auf vier Hefte berechneten Ausgabe 
der Lichtenbergschen Aphorismen nach den Hand- 
schriften löse ich das vor nunmehr drei Jahren (Aus 

Lichtenbergs Nachlass S. VII) gegebene Versprechen 
ein und biete damit den Freunden dieses modernsten 
Geistes des 18. Jahrhunderts das kostbarste und be- 
deutendste Stück aus der Schatzkammer dar, zu der 
ein günstiges Geschick mich seiner Zeit den Weg finden 
liess. Als ich die Originale der Gedankenbacher, aus 
denen schon die knappe, uns von den Söhnen Lichten- 
bergs gegönnte Auswahl stark und kräftig auf so manchen 
Geist der Folgezeit gewirkt hat und bis in unsre Tage 
wirkt, diese stillen Zongen des Seelenlebens einer der 
eigenartigsten Individualitäten nnsrer Literatur, zum 
erstenmal durchblätterte und die Fülle des uubekanuten 
Materials erwog,, das hier des Vermittlers und Bearbeiters 
harrte, konnte mir die Notwendigkeit einer neuen voll- 
ständigen Ausgabe der Aphorismen nicht lange ver* 
borgen bleiben. In der jahrelangen unausgesetzten 
Beschäftigung mit diesen Gedanken und Entwürfen, die 
der Sonnenblick, wie Lichtenberg selbst sagt, nicht 
getrotien hat, der sie znm Aufgehen bringen sollte, 
die sich trotz mannifffachster Bearbeitung und "Vf'ieder- 
geburt doch niemals zu grösseren Gebilden zu krystalli- 
sieren vermochten, ist mir so recht die typische Be- 
deutung aufgegangen, die sie ftlr Lichtenbergs gesamte 



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YIII 



Vorwort, 



Geistesart haben. So wenig er sich bei aller Feinheit 
charakteristischer Einzelzüge für ein literarisches Kunst- 
werk oder bei aller Exaktheit der einzelnen Beobachtung 
für eine systematische Darstellung eines Wissenschaft* 
liehen Problems jemals innerlich fertig oder auch nur 
disponiert fühlte, so sehr ist er andrerseits der Klassiker 
des Aphorismus, des witzigen oder tiefsinnigen Aperyus^ 
in welche Formen er nach Goethes treffendem Ausspruch 
selbst die Probleme zu kleiden verstand, der Meister der ! 
aus Scherz und Ernst gemischten, von ihm eigentlich 
zuerst virtuos geliandliabten Kalenderplauderei, für die 
der aphoristisch geformte Gedankenvorrat die glänzen* 
den Steinchen hergeben muss, die die küustleriscb 
ordnende Hand mosaikartig zu einem scheinbaren 
Ganzen vereinigt. Dieser idlgemeine psychologische 
Gesichtspunkt mag hier noch besonders hervorgehoben 
sein; im übrigen bedarf der reiche uud bedeutende 
Inhalt der Gedankenbftcher wohl keines empfehlenden 
oder umschreibenden Wortes. Den literargeschicht- 
lichen oder philosophischen Ertrag der Aphorismen im 
Zusammenhange darzulegen muss einer späteren Zeit 
vorbehalten bleiben; erst wenn einmal das gesamte 
Material vorgelegt sein i^rd, kann ^er Lösung dieser 
Aufgabe mit Erfolg näher getreten werden. 

Ich habe für meine Person nie daran gezweifelt, 
d iss die historisch -chronologische Ordnung, in der die 
Aphorismen entstanden und überliefert sind, auch im 
Abdruck beizubehaiten war. In der alten Ausgabe 
erschienen sie in sachliche Gntppen geordnet, die man 
sich allerdings nur etwas näher anzusehen braucht, um 
sich von der Unzulänglichkeit und Unmöglichkeit solcher 
SchematisiernDg zu überzeugen, und es wurde mir im 
Gespräch mit Fachgenossen hie und da der Gedanke 
nahegelegt, auch meinerseits unter möglichster Wahrung I 
der Chrouulügie eine saclilidie Gruppenbildung eiu- 
zuführen, sonst werde über kurz oder lang jemand 
anders eine solche Zusammenstellung für populäre 



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Vorwort. 



IX 



Zwecke veraüstalteu. Ich habe mich von der Zweck- 
mässigkeit, dieser Ansicht nicht überzeugeu können. 
Ich gestehe, dass ein solches Gedankeutagebuch gerade 
durch den bunten Wechsel der Themata für mich 
einen ungemeinen Reiz hat, den ich nicht gegen die 
reizlose Systematik der alten Sammlung hingeben möchte. 
Es gilt hier das Ineinanderspielen der verschiedensten 
geistigen Fähigkeiten und Neigungen, gewissermassen 
das kaleidoskopische Spiel der Seele unangetastet zu 
erhalten, weil sich das individuelle Leben darin wider- 
spiegelt; das Gewebe der Ideen in seiner reichen 
Mannigfaltigkeit wieder aufdröseln und die einzelnen 
Teile in Schubfächer ordnen heisst etwas Lebendiges 
anatomieren. Hält jemand eine solche Penelopearbeit 
ffir das sogenannte populäre BedOrfnis fflr notwendig^ 
80 mags drum sein: ist dasselbe ja doch auch mit 
Hebbels Tagebüchern gemacht worden. " 

Die Anmerkungen vei^suclicu alles dasjenige bei- 
zubrinj;eu, was zum genaueren Verständnis der Apho- 
rismen notwendig istj trotzdem ihre Anfänge um 
Jahre zurückliegen und die bessernde Hand immer 
wieder angelegt wurde, sind noch Fri^ezeichen genug 
stehen geblieben, deren Beantwortung ich Kundigeren 
überlassen muss. Das Register will natürlich kein 
vollständiges Wörterbuch sein: es soll allerdings die 
wichtigsten Be^i^riffc des Lichtenbergschen Gedankeu- 
systems möglichst lückenlos verzeichnen, um so für 
eine künftige Darstellung seiner philosophischen und 
literarischen Anschauungen das Material zu liefern^ 
andrerseits soll es dem Leser die Möglichkeit gewähren» 
witzige Pointen, die ihm im Gedächtnis geblieben sind, 
rascher wieder aufzufinden. 

Ich schliesse mit Worten des Dankes für diejenigen, 
die mich bei der Arbeit freumllicli uuterstützt haben. 
Der herzlichste gebührt von mir wie von allen Lesern 
den Geschwistern Lichtenberg in Tiremen, die 
mir die kostbaren Aphorismeubücher zusammen mit 



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X 



Vorwort 



dem gesamten übrigen handschriftlichen Nachlass ihres 

Grossvaters zur Bearbeitung und Herausgabe übergeben 
haben. Zwei ineiner hiesigen akademischen Rollegen 
danke ich für unermüdete freundliche Beihilfe: Rudolf 
Uirzel hat mir eine Reihe entlegeuerer Steilen aus der 
antiken Literatur nachgewiesen ; mit Max Scheler durfte 
ich die eigwtUch philosophischen Teile des BAndchens, 
besonders die hier durchgängig zn beobachtende enge 
Abhängigkeit Lichtenbergs von Leibniz eingehend dnrch« 
sprechen. Mein langjähriger Freund August Sauer hat 
eine Korrektur mitgelesen und mich und die Sache 
dabei durch manche Randbemerkung gefördert* 

Jena, 11. Juni 1902. 

Albert Leitzmann. 



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[A.] 

[Aus deu ältesten fünf Heften.] 



Litteratardenkmale 123. 



1 



c ^nftgrin flcuic 'ÄbiDcictjuiigcn Don 
r bic SBfl^rhcit fclbjt halten, itjcvauf 
cntial 9icd?nung gebaut ift, in aud) ,^u* 
b unfrer ipi^igen Oi^ebanrfcn, wo offt ba^ 
würbe, irenn roir bic 'Äbnjcidiungen in 
fc^en Strenge nehmen mürben. 

'i eine Jrage ob in bcn ©iffenfdiafften unb 
.ftcö möglid) feii, über niel(t)cö unfer ^^er« 
eben fan. 5>illeid)t ift bicfer 'i>uncft unciiblic^ 
^ u()neradjlet bei) jcber ÜliQ^erung mir lüenigcr 

,uüen. 

eine ollgcmeine (ffeararfterifticf «Btanbe -^u 
luiien lüir erft öon ber Crbnung in bcv 3pracl)c 
;i, bic Orbnung ift eine getriffe liUhificf, bie mir 
,1, unb bie in mcnigcn Italien tomme sage, 

mme) einen fonberbaren D^ujjcn l)at. CS'inc fold)c 
: bie bcn Gegriffen folgt müffen mir erft haben, 
onigften^ für be)ünbere ^öUc fud)en, mcnn mir in 
iracftcrifticf fortfommen moüen. 3i>cil aber unjere 
itcn (X*nt]d)Iüfje, menn mir fic ol)ne SS^orte bcncfcn, 
miv '^?uncfte finb, fo mirb eine füld)c 3prad)c eben 
!d)mcr fci)n 5U entmerfen, al^ bic anbere, bie barauiä 
olger t merben )oU. 

!5)ie ®efid)ter ber SU^enjc^en finb offt bi^ jum 
^-^äfelid). Söarum bicfeö? ^l^ermut^lid) fontc 
*Berfd)iebenl)eit ber (^emüt^§=^2lrtcn nid)t cr= 



4 



9. itit* iSi^teisberg. 



haikn tnerben ohne eine ]o\d)t ©iiuidjtung ; man tann 

üls» eine 2cclcn (iftaiadterifticf nnfef)cn, u^clc^e 
teien mir nn§ uiUeic^t mct)r befleiiigen folten. [\m einigen 
Ok-unb in tiefer fcf)meren unb irciKdnff tilgen ii>ii]enfcf)nfft 

legen müflc man, beq üerfdjieDnen Stationen, bie gröften 6 
äliännev, bic (^kfängniffc unl) bie 3:offf)äufer burc^fe^en, 
benn biefe göd^er finb fo reben bie 8 ^uptfarbeit, 
buTC^ beten ä^ifci^ung gemeimglii^ bie übrigen entfielen. 

5. fflenn man, mt bie!D{eta);)^i)ficfer offt berfal^ren, 
glaubt man betfte^e etraa^, bal^ man nid^t berfteljt, fo !an ^ 
man btefe^ nennen affirmative neseire. 

6. ^t)t^agora§ fönte einer eiiuuqen ^rfinbinig l)alber 
f)uii1>ert Cc^fen opfern. .Wepler uniii)e hc\) feinen üielen 
Öntbechiiigen äujrieben geipejen jeyn, roenn et 2 ge* 
^abt trotte. u 

7. Söet) einem großen ©enic ge^et bas in einem 
%ugenb liefe im, mad offt bet) einem anbent gan|e <^tunben 
bauert. Hin gemiffer ^Mtn\(i^, bev eben feine grofen 
(Skiben ^aite, l^iett einen 5ttm93etmg mit bet gebet nwfy^ 
gema(j^ien ^tnä eine gan^ @tunbe müttf Hd^ bafttt, anbete » 
fallen ed im etften ^(ugenblicE. 

8. 2)ie (Slafticitaet bet ß^örpet (: unb eS nntb »ol^l 

leine üüUig l;arten ober Dölüg nieidieii (\dm\ :) ift gteid)fam 
ba$ Seben berfelben, lüir befDiuiuvu DaDiiid) ein ©efül)l 
i^rer (%iicnipürt öurcf) ba§ ©e^ör, ®efid}t unb i)ntcv» 
bn^ 0')efül)l, ein dinpei, n^elt^er biefe^ ?eben^ bernnbt ift, 
tDÜibe, iinfennrlicl) unb uiiluanc^bar, leine iiucte au^fiiUen. 
2^ie elafiijc^en Hräffte ber Mörder fiiib bie ^olmetfc^t 
mobutc^ fie {o fagen mit un^ ipted^n. 

9. & ift fd^mer an5ngeben, mie toit su ben 8e*«o 
griffen gelommen finb bie mir je^o befi^^en, ntemanb, ober 
fel|t tnenige loerben angeben tdnnen, menn fie ben ^Srm 



i^'iLjuiz-uü by 



▲ 9-111 Stpl^ortdmen. 5 

Hon Set^t^ 5um erfitenmal l^abeit itennen l^öten; mett 
fd^merer aber toitb nod^ fet)n, anzugeben, toenti xoix 
5um erftenntd bcm 93egrif gefommen, bo§ ollc SWcnfc!)cn 

ftevbeu nuiffcn, mir erlangen i^n md)t ]o Imlb, ali? luaii 
ö tt)o{;l nlaubeu foUe. 80 fc^mer ift e$ ben llripruiig bcr 
!J)tnge anzugeben, bie in un§ felbft iuui]iel)en, mie mirb 
crtt olöbenn erget)en, ttjenn mir fjieiiuu letroasj in 
^mgeii auffer un^ Staube bringen moUen? 

10. 2)a j^on ipi^rr ^oguet löngnet, bafe mir bie 
10 ©eomctrie bem 9ltt p banden hätten, fonbern t)ielmel|r 

ber frühzeitigen guten C^inri^tung be§ ög^ptifc^en ©toat^, ber 
itnindglid^ [ofyit] eine (^ometrie lang l^e befleißen fönnen, 
fo ift bie %ta^t ob ntan tDürdKid^ bntd^ bie ^ntl^etlung 
ber Selber auf bie @eontetrie gelommen fe^ ober ob man 

Meine fct)on borl^er erfunbene ^eorte auf bie gelber an^ 
gemenbet ^abe ? 3)tefe (Sint^eilung fnn frctitid^ nic^t obnc 
^eümctvie Deriiiliki lücvben, imb bii iiunuufte ^oiici mih 
auf geometrifd)e x^dji-fcij^e uevfaHen, meim er ein Je^b 
in glcidie ^üeile tficilcn molte. ^(Uein ein fßoUt fan e^ 

20 t)ieriiiu ]el)i mdt Intngen oljue jemalö auf ben ©aj t)on 
bei 0)(eifh()cit ber ^reiicrfe ju ücrf offen. 11 feie Ti'unft^ 
gdrtner fiub feine (^eometerS, allein fie mi)jeu fi(^ au§ 
allen gäUen offt fe^r qefd^ich ^u I)elfen. (^d wäre eine 
grage ma§ wo^l im gemeinen Seben am gefc^irfteften 

» bie ^enfc^en auf mic^tige geometrifc^e 5u führen. 

(Bemig ij^ ei^ bajl man nid^ bon ber graben Sinie barauf 
gehimmen fe^« 

11. ^eSrfinbnng ber mic^tigften föal^r^eiten ^ängt 
öon einer feinen 9lbftrac!tion ob, unb unfer gemeine^ 

•0 Beben ift eine beftäiioige ^-yeiticbuiic] mti^ bevfclbcii 
tt^fö^ig 5U maci^en, alle Jvcrtigfeiten, *:}lngemol)u{jeitcn, 
routine, beti einem me^r, alö bei) bem anberu, unb bie 
^kfdjüfftigung ber ^^ilofopljen ift c*^, bicfc fleinen blinben 
Scrttgfcitcn, bie mir burd^ ^-öcübari)tuni3eii 11011 .^ttnbftcit nn 

«6 und ermocben ^aben, mieber ^u t>txUxmn* ($iu ^^^ilojop^ 



6 



[k ii-it 



fotte ai]o 6tQtg afö ein ^itb fd^im befonberS erlogen 
tocrbeit. 

12. 9lm (Snbc ber Sammfunt^ üon ^eibnij^ifdjen 
CLbrifftcn, bie .SjCfrr :Jiuipc in^oaiinouci bciurt]: lint, ftciji tiiic 
5lbl)aiibhniq unfer^oirofen ill'eltiucifeu Dim berCharacteristica 5 
Ulliversali, wo ucijdjiebene icljoue Sadjcii üon ibm jclbft 
borfommen. (5r fagt unter onber« er ()nbe in allen 
S5?iffGn}d)afften, bir er gelcritet finttc, i^lcid) crtinbcn moKen 
auc^ n)enn er djjterd mauniöinal bie priucipia nod) nic^t 
intie gehabt I}ätte, biefcv ()abe i(}n enblid^ bcmogen auf bie lo 
erf^cn ®runbftrirf)e bcr 3öiffen)d}afften jurücf^ugefjcn unb 
bol^er fid^ aud aÜni güKen burc^ eigene Siegeln l^raud« 
pl^elfen. 9el^ biefer ®etegen^dt, fttl^tt et fort, Incidi 
in contemplationem acbnirandam, qnod scilicet exeogitari 
possil qnoddam Alphabetam cogitatioDiim humanarnm, ift 
et qnod litterarnm hnjns alphabed combinatione et 
vocabulorum ex ipsis factorum analysi omnia inveniri 
et dijudicari pusseiit. (iinc Jlit loie biejeö 511 bciiieids 
ncllißcn jci), fagt er, l)abe er \i}on, nur fet)le e§ i^m 
iiüd) QU nc|d)icfteu ^Und)en. & ift biefeS biejenige 2c 
^iffenidiüfft, woDon ein uubtutlid)e6 @efüf)I bie Wenfdicn 
auf bie (Inbbafa gebrad}t tueldjeS aber lauter eleu De 
Si^rroege maiciL Jacobus Bohemus t)at unter feiner 
^iaturfpracl^e üilleic^t etmad äl^nlic^e^ oerftonben. Memanb, 
fogt Scibrnj, mnrbe mel^r l^ierinn §abcn leiftcn fr uTtcn, a(§ 26 
Soad^im ^nng auS 2vbtd, ein grofed unb ttefjinniged 
@ente, hai aber wenig befant getvorben ift. IDabeQ 
ftnfert er einige fefjr artige Seboncten : (Er fogt nameras 
est qnasi figara metaphysica, et arithmetica statica 
nniversi, qaa reram potentise explorantar. ss 

tociui mit* auf einen ^egenftonb (|infel;cii, fo 
fe^n mir nod) uicle auDie Mici^eid) mit, aber weniger 
beutlid). Qi: in bie Sf^^qe ob Diefe^ (^eiuobnlicit ift, ober 
ob cc- eine anbei e llrfad)e babc? cvftcii ^-all müften 
loir und auc^ augeiDi)l)ueu Umui .^inge beutUcl^ fel^n »6 



i^'iLjuiz-uü by 



A 18-17] 



7 



o^tierad^et mix unfere ^litgett itid^ uttiflittelBar barauf 
toettbeiL 

14. fönte in einet befonbem Sßtffeitjd^afft bte 

itieM'iflcren vBtufen )o it)of)I al§ bie ]^öl)eren ber 5)in(^e 
5 lieivad)icii, mie fie \e^o fiiib, uub büö C^iöfk unb tlcuifte 
baiiiuten beftimineiu 

15. <So luie bQ£- Cl^r ^^ci()ältjii)fc nii^t, fo berechnet 
üiUeic^t bie ^unge gläc^eii bou ^'örpecn. 

16. (Sine geringe SKeränbcrung in ber gemeinften 
IC IBerfntt))fung bec ^inge Ion unfere ^(bftracftiou (eic^t fo 

fe^r nerwtrcen, bag man mit leidster SKü^e Xajc^fpielet 
Sünfte aiti^ ben gemd^nlic^fitett !&ingen l^eraui^locft^ n»enn 
man !(etne UmfÜ&nbe habtt^ kieränbert ®in artigei^ @tnd 
ber ^afdjenfpieler, ba ftc 2 ^er fönen mit ^bfaben bie 

16 ^änbe binben, bann burd^ einanber fd^lingen, itnb ^ernoci^ 
bie ^cvjüuen t)on cinaubcv bringen lU)uc einen ^-Binbfaben 
ju ^erfdfinciben ober auf^ufnüpfen, grünbet fid) auf fo 
gemeine Wnnftgvijfc, ober ift t)ielinef)r einerlei) mit i^nen, 
büB man über Me iüinfalt ber ganzen (Srfinbung erftaunt. 
. . . 'illnf eben biefe ^l(rt laffen fid) offt Tinge non grojer 
ec^iinerigfeit entundeht, unb mit feljv betauten in g(eid)C 
dltiijc ftetlen. Unb leidjte ^ac^en befommtn eine ge= 
l^tmnigDoUe 2)unrfel^eit, menn man gemiffe Utnftänbe 
und) einem gemiffen ®efe^e änbect, biefe bei)ben ^^et^oben 

» lieffen fid^ mit ^uj^en }ur Scfinbung ber äBa^r^ett ge*" 
broud^n unb bte erfte mftte bie umgelel^rte ber anbern, 
unb eine Wci bou integration ber(elben. 

17/ 3)te S8emü()ung ein attgemeineft Principimn in 

maucben 2öiffenfd)afften finben ift üiüeid)t bfftei^^ eben 
so fo frud|tlo§, ülv bie SBemuljung Derjenigen fet)n mürbe, 
bic in ber ä)?ineratogic ein crfte§ allgemeine^ finben 
molten biird) beffen ^ufommenfc^ying alle *:\lnni;ialien 
jciuftanben {e\)en. !^ie kaim j^dift teiue geucra unb 



8 



speciesy fte fc^afft individua imb unfete ftur^fic^tigfett 
mni fid^ ^etjulic^fetten miffud^en um toieted auf einmal 6e» 
Rotten 5U fötinen. ^tefe ISegnffe »erben immer unrid^tigev 
je gröfer bic ®efd)Ied)ter finb, bie toix uniJ ma<^. 

18. Söeidcn ^co (^efrt)inadc ift c^^ feljr )ct)iDev 5 
tueitcr 511 fomnien, tucim man jd)ou cinifievnmffen meit 
ift, ireii lcid)t l)tcriiiu ein geiuificv (^vab üüii '-iHiIlfummeii' 
()eit uii)ei' 'lH'vi:\iuiiieii luevben tan, )o ba^ nnv mir bieien 
(3^rnb 5imt C^•n^5lllccl: imicvcr '-l>cmül)uiu"^eii fc,^,^en nietf 
biefer unfern (laiuwMi Öicfdimacf auffüllt, in onbern 3tüctcii, 10 
bie ni(^t hioi auf ba^ Vergnügen anfommen, t^er^it ed 
fic^ Qon5 anbeti^, ba^r l^oben mir in ben te^teren bett 
^tten ed mett juborgetl^an, in ben erften aber fiub mir 
rtüä^ tief nnter i^nen, ol^nerad^tet mir fogor dufter t>on 
i^nen bor nnS ^aben. ^tefe^ !ommt ba|er, boi$ (äefü^t i& 
bei neueren ftünftlerS ift ntd)t fc^arf genug, e§ ge(}t nur 
bid auf bie cdrperUd^e @d)ön^eiten feined Wu^zt^, unb 
nid)t auf bie moralifcften menn id^ fo reben barf. *:l1ian 
fan btv3 (>)c)id)t cince ititUdjijii :liteii]d)en (eften, iium tau 

e§ aber oud) iieiuiffermaffen füftfen, bag te5teve ift ba^ 20 
erftere ucrbunbeu mit einer ^Dfiidfid^t auf bas» niüralijdje 
i^uk, iuümit mir in i^ui offt bie ^iienen begleitet fet)eu. 
iSki^ id) fiicv fniien imff luirb moiji jebcr ncrfteftcn für 
ben ic^ eigentlich fc^reibe. So lange ber Stünftler nur 
blod nari) ben ^ugen jeictjuct, mirb er nie einen SaiKoon » 
^erau§brinf|cii, ber etma^ me^r al^ ßeid^nung l)at, ber 
mit oerfertigt ift. Wiefel (äkfu^l ift bem tünftier 

unumg&notul^ notl^g, aber wo folX er e§ lernen unb mie? 
Unfre^eßl^tiden* finb be^ weitem noc^ nic^t praAttfd^ genug. 

19. ^e gröften ^nge in ber fBklt werben burc^s» 

anbere 5U mege gebracht, bie mir nid)t^- ad)ton, tleiue 
Urjacijtu, üic luii ubevjcl)cn, uni) Die fid} eublid) Ijäufcu. 

20. ^§ ift nic^t fo angenel)ni UKini un§ oitbere \>on 
einem 'Xafc^en Spieler er^^len, als i^n felbft p feljeit. 



i^'iLjuiz-uü by 



A 80-94] 



9 



tocil m9 betj bem erften tmnter cra ®rab Don Unfliaubeu 

jurücfbleibt, ober nur bcncfcn, Me er^eijleiiDc '4«'^ujon jci) 
ni^t teiii ^euu^ cjeiuejeii, luie fie bie ©ac^e betrachtet ^abe. 

21. Ifliouffeau nennt mit 9^ed)t beu 'iJUceut bie Seele 
5 bei* SEebe (: Emile p. 06 T. T.) iinb l'eiite iucrben öou 
unv offt für bunim nniie)el)n imb uienn lüir e§ untere 
fud)en, jo ift ee bloö ber einfadje Xon in i^reu ^Keben. 
^eil nnn biefe» bei^ ben Srfirifften mec^föüt, fo muß ber 
£efer auf ben ^ccent geführt toecbeit, babuTd^ ba^ mott 
M beutUd^er burc^ bie SSS^bung anftetgt, n>o bev Xoii §tn« 
ge^rt, intb bief^ ift el», toad bie Siebe im gemeinen Sieben 
t>om Srief unterfc^eibet unb mai^ ouci^ eine blod gebmcfte 
9tebe toon berjentgen ttntetf<!|eiben folte, bie man tnürd« 

15 22. 5)er (^inftuj be^ 8til§ auf iiiiicre Oi^efinmmnen 
unb Ö^cbaucfen, üon bem id) an einem anberu Ort n^i-"ebet 
l)nlie, ,set(^t ficf) fonar bei) bem fünft quauen Linuanis, 
er fat^t bie Steine luadjfen, bie ^ffnn^en unK()fen wnb- 
(eben, bie üijiere njadjfcn leben unb enipfinben, hai erfte 

ao ift falfd), benn ber äi^ac^St^um ber Steine ^at feine 
5lc^Iid^feit mit bem Söac^^ttjum ber X^iere unb ^^^ffan^en. 
S^rmutl^lic^ ^t i^n ba^ fteigenbe be$ ^2(ui^bruc(d, ben er 
btüf ben legten get>ürt ^t, auf ben ®eban((en gebrad^t^ 
aa^ bie erflem mit unter biefe Claffe bringen. 

» 23. $ie SerSort ben (Sebanil^n an^nmeffen i{! eine 

fel^ fc^tocre ^nft, unb eine ^ernac^löffic^unc^ berfetben 

ift ein und)tiner Ilieil be£^ Iadjcilid]en. 3ie ücrbaUm fid) 
beijbc ^ufanuncn luie im gemeinen Seben ^ebens5 = ^2irt 
unb ^mt. 

ao 24. SBai-- mölken btcfe?^ wof^l für öerborgene 0)e)e,v^>)e 
unb äi^ege fe^n, burc^ welche bie 9Jatur bie triebe in 
bem nemlic^en ^^ier abänbert unb i^n feine öorigc ncrs 
gcffen ma^t. 3)Qi» $ünd^n friei^t unter feine Qi^iucte. 



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10 



®. at)r. Sid)tenberfl. 



I 



iDtrb enblid) )e(bft eine QöUidc unb fried}t nid)l 
unter, )pnbcvn läßt unter fiel) friec^cn. 53e9 allen 1 
ift ber Quffere ;^)Uftanb il)rec^ .SUn*per§ unb bie ^cräu 
ber )innlic()cn SlHH'cf^cugc berfclben all^^eit eine gii 
iftrer .panblunfjen unb il)rer i^cbcuÄnrt. ^-öci) bcm 
ift biefetf ^mar and) ii»al)r, nllein inbeni eine be 
änberlid)en Ohofen 5uninimt fan bie nnbere abi 
unb umgefel)rt. 

25. nüe (^lieber ber ^l)iere eine )el)r un 
5lb)id)t i[)re^ grofen 3d)ö^fer§ seigen, j'o fragt fid) i 
bie 5J(*en)d)en offt C^^euH'id)f5e, (>Mieber ol)ne eine ^ 
befommen. 

26. Xie li'fel l)aben bie traurige Situation, i 
fie . jejo in ber ^^'elt leben, uiUeid)t blov bem i 
(Einfall eined lofen 93tenfc^cn ju banden, biet er ift ^ 
baß fie jnm lieräd)tlic^ften ^Il)ier auf immer gei 
finb unb e^ aud} bleiben merben, benn üiele (i'fely 
ge^en beiMucgen mit ibrcn eleven fo fürd)terlid) un 
esJ (£')el, nid}t lueil e^ tröge unb langjame 2;l)iere j 

27. ^^.^lato fagt bae poetifdjc OVnie mcrbe bu 
4'^arnionie unb bie S^er^art rege gemad)t, unb biefe 
ben 2)id)ter in bcn i^tanb t)l)nc lleberlegung feil 
bidjte j^u üerfcrtigen. Plato thou reason'st we 
jeber mirb biefe^ bei) fid) nerfpürt Ijaben, menn c 
geuer isBerfe geniad}t l)at, inlleid)t fönten luir burd 
lid^e .^tunftgriffe unfre übrige 3äl)if^fcitcn eben fo i 
uiegung fe^jen, l)auptfäd)lid} aud) bie '^lucnibung ber ^ 
(i'ine grofe gertigfeit im biuibiren unb jiuar na 
^lüietljobe, bie mau über fid) biuibiren beißt, bie i 
jemaub bemerdte, brad)te mir .yierft ben Sufte: 
^ed)enhinft bei) ; id) biüibirte mef)r ber (i'i)fi3rmigen < 
ber ^luflöfung iniüen, al^ au?> einer anbern ^5lbfid)t 
l)abe junge Matliematicos gefannt (.V)CI*rrn Sllügc 
.V'>(£rrn üon ipalju :J bie offt ein fold)e*o ilk^rgnügen 



A 17-80] 



11 



[fanbenl bie Sporte Calciil unb Vucs in öein Calcul au§= 
5uHnal)cn, bau icl) uidit v^cifle, bau f(cinc ^Jfebcn l£rj:^ö5= 
Iid)kiicn, bie )ie in beii]leicl)cu ^ovi'teUmigen fanben, i^ren 
kski^ munter ersten ^aben. 

5 28. 5i>eiiii mir un? eine ^ljiloiopl)ie cntiucricu luoKen 
bie ung im blieben nüijcn fott, ober roenn mir aEgemeine 
Siegeln einem beftänbig vergnügten iJebeii geben motten, 
fo muffen mir frei^Iicf) Hon bcm abftrat)iren, ma§ eine gar 
ffü grofe ^rfd^iebenl^it in bie ^etrod^uitgen 6YUigt, 

togefe|r tote toix in ber SD^eii^anut offt t^un, menn tote 
SfncfHon unb anbete bei^leid^en befonbere ©igenfc^afften 
ber (ä^dr^er bergeffen um und bie iBerec^nung ni^t 511 
f Corner p mad^en, ober menigi^^en§ nur einen ^uc^ftaben 
an il)ve 3teUc ic^^cn. SUciiic Ungliictv'fällc Oiuu^cn o^n- 

lö ftreuu] eine große Ungemißfiett in biefe v^'i^f^tifti)^' Regeln 
Ijineiii, büljcv imn'fcii iinv uiK^ btefer entfd^Iagen, nub uu» 
nnr gegen bic '^xw^iiraung ber gröfcreii menben. 2)iefe§ 
ift ol)nüicitiii bcv \mi)xt ^l^erftanb berjc^iebaer 'Bä^ ber 
Btoi\6)tn 4^t)Uo(op^ie. 

«0 20. !Öcr ^lOerglauben gemeiner Seute rü^rt tum 
i^m frü^ unb nttju eifrigen Unterricht in ber Religion 
f^T, fie l^ören tm, ^^mniffen, SS^unbern, SBürcf ungen bed 
^teufetö, unb Ratten eS für fe^r tDa^rfc^einlid^ bafi ber« 
gicid^en @a(^ überaK in aUen $)ingen gefd)e^en fönten. 

» C'^ingegen wenn mon i^nen erft bie S^Jatur felbft jeigte, 
io mürben fie Ieicl)ter ba^ übernatürlidie unb Ojebeimniß* 
volle ber :)iVii9uiH mit (^^rfurd)t betradjtcii, ba fie biiuu'öt^n 
je 50 biejeo für etma§ fef)r gemeine^ f)a(ten, fo bnf; iie e§ 
für nic^tö (onbertic^e^ galten, menn if)ncn jemanb jagte, 

30 mftren beute 6 öngel über bie Strofe gegangen. 
bm iiötlbet ia beii Bibeln taugen uic^t für UHnber. 

30. giebt feine Synonyma, bie '^^örter bie mir 
bafür ^Uen ^aben i^ren (^rftnbern gemig nic^t einerlei 
fonbem t»emnitl^lt(4 Speeles audgebrudt. Büttner. 



L-'lLjUIZUÜ by 



12 



(S^x. £id)tenbcv-g. 



;U. ÄDie ^d)necre baut i^i; iQau^ ntc^t, fonbent ed 
mftc^Bt i^i: (lu^ bem )^ib. 

32. SKatt Bitte bie @e»p^ii^eit eine motaltfc^e 
grtfftion nennen, etmad ha^ ben ®eiYi nic^t Iei<l^t über 
bie ^tnge ^inßtetc^n Iftjst fonbern i^n bamit ))erbinbet, » 
fo bag e§ i^m f^n^ev wirb fic^ babon (og 5u mad|en. 

VUiv« Dill Iiäuiiicu bcr 'V(CH]i1)cn, lutiui fic Me^^ 
felben n^ini anzeigten, liefe fid) üiUcid)t inelce ouf ibveu 
(if)nvacftcv fcl)liefen. (S§ gehörte aber bo^u lüc^t etroa 
eiiiei juiibe):n eine ^ienilic^e i£ßenQC. lo 



*^om 1*^^" Julii ITGü nn. 

34. vifber ©ebancfc ^at gerot^ bei) iin§ eine bcjonbere 
relatiue €te((uitg bei* ^^^eUe unfern Hörperd, bie i^ 
aUemoI begtettet, ottetn gurc^t ober überhaupt dtoong 
erftiden unb ^entmen fte offt, o^neroc^tet fte fret)ltc() nic^t » 
affemal \o ()efftig fiub, ba^ fte anbern in bie Sinne fatten, 
]o fiub fie boc^ ba nnb ber dkift seigt fid) befto fvei)er 
je meniger er btefe äufere ^eiuegungen an fid) ^aüen 
barf, biiiii ein louijix:- ^iiiiidluittcii jdjaöet bem net)cven 
Jvortqonq bev ö)cbancfen eben )o }d)x nl^ ber - .Unii, utii 2a 
ntaii ^arf nu^bvcdicu laffcii. ^aber ficht man nmvnm 
in v'infr ^Uufanimlung luni ^cn ncvtronteflcn ?vrennbcn 
bi^.gttteu (Gebäuden fid^ feib)t nad^ uub iiac^ ^erbet}tü^ren. 

a6. '2i\n Julii 1765 lag ic^ an einem Xag, 
WO immer ^eüev ipimmel mit Söolcfen abn)ed)felte, mit« 
einem ^uc^e auf bem Oette, fo bog ic^ bie ^ud^ftaben 
gcm^ beutlid^ ernennen fönte, auf einmal breite ftd^ bie 
^nb, morinn hoÄ Siic^ ^teft, nnbermutl^et, o§ne bag 
^ tttoü^ berfpürte, unb n^etl babun^ mir einiget Sid^t 
ent5ogen mürbe, fo f(^lo6 id| e9 müfte eine bi^ ®ofc!e ao 
l»r bie€inine getrctten fel)n, unb atle^ fdiien mir büücv, 
ba fic^ büc^ niditS öou Sic^t in ber Zmbc üeilüljieH 




i^'iLjuiz-uü by CjO< 



13 



f^atte. 6d finb offt imfere6#ttffe 6e)d)affen, tDtr fud^ 
^(unbe in ber gerne, bte offt in uni^ felbft gan| na|e 
Hegen. 

36. Cßne fel)r nüjttc^e unb miil^tige (^vage, bte mir 
$ ottcjeit an unS jelbft t^im folten, ift pfinftveitiq biefc : 

Sbic lau icl) biefc^ Xiug über i]CL]cmuvuniicrk ;'Uiai.ii 
hiid am beften iiü^en? -Da^ maximniu boc- fjicr ihm 
finbet lüiib fid) ii»üi)l jc^njerlicfi ollemat )o gleich finbeu 
laffen, jmjc^en allen beii müglid)en ^öerridjtungen, 

10 bic fid) mit glcirficu Sliäfftcii in einem "?(ngenbticf tfnm 
lafjen, i)t eine gvoje i8erjd)ieben^eit, unb eine eben fo 
grofe jtüifci^n benjenigen bic fic^ mit bev ftärdften livafft 
bie in meiner ^Dlad^i fte^et in einem jebcn ^(ugenbUct 
t^un Inffen. ^B^aa^ bc^ inneren äBert^^ unfcrer 

16 moraUfc^n ^anblungen tnirb aifo tuo^t biefei^ fe^n, bag 
wir fie fo toeii treiben bid auf ben ^nctt, ba fie nnS 
berbriigtid) merben tonrben, menn toir i^n überf erlitten, 
atdbenn fmb tüir öerfidjert baft »tr bie gröfte trofft on« 
gemenbct f)aben, unb biefeS ttjun aud^ tugenbljaffte iiente 

20 müidlul), ül)iu eo miffen. ^5)ie gröfte trofft aber am 
beften 5n gebiaudjen ift eine Snc^e bie fc^merev be= 
ftiininen ift, unb fo lange luir f)ier nod) feine '^afet nber 
uui'eve '|>ilid)ten ^aben, m fie nad) il)rem 3l^evt(l nemb^ief 
finb, fo mirb fid) m\)l fc^merlidi bn^ portice te mit 

S5 einigem ^iujjen amoenben Inffen, alsöaun »erben wir 
berechnen (önnen, menn in jeber $anblung bie mir unter« 
nehmen, bad borinn Cs^ott, und {elbft unb onbre 
0ef(l^d))fe angebt bie gröfte ©umme geben. 

37. 9Kan fofte in ber SBod^ tnenigftend einmal 
m btStetif^e ^rebigten in ber Sirdje galten, unb toenn biefe 

©iffenf(^Qfft attd^ bon unfern (^eifüid)en erlernt mürbe, 
fo fönte man bodi geiftlid)e 'Iktrac^tungeii einftec^teu, tue 
fiel) gemif^ ijia gut mürben anbiumcu laffen, beuu 
ift nidjt VI gdiuben |iüie; geiftlid)e '-öetrad)tungen mit 
3ä etmoö ^4^ö9fid: üermijcl)t bie iieute aufmerctjam erhält, unb 

I 

I 



14 



®. ^x, Lichtenberg. 



[A 37-41 



i^iieu ^ütt ftdickr baiftedt, al^ bie offt ühd angebrachten 
i^^empel )eine^ Qoxn^. 

38. SBir mürben geioil Mtn\tl^ t>on fonberbarer 
(^mvitffi^WA fennen Kenten, »enn bie grofen ©triebe, 
bie lejo SReer {tnb, (emol^nt n^&ren, unb menn niQeid^t 5 
in einigen Sfl^^taufcnben unfcr gegeumörtige^ feftedSanb 
SWcer nnb unfere 3J?eere Sdnber )ei)n tt»etben, fo ttwrben 
gnul) neue Sitten entfielen, über bie wir un§ iejo fe^r 
iDunbern Joltcn. 

39. 3)ie gurc^t öor bem ^ob, bie ben ii)D^enjd)en lo 
eingeprägt ift, tft jugleic^ ein grofc§ ?!)?ittel, beffen fit^ 
bcr §imntel bebicnt, fie bon btelen Unt^aten abju^alten, 
tiiete^ mirb aui^ gurc^t Dor Sebeni^gefa^r ober S^antf^ett 
tinterloffen. 

40. 2)au ber ^itenid) grob fnnbigen fon, baron ift 15 
ntcfir bie ^^ejcljatjcntjeit bcr äufferen 5^'ingc aii^ feine 
eigene ecf)ulb, fönte er nid)t bie Siivcfung iiciinffcr iiDiuge 
l^inbern, anbete ',irftüren, rote tönte er fehlen, menn aüe^, 
mcA er gegen bie )^ejen auffer i^m bornä^me, benfelben 
5um Sort^eU gereichte? so 

41. ^er SeroeiJ ber ^^itrfoptjen, bajj e^ ein 
fünfftige^ Seben gebe, tpenn fie iagen Q^ott fönne jonft 
ben lejten '^(ngenblirf nid)t btUüjnen, getiöret mit unter 
bie S^etPeije buvd) (irenipel, uiiv belüljnen immer nad) ber 
!If)at, Dat)cr beli>l)nt onnt aud) \i\ unr tfmn e§ ane 25 
5[)?angel ber Söorau^fe^ung, m un^ bieje nidjt t)inbert, fo 
belohnen tt)ir auc^ jum öoraug, tt)ir proenumericen ia 
auf Uuiberfitäten. .^nn ^ott nic^t auc^ ptoennmerirt 
l^ben? SBenn ^Intarc^ fagt : äjß&l^enb bem streit merben 
bie @ieget nid^t gehdnt, fimbent bemfelben; ijt müM 
bem bpr^erge^ben beirbetft einetle^ ein blofeS ®Ui^% 
eine Wct ya bemeifen, bie fo falfc^ unb jo gentein ifi. 



i^'iLjuiz-uü by 



A 42-46] 



1^ 



42. ^ie «Steigen Ijabm Dermutl^Iic^ einen fc§r flrofm 
^inpug auf ben 8«ftanb ber SWenfc^cn, mie er jejo ift, bct 

äufert feinen (&m^ui me^r fid)tbarlt(l^, l>ie ^pcx^n 
tl^n ed langfamer, aber Hidetd^t eben fo genrifi, mer mi% 
ob mir nid^t einer gnt gdto(|ten @n^pe hie Sttfft|>nm|ie 
unb einer fc^Iec^ten bm ftrieg offt kierbancfen ^ben» « 

berbiente biefed eine gnanere Unterfuc^ung. Allein 
mer luciu ob nid)t ber öimmet bnmit grofe ^tib^meffe 
erreirf)t, Untert^onen treu eiljalt, :){i\]iciuiiöiii auDcit uui> 
10 fieijc Staaten mac^t, unb ob mdjt bie Speiden ba^ tljuu 
maS loir beu Hinflug beS ^iima nennen. 

43. 'iiHr muijcii unö tret)fifi) unfrc ncqeiiiütirttficn 
^ugenblicfe aUenial 5U D^u^ 5U machen jud^eu, uiib bieje^ 
mSre nic^t fe^r fd^mer, benn mx bürfteu nur leben 

15 ^lugenblicf t^n, un§ am meiften gefällt, aEein mer 
fte|t ntc^t ba| tntd bdb 6toff ba5u fehlen mürbe. 2 äabre 
fo l^tngebtad^t mürben un^ alle tün^ttge toerberben; jeber 
gegenwärtige ^ngenblidf ift ein Siegel atter ffinfftigen, 
unb «nfer gegenmörtige^ 5Sergnügen, tierglic^en mit bem 

» bajj er ein fünfftiger wirb foR bann ein gröfte§ toerbcn. 

44. ^^iv finben nur alijbanu ii>eri3iüiiien, \m mx 
übftc^t bemeicfen, meninflene uvt^eilt iinjer ^^(uge unb 
rür nad) biejcm C^iiiubjaj, ber ^yhiflel ciue^^ (Sc^metter- 
luic^c- qcficl onfnng» tpegcn ber regelmdiVncn ^"avbeii, 

20 bieje^ luarb man gemo^)nt, unb ie5t gefällt er u)ieber 
r^on neuem menn mon fie^t, bag er aud gebern befte^t, 
ber Cuarj mel^r atö [ber] unförmlict)e ^anbftein. Söergnügen 
5u ermecEen muffen Wir biefed auffuc^n in ben fingen. 

45. ^efftigen ^^rgei^ unb S^i§trauen ^obe td^ nod^ 
aoaVemd be^fammen gefe^en. 

46. SBir arbeiten öffter§ bnron einen (ofterl^afften 
'i?tffefft bämpfen, uub tuolleii Dabei) unfere nbii(]c t]uie 
alle bel)alten, biefe§ fommt au§ uujerer 3Dktl)üi)e Ijer, 



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16 



[k 46-49 



u üiiiit nur ben 9J?en(cf)en fd)ilbevii, mir fef)en ben (^^oracfter 
bcffclben nic^t a(§ ein fe^r ridjtig jufaminengefügte^ 
nanbes» on, basJ mir in feinen ^f)eilen üerjd^iebene relatiüe 
3tettun(^en anne[}men lan, fonbern mir fe^en bie ^Iffecfte 
nne aufgeflebte ©d)önppäftergen an, bie mir üerlegen unb 5 
mcgiuerfen fönten. 33iele bergleid)en 3rrtl)ümer bernl)cu 
anf ben babei) )o not^ii^en 3pracl)cn, meil biefe feine 
53cvbinbuni] notfjmcnbici unter fid) l)aben, lonbern fie erft 
burd) bie bei)9efü(^te (i'rinncrungen befommen, fo fommt 
bie geroül)nlid)fte iöebeutung nn§ immer in ben 8inn, )ü lo 
ba(b man bie (Erinnerung ein menig nur ou§ ber %d}t 
läßt, bal)cr mcnn eine aUgemeine C£l)ararfteriftirf erfunbeu 
lucrben ]oli, )o muß nütf)mcnbig erft eine folc^e ^äprac^e 
l)cruorgefud)t merbcn. 

47. 3n ben Sßerrfen unfrer ^unft merben beftünbig is 
T'inge l)erfd)Uienbet, aUe§ mufj bei) unS ftärder gemad)t 
Rierben, al^ ber Ö)ebrQUC^ e§ erforbert, meil mir nid)t 
oUe Umftonbe überfel)en fönnen, bei) unfern Stleibcrn, 
Sc^rnndcn, ©tü()len, ©äufern muffen mir allzeit in bie 
mal)re (^leid)ung ber 2)ingc nod) eine unbeftimmtc (^röfe 20 
binjufej^en bie U)ir nad) gefallen annel)men. iBenn ab 
t)inlcing(id) luäre etma§ ju erreichen o()ne baf] man ba§ 
geringfte babon nefjmcn finite, fo muffen mir ab + x 
bafür nehmen ba bie 9^atur aUcmal ab -{- d fejt unb 
auf einmal a(Ie§ beftimt, burd) bie $öeränberung biefe^ d 25 
mad)t bie 9?atur S3arietaeten unb beförbert bie nbt^ige 
gän^lid^e 3>erQnberung menn c§ ncgatib uürb. 

48. Sri) etliche mal bemercft, baß id) .^opf 2öef) 
befam menn id) mid) lange in einem )pühU3piegel betrad)tete. 

49. SSenn id) bi^meilcn biet (laffee getruncfen ^atte so 
unb ba^er über alitv erfd)rad, fo fönte id) gauj gnau 
mercfen, bafj id) el)er erfd)racf ef)e id) ben S^rad) l)örte, 
mir ^brcn alfo gleid)fam noc^ mit anbern ÜKerdjeugcn, 
al§ mit ben D^ren. 




Googl 



A SO-SSI 



9p^«itieii. 



50. Seilte, bie nicf)t bie feine 'l>ciftettung§fiinft Uöttic^ 
inne ftabeu, uiiD aiilrcic mii gleift Innterqe^en rroUcn, 
e^t^crfe^ iin^ öeniciiiiciUc^ ba» geiicreUc il)rer (^ant\en 
^euchinnv x'lrt bei) i^cr erfteit 3w)animeatuufft, luer aljo 

« ber ^ccipuiui einey anbern fc^meirfictn mW unb fid) tu 
biefclbe fcliiffen lernen un((, ber mujj be^ ber elften '^U' 
jammenfunfft fefir ncl]t qeben, bort finbet mnii flemeiniglic^ 
bie beftimnienbe^uncfte bec ganzen ^enchtitgdsSCct bereinigt 

51. träumte neulich an einem äRorgen i(^ Iftge 
loma^enb im IBette unb fönte feinen tlt^m befommen^ 

borauf enoai^te t(]^ qqw^ ^eEe unb fpurte, bag td^ nur 

Qan^ mögig fanget nnc^ metner bamaljligen il^age baran 
^otte, einem bloS füblenbcn ^^örpcr fommen böfe ®m* 

pfinbunflen att.^cit fiVLijcr uor, al» einem ^cl• mit aiuv 
M bcncfeuben 3cclc ucrfnüpft ift, mo jelbft offt ber ©ebancfe, 
baß bie (^mpfiiibuniieu nid)t^^ ,^1 bebeuten fiaben, ober 
bnB "1^1" fifi), uicnn mnn nnv molte, baimn bohci)en tmitc, 
l>ie(e?> uom nnangeuel)mcn innminbcrt. :ilnr liegen bjfter^ 
mit nuiorm .Hörper )i\ bafj c\ebrücfte ^^eile un^ befftig 
ao fc^mer^en^ allein, loeil wir mijjen, ba| »ir un^ on§ biejer 
ßage bringen fönten, tt)enn mir nur motten, fo empfinben 
mir milrcfü^ fe^r menig. ^k\t^ beftärcft eine ^ninerrfnng, 
bie ic^ unten gemad^t l^abe, nemlic^, bag man {td^ burc^ 
brüden bie fto)iff(^m6t5en berminbem fan. 

» 52. ^er %oh ift eine unberanberlit^e ©röge, atTetn 
ber ^ntcrj ift eine beräuberlid)e bie unenblic^ U)ad)ion 
fnn. ^iefeö ift ein 205, ben bie 23ert^eibtger ber Boltcr 
5ugcbcn muffen, bcnn fonft foltern fie üergeblid), allein 
in i>iclcn loirb bev Schmer j ein (größtes unb tleiuer aU 

30 i)er Xvh. 



Xcn 8*^^ 9)1 al) 17i>0. 

53. 5)a§ 5lrgumcnt gegen bie ^Äaterialiften, nield)e§ 
$(^rr Un^er. ^r^t T. VI. 148 <^t. negirt, unb »eld^ed 

LittentBfdtiikmU 198. 2 



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18 



®. ilf)x. 2i(t)tcnbcrö. 



[A 53-56 



Uüii ber SSeränbevung unfereS (ioxpcx^ f;evgef)oIt ^at 
tinivcf(id) einiget (^etüic^t. ift flar bie ^f)eile finb 
nic^t me^i" 2Öir iuenn mir einige Qn^re älter finb, mic 
fönten fucceffiüe (Seelen |o ju Jagen )id) i^r 53e!pu6tje9n 
mittl)cilen. ^Olan tan frcl)lid) antiuorten, baß bie Sßer= 5 
önbcrung fe^r nEmö^lid) gejd)ä()e, fo mie )id) in ber erften 
Söelt 5J)inge bnrrf) Xrnbition fortgepffanjt l^aben, o^nr 
eradjt bie äSelt alle 80 3^^^)^^ anbere mar. «So 
mirb Sametrie antworten, ©in anberer 33en)eij5, auf ben 
§(5*rr Sonteneüe {e^r öiel ^ält, ba^ nemüd) )id) bie erftaun- 10 
Iid)cn SSürcfungcn eine§ ^ebancfenS auf ben (£örper nic^t 
erflnven ließen, mcnn ber ÖJebancfe nac^ ben Üfegeln ber 
SOccd)anic! mürcftc, ift nid)t üiel er ()eli lieber. ift ma^r 
ein 93ienfc^ bem id) gan^ jad)te in§ D\)x fage er merbe 
arretirt merben, menn er fid) nid)t augenblicf(id) fortmad)te, 15 
geljt burd) unb lauft Diele 3)?eilen in ber crfd)rerflid)ften 
33emcgung fort, ^^lllcin nic^t ju gebenden, bafi mir bie 
S9?ürrfung eine§ 5)ing§ nid)t nad) bem Sd)al(e fd)ät\en 
nuiffen ben ba§ Söort [mac^t] meld)e§ i^n erregt, fo menig 
als man ein Crimen Uesie majestatis nad) bem Stnalle 20 
fd)ä5t ben e§ t^ut, fo mürdt ber Gebäude beftönbig, unb 
üiücidjt auf eine ^^(rt mie ber gunde ouf ba§ ^ulüer. 

54. §S'rr Bündel fan bie ^^upille millfü()rlic^ f leiner 
unb größer mad)en, im crflen gall fan er fein Cbjedt 
untcrfd)eiben, id) [Ijabe] mir biefen SBerfud^ üon i^m lOOmal 25 
madjcn laffen. Cb nun fein SBille unmittelbar auf bie 
3;rauOcn§aut mürdt, ober ob er fonft einen bem Spillen meljr 
untermorfcncn ^fjeil be§ 5luge§ in ^emegung fe^t, auf ben 
bie il^crengerung ber ^Uipille mcdjanifd; folgt, meiß id) nid)t. 

55. ^ie Söorurt^eile finb fo ju rcbcn bic .^unfttriebe so 
ber 93^enfd)en, fie tf)un baburd) Dielet, baS il)ncn 
fd)mer mcrben mürbe bi§ jum CS'ntfc^lufj bnrdjjubcndcn, 
ol)ne alle • 

5G. (Sine (Sprad)e, bic allemal bie 53erUHinbfc^afft 
ber 2^inge jugleid) au^brüdte, märe für ben Staat 35 




nütlid)er q1§ 2cibniljen§ d^arorftevifticf. Qd) meine 
folrfje luie 5um ®rcmpct ^eelforger ftau ']^rebt(^er, "^nnu 
!üpf ftatt ©tu^er, SBaneitvinrfer ftott ^Inafreontijc^er 

2) i4ter. 

5 57. tüünjdjte nur au iei)em l&enb bie ©ecunbe 
beS öergaiiöeneu ^og^ 5U lüijfen, ba mein Öeben ben 
geriiigftcn Söert^ ^atte, ba§ tft ba, tücnn ?ReinigTeit ber 
^bftd)ten, unb Sidjer^eit be^ 2thtn m\> toert^ fmb, i(| 
om oEemteifteti mürbe gegolten l^aben. 

10 58. Debitum natura» reddere ^)cx^i auf latetnifd^ 
gemeiniglich fterben. £) eS fdnte nod^ me^r t)ei|en! Stete 

©chmorf)!)eitcn bie »tr begeben fiub (5(^ulben, bie mir ber 
Statur bt^al^lcn. 

59. Wim muß )idj iii '^ld}t iicljmcii, ha\] man um 
15 bie W5(;lid)feit mand)er ^inge 5U enccificn nic^t gar 
bnlb auf bie 5[)?nc^t ciiie§ TiDC^rttiDttfL^mnieiicn 2öe)en§ 
apeüirt, benn fobalb man 5(^. glaubt [ba^J (^^ott bie 

3) ^aterte benden mac^e, fo !an man ni^t me^r erweifen^ 
bog ein Sott auffer ber äRaterie fe^. 

M 60. ^ bre^fad^e $undt be^ ben Irummen fiinien 
Vfk memgfteni) ein eben fo f<l(tdti(^ed Silb ber ^re^*» 
etnigfeit, a» bie Seibni|if(^e 1 ein »ilb bei» l^ciligen 

(S^eifteä be^ ber Sd^öpfung ift. 

Gl. Unjer ^eben ^öngt fo gnau in ber Hatte 
25 5iui)d|en $8ergnügen unb 2d]incrt5, bafi un$ ]rf)on jutpeileu 
3)inge fd^Öbtic^ merben fönnen, bie unö unicrni Unter- 
bnft bienen, roie i^ani^ natürticf) beränberte Xfufft, ba 
wir bod) in bic l'ufft ßefd^affeii finb. 9lllein loer ipeift 
ob uili^t öieles^ t>on unjerm ^ergniigen Don bicfem Ba- 
lolancement abfängt, biefe topft nblic^feit ift »iUeic^t ein 
mdfiiis^ @tüc! bon bem mal» unfern Vorzug t)or ben 
^C^eren andmae^t. 

2* 



20 



CA 



62. @ine (Empftnbung bte mit SBorten aui^gebrudt 

njirb, ift aüjeit lote Mu^ä btc mit äBoTten befc^reibe, 
bie 5(u§brücfe finb ber Soc^e nid)t f)omonen genug. 5)cr 
2)irf)tei-, ber SO^itleiben erregen mll, uciiuoigt bod^ noc^ 
ben Scfer auf eine ^I1?a()(cici} luib bitid) biefe niif bie 6 
(Snd)e. (iiiue gemol)Üe jd)Dne (^kgenb leiBt Qugenbfirflic^ 
^iii, ba eine befungene erft im «Stopf be?^ öefer^ geniol^lt 
iperbcn muH. ^-i^e^) ber elften t)at ber 31*1^^^111^'^' n!d)t§ 
me^r mit ber (£inrid)tung ju t^un, fonbern er fdireitet 
gteid)fam jum !söefit\, n)ünfd)t fic^ bie öiegcnb, bo§ gema^tte 10 
93Mbgen, bringt fid) in allerlei) Situationen, t^etgleic^t fic^ 
mit aUertel) Umftänben bet^ ber ©ac^. 

63. & ift in ber X^ot ein fel^r blinbei^ unb unfern 
aufgeff&rten 3^ten jef)r unanftänbigeS S^orurt^eil, bag 
mir bie ©eograpbie unb bie 9t5mtfd^e §iftortc c^r fernen, 15 

al§ bie ^^f)i|iplLnve unb ^Inatomie, ja bie I}cibnifd)e 
leftre eftcr, al^^ Me)e für l)Jtcnjd)cn iHijunt) fo uiieiube^r^ 
lid)c ^^lM]jenid}afft baf; fie nöd)ft ber ^Keligion folte ge= 
trieben luevben. ^^sd) i]laube baB einem l)öl)cren OK^jdiüpfe, 
al§ mir 9Jien|d}en [inb, biefe^ baö rei^enbüe 3d)aujpiel 20 
fei)n miifi, menn er einen großen ^ftctf bcv menfc^lic^en 
©ejc^lec^t^ ftarr ein paax taufenb ^lijxc tjinter fic^ ge^en 
fä^e, unb auf§ ungemiffe unb unter bem Sre^brief ükgeln 
für bie SSelt auf5ufud)en fid) unb ber Sßelt unnntj fterben, 
[bie] i^ren £ör)>er ber bo^ i§r oomel^mfter X^eit marss 
nic^t lanten, ba ein 9)ti<! auf i^n fie, i$re Sinber, i^ren 
9lh^\ttn, i[)re fRac^fommen, ()ätte glüd!ti(!| machen !önnen. 

64. diu geioiffeS grofe§ ®enie fängt (tuS einem be* 
iLmbern ^ang an eine '^sevitd)tung bLUwuilid) 511 treiben, 
lücil fd)mer mar, fo luirb er beuninbevt, anbere rei^t 30 
biefe§. ^tuu bemonftrirt man ben 9^u^cn biejer liöejc^ffti* 
guugeu. ^0 eutjte^eu ^^iijcnjdjanten, 

(55. loäie 5U unter jnd}cn ma^ mau ^uui aiige* 
gemeinen ä^ao^ftab ber ^öebienungen in ber an« 



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21 



nc()men foÖ, um nloid} einer 9htiim begieiflirf) 5U mflcf)m 
lüie ^odf) ein öcunjier SWonn an^ufcften feti. front 
[ftdj^ affo gtcid), n^c(>t 9cuto, bic jold)c ^^kinc^tungen 
^aben, bie bei) aUen ^Jcatioueu uütl^ig finb unb bei) allen 

6 gteic^ ()0(^ ficfc^^S^ merben. S)ie $riefter faffen fic^ too^i 
mäjjt bnju anne|men^ i^tcfcr ^aasftab ift feljr ungemift 
itnb in uiekn Sänbern 5U Hein. C^in S^läbgen gietige 
noc^ an, btefe toerben ^ientlic^ gUid^fötmtg in (Saxopa 
tpenigftenS gcüebt. @o ba| id^ gtaufe bag bet Sudbruc! 

10 bebeutent^er ift: er liebte i|n mie fein SR&bgen, 
ali^ ber: er liebte i^n mie feinen Sater. 

66. lUcnüli iLbcuit eine Cireatur \u mm, btc 
)€l}r jur abgeänbcvten '^iMttcnnui c^emad)t 5U kdii fdjeint, 
meil er unter ber £inie unb an ben $olen bumm ift. 

15 67. W\x enipfinben iiiü)t bie unmittelbare ^erü^riinn 
äufjerer Rörper bet)m jetjen unb ^ijren, fonit ^ome, mie 
bet) ben übrigen ©innen. (SBeun mx feine ^ilugen f)Ötten, 
fo iDÜrbe öitteid^ bie (Smpftnbung be^ ©efü()l§ eben fo 
tnnerl^Ib un§ borguge^n fernen; afiein unfere klugen 

m mad^, bai mir Me ®m|>ftttbung ba6in berfe^en^ m mir 
fe^ ba| ber (Srunb liegt p. m.) 

68. Um und ein^lücf, bad un9 gteid)gültig fcbeint, 
ied)t füblbnr mnrf)en müffen mir immer benrfen, bafe 
ci> ücvloljicii jci], unb baft tinr eö bicjcu 5lugenblicf mieber 

25 crf)ielten. (f? r^eT)ört nber etiua^ (5rfaf)rung in aÜerlei; 
Reiben ba^u um bieje l^erjud^e glüdlic^ an^ujteUen. 

69. diejenigen verba, lueldic bie l'eute täc;!irf) im 
^lunbe führen, finb in aEen ©prac^en bie irregulairfteu. 
Sunif Sono, eifil^ vä) hin, Je Bois, Jag är, i am. 

ao 70. l{)ie CTriticfer lehren uni^, und an bie 9latur ^u • 
^Iten, unb bie @c^rifftfiteaer lefen ed, fie Italien ed aber 
immer für ft^rer fi(^ on ©c^rifftfteQer 5U galten, bie 



i^'iyuizuü Oy 



22 



fid^ an bie ^Mnt geleiten l^aben. ^te meiften (efeii bie 
Siegeln bed $onie unb koenit fte fd^reiben moUen ben^n 
fte an eine Stelle beS @(^c!^pear. & ift fre^üd^ gut 
ein fo grofeS Criginal t^or i!(ugen 5u l)aben, allein ei^ tft 
Kar, bag, menn man eine fotc^e ^iopk nid^t erretd)t, bie s 
Entfernung baDon nad) ber Seite 5U gefi^ieljt bie öon 
ber ^ainx iiücij iucUci abmeiert, ober muji cui grogeS 
(SJenie Jet]n, ba§ fiel) ber Dtntur iiocl) me^r nö^ert at§ bie 
crfte (TiHMe bevjelben. (^e)d)iel}t ober bieic^», fo muß 
not^iüciiDuj ber ^erfaffer me^r bie ^}?atuv alö bie Ci^opie 10 
ju erreid)en tiefiid)t ftabcn , lnI^ mau fan eigentltd) 
alSbann iüd]t me^r jagen, baö er iiad) einer äl^a^lere^ 
ge^eic^net ^at, fonbern er Oebient fid) berfelben nur fo 
mie man fid^ in ber prncftifd^en Geometrie bed ^ugen^^ 
ma|eS ^nmeilen bebient ^effungen 5U ptobieten, ntd^t um ift 
baburil^ überl^aupt p feigen ob man gnau gemeffen l^ot, 
fonbern ^u fel^n ob man nid^t burd^ einen ^rrt^um tn 
ber Ste^nung einen geiler begangen l)at, ber bie ^etffte 
beS gefuditen beträgt. 

71. ^ie (iiUjdjulbißUHgen, bie mau bet) fid) felbft 20 
fid) nuid)t iücuu man etroaS unternel^men luill, finb ein 
t)ürtrefflid)er ©tof für ^?onotogen, benn fie luerben feiten 
anber^ gemacht, alS lueua man allein ift unb jebr offt laut. 

72. Sißenu man einen guten (^banden liefet, fo fon 
man probieren, ob fid) ettoad äfin!id)ei^ be)^ einer anbemss 
Waterie bencfen unb fagen lafje. Wlan nimmt f)ier 
gleid^fam an, bog in ber anbem äRaterie etmad enthalten 
fe^ baS biefem A^nlii^ fe^. !£)iefei^ ift eine ^rt bon 
Analysis ber @eband!en, bie biOeic^t mand^er geteerter 
brauet o^ne e^ 5U fagen. <o 

73. @§ ift etiuai^ llnbegreijiidjei^, bag e^ un^^ fd)it)er 
lüirb, in Somöbien notürlid^ 5U fc^reiben, ba une bod) 
ba§ natiirlid)e am natiulid)ften ift. tommt bIo§ 
ba^er, bag mir ba^ natürliche mit einem ^u^brude ^u« 



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▲ 7S-7ÖJ 



23 



toditn m^tnben muffen, ber iti<l^ fo gan^ gemein ^, 
mtb man \ft fel^v geneigt, toenn bec dtli^ad fi^ vM^ji 
auf $^ilofop^ie nnb Semunfft nnb baii menfd^Itc^e $er^ 
gt&nbet, bie ®cftn|en übetfc^reiien. 

« 74. Diiic\e bie man täc^lic^ Uor ^dicijeii ficf)t uon 
einer anbern 2cite betiaci^tcii, ober uielmcljv biivd) ein 
^l^GigroBcrungS ©Ia§ anjujeljen ift offt ein '^)l\\id bie 
äi3elt mit (Erfolg ju teuren. Öebermiitteri|d}c ^eluftigiingen 
tieicn fif^ fluc^ i^i ber Moxül fd)reiben. (iin )üld)c§ 

10 iij^icvüfcop unirbe iin§ unnlaublidje 2)tn9e geigen. Man 
icl)c tu bell ^ome. 9iouffeau fagt Holoise T. J. Lettre XII 
le QoQt est le Microacope da Jngemeni. 

75. mn aagemdne» ^Eftao» für bad Setbtenft ober 
fuT bie SBtf^tigleit einer Serric^tung, bod a0en <St&nben 
u \oQUi(S^ bie iiMi^re ®rd|e einer X^ot angäOe, m&ve eine 
(^nbung, bie eined moroüfci^en 9ltaAtm mütbig n^ftre. 

3®. eine (Kompagnie bor be§ ^ommenbnnten ©au§ p 
eycrciren, ift i]i;iin6 nicl)t )u \d)\iKx nl^ ein paai Zd}üi) 
iol)leu (: i(^ loeife e^ fuci)Iid). bufj bie C^^re eine ^e=» 

20 jolbung ift, fie auÄ5U5nt)Ien legt Der gürft eine 8teucr 
anf bie öüte nnb ben ^lacfeii ber Unteitt)aueu. 3Benn 
ein .\^anbmerff'?pHr)rf)e üov öem Cfficter bcn .^nt ^ielit, 

' jo bende ic^ immer, biejer ^4^ur)d}e ift eine '.Hit üon 
^rteg^^a^Imeifter. Unb kvie ttnge{c^liffen ftnb bie Dfftcier^ 

n bie fte o^e Duittung annehmen, td^ meine bie nid}t 
nriebcr mt ben $ut greifen :) unb id^ be^upte ein ^leib 
gut fc^iben ift |iik>eriftfftg fernerer old $of (Sol^alier 
^ fe^n, 5ut)er(öffig \^mtitx, id^ meine ben |»of Sabalier 
in Abfltrackto. ^ine folc^e Kangorbuung, bie ober 

«ogemig bem Ißetfoffer unb bem Serleger ben 9op^ 
foften nnirbe, münfd^te id) gebrndt fe^en, fie eriftirt 
gemi^ in bem S^'opf jebc§ iid)i|ü)an^nen ^IKiiiii^i-. 
^KJlan fönte ju einem iotd)en iDiaaü bai> tniUiiKiven 
auf ber 9?ii6e ueljmcu, meil biejev ül)nnefcl)v alle 

^3ktn]ö)n\ mit gleicher i^ejc^iuinbigfeit lernen, unb bucc^ 



24 



[A 75-79 



bte Sänge ber Xabo^lpfeife in QoUzn bte ®rabe ber 
Sd^mierigfeit meffen. 

76. *i>Iatü ()at ]d}on ben ©ebancfen cieauffcrt, bau 
mau bie lUkujcljcii bcfjcni bei) bcii Jvvaueiijimmcnt 
Qiifnngen luüfje, 9iouffeau in ber bcfanten Sd^iifit ^ 
über bie (Sc^obüc^feit ber ,)d)önen 35?{ffeiiidiafftcn fagt 

in einer 9?ote eben baö unb iimn]d)t, bau ein grofier 
9Jtanii ben ^Hnfang iiiarf)en nünntc, öiÜeidit ^at So^xx 
gLubt)ce mit feinen grauen^immecpvebtgten biefen äBnnfc^ 
erfOat. 10 

77. Sftouffeau felbft (in einet ^ntmort auf eine 
SBibevtegung ber kior^erge^enben ©d^fft) gefielt ba^ bie 
fc^önen SBiffenfd^offten etmad gotiUd^ iet)n abftra<!t be:» 
tracl^tet, ober nid)t für ben- El^enft^en ; f o entfd)ulbigt er bie 
Söiberfprüc^e bie )id) in ber ^rei|)d)rijft befinben. i* 

78. ^Qnte ^^l(ii-\()ieri nennt in teiner (£omöbie ben 
Virgil mit öieleni ^Kejpecft feinen i'eljrer, nnb ()nt i()n, 
Wie §®rr 3)?ein(jarb bemercft, boc^ fo fcl)kd)t genügt, eine 
bentlidie ^^rcbe, baft man jdjün bamat? bie '^Htcn lobte 
ü(mc 5U mifien luarum, fie loben unb anbere 2ad]en 
tl)un, bie(er diefpedt gegen ^id)ter, bic man nirfjt öerfte^t 
nnb büc^ erretd^n toiH, ift bie OueUe unfever f(^le(i^ten 
Sc^rifften. 

79. Sßenn mir fo bo]][f^t&nbig \ptt^n f&nten atö 
toxT einpfinben, bie 9lebner mitrben wenige miberfpenftige, » 
unb bie Üßerltebten menig graufame ftnben. Unfer ganzer 

Körper H)ün|cf)et bei) ber^breige eine^ geliebten S9?äbgen9, 

baf; fie ba bleiben mögte, fein X^eil brüdt ex^ aber fo 
beut(id) au§ oI§ ber SOiunb: mie foK er )ic^ aber an^^ 
brndeii, bau man auc^ etluai? öon ben SSünid)eH ber so 
übrinen Tbeile empftnbet V (^eiuiu ba?^ ift febr fdjmer p 
ratbeii, wenn man nodi iiid)t in bem g-nü umrcfUC^ i\t, 
Vnb noc^ jc^werer loenn man nie bariiut mar. 




25 



80. ^ einem SBcrbrec^en ift ba^ bie SSctt 

ba» ^erbredjeu iicniit jelteii baö iiuv^ bie Strafe tjerbient, 
{onbeiii ba ift e§, wo unter ber langen dldf)^ öon i)aub' 
tünchen momit e§ fid) gleic^jam mit SSur^cln in un)er 
5 Seben l}iueiii erftrerft biejenige ift, bie am meiften ncn 
uujerm SSiCfen bcpeiibirte, unb bie toix am aUerleid^tejteu 
^ten nic^t t^un tönnen. 

81. ^§ ift ein 5el)ler in unfern dhi^te^ungeti, ba^ 
t9tr gemiffe ^if)€nfd)afften fo frül^ onfangen, fie kiertvai^fen 

1« {o 5tt fogen in unfern ^tvftanh, unb ber Sföeg ^um neuen 
mttb gehemmt (S^ w&re bie gtage ob ftd^ Üt Seelen« 
frSffte nic^t ftärcf^n Ue§en o^nc fie auf eine SSBiffenfc^afft 
on5utt)enben, 

82. S55enu ]id) ba» mcujcl)lid)c ®efc()lcd)i \wd) me^r 
15 »crme^rt, )o muß man me^r ald 2 ober brci) ^^Hnnal)men 

haben um bev l>ciiiicd)jelung Dor^ubcunen, bic Minbcv ber 
cigcnrüdjcn «ouieit bringen neue 3ia^men Ijereiu, nod^ ein 
92u^eu beu fie l^abeu. 

83. SBenn bie Subftan^en l^igenfc^afften bcp^en bie 
so ficfi anbern öergegenmSrtigen laffcn, )o tonnen mir jugleid^ 

(^lieber in toerfd^iebenen äBelten fe^n o^ne un§ jeboc^ in 
me^r afö einer bemüht ^u fe^, benn Q^genfd^o^'ten ber 
@u^on^en {tnb fo 5U reben burt^bringti^. @o lohnen 
loir fiterben unb in einer anbem ^tt fortleben. 

25 84. (Brf)afe^pcar unterfcfteibet firf) in feinen ^lu^brüden 
Ijäuftg bnbiiidj non allen übiuicii 3djrintftdicin, baft er 
nic^t fü leicht 9Jtetnpljevii mäf)lt, bie im (^cmdnleben 
recipirt finb, al§ 5um ©rcmpei "Irtebfebcr, ber 
(3 . . . . j'onbern lieber ftatt beffen ein bejonbereö, auö 

ao eben ber ^d^e ^erge^ultei^, m&^U. . . . 

85. @in gemiffer ^^^^iiofop^ fagt man 
muffe [be^J Reiten ben (^etft mit nü(li(j^en 



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26 



»a^t^eiten [fi^eigeti]. $(£tr 9^. ^atte il^it 
)uioeiien I^al6e ^a^ve [^uitjgcrn taffen unb 
auf einmal totebet fo gefüttert, bag man 
ouf alfen Steffen jagte: äffetn (Sott ber 

e u j d) i)at { i ü b e r n u ni m e u (pm). $ 

86. gicbt eine pemiifc ^^Irt 9)?en)cften, bie mit 
Sebent Icic()t Sr«^iiub)d)ajit inacijcu, iijn eben jü bntb micbcr 
Raffen unb micber lieben, ftefCt man fid) ba§ nuiijd)lid)e 
(i)ejcb(ec^t nt§ ein gau^co üor, um jcbcr ^f)cH m feine 
Stelle pa^t, fo mecbeu bei:gleid)en ä^^enjc^en foldjcn lo 
^udfüU«^^eiIen bie man überatI ^inmerfen tan. Man 
ftnbet unter biefer %xt t)on lOeuteu fetten grofe (^nied, 
ol^netac^t fte am leid^teften bafnc geilten merben. 

87. SRan !an |ic^ ba9 menfd^Ud^e Sefc^Ie^t atö 
einen ^ßolt)pen benifen, fo fommt man fd;on auf meinu 
Softem Don Seetenmanberung. 



88. Um ein Stüdgeu gleifc^ mieber in (^ibe ^n 
öermonbclu, bamit e§ onbcrn 9^e(ictabi(icn ober ^btovcn 
nüluM! fnnne, fclfU e» bie ^ANitiii nic^t bio\] bnrd) cImp 'iliei^ 
lüciuug auflüden, fonbern l)at lieber anberc tlcine iircaturen 20 
^röorgebrac^t, bie e§ auffreffen, fie ^Ötte üitteic^t biefci- 
of)ne biefe ^J^iere erhalten fönnen, oUein e§ ift baburd^ 
bie 8umme bed Setgnügeni^ in empfinbenben ^efc^öpfen 
auf ber XBelt mme^rt morben, unb ed lägt ftd^ mfnK* 
fd^einüt^ mutl^maffen, bog aSjeit ba^ Sergnügen ber» 
empfinbenben Subftanj^en in ber SSelt ein ®rdffe8 ift, 
fo bag, loenn el^ bei) einer Ql^attnng mit(^fie, eS be^ anbern 
obne^mcn müfte. 

89. 5)ie iua[)ic ^-Ücbeutunii eine^ Söorte^ in iui|ver 
S^iutterfpiac^e uevtteben bringen wir gemiu Lifft öiele a*> 
3a^rc ^in. 3d) Devftelje aud) .vin^^'f^) ^ier mit Die ^e- 
beutungen bie i§m ber Zoii geben tan, ^er )Üer)ianb 



27 



eine§ 3Bortev luirb un§ um mkf) matl^ematijd^ au^^ubrücfeii 
burd^ eine (yormul gegeben, morinn ber Xon bie Derönbei- 
Iid)e unb ba§ SBort bie beftänbigc (^H*öfte ift. Ig)ier 
eröffnet ficf) ein SBec^ bie 8prarf)en nnenölicl) bercid)ern 
5 ot)ne bie äiknte ju öermcbren. l)Qbe gefiuibett, bag 
bie Dieben^ 5lit: @§ ift gut auf fünferlei Ärt üon un§ 
aiti^efproc^en mirb, unb attemol mit einer anbern ^es> 
beutung, bie fre^litl^ aud^ offt nod^ bun^ einebritte bet» 
ftiibevll(|e ®T5|e nemlid^ bie SRtene beftimmt toitb. 

10 90. ^te @ejd)öpfe ma^en nid^t foroo^t eine fiette 
au§ mie bic^oeten ('^opt) öffterS fic^ auSbrurfen, fonbem 
ein 9?e^, benn fie fornmen auc^ öff teri^ luni bev 8citc 
iviebcr ^ujammeu. 2öie bie Uebeii^dmjc ber ^ftieve unb 
Steine nu^ einer Species in bie nnbeic unb auö einem 

lä Geuus in bad aubere beutUc^ geigen. Büttner. 

91. ^er ))itm ift etroa^ ba§ ntelir ben norbUdjern 
Säubern eigen ift, fo luie ba§ @^lOen=ä)iaa§ me^r in ben 
fübtic^tn bere^rt »urbe, be^ biefen ift alle§ S^^uucI, ba 
be^ ienen nur jurocilcn ober befto ftärcfer bie^uuft unb 

»bie ^tmonie ^c^tbar toirb; i(| sloeifCe niil^t ba^ bie 
®ried^n unb Körnet nid^t mannigmat auf Meinte berfaOen 
fei)n, el^ mx aber biefed tunftli(^e i^nen all5u fühlbar unb 
i^nen ba^r berl^ogt, fo mie und bieSleime fd^metterte 
unb üetterte, boftingegen i^r ^ftrterc^ Df)x fd)an c()er ^ü^c 

bavc^ 3i)I[ienmaa§, ben ?lkm erfnnb. ^a()er Ijabeu bie 
alten beutjc^en ^erfe ufft nur ^einie unb faft gar fein 
metrum. 

92. SSäenn mau bu 1) ai ad tere ber ^^enfc^cn, obec 
M beffet, toenn man bie ^JQkufdjen nac^ ben d^^aradteren 

orbnen fönte, mefd^e^ teicfit möglich märe, it»enn mit me^t 
C^a^rungen in biefem ^tüct fammeiten, fo mütbe man 
bie (Klaffen füt bie ftunftlec unb ®ele^tten leidet metden, 
unb mnrbe ftc^ atebann nid^t nte^t bemühen einem and 



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\k 98-96 



bem Genere passerum fpred^en 511 terneit, ba oui^« 
gemacht ift, ba^ biefeS nur beit Pici« ^ntomt 

98. SBeitn tDtr bte a&ftro(ften Sa^T^iten, bie unfere 
Semunfft ol^nc t)tcle tootl^ergegangene ©m^jfitibtmgen er* 

feitttt, )o orbnen fönten bajj nur ben Uilicii^anfl ben 5 
aiigcuumbten treffen fönten, fo roürbe bicfci? eine braiidj^ 
bare ^l)ietap^i))icl; geben, aüein biefev Uebergong je^lt uoc^ 
jte^ü unjerer ^etap^^^fid. 

04. .^(Srr ?ttelbing iiiiht m ber Söorrebe 5U feinem 
Andrews ben ^runb bcÄ :ifQcl^erlid)en in einer gezwungenen 10 
92a(^^inunn; nüein et ^at nic^t bebod)t ba^ alSbann 
aKemcil ba§ läcljerUc^ nur im affecttrten beftünbe, ba cä 
boc^ ))iete ^anblungen giebt bte an m ol^ne Ide^ie^nng 
anf eiwoi» anbetet löd^erttc^ finb ; nnb auf biefe $(rt fallt 
eine tfon ben gröften ClueEen bel^ läc^erlid^en tveg, nemse u 
tid^ »enn jemanb ettooS ffir fet)r U)icl)tig im (^ft l^öU 
ttJoS nnr eine filetn'gfctt ift, tt)ie Drgon ba er bon einer 
gtiege cicftüdjcu unvb, ober ber ^öeiiuujj bec- *^on ©t}lbip 
ben er bem ^ebrillu piebt, iiieil er fo frei) im ^üüaft 
ber meifen Uatje I^)i»>ii5t, unb bergleic^en me^r. 20 

95. ,^(5rr )oome bcantiiuutet in feinen Elemonfs of 
Criticism ( (Kapitel 12) bie %xaQt ob fic^ bie ih>al}rljeit 
burd) baC> belarf)en^n)ertl)e prüfen loffe mit ^q, unb be^ 
gennet bem (Jinmurf: bo6 fic^ auc^ ba^ emft^afftefte 
(äct)erU(^ mad)en liege baburd^, bajs er fagt, ein fold^eras 
fS&t^ toerbe bie $rüfunoen einei^ feinen Sefd^macfi^ niä^i 
aushalten. ^enno(^ glaube id^ aber, ba| bad emftl^afftefte 
öffterü^ mit ^efd^mad !an tac^erttd) gcmad)t iDerben, menn 
man anberd bak^on abftra^irt ba| e§ fc^on an fid^ nic^t 
triel (5^efrf)matf irnrhü), mm man ernft^offte £acl)cu ao 
Iäd)eiiid) niadjcn luiU. 

96. ^üiiic jiujt in ber Ü'inleitiiiui -^u feinen Elements 
of Criticism» bag eine gefunbe i^ritid bie Xugenb unter- 



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29 



ftü^^e, bicjc^ ift fe^r «(^tig, ipenn man eine (ix'xM öcr« 
ftc^t^ bic nnc^ ben feinen (^runbf&^^ett beÄ $@nn Jopmc 
agirt, allein e§ giebt offt eine angebo^rne {Ixitiä, bic 
t^rem @u6j[ecEt bad f(^öne augenbtuftid^ ^eigt, o6ne bajs 
e9 mettft auf tuai^ bot Stegetntftfiige Uedereinftimtnungen 
ft(^ biefe (impfmbungett gnitibeti. @o balb biefet feine 
(^efc^mod ermovben ift, mib nic^t angebol^ren, fo ^ot 
$(£rr .^ome redjt, nnb üißeic^t üerftf^t er aud^ nur einen 
folc^eu ctiüorbenen. 

10 97. 5Jtan i)at bi#()er in ber ^^Ib^niiMinu^ anbrcr 
üh.HU;il)eitcn, ber matf)emati)d)cn nnb pl)i]^"icnlinlHMi, 
bic ''^ciy^c bic mitn crmcif^cn,. nnbevii erläutern lUüUc ö^ciü) 
,yi ucrtuicfeit angenumnien, un^ mau gerictt) not^menbiger 
^iöeifte iu syernürrungen. 'Senn man ben Urfprunn ber 

1^ iS^nbe erläutern mil, fo betrachtet man eine ;^ufftfuget 
o^ne auf Sßaffer ober (irbe ^u fe^n unb fie^t, toa^ bie 
anjie^enbe Srafft beS SO^ionb^ für Ser&nbetungett in ber» 
felben ^erborbringen fan. SBenn man bie Siegeln bed 
Oefd^macfö auffud^n toiü, folte man erft überhaupt bie 

» SBerÄnbcrung einer em^jftnbenben ©ubftanj betrad^ten, 
l)criiacl) immer ^jeibenjcl)aftten ,yiH\v^eii, immer nene§ 
Jsiileiefie abbireu bie luir eublic^ ben ^JJicnjc^eu i;erauä 
Ratten. 

98. Ttv:- ainier par compa-^niie be0 ^-^cnaiilt, 
u lueldje» and) Ippnie fennt, ift bic v^ecle ber 5i)2obe, unb 

eine S^efinition bc-3 (icf)önen unirbe fcl)r Ieid)t merben, 
tvenn mir biefet ben bem eigentlich gefoUenben trennen 
fönten. 

99. Bcfte^t^ ba| fd^mu^ige jptftorieit, bie 
90 man felbft auffe^^et, lange nid^t bie gefä^rlidjc S^urcfung 

auf uni^ t^un, alS bie bon fremben. 

100. ^ie aiiiniakula infusoria finD Jölafen mit 
^uH^uiigeu. 



80 



H^x. Si^tcnberg. {a m-m 



101. Tr.o -OiQuö ^Ci:> iDuirDaluivcii fiub Mnx, luciiii 
iüir ein nlUv^Hcuie^ äJiaa» jud)teu, ]o iinirbe ba§ tnunbet' 
haxt megtnlien unb mürben aUe ^tnge gleich grog {ei)n. 

102. ®ci)ter ot)nc eine SIT^ctt auffcr ifinen muffen 
feltjame ©efc^öpfe )ei}n, benn ha \)on jebem (^ebnncfen bev 6 
®runb in il^nen liegt, fo finb bic jeUfomfteit ^erbinbungcn 
bon 3^^^" attjeit red)t. iicutc nennen mir rafenb, ttjenn 
ftd^ bie Drbnung t^rer Üdegtiffe tiid^t me^r ou§ ber golge 
berSegeben^teit in tiitfrer orbetitüclenSBeUl&eftimmeti Iftgt, 
Mmege« ift gemi^ eine forgf&Itige Setrod^tung ber Katnx, lo 
ober and^ bie SRoil^emotid baS fic^erfie SO^ittel mtber Siaferei), 
bie 9^atur ift fo 5u fagen baft Sonffeit, moron unfere 
(^ebancfen geführt merben, bog fie nic^t au^fc^meifen. 

108. ^ie (Einrichtung unjcvcr "dlainx ift fo uunfe, 
bof? im^ fp nuUjl »ergangener Sd)ntcr5, aU Dcrgan(^cnc is 
Si lUiii i^crginigen ermecft; ba mir nun ferner ebcr eine 
^utuufftige Si>LUhift lun-nii^fefien at^^ einen ^utunfftiiicn 
Sc^merj, fo je^en mir bajj mirrfUc^ «id}t einmal bie 
traurige unb angenehme (Entpfinbung in ber ^elt gteic^ 
Hertl^eift finb, funbern bog mürcf(id) auf <Beiten M 18er» 90 
gnügenl^ ein grö|ered ftatt finbet 

104. ^er .fträmer ber etma$ abmiegt fd^afft fo gut 
bie unbefannten ®rögen auf bie eine Seite unb bie bt^ 
fanten auf bie oubere atö ber Ülgebraifit. 

1 05. 'J)er (Streit über b c b c u t e n nub j c i) n , öcr 2* 
in ber ^Kcligion fo öiet Hnlicil au^cftifftct möre 
lnlleid]t I)ciljamer giMucfcn, lucun man i^n über anberc 
ä^taterien gefüt;rt l}ättiv (>ciin ift eine nügemeine Duelle 
unfer§ UnntncF^?, bau unv glauben bie ^inge jeijeu baÖ 
mürdltd^, jie buc^ »ur bebeuten. » 

106. ^ad i^ben !an ol^^ eine Sinie angefe^ 
merben, bie mit berfc^tebnen ^ümmungen über einer 



'1 



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Kraben (tier Onciiuc be?> l?ebeT!Ä) f){utftuft. ^ev plüt^lic^e 
Xob ift ein perpeiibicukircr Xfauf nac^ biefet i^linit, 
Sttaadf^it auf ^oraUelen mit berfelben. 

107. ®lücf ber 9Kenfc^en befielt in einer 
«ttd^gen Serl^ltni^ fetner ®emut^ ^igenf^offten unb 

feinet Uffecften, loenn eine M^it, fo leiben alle anbem^ 
baraud entfielen itn5fi^Iige ^ifc^ungen. $)a9 mod man 
eilten grogeit (Mft nennt !an fo gut eine SWiSflcbnrt fet}n, 
aUt" ci> ein gvoftcr Spieler ift, aber eine iuiiUic()e Ü)Jci|V 

logebiivt, fo maicii 2aüacic uiiD ©untrer tt)al)ii)afjtc äJiitV 
gebiutcii, ber 9}iaini öcv luljig imb ücriiiiiigt lebt, ift bcr 
einentlicbe SO^cnjd), iinb ein folcljcr 3}ieujd) tnirb e§ jcitcu 
fcl}r m\t in einer 5^!]fcnid)aftt bringen, meil jebe ?Ka]cbiiie 
bie luelem nutzen ioll fetten jebem jo ftarcf m\{mi 

15 fan alö eine bie nur oUeiu 511 einer einzigen ^Ibfic^t 
gemacht ift ^iJe^njegen ift e^ eben fo meiß eingerichtet, 
bot toenige iBeute (S^ente i)ühtr\, e^ )nei|lifl^ ift, bag 
nlf^ aQe Sente toub ober bUnb ftnb. S^emton toax am 
Seift ein Macrochir, er fönte ^dl^er l^inauftangen, bie 

fo jDffenba^mng ^of^annid erftftrte et fc^Iec^t, meil t>iC[eii|t 
ba^u eine grofe !Ra|e not^ig mar. 

108. Cini :)uui, t>er fiel) eiubilDct, cui Tvai^' 
jcijii, ift uon bem dürften ber e§ in ber ^Ijat ift biirc^ 
nicf)t§ nuterid)ieben, al» boß jener ein negntitier ?^ürft, 

iö unb biefer ein negatiuer ^iarr ift, ol^ue ßeic^en betrachtet 
ftnb fie gleic^. 

109. ^3 ift ein gan^ unt^ermeibticher geiler alter 
sprachen bog fie nnr genera Don ©egriffcn auSbrüden, 
nnb fetten ba^ ^intttnglich fagen fie fagen motten. 

isTcttn toenn mir nnfere SBörter mit ben ©ac^en Deri* 
gtetd^n, fo merben mir finben bag bie legieren in einer 
gan^ anbem Kei^e fortgeben ati^ bie erftem. ^ie ^gen« 
fcf^fften bie toir an nnferer ®eele bemerken hangen fo 
jufammen, baß fic^ tuoljl nic^t leicht eine ©rönjjc wirb 



82 



[A 109-110 



angeben lafjcn, bie 5unid}eii 5iuci)cn ttjöre, bic hörtet, 
womit wir üc au^brncfen, finb TÜc()t }o befd)affen, unb 
5inei) auf ciiianbov fcilt-icnbc uiiD uciiuauDte @igenfd)afftert 
iverben burrf) ^icid}cu au^gcbriicft, bie iin§ feine 33eriiianb^= 
fdiafft ju evfcnnen pieben. dJlan fottc bic 5fi?örter pliilo= 5 
jüpl)ifd) becliuiveu föiuicn, bo^ ift ibvc '-I^eiiüaiibjdjaift uüu 
ber Seite burd) ^eränberuiigcii anncboü fninien. ber 
Analysi iieimt man einer 2inie a uube)tunmte§ Stürf x, 
bai^ anbere nic^t y mie im nemeinen Seben, joubern a — x. 
^a^et ^at bie mat^emattfc^e <Bpxa^t fo groge Sor^uge lo 
fär ber genieinen. 

110. S^tn Surft Wirb iemal^ ben Wkxt^ etned 
99^annei^ burc^ feine ®unfi beftimmen, benn e$ ift ein 

@d)ln6, ber m^i auf eine einzige Örfat)rung ctma gc* 
grünbet ift, baf; ein 9i^egent meiften§ ein fd)ted}ter ^ann w 
ift. 4^ci- iit Aiamticid) Iwdt ^^aftctcii unb biuiu^t eftr« 
lid)c 9}?dbiiiMi, ber »Slönig üon Spanien l)nrt nnter 'ifaucfen 
nnb ^vompctea .t)aften in Stücfen, ber te^te ^tönici in 
^^oliloii boi (5f)»rfiivu Doii 3ad)ioH luav jd)OB feinem öof:= 
naiven mit bcni ^43laf5Vohv nad) Dem "illrfd), ber S^i^^ft 20 
uoii Vomeuitcin beflagt bei) einem grofen 33ranb nid}tö 
al«? feinen Sattel, n)er i^aubiiraf Don daffel fö^rt einer 
Xänt^erin jn (^iefaüen iu ber Suito cine^S gürften ber 
nie^t Diel me^r ift alÄ er nnb mirb burc^ bie erbarm* 
lid^ften Seute betrogen, ber $er^og t>on S^ürtenberg iftas 
ein ttKi^nftnntger, ber ^önig uon Sngettanb mad^t .... 

.... (Sngell&nberinn $ , ber gürft oon SBeilburg 

bobet fid) üffentlid) in ber Sa(}n; bie meiften übrigen 
^'öeberrfd)er biefer lilliett finb Tambours, Fouriers, ^öqer. 
Unb bietet ftnb bic Dberften nnter ben *?Jicii]a)Li. , luu 
tami ev bcuii in bcv 'iöelt nnr ertviiglid) l)ergel)eii; iihv5 
helfen bic ©inlcitiuu^cn in§ (lommcrcien Sl^efen, bie ans 
de h'eiuichir par ragricultnre, bic .v>auf]lHitcv, luenn ein 
'^larr ber .*ociv Pon nllcn ift, ber teine oberen crfcnnt 
al0 feine 3)umm^eit, feine Caprice, feine .^ureu unb feinen 85 
dämmet ^ener, 0 wenn bod^ bie ^elt einmal txm(^it, 



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A 110-1141 



88 



itnb menn au(^ bret) SO^iKtotteii otn (Satgen ftürbeit, fo 

tpürben bod^ öiüeid^t 50 bi^ HO ^[KiKionen baburd) glürflicf); 
So fprad) cinft ein '^J>ciuquciunail)Lr ui X^auiiau auf Dci 
Verberge, mau ^ielt iljii aber mit ^)vecf)t für t>v[i\c\ iicr= 
» riicft, er njurbe ergriffen, unb öou einem llnterofficier 
nod) el)e er in ^Öerbafft gcbrarfit nnirbe mit htm ^tod 
tobge|\^lageti, bec Uiiterofftciei: mxioii^x ben ilopf. 

111. Senn $lato fagt bie Seibenfcftafften unb bie 
notürlic^en 3:riebe fcljen bie glüget ber Seele, fo brüdt 

10 et {tt^ fel^r lel^rceici^ au^, folc^e ^erglek^ungen erl&utent 
' bie @a<!|e unb finb glei^fam Ueberfe^ung bev fd^meren 

begriffe eined ällamteS in eine ieberman befante @pxaid)t, 

toa^xi)a^it 'Definitionen. 

1 12. tan o^nftrcitig (Srcoturen qeben, beien 
lö Cvijauc fo fein finb, bnf^ fie nic^t uu 3taiiDc iiuD Dnrc^ 

einen i]id)t)tral^l buraxyii]veifen, fo wie mir nirfit bnni) 
einen Stein bnrd)(^reifen tonnen, meil unjevc ^pduDe e^ec 
^evftort werben würben. 

118. i^i: ift eine richtige Jöeobac^tung wenn InuinJ 
« fa^t baö Seilte bie ftorcf nat^al^men i^re eigene (^r* 
finbungöfrofft fd)Wäcl|en. 2)ie[e§ ift bie Urfac^ b^ 33ers 
foltd ber S^AÜ^ifci^cn tBaufunft, wer nac^a^mt unb bie 
@ntnbe ber Slad^l^niung ntd^i einfielt fe^tt gemeinigtt^ 
fo balb il^n bie .^onb k)ert&|t, bie i^n fül^rte. 

114. SBiÖeid^t ift ein ^ebanrfe ber ®mnb offer S9e« 

wec^img in it'dt, luib bie '4>l;iioiL">pl)en, uield)c nt't^^Ht 
I)abcn, baü bie SÖelt ein X^ier fet), finb iuUad)t bnrd) 
bicjen ?Beg bnrauf gcfommen, fie t)abcu fic^ Pille idjt nur 
ind)t 10 eic^cntlid) auögeövndt luie fie Pitteic^t ^ättcn tftnn 
foUen. \\n}€\r c\a]\{}c Slklt ift nicf)t^ a(Ä bie SäJiirrfung 
eine^ (^ebancfeni& pon (^ott auf bie idJ^aierie. 



Lltt«i«terdm1ciiw]« 198. 3 



84 



iX 116-117 



^en 5!5» Novembris 1769. 

lio. ^ic 2BeIt ift ein aücn ^I)?en]d)cn ciemeiner 
Körper, Sßeräiibcrungen in i^r bringen i^icräiiberung in 
ber 8ce(e aller 2)len{d|en uor bie juft biejem 2^t)eil 5u* 
gefe^rt {inb. ^ 

116. träume fiiijvcn un? offt in llmitanbe, nnb 
Gegebenheiten fiinein, in bic mir lUQd^enb nic^t leicht l)Qtten 
fönnen ücmndeit röcrben, ober (offen un§ Unbequemdc^s 
feiten fügten toeld^e xoix biUeic^t !(ein in bet gerne 
berad^tet litten, unb eben boburc^ mit ber ^^^^ 
felben bermufelt n^orben tpftren. (^n Xtoutn ftnbett hafjitx 
offt unfern ©ntfd^lng, ficljert un(ern inoToIifcf)en Fond 
beffer atö aDe Se^ren, bie burc^ einen Umtpeg in§ .^ert) 
ge^en. 

117. finbe frbon anf 2d)ulcn C^k^bamtcn uom 15- 
(gelbfuiuub gel)eiit, bie bcu gemein anc^cuomnieneu iii ber 
Söelt icl)nuv ftradc-' ent^enen tiefen, unb erinnere niid), 
baf; idi einmal lateinijd) fiir ben Selbftmorb bifpntiite unb 
il)n 5u öertljeibigen juckte. 3d) muB aber i^eftelieu, baft 
bie innere lleberjeugung öon ber Söiüigfeit einer ^oc^e 20 
(: wie jbieje^ oufmerrffame ^Oefcr uierben gejunben tjoben) 
offt i^*en legten O^runb in etma^ bunctlem l)at, beffen 
^uffiärung ttuferft fdfmer ift, ober menigftend fd^eint, 
weil eben ber SBiberfpmc^, ben toir ^mifc^en bem flar 
oudgebrucften @a( unb unferm unbeutlid^en ^efü^t be««^ 
mercfen, un^ glauben mad^t mir l^aben ben redeten no(^ 
nid)t ciefunben. Qm ^(uguft 1769 unb in ben folgenben 
^A'iLMuucn ^abe id) mcbr an ben «Selbft 'Jjunb gebai^t 
iemaf§ Dörfer, unb allezeit l)abe irf) bei) mir befunben, 
bon ein 9Jkn)d) bei) bem ber ^rieb jur ^elbft (^rlioltung stf 
fo gc]d]UHHl)t lüorben ift, ba^ er io leidet überauilti(-it 
mcrben tan, ficb ofine <Sd}ulb ermurben tonne. 3ft ein 
5et)ler begangen morben, fo i\ec\t er Diel lueiter juriid. 
iö^ mir ift eine DtUeic^t 5U leb^affte siBorfteUung be^ 



i^'iLjuiz-uü by 



85 



Üübe^^, ieine§ "iJlufangö unb mie (eidjt er an fid) ift jdjulb. 
bafj id) Uüm Selüftmorb fo bcncfc. 5(Hc bie mtcf) nur 
au^ etiiHi^? (^rnferen ü)c)eU|diankii unb mclit aue einem 
llmgniig ^^ii ,^uiel)t feniieii inerbcn jic^ lüuiiberii, baf^ id) 
5 fo etimi^ fagcii fon. ^^lÜein io^xx l^jimpbcrcj lueifj c^, baß 

eine öon meinen iJieblingö ^^orfteUungeii ift mir ben 
^ob 5u gebenden, unb bag mic^ bicfer (S^ebanrfe jumeilen 
fo einnehmen tan, ba| u| me^r 511 fül|(en atö 5U bencfen 
fc^eine unb l^olbe ^tunben mir mie SKinuten kroriUieTge^n. 
10 & ift biefed feine btdMüHge £ei5ft (S^teu^gung, me^et 

totbet meinen SBIOen nad^^ienge, fonbern eine geiftige 
SßoCuft fut midj, bie id^ miber meinen SBiOen fparfam 
flentefe, weil id) julpettcn fürchte, jene meIand)oIifd)e ^f^nc^t^ 
culeiimä^ige ^tUac^tung»liebe mödjte borauS eiiiitcljcu. 

15 118. diid)t ba fet)n l^eiöt bei) ben 9?aturfürid)ern, 
n)enig|ieii0 bet) einer genji)jen ©lajie jo oiel al^ nic^t 
empfunben werben. 

119. gür baö fi'uifftigc forgen, muß bet) Q^efc^öpfen 
bie ba§ fünfftige nid)t fciincn fonberbare ©infd^rönrfnngen 

so leiben, ^id) auf fe^r oieiegöHe 5ug(eic^ \^idtn, mobon 
offt eine ^rt bie anbern ^nm ^^eil aufgeben mnj3, fon 
lioit einer bemünfftigen ®leic^üftig!eit gegen bol^ ^nfünffttge 
»cnig unterfc^iebeu fet)n. 

120. W\t einem crftonnenbcn ^erflnünen finbc 

25 in bee i)(£-run Sabater^ '^liit?[id)teri in bie üaniifeit T. 1. 
p. 143 seq., bnfi er tior bem 2d)Inf ä(]nlid)e (i'nipfiU' 
biinaen mit mir ijat, id) l)abe ^sobre lang uorbcr el)e 
bieie^' '^i\d) evidjieii fd)on §(5rrn ^juiigbern bie (Sröffnunr; 
f\ctl)iiii, ja ai^ id) nod) nuf 2d)iilen mar ()abe id) meinem 

«0 greunb .'pC^rrn (Sfetpein jd)üu etmaö baDon gefagt, aber nie 
ge^ijrt, bog er ober $(Srr Siungberg jcmol^ ctmo^ 
Iti^d empfunben, meine ^^etradjtungen in btefem S^ftanb 
ge^ gemetniglic^ ouf ben loh, ober bie ^eete übtt* 
^npt, nnb bod (^pfii^bung ift unb enbigen fid^ in 

3* 



einet Semunberung ber (^nriti^tung bed SRenfd)en, alied 
tp tnel^r O^efü^I ol8 Weflejion unb unkidjreiblic^. 

121. ^er ^^auer, iueld)er glaubt, ber i1ton^ fei) 
nid^t gröfer ciit i^üiu] ^Ünb, bencft nicma(§ haxan ha]] 
in einer (intfcnniiig uou einigen l^^cileu eine giint3e S^irdie 5 
nur mie ein meifer %itd au^fie()t, unb ban bcv Monh 
!lingo("|cii immer qteicf] cirofi (d)eiiit, iiv>? (lemnit beti ifjm 
bieje ^erbinbuug luni ^beeii, bic er etnt^'Iu alle l)at? 
©r ncrlunbet in feinem gemeinen üebcn nud) mirrflid) ^bcen 
DiÜeid^t burc^ fünftfirf)cre ^Öanbe, al§ biefe. 5)iefe ©e- lo 
trac^tung folte ben ^^üofop^en oufmetcffam machen, ber 
tviUeid^t itoc^ immer bet Oauet in gewiffen Setbinbungen 
ift. ffiir bentfen ftü( genug aber mir miffen nid^i iai 
mir bencfen, fo menig atö mir miffen baß mir mQd)feu 
ober berbauen, Diete SO?en)c^en unter ben gemeinen erjagten is 
e§ niemals. @ine gnaue 53etra(l^tnng ber äufferen ^tnge 
fül)ii icidjt auf ben bctiad)UuDeii ^^^uncft, un^ fclbft, 5urud 
unb uiiuiofcljrt uier fid) jelbft einmal erft red)t geinat)r 
mirb gerät!) teicfjt auf bie ^ctrad)tung ber Xinge um i^n. 
Set) oufnicrdfam, empTiiiDc nicljty umfonft, meffe unb 2« 
uerglcid^e; biejeS ift .bad ganj^e @)eje^ ber !:l^^tto)op^ie. 

122. @g giebt ®rabe beö ^erlie^ren^, ein S)iug in 
feiner einzigen gegebenen 3eit miebcr ttnbcn fünnen, ^eißt 
biefe^ S)ing tocrtofjren l^oben, 5unici(en läjjt fid) aud ben 
Umftänben nid^t fdflie^en ob biefe 3^it unenblid^ merbenw 
mirb ober ni<^t^ mirb aber offt tniXi^ befunben. Ttatt 
fan etma^ mürcfüd^ t^erlol^ren l^aben, menn man oud^ 
glei(^ meig, bag man ed nad^ einer l^alben Stunbe %ieii 
tüieber finben fönte. 



$)en 25 Februarii 1770. ao 

123. Si?av ift cv, bae uiad^t, baf? mir uiiv anpeilen 
eiucv gebeitneri ^hiniiuor^ ftanbf}afft eut|dUagcii tonnen, 
ha bie ü^ov)teUung, ba^ wir unter bein ^^d^u^ einer t)öii^\u 



i^'iLjuiz-uü by 



pütipen $8oi]tiijt \idKii, Die giofte SBürcfuiig aui un§ l)at, 
luiD öciuiüd) Lifft in ber näd)ften finlDen Stiinbe bieiem 
nemücfjen Kummer (Ki)nal) uiiteiiici^en. TOt mii ift cö» 
lüeuigfteiic^ jo, o^ne btiB itl) ^'rKieii füute, baö icf) bet) ber 
5 2^*^ '-iHUÜednnc^ meinen .^Uumner unn einer neuen (Seite 
betradjte, anbere Oielationen einjel}e, nidjt^ löcniger. gönbe 
biefe^ [tott, fo toütbe ic^ biefe ^nmercfung nict)t einmal 
niebergefc^nebett l^nben. ^c^ glaube t»ie(ine^r, bag bte 
tnoralifc^ (impfiiibUc^leit im äRenf^en |tt ttnterfc^tebetten 
10 Seiten berfii^ieben ift, bed aXorgenbd ft&ctfer atö be^ 
9lbenb$. 

124. man )k\)t, t()ut ober lic^t, jiicl)e matt 
immer ouf ben (^rab ber 2)eutlicf)feit ^urücfpbringen, baß 
lüir uuiutiUciix> Die iiemeiuften liiuiuuijc i)a9C9CU Icam 

lä inoitcn tüunen, al^^Danu lä&t e» |id} bem errid)teten 
Foud unferer ^Hjjciiiaiajft fd)la9eu. Stein ftvcitifley 'i>er' 
mögen muß je tiavunteu geredhnct tuerben. 2BiU licfi ctiuaö 
allgemein nngenonimeneö nici)t mit unferem €i))iein uer^ 
eiittBeu, fo fehlen und k^illeic^t nod^ (^runbibeen, unb i^r« 

aotentuitg fold^r ift ein grofer (^eioinn. 

125. bonnert, l^eult, brüllt, atf(]^t, pfeift, 
brauft, fau|t, fummet, brummet, rum|ielt, quftdt, ttd^^t, 
fingt, TO|i|>e(t, proffelt, fnattt, raffelt, fniftert, Üappert, 
fnurvet, poltert, wiujelt, mimmert, raufest, murmelt, 

»frad^t, glucffet, rörf)eln, flingelt, bläfet, fcl}narc^t, 
flatütt, lispeln, feudjcu, ec^ fod)!, fdu-et)en, \t»eineu, 
id)hid)5en, fräc^;\eu, ftotteni, inUen, uirven, l)iind)en, Unicn, 
blöden, !piel}eru, ]d)muvcu, jdjaiicn, jpiubcln. Diefe 
^HHtor unb nod) anbere, lüeid)e "Jone aucuuiufen, finb 

30 nid)t bioje ^^eid^en, fonbern eine 'üxi uon ^überjctiriiit 
für bad D^x. 

126. 3nrtt(ftretten \)on ^erjouen bie ^efftig 
mit anbem ^nden fan ^umeileu feinen Q^runb in einer 
gunl^t bor ber eigenen Unent^altfamfett anzeigen. <^o 



38 



[ A 12-^-129 



tritt 9hinIlD bet]m .^omcr ^urürf Iu^ct)^em er tien Ticmeb 
bet itjii betämufen motte an leinen unevmeBlicf)en '^Uiftanö 
t>on (Göttern unb an feinen d^aupenftanb eunnect 
Iliad. Book V. v. 5Sd $ope'» Ua^rfelung 

So spoko iJie Ood wlio tets eelertial ßnt, s 
He dreads bis faiy md aome flte|^ recirei. 

127. VUnm^ W^o\op^it vAafyiupt ijl Wc $^t(o« 
foppte eines ein^lnen getoiffen 9Renfd)eii Imtn^ bie ^^ilo» 
fop^ic bcr anbcrn felbft bcr 9^amii corrigirt unb btefeÄ 

narf^ bell Üiec^cln einer üenüiuntigcii 3d)d^ung bcr ÜnaDe lO 
bcr Söa6n"ct)ui;Lid;Lit. 2d^ ttjorüber alle ^?emdjcn 
übereiuiümnieii liiib iimljr, finb iie iiic^t iimbr, io haben 
mir qnr feine '^i^al)rt)eit. ?(nbeie SÖ^c füi uiai}r 
[jalteu ^iDtngt unr offt i^ic '■l^erndlernno| joldjer licenfcfien, 
bie in ber Sac^c uiel gelten, unb jeber 9)kn|'c^ iintrbe is 
bQÄ glauben, ber jic^ in eben bcn Umftänbcn befänbe, 
fo balb biefc§ ni<^t ift, fo ift eine befonbeve ^^ilofop^ic 
iinb nic^t eine bie in bem 9^at^ ber Wttn\äjim au^nmc^ 
ift, Aberglaube felbft ift £oca( ^^Uofop^ie, er giebt feine 
Stimme nm^. to 

128. tteifer toetben ^eigt immer me^r unb me^ 
bie Setter fennen lernen, bencn biefe^ 3[nftrutnent, momlt 

lüir cnipfinben nnb nrtljcLliH, untertDDrfen )ei)n tan. 
S^orfidjtigfeit im nrt()eilen ift fteut tnge allen unb 
jeben ju enipfel)Ien in. Oknuhnicu mix alle 10 ^sal)re nur 2i 
eine unftvcitigc ÄiMi()rI)eit t>on jebem pl)ilDiopl)i)Al)cn 
6c^rtfftüeUer, )o müre unjere ii^vubte immer veid) genug. 

129. giebt 9J?enf<^n, bie fogar in i^ren 23?orten 
unb Vlu^brücfen etnia§ eigene^ ^aben, (bie meiften Ijabeu 
Ipcnigften^ cirvat\ ba§ iljuen eigner ift) bo boc^ 9ieben§s so 
arten burc^ eine lange ^obe fo unb ntil^t anberd ftnb, 
fofd^e ÜRenfd^en finb att^tt einer ^nfmercffamfeit mürbig, 
e9 ge^drt biel Setbftgefü^t nnb Unabljängigfeit ber @ee(e 
[ba^u] bis man fo loeit fommt. Wanc^er fü^U neu* unb 



L.'iLjuiz.cd by 



39 



fein 2lu»brucf loomit er bieje^ O^efü^t anbern bcutlid} 
machen miU ift alt. 

180. Tm Wuumzxw in bcr 9©ett landen mir fo nie! 
fcUjanie (:£Tfiiibun9en in ber 2)id}t{uuft bancfen, bie 

9 oüc t^ren l^runb üi bcm (^rjeugungdtneb §aben, atte bie 
gbeale bon SPMbrfien unb berglcic^n. @§ ift Schabe, ba| 
bie feurigen ilRäbci^en nic^t bon ben {d|5neit Süngtingen 
fc^vetben burfen wie fie m^i t&nita, toenit e$ ertaubt 
loftte. @o ift bie mftnntid^ @d^tol^eit noc^ itid^t boit 

10 brfjenigen ^äitben gc^eidjnet, bie alletn ted^t mit gfeuet 
jci^ncn fönten. ®8 ift mal^rfd^inticlj, ba§ bo^ geiftige, 
lüQ^ ein paar bezauberte ^ugcn in einem Körper erblicfcn, 

^ ber fie be,\aubeit Ijat, gari]^ üoii einer anbern ^rt fic^ 
ben äliäbc^en m männüd^eu Üürpern 5cigt, aiS eö )id^ bera 
lo Jüngling in toeiblic^en j^ört)ern entbecft. 

131. G§ ift (Srftannen, roie menig ba^icnicje 
offt^ toa^ mir für nü^lid) galten, unb iua§ auc^ leicht ^u 
t^un märe, bocfi bon un§ getl^an mirb. ^ie ^egiecbe, 
gefc^minb t>iel miffen ^u moUen, l^inbert offt bie gnauen 

mUnterf Übungen, adeut ei^ ift felbft bem skenfd^n, bet 
biefd^ mei^, fel^t fc^wet ettpoi^ gnau iirufen, ba et 
boc^ tt>ei^ er lommt aud^ nic^t 5U feinem Snb^wecfe biel 
5u lernen, memi er ni^t prüft. 

132. ^^hii> einer ^.^'enge üon unorbentlicfjen Stricf}en 
25 bilbct man fid) ieidjt eine ©egenb, über auv uuuibentiid^eu 

^5;önen teuie 3}iu|if. 



[B.] 

ocoseria. 

11. JumU 1768. 



1. 93enn er feinen Setfianb gebraud^en folte, 
fü mox e§ i^m al§ menn femanb, ber beftänbig 
feine redete $anb gebraucht fyA, etmod mit ber lincfen 

5 2. Btttoetten ]6)lnß er auiS, miemol^t nur mit bem 

3d)mante. (^ferb) 

3. (Xt Ijatte ju iiid^tö ^petit uui) aß bodj Uüu allem. 

4. dr ciicui^ uicbci ben gan^ breiten äi3eg 51fr 
(jjungfcit lunl) ben c^an^ )cbma(cn, fonbern fintte bei) 

10 ^äufiiiem (5)ebet unb einer guten ^afel einen mittlcicn 
eiitgefd^tagen , ben man ben geiftlic^ (^^urfürftlic^ii 
nennen fdnte. 

5. SSenn Pater ^ou^ourl^, atö er ^meifelte ob ein 
^eutfd^r SSH^ l^aben fönte^ nur feine 5£)eutfd^e (Staubend«« 

u genoffen gemeint ^at, fo mieberl^ote id^ bie Stage nix^ 
ehtmat mit i^m. 

6. 2)er ^^ücbcl iiumja)t ]id) OkUb uui) iiljiugcu unb 
tüürbc fic^ betrogen finben n^enn er fie Ijättc. Unter ben 
nrofcn ift e§ nun ojid) "^Jinbc genunben, bie Oueffe unb 

20 ben 2tro^fnrf bem ^l^auern ^u beneibcu, mandjer mürbe 
fid) and) in biefem ^^uftnnb betrogen finben. 5)er ^irf)ter 
öcrfte^t ober ein Qbeal unro man lagen, mer meife aber 
ob ntd^t ber )öauer fic^ be» Buftanb bed (Großen aud^ 
tbealifirt. 



44 



[B 7-» 



7. ^ie fRitterbüd^er geigen und bie Seit nad^ einem 
gon^ falfc^en ^beal, in einer ^rt bon Sdbatter^^^eripechib, 
QuS einem ^ugenpuncft, wo Voix nie i^infommen. 

8. (Xartoud^c bcr (irof^e (Oi)e an ^n), 

bem lateiniidien boo '-yurfiannn. » 

^0 3)u noc^ bei) mir Infi, o^eliebtcv, )d)\v'öx id) Xix, 

^tt tft mein OJIiiff unb ^)hil)m unb aüo^? nod) bei) mir. 

Sie maiui)en i)ab id), luic rattnct)e icl)5ucu ©tunben 

(Srftnbungen qcmxjf^t unb feiber nichts erfnnben. 

^te ??ad)t bie meine ^ntft mit fanffter ©djraermttt^ (ebt, i<» 

^0 offt mein <Skift ße bencft, b^b i(b ollein gelebt. 

9. tBetrad^tungen über bie @efc^ic^te 

beS ^dxxn 8Bit(fed. 

5Da§ lojc aber fonft (^euuiiiljcnc ^llunil i^ifcim fat^t 
fe^r fdjön, boft ein gekljvtcr ^Dioini, um ein id)leci)tcr 
Sd^rifftfteUer 511 luetben, nur ben ilopf jmifc^eu bie i^eine 
ne^nuu imb fid) ber luitürlicbcii 'Sc^meerc feinet (förper^ 
übcrlafjen bürfe. T^ieje^ (jaben nnr uiiircflidi an einitien 
unferer beften ©c^vifftfteüer in biejem ^a^ve t^un jet)en. 
So ftedte §(£rr ^rofeffor ß^rt)jQnber om (Snbe beÄ » 
vorigen S^^^)^*^ feinen ^topf jmijc^en bie S8einc, nnb rollte 
ben S5erg hinunter, il^m folgte ^>(5rr ^rofeffor Raufen, 
ber fic^ ebenfalls 5ttfammenTttnbete unb $@mt S^r^fonber 
balb ^urücftieg. i^ierauf l^atte eS etmoi^ ^liu% meil aber 
biefeS Barathram mieber feine Sorberungen 5n erneuern sa 
anficng, fo erbot fid) fretjiüilltg, ol^ne tjorl^er ctmaö guteS 
gefd)rieben 5n fiaben, ^p(^rr ÜiHlcfc^? bie)e§ mal ftinabyi« 
riü er ftedte beii Stopf jinifdieii bie 33eine, unb fiibr 
mit liiier itiiglanblic^en Seiditii^t'eit unter einem ;li!boU 
tiefcbrel) ber fleinen (^jeiftei; bie i()m beftiinbig Wiiciccs ao 
aud Liberty ^uiaud);<)ten, l)iiiab. Staum ift er unten 
uiib ()at fid) aiiv feinen Üiodfalteu micbcr f)crau?^n^^^^^delt, 
]v fd)impft er auf bie obenfte^enben l;iuauf, flud^t unb 
broljt, fdjmeifet ^Steine, unb murmelt ollerlel) unbeutlid)e^ 
bon '^^einfteüen, .^inunterfto^en, au^lac^en unb bergleieben. a& 
"^ein lieber ^®tx SSSilcfed, id^ l^abe ®ie nic^t j^inunter«' 



i^'iLjuiz-uü by 



45 



geftofeu, 3ic baucin tnic§ ba mm bei* Sali ticicljcljcu ift, 
ic^ Wtfe ^f)tten gerne ttJtcber l)ciauf. ^(Ue^ ma^ ic^ tf)un 
Inn ift baj] ii^ S^nen öon ferne einige 5ßetiacf)hingen, fo 
ipic jener S[)c5ncf) bem (^emfen iagcnbcn Carinii lian ba^ 
i> (Jrucifir Uorljalte. ^ufen @ie bie übrigen (^ejalieucn 
auc^ ^erbei), unb *Sic, meine §erren, bie noc^ f^itv oben 
ftchen, unb üitteic^t nöc^fte Oftermeffe fc^on hinunter« 
luUecn, beten 6ie aud^ mit. 

10. SBenn man ftatt nid^ti^ Bebeutenbeit Sud^brudfer« 
loftdden ^ttuft9 baS $ortrdt bei» ^rofeffor ^^ttippi bQ5u 
nannte, in bie ^ofen ^ecfel bie (^efc^ic^te be9 SKarf^aS 

moftltc, um bie U()r5ifferl)lätter unb SBein ^lö^er Scribendi 

reete sapere est et priiicipiuin et, fons unb l)iev uiiii 
ba, etlDQ auf ben .v>emben .knöpfen, bie Uer^oiienen Sluu 
4')ii(li]rf)e (^elclnte '^ln;^eigeu aiibrüdjte, fo fönntc bieje§ 
uuenbüdjeC" gute? ftifften. fnn nie meinen iJijcoö 

in bio v>a!ib nel)uu ii, ofme ban mid) ein gcl)eimcr Sdinner 
überlauft ^er ben Qkbandeu begleitet, ii^ie meiin ^ic^ ein 
Qi\cot} oeremigte, 

» 11. jp(£tr Magister ^ücteS fc^retbt nic^t gan^ 
fd^lec^t. Sc^led^t fd^reiben ^eigt etgentlid^ fo f(l|reiben, 
bog fid^ bad VkxA bed ftünftlerd wegen feiner holprig« 
fett roä>et t>oxtv&M in bie ntenfdjiidje ^^atur miU ein«» 
paffen taffen unb rudftDftrti» aud^ nic^t me^r an ben 

15 mcufc^lic^en ^ünftler anfcf)Iief?t unb fo .-^unfdicn beijbcn 
barinne fc^tnebt, §u fc^led)t um fiii mcnfdjlid), ju 
ücrftänblid) um für iibernicnfd)lid) unD ^u ^entfd) 
um für bt>o '^H'rd ugeub eines Oraug Outaug ge* 
^Iten 5u werben. 

ao 12. 9Ki(^ büncft immer bie gan^ jc^lec^ten Sc^rifft* 
ftcÖcr fplte mon immer in ben gelehrten Leitungen 
iingeafjnbet laffen, bie geleierten 3citung^f^reiber öerfnUen 
in ben Setter ber ^nbianer bie ben Drang Ontang für 
i^red gleid^en, unb feine natftrltt^e ^tumml^t für einen 



©i.qeiifinit ()alten, t>on meiern fic i^n huxd) (jänfige ^nigel 
ueigeblic^ abzubringen )udE)en. 

13. The history ü1 j)klr Wilckes wiili some remarks 
OD bis iiortii bfiLoii ii^ 45, imitated l^^cv i'^Hiiliutite bc5 

traffituiuiCH iibtx jeme ^et^träc^e 5ur klu^ioeii iöilUiotl^eci 
liebst einem )6ürjc^la0 balb ha^ 45 ^tüd p iiefenu 

14. Gl* fd)reibt nod) ]d}x bitter, ^üxx Üioi^ mu^ 
it)n erft ein didgeit uniTu^ren btö ber dreier in i^m 

15. ^ giebt eine gemiffe ^rt tjon ^u(j^em, unb 
n^iv l^aben in ^eutfd^Ianb eine c^rof^e ä)?enße, bie nx^i 
botn £cicn abfci^retf en , Titrf)t plölüirf) einfdjlöfern, obet 

mürvijcl) uiacljcu, abci ui .^^^^ uun einer 'Stunbe ben Öu'ifi 
in eine öemiffe S^Jattigfeit ncrfenen, bie allen ^ciicn 
einige ^[)nlic^feit mit beriniiiini hat, bie man einige 
Stnuben üor einem i^eiüiiici i»iij|.>uti. l^cgt man bav 
^>^i!cf] nn'ci, )o füt)lt man fid) ^^ii itirfitv aufgelegt, fängt 
jnan an ^u fd)reibcn, fo )d)rcibt man eben jo, jelbft gute 
©«äfften tc^etnen bieje loue (^efd)modIo)i9feit anjune^men, 
inenn man pe tcfcn anfängt. »eifj nn§ eigener 
*:#cfo^n0, ba| gegen biejeu traurigen :5nftonb nid)t8 
gefii^minber l^ilfft otö eine Saffe (Saffee mit einer pfeife 

16. '^^iopt;eti]d;e S8H(fe in einen SKefe Cstalogum 

imm ^sai]x 1868. 

*:?lbbt üom ^^evbienfte. ^nm^^ 1807. 
xHbtjanMung Don bcu im Uorigcn 3al)r()unbeit ublidjen 
jogenanuten Tcutfd)en (>ic)ellfd)afften uub ob in eine 
geioefen, meldjec- gclängnet tpirb. 

— fßon ber ^ilvt ,^1 critifiren in unb nad) beni grufcn 
ftrieg, militärifd^ei ^^erfaljien ber ^eitungdf^veiber, uttt> 
ben fo genannten £)ffenfi)i«(S^riticten über^QU|^. 



47 



C^Ieim^? ]amtlid)e iH'errfc mit Svupfcru Düu ben beftcn 
2)^ei)tern in unb auf)er T;eutfc^laub. Sßien 18G8: 

Cfnlautoiuiu] itncr utipcren ©teße in einem 511 (irfuvt 
t^efuiiDeiicn iÖiuT, iiaiiii cnii£' '^tntifritif u§ ertnäf)nt luivb, 
6 lüorinn ber Isöerfajjer bartl^ut, ha]] nie ein jolc^eö löud) 
gegeben ^abe iDie ber 8eparatift ^. be()aupten mü, {onbem 
bog e§ nad) bcm ©efei^marf ber bomoligen 3eiten ein ge» 
le^rte^ 6(^m|)ftD0tt gett)efeit, fo loie in ber S^ologie 

10 9eantiDorhiit0 bet grage ob $<Str Sßielanb auffer 
feinen @^oniifd)en @r5Q^Inngen unb bem ^gat^on nocf^ 
ttm% gejd^rieben. 

(^efd)id)te ber Cefonomifc^en ©ejellfc^nfften bc§ borigen 

15 banC\ ^pungereiiütl) ber 3cvibcuicu, baljer eifulgter lieber* 
fejjung^ (Steift in ^^eutjd}lanb. 

^. ^. ^. '3d)ut)müd)cvv in ^(niifinivn iBüijdjlag öie 
^c^u^joien nad) ber fKabünic fiummen, ncbft einem 
^nt)ong movinu c\cc\cii ^(i;iiu äi^incfelman beljouptet mirb 
«0 hai ber S8atifanifd)e 3ipoU feinen guten Stiefelfug l^abe. 
fßoM ben <Sd)im))fmörtern ber alten ^eutfc^ ^nti* 
c^rift unb ICntüritifu^. Arfurt 1860. 

Magistri @. SK. SütftUd^ $off(^etberd in . . . 
S^ad^rii^t bon bem Sonteten, ben er auf feinem Obser- 
M vstorio feit 2 ^omttn beobod^tet, nebjt ber liBefdjreibung 
einer plöt^lid) magncttfc^ gettwrbencn ^e^nobel. 

i)(ac^rid)t Hon ber Xcutfc^en SKiffiun bon Matijt^ 
matidciu nad] Criuieffanb. l^onbün. 

®eift ber ipeumannijc^eu Söercfe. (Böttingen I80O. 
»3 ^ogen 12^. 

La Philosophie du Sieur Newtoa en quatre viut 
Beaf sonuets. ^4^ariö 1867. 

Histoire des peuples de TEuropo ecrite dans le stiie 
des fameoses 2:&nbeie9en da Sieur Qersteuberg. a Paris. 
» le mtae ouvrage pour Tusage des dames, oa 
l'ou a soigneusement evit6 les recits des batallles et 
des evenements qui rebutent le bean sexe« 



48 



(Sfß. Sid^ten^cr^. (b 17-18 



17. SÖinffdmaim, v>^^c^ln'^ iinb SeBing I)iibcn unfern 
2)eutj(^cn driticfern einen ^a\\^ neuen ©eift mitgctt)eilt, 
ef)mat§ fagte man öon einem fd)(ed^ten S^ipferftic^, bcr 
^upferfttcii ift fd^led^t, ie^t ^aben bie $eurt§eilutigen me^r 
t^feuer. SSott einer Coeur ^ame loerbeit fie fo urt^eilen. 5 
!Da$ ®e)icf)t l^at btel locate^, bie 9(ugen ^aben bon 
ben ^(urjen ber ^uno, bie ber (£artenmad)er ficf) er- 
tcidjcu i^cjudU \)at, nicf)t§ aU bie (^^röße, iücl}t§ Don bem 
ftillcn Acuev, biv:> beu '4^an^ nnmcfcn mad)te, nicf)t^ mm 
bem .C'>immcl in tf)ncn bcr nd} mit |il)ncnl ^^t ^^"^^ 

i^ucn jujc^licBt. ibeaüfc^ aud) bcr ä)hinb fc^eint, fo 
frnn^öfifd} fiub bie Öocfen, fie fpielen nic^t neibifd^ um 
bie boQe Sange, fonbem mit reifer $omabe in eine 
gemiffe ©tettung c^t\tci\i )d)einen fie n^enig befümmert 
fei)n ob fie ?,u öiel ober ^u menic^ verbergen, iftrem i5 
2Öud)o ift mdjii: ®riecl^ifd), bem 2cia fönte fie gefallen, 
man Oeimiut mit Ununllen bie fd)Iancfe 'IMet^unc^ be^ 
(iörper^, bie un^ baburd) bnf; fie ba^^ (^kud)t meg5iel)t 
ben marmen elaftifd)en ^^njcn anzubieten fc^eint. ^ie 
^änbe finb loie t?on ber englifd)en Srancf()eit berbre^t 20 
unb fd^einen angefejt. (Kolorit ift bad (Kolorit eine^ 
fd^leti^ten äRa^IerS ber mtf frifd^en ®ipi^ ma^It unb ber 
um einer Stelle fanfften @d^mei| mitjut^eilen 7 anbere 
gan^ abgcfc^nitten fitjen läßt, ^tux^ in ber ganzen 
Coeur ^ame finbeu unv nuc^ nidit bie flüc^tigfte 3pur ^ 
bc§ (^cnicv, bat- buidj luieu cinl^iiien i\nc\ un§ nötl)igt 
Seinetuanb für unfcvcn '^^'ncfiftci! hnItciT, feinem ftummen 
©euf^er un§ entgegen 5U eilavmen, unb bei) feineu ge* 
mahlten ^()ränen ba^ ^öc^fte (äefd)encf bed gefü^lootlen 
^enfd^en, kbenbige X^rttnen, 5U meinen. ^ 

18. 3)eobQd}tungen jur ®rtäuterunn bcr ®efd)id)te 
be^^ (Reifte- bicfei? ^aljiljunbcrti?. ^ie (Viefd)id)te einec> ^al)r= 
l)unbcrt§ ift au$ ben (^efd)id)ten bcr eintwtnen ^^^f^^«-' h^^- 
fammeugcfe^t. Ten (Steift eine^i ^al)vl)unbcvt^5 ^n fd^ilbcru 
!ann man nid)t bie (^eifter ber f)unbert eint^elueu ^a^rc 86 
^ufammenfUden, unterbeffen ift eS bem ber i^n ent« 



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B 18-20J 



49 



tDerfeti toxU aSemal nu^ltcf) aud^ bie (enteren ju lennen, 
fte tdnnen i^m immer tteue^undKe battrieteit ferne fteten 

Sinien baburd} 5ie^en. 

19. äBenn 9[)?utterm8^!er am ^^erftanbe giebt, fo 
6 l^at .^@rrn 2B . . ^ 5[)hitter oeuiif? einmal eine (Stelle in 
ber äJiartljm ©ejc^^tc beg i^a-nu ^;Hofeffoi ^^iltp^i 
gelefen, tt)o bon einer gemiffcn ^rt @cri6enten bie Siebe 
ift. Man ^eigt tveiter ben Ort biefer ©teEe nid^t an, 
bamit nic^t eine fd^mangere $er)on leidet ben jeltfamen 
10 ^Ippetit befommen fönte nad^jufc^lagcn. 

Ober )ü: Sßenn e^ 5Jiuttcrmö()(er am Reifte giebt, 
fo marnen mir alle fd)mangcvc ^^-^crjonen für biefem 
ih>ercfe, ba§ auf biefe ""äxt un^ eine ?D^enge ^anbe^ 
^ilcfe, unb mie fie alle ^eijen mögen, geben fönte. 

15 20. Unfere neuen (S^riHdet greifen un^ im ©til bie 
eble unb ungelunftelte (Einfalt an, o^ne und burc^ i^r 
©ei}fpiet auf bicfe cMe (Einfalt 5U führen, affcS fit 
fagen miffen ift ba§ fie \u\^ auf bie iHlteu Ueiiuiifen. 
^u ber %f)ai eine ^ixi ju uerfa()ven bie nid)t auber§ alS 

80 gefä()r(id) iet)n fau. 9ä(^t ieber ber ebel einfältig fd^reiben 
foU tan bie^2llten lefen, biefe§ märe in ber ^^at ju biet öer* 
iongt, bon bem aber ber eine jolc^e gorberung tbut tan 
man mit ^ec^t mel^r berlangen. dt mug fid^ erllären. 
SS)er meifte X^eit ber SOtenfc^en bereu @tit getabelt n^orben 

25 ift, atö nid^t genug, ^at menn er f(t)rieb immer 

eine gemiffe (Spannung bep fic^ t)erfpürt, eine gemiffe 
^^tufniercffomfeit nidjty 5ubriugeu 5U laffen, mas« filiUcljt 
märe, nun moKen fie gan^ ebel unb fc^led)tmeg fc^reiben, 
taffen uüu biefer (Spauunuß uadi unb nun bringt aik^i 

80 gemeine ju. ©inipel unb ebel fimpel f einreiben erforbert 
DiOeid^t bie gröfte (S))annuttg ber ^Iräffte, meil in einer 
aSgemeinen ^eftrebung unferer ©eelenfräffte, gefallen 5U 
moQen, ftd^ nid^t§ fo leidet einfd)(eid^t atö baö gefuc^te, 
eS mirb ouffcrbem eine gan^ eigene Ärt bap erforbert 

85 bie "Eilige in '^elt 5U betrachten, bie e^er ba§ Söerd 

Litteratardeakmale 123. 4 



60 



micv nktjt fe^r beiefenen fd^öneu C^eifte^ ai^ cinc§ Stubiumö 
beS *>2I(tert^um§ ift. SSenigftenö glaube ic^, foff man nie 
bie (Einfalt au^ anbcrcn 6(f)rifftcn ^iierft fcnnen lernen 
n)OÜeu. SEBer fo Diel latein ncrftcl}!, bafe er ben .^ora^ 
o^ne Stnftanb lefen fan, unb er gefällt i()Tii nnircfüdj iiidjt 5 
blo§ tu einigen vSenten^eit, junbern aucl] ireitcr, unb fpürt, 
ba6 tro^ einer offt überrajc^enben 6c^ön^eit bennoc^ 
fein (^efn^l imntev mit bem ^ota^ifc^en gletd^ ge^, bec 
{an ^emad^ ben ^ora^ 5U feinem Unterridlt lefen, et 
tovth in i^m f(^öne^ liegt otöbann no4 ent« 
tutdetn: 9Set aber gel^ött §at $ora^ fe^ fd^n, liegt i^ 
o^e i^n mihnlüc]^ feiner Smpftnbuiic) ^armonifd^ 5U 
ftnben, menft fici^ einige 3üge unb a^mt t^n na^, ber 
mug entttjebcr ein feftr feiner Betrüger fet)n, ober e§ 
tuirb aÜemal uiuiliiifliclj auvTallcii. ü'ui juiiiicr 2d)rif}t' W 
ftcUer iinrb aUeuial ßlaiiben er l}abe i()n übeiUoneu, fo 
offt er eine nieberfdi reibt, unb biefei- 5iüar be^= 

rnegen, uietf er bie ©ci^önljeiten be» §ora^ al§ abfolut 
für fid) beftcijeub anfiefit unb indit bcbencft, baf^ fte in 
einer geroiffen ^erljdUni^ mit ber menfc^Uc^en Üiatur 20 
ftel)en bie er nic^t fennt, alfo nid^t meig too ber ^ßuncft 
ift, unter melc^em feine Sd^ön^eit, unb über meiti^em 
feüie ©implicitat mel^r ftattftnbet. 

21. ^r ¥5be( ruinirt ftd^ burd^ bad S^etfd^ bad 
lotber ben ®etft, unb ber (Belel^rte bnrc^ ben ®dft bem » 
5u fe§r toU^er ben Selb getnftet. 

22. Sd^ ^be boi- OMüc! geljabt 6 3al)i in einer 
@tott in 3)eutfd^lanb leben, luo öiUcic^t bie nieiften 
beutfdjen Crininnt-X^enicS be^fammen leben, irenigflen^ 
mit bem ^laum uerglidjen auf beni fic )id^ beijfammen so 
befinben, trf) bnbc bie meiften gnnu (v^'f<iHnt, ober menigfteng 
aUe5eit (^legen^it genug gel)abt ma» id) au§ 'SRan^ü 
eines genugfamen Umgang^ Derto^ burd^ anbere 3üge 
|tt erfe^en, bie auffer ber @tatt, trorinn ber (Scle^rte 
lebt, fetten belannt merben, unb in berfetbcn einer mft^» 



all 



51 



gtgen 92eitgierbe aii^ mc^t eittmtfd^. an^ 

un(niüdlirf)e 3rf)rtfftftencr nefaunt, eincicbilbete Jim^t Seute, 
bie \d)x flcifsiii uiaxcii. Zs^ miU ljiel)er fe^n rva^ id) 
bet) bct)ben bcmevrft l}abe. 2)a§ grofe ©cnie uvt^eilt in 
& ^efeHfdinfftcii md)t allein pfft in fingen bie nic^t in fein 
gelb gel)iueii, fonbevu auc^ in ben jeinigen ntcfit alljeit gut, 
e§ feigen beim Xu\(\c bie e§ fefir l}Qufin übeibarf}t bat, 
obet »orüber eine blofe ^elefen^eit entid)eibet. 8ic^ jelbft 
allein riP^t^^K^t ^Pjt ^ «öi« öeiüiffe ^^lufmercffamfeit auf 

Matltögli^ ^ge, in iDetd^em ein £>auptunterfc^eibtmgd« 
|eic^ U§ grofen (Seiftet Hegen f d^int, fld^ nkl|t buT(| 
Socal 2)€nduiigtot Steifen ^ f offen^ atte OegeBettl^eit 
afö individna on^ufe^en mtb ntd^t burd^ einen bem 
fc^mod^en 9Ren[(6en fe^r natötUd^ ftunfitgrif fle in bem 

15 Genere sammo a U t ä g l i c r 2)inge attc gtcic^ unbemercft 
toorbci)|Utit;l}cii loffen. ©o ift lüenionb ber )b:dt, 
Ijnuvtfac^Iic^ ber gelehrten, unnü^er, aU berjentge gi^nnme ^) 
bcr alle 2)inge nur in bem Genere summo be§ ivrbiid)^ 
üergängUd)cn, ober feine ©mpftnbungen in unfern 

» SSortcn aus^gebrürft, n t t § m li r b i g e n iiber]icl)t 
iinb ber Unterfuc^nng unmürbig fc^äjt. 2)er ^-J^^ilofop^ 
mn% ^ieiinn etmgevmaffen feinem ©c^öpfer nac^ol^men, 
unb, mcnigfteng in einem engen ©cjitcf, nnr individn* 
fel^ SKefe ^vt bie 2)inge betra(|ten ift einjpan)>t^ 

«fem^O^i^ bed (Beniei^, el^ 6etca(|tet fte^liil^ mil^t aOed 
\o, d» mnibe fonft (Sott fettft fei^ ntü^en. 9>iefe SCvt 
bie ^ge anitife^en gieit bem ®enie eine gemi^e Sientni^ 
ber $inge um ftd^ bie ni(^d tt»eniger al% immer ft)ftematif(| 
ift, bie aber Ijinlönnlid) ift ba§ Sßa^re t>om fntfdften tno 

80 nid)t oöllig gnau ab^ufonbern, büc^ bie evftc iii üIk Xrciinung 
burd)au§ ju mad^en. mo man feine tnui)cx \)ai ift 
o^nflreitig biefe 9(rt tion (5rfentntB bäiiiu^cr, n>o ^üd)er 
finb fönnen 2prüiu]e j^ctliau uievbeii, imb eine foldjc 
^nntnift löftt fid) fo -^u reben nidit in ber 3eele ouj, 

as beteinigt fid^ nie böUig mit t^r, {onbern toiih nur im 



<>ietcr getftct SogattQ, Sooior W|ff p^. 

4* 



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52 



®. (£^T. Lichtenberg. 



[B as-ss 



galt bev 'J(Oth au^ einem Ort ^ert)orqef)oIt, tno fie uac^ 
getrennt uoii öem ©Aftern öer (^ennnunqen liegt. Söte 
offt luirb tatfcC) gegriffen. 'I^te ^iüten maxcn ()äufig mit 
einer joU^n (^rtenntniB öerfe^en. ^2llle§ n)a§ fie muften 
mad^te ein gan^ aud, unb meil e§ bergauf ber ^^atitts 
mar m% biefe§ gan^e nad^ unb nac^ in i^nen ^ufamwen» 
feste, fo f|)CQ(^ett fte aaemal naturUt^ menii fte fprad^eit, 
i^te ^BivSlbfcndit nmreit [impd, benn ed umr bie Statur bie 
aud tollen fptac^. ^on glaube nur nii^t ba| ber fleißige 
Sefer berKtten fic^ ie^t ble@implictifli etgeit mnä^tn tvetbe; lo 
er fan fic^ gemö^nen fte in allen ä^ntirf)eu 5L>evcfen luicber 
eiteiiuen, fie iiuit) abci iiui^i oUijü^ unb 'IHut bei) il)m, 
fie fan fic^ bei) il)ui iiic^t unter neuen (^c)talten geigen. 
Wlt^ voa^ lä) ^ier fage unb ma§ jcber Öefer nun im 
Stnnbe ^etin mirb ficf) 5n erläutern, [)abe ic^ an inefen i5 
^elet)iten beiueidt, olingeac^tet e^ jumeilen burd^ ju mel 
plö^lic^ burc^ lefen aujgefdjoffcue (^etel)rjamfeit öon einer 
anb^rn <&eite mieber t)orftetlt, meil fie fo ^u fagen ben 
mobemen ä92en{(^en mit intern übrigen grofen %\)tii, bem 
<Srteil^{(l^en bermiff^ten. S>er uugludltc^ ©c^rifftfteller, m 
über ber mobern geleierte Itejst oan| otteiit, feine geleierte 
®eftnnungen finb nid^t in feinem ^(bft ent^tien, fonbem 
an^er i^m, bie Heine @eele gefd^mncft mit bem Apparates 
einer größeren meife fict) nic^t borcin fc^irfcn, bal^r 
bie unjäljligen ©eftolten unter benen ber jd)lcd)te Sc^rifft* « 
ftcHer erfd)eint, ba^er 8c^u?nlft, Ungleichheit mit ful) {etbft 
(^uupt^ug ber jdjlec^tett iSd^rifftiteller :), ^Ifferftation. 

23. @tmaö um l^ärm in einer gemijjett 
^"^eituug machen. 

golgenbed ift und ^ur C^nrncfung eingef anbt ao 
worben : 

(Bötttngen. Wo^ in ein (£out)ert gefd)lagen tft o^ne 
lörief unb anbere ^n5eichen eine 3Renge ©jemplaren 
einer gemiffen ^Sc^rifft an bie l)iefigen 53uc^füfirer gefc^icft 
morben. 2)er ^itei i}eiBt 33ciii(cid)unnen bciiibmtcr 85 
SJtäuuei. (Srfteg 8tücf. SBir üetniutljeten une gleid^ 



i^'iLjuiz-uü by 



tuenig guM wib tnoS oit tietiitittl^eteit l^ben vm av^ 
gefunboi. ^ beleben erfleit ^erfoneit finb ftönig 
^ebm^ IV itnb föhttfdiitann, baS 5n)ei)te ^aor tfi ^öntg 
6:arl XII unb ber gc^mbc fRat!) ^lo^. 9Bir tupllen nur 

5 fur^ bie 5(e^nUc^feiten Oeviil)ren bie ber S^erfaffer ,vi 
finben glaubt. Söincfcüuann unir au^erfcl^en bem guten 
G^ef^mocf in S)eutfc^lanb mieber aufzuhelfen, fo nne 
4'>einrid} ber IV ben ^^roteftanten, bet)be muften um e§ befto 
bcffcr tl)un ju fönncn (Tat^oltict) roerben, bei)be aber finb 

10 a^^nt ^nfd^ein nac^ nid^t gemefen. ©c^d^t be^ 
^cfcfjic^tc ber Siinft. (S^uife, (Tafonoba. 9ia)xiUIac, 
Sltc^ngeli 3^^9te^ ^e^be t)on Anfang gan^ 

gute Saite, bd^e b«TC^ @tt€ce| ftol^, t^ettoegen, m^lMLiä^. 
ntd^t gefd^ffeit tegteteit, ber erfte tnHeid^ em 

16 itst^Mid^ gre^beuter, fo mte ber anbete ein wxna^» 
a^mlid^er 6:ontrot)eT9«^biget. iBe^e ttraten ntc^t fät 
iüa§ fie bei)be ju gelten aße^ aufopferten, ber erfte fein 
grofer >Qti'i>, ber jineijtc fein grofer 0^cIel)rter. 33ei)be 
^aben wenige aber üertt)egene 5lnl)änger. 9JJarfd) burrf) 

90 'Jl>ülen, Sprung Hon Q^^a burd) (^5öttingcn und) .^'^atte. 
C^lorreidjeö ^Hauptquartier ^u ^lltranftctt, mittlere ^eit ju 
ipoUe. @d)lad)t bei) '|>ultatt)a, iJeBingö iöriefe antiiiua* 
rifd^ ^n^altd. gluckt na^ (£;onftontino|)eI, ghnebnic^^ 
fyifl ^ ^ aita nocte premit Dens. 

90 24. ^e 9rmt mar mit einer 3^0^ \^ ^i^^ 
Fama, toürbe fte erft get^an |aben, memi fie 

taufenb^üngig gercefen Mxt, 

25. 2öir !^obcn t)eutjuta9C eine gan|\e 93^enge 
fogenannter feiner Jlöpfe (nic^t grofer (^knftcrj. (S§ finb 

so aber biefe^ nic^t foroo^t Seute, bie gron in ber ganjjeu 
'ilnlage i()rc§ ö^eifte? unb jmar urfprünnUd) finb, fonbern 
htt) ben meiften ift bie geinbeit eine SdjiüädiUdifcit, 
§l)pDchonbrie, eine fräncftic^e (£mpfinblid)tcit. (Sin foldicr 
belehrter ift ju feinen Söemerchingen aufgelegter al§ anbere 

as SKenfc^, ftifftet aber [in] bem 9ieic^ ber (Me^rfamlett 



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54 



(K. £i4tenbetg. 



[6 25-31 



fclteii ]o uiet ^j^ut^cn, glaubt Diel ausrichten ju tönnen, 
lüenn er nur evft luolte, min aber niemals, ^iefe Seute 
btlbcn fic^ leidet luicf) aftem, wenn fie lauter qnie^ fefen, 
jo id)reiben fie 5iemli(^ gut, fie finb aber allzeit meit 
entfernt t>on ber fidleren ÜHd^tigfeit ber ^tten, bereit @enie • 
ber gefuiiben unb feften 9Jeife einer grud^t unb nic^t ber 
toeldett tourmftt<l^ioett, toimo^ offt fd^&itfarbigten einiger 
neueren gleicht 

26. 8e{fere Serglelc^ungen: filo^ unb Sudner, gS. 
unb Sftrenftau. lo 

l!7. .pl£ii ydo^ gleid^t mir tu feiner Streitigfeit 
mit iocxm Öeßing bcm ^a^fer ?!}?anmilian I. ber auf 
biedkmieii ^i^Ob auegieng, unb üi^ue äiJuuber nic^t mieber 
^erunterfommen fönte. 

. 28. 3n einem Söuc^ lum ber ^an^^SDunft fönte i5 
crftitrf) bie (Kreatur atö ein ^^unrft betrad^tet merben, bie 
nod^ feinen §intent, noc^ feine rechte unb lindEe ^nb 
^t, fo mit ^rr (£uler bie Mtfyitdd abl^belt. i&mA 
für ^^tcm ^väx, ber aui^ getber aufnehmen favu 

29. Sn ben Stomanen giebt e9 tdbtid^ ftrantf^eitot, ao 
btc im gemeinen Seben nic^t^ meniger aU töblid^ finb, 
unb unuiefeftrt im i^cuiciucu ikbcn tüblid^c, bic in 
^vomaiieu uidji jiuD. 

30. 5)eutfche liegt im (itjaiacfter jü junjdicn 
bem Stnn^ojen unb C^ngeUänber in bor WVxHq, baß uiijevc 25 
^Küiiuincn (Schreiber leidet einen öon bieien be^ben fd)ilbern, 
wtnn fie einen ^eutfc^n nur mit etmad ftorden garben 
mahlen moUen. 

31. 3m 3uf<l^uer n»irb gefegt: The whole msa 
most move together^ aOei^ mug einen ein^n Snb^med to 
im S)totf(^ laben. 



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55 



32. (Ex mt man man in 
bem imb ber 2)onau eine gute ^aui nennt. 

88. bei liriinicninj^ an unfer uergangeneä SBer* 
c^nitgcii laficii mx unfern inniiuiien (idrper im gegen= 

6 luärtigen unb fteücn un§ gan^ in abstrackto, nl§ ein 
gute§ arfabncljeö 2)ing oljne ©c^ulben, o^ne Süigen, 
o^ne nDt^llll^clli)e ^ermaiibtcn, jtiriicf in bie bamalige i\ntf 
benn mir fiub nic^t im Staub uuö bie üereinte 2Bürcfuug 
t)erfc^iebenec (Stmhtüik fo ^ ttetgegentD&rtigen atö 

loeined einzigen. 

34. WHan folgert tnQeiil^t ^n gefd^inb and ber 
metfen (Einrichtung in ben Snnfttrteben ber S^^re ein 
i) '66)]t meifeft SBefen, ed barf nur .meiner fe^n afö wir. 

35. eigcntlid^e SO^cnfd^ fielet tok eine 3^)^^^^^ 
U mit Inden taufenb Isffiurt^elii au^?, bic 9(cnicn empfinben 

allein in i^m, boy anbere bieiit bic je äBurj^eln ju fjntten, 
unb bequemer fcirt5ujci)affen, miv mx fe^en ift alfu nur 
ber Zopi, in meieren ber (bie ^^eroen) gepflanzt ift. 

36. Wl. unb % 5)er eine öon i^nen »or ein 
10 guter gefunber ^enfc^, ber M %a%^ fo ^iemlic^ orbentlic^ 

in bie Collegia gieitg; um 7 U^r feine eigene ^tter 
ou§ einer ^rbroc^en Slrtifd^ocfe ffiei^te^ bann fein 
Schleifen Uffen rief unb ^ma<f^ feine ^anbedten 
repcttrtc, ober rauche; ber fftoetfiz, ein bermdl^nter einziger 

» So^n feinei^ IBaterd, trug fc^on im britten ^Qfyc $ofen 
iinb fiieg im ganzen $)orf ba§ §ufärnen. (gr rauche im 
1VJ21 ^af^x 2 pfeifen Dec^ l^ag? iiiiii ineiui c^o vciiiictc, jo 
fticg er im 3taf( Hon einem '}>ferL) aufo anberc. ^Juic^ feinet 
SSater^ %oh fc^icftc i()n teinc ä)hittei auf Umuerfitiitcn, 

90 wo er auf einen Untci L üicier SWebicin ftubiite; feineu 
"•Koft tniiffe er ait^menöitj, ]d)o\i im F^fug trie im ®i|5 
unb i^ielte uiel auf ^^feifenfi)pfe, bie gemeiniglich nur 
geheime @(^ön§eiten l^atten, bie auffer i^m niemonb 



56 



[B 36-42 



crfennen ober fffiat^en fönte, al^ etma ein ^ögec $u(((^ 
ober ein ^ofttued^t. 

37. S§ finb fefii luenige 2)inge bon bcncn »ir und 
biird^ oQe 5 ^itine begriffe ermerben t5nnen. 

38. ^tefeg gefd^a^e bamafö atö $(Err ft(o| nod^« 

auf bem ^^arnag be^ ben Affaires de gaerre \a%. 

39. SlMiitfiefb tft ber S^^ol^me bei- bciiU)mteu 9?nrren 
in Sonbnn, bcv ficf) offt erfitünt 511 üigeii, liier fein 53cr:^ 
mögen nictjt 511 meinen gu^cu legt, ber ift üeibammt, 
unb ber ^ßöbd ift offt fo bumm, e§ feinen Swfeen w 
^ütjulegen; feiüe ^Infjdnger (et|en Whitfieidiitos {au^ 
geftiroc^it Witfileits:). 

40. 2)er tinfang be» (Bebid^tö auf ^(Smi $I(geieri» 
Xob tDor: 

©cbeugt öon beil'pcr ©c^loermut^ na^en luiv, i6 
f^reunbfc^ütfUidjer, geliebter Staub, imiS ^iu 511 3)ir 
So bu iejt cinfom aud bem ©türm ber Sorgen 
(inn^eggertttft bem grofen fcl|Cc(i4nK 9Horgen 
(Stttdegenfctläfft 

41. äebennattn fotte mettigfteni^ fp biel $^i(ofop^ie w 
ttiib )ct)öne SBtffenfd^öfften ftubtcrcn atö notftig ift um 

bie SSoIluft angenehmer macf)en. SDkrctten fid) biefe§ 
nnfere 5L?anbjuncfcr, ^üf (£aüa lier, (trafen unb anbere, fie 
mürben m'ft über bie Söürcfnng eine» 'idndß erftaunen. 
Sie ipnii)tn fauni glanben nne fel)r SSietanb ben (S^am* 26 
pagncv erliöbet, (eine t)äufige ^ofenfarbe, fein ©ilberffor, 
feine leinenen ^it'ebel mürben i^nen fctbft ben (S^enu^ eine^ 
guten elafti{(^u ^orf ^äbgeug me^r fublitniren. 

■ 

42. ^lut, M 40 suhlten buni^ aüydi unter eigenen 
SSSeften geftoffen ^at, rann nun jum erftenntd untet einer m 
geborgten. 




uiLjui^cd by 



B 48-46] 



43. %iu§> folgenber Dbe fan man Dornel^mUc^ fe^cn, 
ba| @mift fd^on t)ox^x ein SRarr mar e^e ev öffentlich 
ju rafen anfteng. 

Ode, for Mnsick, on Longitude« 

5 The Longitude mist on 

By wicked Will Wliiaton, 
And not better bit on 
By good m Ditton. 

Ritornello. 

10 S ' Ditton and Whistoü 

May both be bepist on 
And Whiston and Ditton 
May both be besbit on. 
Sing Ditton 
15 Beshit on 

And Whiätoii 
Bepist on, 
Sing Ditton nnd Whiston 
And Whiston «nd Ditton, 
90 ßeshit and bepist on, 

BopiBt and beshit on. 

44. Epigram froro the French. byj. Swift. 

Sir, r admit Yonr geii'ral rule 
That ever^" poet is a fool, 
25 Bot Tom Yonnelf nny terre to show it 

Tiwt oTory fool is not a pooc 

^^itanbec öon ber :^inbe ^at jc^ou 1110 . 2)eutjc^e 
überfejt 

45. 3){e aSiMiotl^edt ber eienben ©ctibenten ift, fo 
80 öiel fid^ auc^ ber S8erfaffer boranf gut 5U t^uu fd^eint, 

bod) nur für elenbe «Sciibenten gefd}rieben. (£r ^at faiiin 
£iöcoü gelefen, aber nur an ben Steffen 5U füljlen ge^ 
fd}iencn, bic if)Ti nie iuürben 5U eiiiciii iinferer beften 
@d}rijftüeUer gemacht ()abcn. 2Ber feinen ^i^coö red^t 
85 öerbaut ^ot mirb e§ ntercfen, baj3 ber Sßerfaffer juweilen 
bie redete @aQte trifft, ba er aber fogleid^ mieber tneg 



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58 



[B 45-49 



ift, )o fie^t man, ei* luciB nid)t inorinn l'it>coü eigentlich 
groH ift. C£t mufi ©luiften nirf)t fennen, Hier ben (SngeU 
länber fennt fe^t c\an\} T)eutfd)(nnb feine iöeoluic^tunijen 
me^r Doi, bic für ben ^^teribian 3i^ö^cn bcrerf)nct, 
unb in 3ena unb Arfurt nid^t me^c gültig fittb. 

46. iperr S^itebel l^at bte ftc^ Uabwl^im 
in einem ]|o|en ®tab, Settiegnngen nnb ^nM>ftnbungen 
ob^u^eic^nen, bie id)etmann in ftd^ bemetifen fönte, menn 
er motte, fte ober erft in ber 3^i^nung erfennt, bann 

mit ftd^ jufammenl^Qlt, ntd^t feiten ol^nc SBcrounbemng 

über bte 3iMtfenntnif^ bcfjcn ber bic (I'ntbecfung gcmadjt 
Deijpvcdje Xeutjdjlanb gute Sdjrifftftellcr, roenn e§ 
mir luieber üerfprec^en toiü, me^r jolc^e ^eobac^ter 

47. !ü^enn eö \m\)x ift, baj !^^xx 3acobi Ganonictis 
in ^alberftatt gen)orben, fo tan man biefen St>anier mit 
Siecht einen Doctorem Jubilatam nennen (fo nennen bic 
Spanier einen ^rofeffor ber einige 3eit rü^mlic^ft gebienet 
l^t, unb enbtu^ bet^ einem Sanonicat in dtnl^ gefe^ ift:). 

48. @ein Koc! . tDar me^r tmi^ att feine (S^re, 
unb jeber 3ube l^&tte i|m me§r für jenen afö für biefe 
gegeben. 

49. Sübü)tiüärt^ uon Gerrit örä^cl« ^JKü^I 
fim fBege, ber ha ^eigt ^agpüt)!, 

liegt eis Wn g^flaf^ert Stättgen 
^on bem man ^at ein gan^ Xracftätgen. 
3)a fteJit man ftet§ ^a^r au§ ^alir ein 
S3et) JRenen unb bei) 8onnen Sdjcin 
5luf bieiteu Steinen nnb in ^-önben, 
Sin 9J?u)en Söhnen unb bei) ^uben, 
©teinfc^naKen, ^Ringe, golbne Sorten, 
©efauffte unb geborgte ©orten; 

(Bt)lpfi\]ä) aus;ftafftrte SRenfitcn 
äRit oOem tottf ein äX&bgen nennt fc^dn. 



biyiii^ed by 



5)ieB i^öfcfcjen, ba§ ftrf) i5ffler§ umbräd)f, 
5öäi fein ^rorccftor imb fein ©umprcdit, 
^on bem moit tiieleö ^ört itnb liebst 
©aS UcWtti^ tlingt unb bod) nid)i iDa^i* ift, 

9 Soll bem toiH ic^ mm Zitaten ftnaen 
^ie koalr ftnb, imb nid^t lieblfd^ »Inaen. 
3)Qäu, So^öit, bring mir ^^obad, ?ßfetf' 
Unb 33ier unb meinet '3ultfer€ Sacf $feif. 
Unb fotl bie "iföat)rf)eit ja lüii? an.^re^n, 

10 8o fcQs» ber ^ammg Dom ^acietin. 

50. (J§ ift ein feiner ^ebancfe beö .pcrrn ^etmaruö, 
bau ci jelbft au$ ber UnDer8nbcr!ic^!eit ber Tinge in ber 
'^i^clt eine S^orlierfe^ung fc^Iiefet, bie bie Äräffte ber untl)eils 
iHiren Tinge beftänbig ^ält, baj fie nic^t burd| gtücflit^ere 

15 ^erbinbungen, ober ungliicfUd^crc au§ il^ren 8c^rancfen 
tretten. 2) S3efen bie (&oii fc^afft {önnen nid^t unenblic^ 
fe^n, enblid^ ift oE^ett müöoütommm e& fe^ bet @tigei 
ober bet SD^enfc^, jeM enblid^e tft gletd^ mit entfernt 
\9om uneitbüij^n, ba)^ bai^ Uebet ht bet SBelt, ^ätte ®ott 

» alfo got feittc SKenfdjen fd^offen foöen, fo ^ättc et einer 
mögticften UnDottfommenfifit megen aUe möglidjc iöüll= 
toiiiuicul^cucii uiaeilafjeu uiüjjen. 

51. @tramman ein futfd} erfa^m im gfed^teu, 
3m SHttgen unb in bet}ben flte^tm, 

m ^ fönte linc!^ unb rec^td tegiren, 

3)eutf{fj unb latctni^cf) bifputtrcn, 

SDabeli i^erituub er ft* nuf^ reiten, 

?luf8 [äueicR unb aufs Hüpfe fcf)neiben. 

^etanut in ^iorb^eim unb in ^J^örten, 
10 autfi in Qfillen unb (S^oneerten, 

^mo(^t für grofi nnb fleine Seit, 

fjfüx 93ai(em rnib fttr gfrandenfelb. 

SRari^ fetbfi bnte fo feinen guten (Stiefelfug ^aben atd et. 

2>üin)if(^en (bcn ^ugen) flro^te uuerjcljuiieii 

16 ^ie 9{ttfe bie nad| ^I^nen loittert 
Unb lehrte mit berebtei Stumm^ett 
S)ie (drdQe feiner nobein ^umm^it. 

52. öuittungen: fönte man ein S3uc^ nennen, 
tt>ottnn man fotto^l bet 9^atut atö feinen gteunben 



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60 



(Scf)einc au^ftellte über ba§ mo^ man i>oii iljiicu cnipraugtu 
Ijätte. äBenn im 9^amen anbciHi c\df)Qn jDÜröe, jo 
tonte eine jatt^rijc^e Senkung betommen. 

58. ^ein 8til fpieit fo ettoo^ ind ^^ol^enfteinijt^e. 

54. (S§ ift tturdtlid) möglidf) bojj, Wenn %i)Q\k im 
@el^irii, bte f^metrifc^ fe^n fotten, eiS nic^t ftnb, biefed 
5ttm Sort^eil be^ S^erflaitbeS bietten fötine, tm föttnen 
mit einem 9(itge genug (}aben, fo au^ mit ettiet @ette 
beS ®e^rni^, bie anbete !an butc^ zufällige llmftSnbe 
efier öer{)örten obct fonft Sßeränberuiigcn leiben, bie benn lo 
hac- 'JicjuUat bcr [laiincn 3tcUinig DCi^ (^e^iiibö bei) einer 
Jsbee öerftnbern. IHiKniciüadjjciie ^eiionen foHen öffter^ 
khv uhaifjuiuig jci)n, bie üeiiüüdjjtiie Seite üerfiartet 
mel)i' iiiib initeifftt fo(nt eine öf>nti(i)e einfeitifie ^i^eränbe- 
ritng im (5Det)iriic, ^ic Dem (^enie, ba§ oimcliiu i\:\m\ 
jemanb für einen tiamllidjen S^f^^^ii'^ erfldrt ijat, e^ev 
öortfjeül^afft al§ fd)Qblirf) ift. ^d) fyiht hmexdt, baft 
^erfoncn, m beten @cfict)tern ein getuiffer ä^anget oon 
^t^mmettte n»ar, offt bie feinften S^d|>fe maren. Sknn 
fjmm getotffen S^ilbnig trauen mat, ba$ id^a» 
4^ ^(Srtn bon SSoltatte gefeiten ^be, ttnb bon 
man mit betftc^tte, ba^ ed ein laDbgu^ mftte 
einet gorm bie man in SRannl^eim übet fein 
@eficf)t gegofferi i)abc, )o ift bie eine Seite be§ 
ö^end)t§ Diel fiirl^er al» bie anbere, auc^ bie 5^afe, 2» 
imiiuo[)t fanm mercf lid) , Wnef. ^ . . . . r Don ber 
einen ^eite bctrQd)tet fielji uiet ifhuiei au», aU^ Don 
bei anöcrn. ^^^iefen bel}ben lucidumiöigen (5)eftd)tern 
giebt eben biefe^!- uiiemofjl nid)t onfti^Bige irregulöre 
einen gennfien Sd)tt)ung, au^ welchem atte^ ba§ Salb » 
unb bie ^itterteit ^erüorblidt , bie ifire 8d)rifften fo 
d)aradten|ttjc^ gemad^t ^aben. <^n 9J^enfd) beffen einei^ 
ttuge ein ^etfpedtib bai^ anbete ein äfhctofcop mäte, 
mttb nntet gemd^ntic^en SRenfd^en eine fonbetbote 
gigut fpielen. » 



B86-6C] 



61 



55. ®ott fc^uf ben SBetiern bie ^aate lang unb 
um bie 8(^uttevn l^öngenb, aber ein ^erüQiteniiuK^ev fotib 
für gut biefe^ 511 ftitbent^ unb fie ^inauf^uf&mmen. 

56. ^§ 3^ag§ ^err]d}t eine aUt^ciueiiic oUtjamfeit, 
ft unb nur ein 9iarr ober ein Önaf läßt firf) ,yimei(en ein« 

faUen, feine rechte ^anb, bieje^ Ijeilige ^^eiuvunq^? (iilieb 
öon (j^re unb drebit, ber C^offe fo ua^e l)alteu dg 
mögücf] ift "tMdcin fanm oerläBt ^i^fiöbug bie Statt, fo 
änbert fic^ bie Scene, bie ä^erl^ältmi ^mifd^en ^efte unb 

10 Gonduite toirb nun fd^mSd^et^ man l^ört offt jpanbtoert^ 
(ntrfc^ au§ befehlen Leibern, unb Polissons mit ge« 
liubetteii fid^fen fd^te^en, einige um lad^en mad§|en, 
anbete um p fd^impfen, l^ter pereat unb Sid^ koeg unb 
bott Cittonen, unb fc^teifen laff en. O (Sott mai^ ift bod^ 

15 ber $urf(i| ober nKi9 ift bo<i^ bet fKRenfd^. $eute gefunb 
unb morgen tob, mio noct) tiaurigei, öon 1 big 2 bei) 
itdftnern '^jljitofDplj, unb üüu 8 big 9 beQ SBacfcvn ein 
9?nrr. SlReine ^hifc, obißkid) in .?)artefing Kleibern, magt 
fid) nic^t in bieje (iiicfel, äufriebcu, bnf? mon fie nic^t 

so mit einem pereat fccjnet, nud) ffieM fic n^'ff^)^ii^b burc^ 
bie Waffen, nio ber buncfetfte ^^^la^ äunjd)cn ^lueon ^'atcrnen 
ju öertroutic^en Q^efprdc^en Schatten ^ergiebt, fie unter- 
fuc^t nic^t mx fprid^t, bencft, e§ ift ein Sotbat ober ein 
^nbmercfgpurfc^e, unb legt fid^ ^ur S^ufje. 
tgg (id ift @onntag, auf mn\t, merfe ein Matin um, 
ober ne^me auf ^rebii einen Snrtoni unb ftelle an 
Wc fd^rfc (Scfe, ein $la^ ber o^ne bie ®egenmart einer 
SUbife mit ^ect)t heilig fetin niuft, ^ier fagt bie «efd^ic^te 
tftftt fic^ (n^iucilcu ;'U l11 niebcr menn er mübc ift, boÄ 

so 3d)iff auf ber ^ibÜDtl)etl;, ober ^JJünd)baufen§ Portrait, 
bie :Siippertifc^e 'i^aften, unb bie .?>amiltüiiia)en ^aji^ii au- 
äufetien, unb üdt iul) im ^l>ür()crfcl)cn fünffticier @cf)icffaale, 
melc^e^i une C^Vntci jagen Stnbcntcn am jdjiuerften ift. 
*5)cnn l)ier reitet ber tünfftige (^^eneraljuperintcnbent l)inter 

m feinem ©c^ulmeifter in golbnen 53orten brein, ^er Cberfte 
brüctt einem Unterofftcier ber ä^ebicin ftubirt bie ^anb, 



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62 



un^ moi^ic ^mi f^urn (Jottfc :nrinn >cr.n, cm gQiil; bc^ 
^e^er iMcin'di frirrnn mi: kmcin ^u^ctclT^ >>rfnicineT, 

btt) bn^rr Ml^^crrl ^lc s^l:T^cI bf# ^unpcii ,v>crrrL bcrcinft 
^atfltKn Xiaijic iliun. Siirfi, mic 5cr mrc^^ofr auf 
jeitcr Bette bie aMicboi mit» bürgcrlid^ ^nod^, fp » 
mittat UiiiMrfüit asf Mcfex [tej dgfinnigftwflni • 

■ 

iKni e§ ftvb |Bi0(iIai ob lattdpk^ Qfidi^t 3^ 

SdllÖudiciT eine« 00x1 Ic Q>ro^ Sö^jncn ipiebcr ju^ 

58 (^cinlicl}£H, oöcr Dielmcbr a^wjkl ^ ^fcrb 
ionitai mir l>ic gmiiloiai aiifiDetses. 

59. CoDstitntio Unigenitus. 3o idntc niati ouc^ 11 
anbete 33üdier citu*cit, obci nad) Störten, unb ^u§brücfen, 
bie §aii)>t{a(^k^ tu il^en (Krrjd)en, eine {olc^ ^^rache» 
rtüHtf eotigei: ititfcrer Sd^nfftftdlar. 6^ara(ftere Mi . 

60. 9laH^ hm allfiemetiien (^jc^mai! ber (ingellftMbct m 
ift nun SBtlM unb Liberty, rost beeC, plompoddiDg^ 

3Wilton unb 86afefpcore, ober man mtrb rocnit^fteni nic^t 
leicht einen (ingellänbei antreffen, ber iiict}i tincc^ Don 
bcijijcn leiben tönte, bie meijkn ^abcu eine Steigung für 
oUe jedjje. m 

♦ )1 T'Te (>Uant?u(ii ciuci: .sjofmann^ wie fünft(ic| 
iniifjeii fie incl)t eingerid}tet jei)n, au§ ^unfd), ^tfcftoff, 
(^tjampaflner, yi^einroein, 33ier, ö^^ocolabc^ Öaffee, gleifc^* 
brül)e, £uppe unb auS fo öielen Spcigen eine 9Ja^rung^ 
Wüüii^ ppbereiten, meit !ünftlid)er als ber oerei|te Stoi^ m 
bn au0 mm, ^xtai, Wkm, duder, Wid^, iiitximai, tmb 
glfifd^ alte Uefe ^ge etfl )ufammenfe}t 



62. ^(Bxx jc^bt {onberbav fd^öne Phrases, ein 
ftlotiftodifd^ MedoUa poStica. ^ngegen l^t 6. eine 
gtof e Stimiitl^ in feinem Steint, bec ecfteSetd gieid^ bent 
ion beriRa^tigat bie i|ren (hatten todt, ber im 5me9ten 
5 ben Änf bed ^ften ju üerfte^en fc^cint. 

' 63. Billingsgate bei Ort, m bic 5ifd)meibcr in 
Süubou fi^eii, unb too üiel feiner SSi)^ Devjc^iuenbet miib. 

64. Tie Devfd)iei)ciie ^Sd^ret borten untei (ilaijen 
bringen, l^efiino, 2lUeIanb, .SUiftiicr frf)tcibcn unter ben 

10 'J^cntidjeu bie befte ^^^rofe, ber lejte jolte nur nicl)t uqc^ 
ben l^ipjiger, fonbern uad) bem Seii^iger gufe fd^rciben. 

%bbt tan mit ^ie^cr gerechnet werben, unb Üiiebel 

er oirb einft mit ba|tn getec^et n^erben. ^iefei^ tft ber 
KegalftiL 9(töbann fomnit Hein fftt^ai, btefei^ 

16 fd^reiben einige Sournaliften, ixmtvä^ natärli^, nur ^» 
nmitn reinig. 2)ann tIetnSKobern, biefeS fi^eiben bie 
^errn, bie vm^ bie (Sried^ p tefcit rccontmenbiren, fte 
frf)rccfcn aber burc^ i^r $^et)fp{el bieSefev mieber ab, bie 
i^rc SPorjc^rifften befet}rt IjiUtcii; groß iDtubern ober 

äomiscricorde tf)ei(t fic^ in jmei) 3^anc()en miseri- 
cordo philosophaute unb 1 a r ni o y a u t e , bie 
mornliidicn ^^Ib^aubluiificn in ben meinen 55?ocbenblättern 
finb üon ber [erfteuj 'ilrt. Tic larmoyante ift bie 
angeblich Doungifc^c $r ofe. 91 ii g f p u r ö e r ^ ä 1^ r u n g/ ' 

36 bnf)in tnirb oEe^ gerechnet ma^ in ^bra^am^ n saneta ^ 
Clara'^ iBoune gefagt unb gebadet ift, e& mag e§ ein"' 
Sanier gebilligt l^aben ober nic^ femer ift dieidfenl^ 
lleberfe|»ng in ^ngfpurger 93&l^ng gefd^rieben. 9n 
ber ^oefie ntüffen mir nod^ bie $aupt (klaffe t)on Stil 
bemetflen, bie ber dhigetlftnber GhmbBtreel nennt, unb 

• biefe^ ift ber SBindelfänger*©tU. 

65. ^ pflegte feine obcrn [unb] untern ©eclen^^ 
Mffte bat^ Ober unb Uutcrt)Quj5 nennen, unb fel)r offt 
lieB bas9 tx\tm oue ^lii pajjiren, bie bo^ ledere mioarf. 



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64 



(3(3. ix'm fd)Ied)tc§ SJiitglieb ber ^eutfc^en unb ber 
menfd)lic^en ©efeUfdiafft — §(5rr (ber menfc^Ud^ 
«efeafd^Qfrt aufferorbentlu^e^ äRUgUeb) 

67. S8ir fönnen gar tik^tö tum ber @eele-fe|eii 
vmn |te nid^t in ben SKinen fijt, bie Sefld^ter einer grofen s 
iBerfammlmig tion Wenfd^en fdnte man eine (Befd^ic^te ber 
menfd^lid^en @eete nennen mit einer 9[rt bon (Il^inefifc^en 
3eiri)en gefc^riebcn. S)ie ©eclc legt, fo mie ber SWognct 
ben gcilftaub, fo bttS (^e)id)t um fid^ ^ernm unb bie 
S3er)d)ieben()eit ber Scige biefer Xfjeile bcftimmt bie 'Sqv^ lo 
fc^iebeu^eit beffcn, ba^ fie i^nen gegeben ijat 3e langer 
man (5^e)ic^ter bcL)bad)tet, befto me^r unvb man an ben 
Sogenannten nic^t^bebeutenben 0»^e]ic^teru 5)iuge lua^r« 
nehmen, bie fie inbioibueU machen. 

68. (8nHJebocIe§, ^ocftor Sauft unb 9iogcr ^öaco i» 
finb n^egen il^rer (^efd^tcflic^eit t^eiid für SSunbert^er, 
t^ld f&r Slfis^mv^tt auSgefc^en ttorben. 

69. ®ebet eineft ^dEttdenfc^reiberl», mhtn^ er ftd§ 
auf ben ftnien mit gefoUenen ^nben in ftupfer 
fte^ laffen. « 

£) .^err C^ott id) bitt bid) unib ^^etjeijljung alle^ be$, 
fo id) mibber bi)nen iföillen gcbod)t, gcroten, gebon Du 
bun ücrljcngt l)ab, bo id) mol üor gciucjcn luer. ^d) bitt 
ouc^ alle bie bief? öorgejd)ribben lefjen l)üvien, leffen obber 
bo Don rebben, fic^ giettig erjeigen inib mitt uernunfft 26 
[troffen jn nit gefalt. 5)an ic^ bin nit ber fic^ an 
n^mt geroaltfamer im)f5^eit, Dir mx ertenn id^ mic^ ber 
dEleineft önbcr ben efteinen jil öerftentnij funftridj^ S)ing. 
2)imI^ etttKig getdrt bff bem bad^. ^mm ^ie 
nitt red^t unb ftroffbar funben »ürt, he» ic^ nitt gloub ao 
bad »entg fi}, »erb bemunfft nitt p getett. ^n ir 
tiir mt mit tAi baxht) gebrückt ^ab, bod^ meid id^ mot 
ba§ biffe gef (grifft nitt lügt, aber bie fi; leffen möc^tent 
luül etiuau unipor jagen. 




70. Uitfete ^unftfatnment ftttb atU )9oä twn etfen^ 
betuanten Qed^em^ ein 8eiDet|s tion bcr gfo^ont 9?eigung 
ititfeter lieben Soxeltem, ein @ind (Elfenbein n)oroud ber 
(Stted^ einen HpoÜ geft^ni^i l^tte fc^nitteit fie junt 

71. SQSo^in mic^ mein Sc^idfal unh mein ^agen fü^vt. 

72. ^ie (e^f)affte (gmpfmbmig, bie ber gemeine 
SKorni jpeimme^ nennt. 

73. Sd^ beneibe fe^r toenige äßenfd^n, etaa SBie« 
10 lanben, @ternen, ben ^ora^, Stäfinern unb menn 

etnmi^ SBetn gettnncEen l^abe ben ^^rm ©leim. 3a ttienn 
i^ SBetn gettnnden ^abe, ba fe|e i«| f(|on in ber 3^t, 
ba tf| bem Sebienten bol^ ®^ für bie Bonteüle gab, 
iDie ber feetigen einer in btefed Sommert^I $urnit 

1» SBenn mt% Sterne bod) bie 9laturgefc^ic^te be9 !)iauf(t)e^, 
fo mie ber ^id)tci, ber ^^Uofopl) unb oei 2ielU)al)cr 
bctradjlct, 6efd)ricbeu ^ätte! @§ finb mnu] ünge in 
bcr 5®ett, bie einei> ^i>iii(ofD)?t)en \o lüürbig finb, M bie 
glajdje, bie com spe divite bnrcfi bie Oiuvt3Gl eine^^ Siebs 

20 ^aber^ ober eine? Tirfiter^ fließt, ^^i^ s divcs, ber ^fieolog 
trindt unb ein Sliiiua jut $rebigt luirb nnn 5nr ^früube, 
er umarmt ba^ Mäbgen, ba§ nur noc^ eine ^eele 
feiner fünfftigen Söefolbung auf bie (^mpfängni^ M (£dr« 
ptx^ mortet, ber 3urift ^ie^t fein ^urgunber ein unb 

»^f[er »edien nun ju SEhcob, ^^afssüien unb ^ttulat 
9^(l^\äßdtai' 5u tonrcUiil^ Ambaasaden. O ienfeit 
ber BonteOle mte knet ift nic^t ba. (Bebranc^t A, SRenf d^en, 
a\i ^i^ilofop^en unb temt erfennen m% Ißein ift. SNe 
fid^ öer^dlt t^ierifci^er O^enug jum platonifc^en 

ao @cnuB, \o ber^?QU]d) öcv ^uljrmanny unb be§ ^ambinir^ 
ju einer ^Berfaffung, bie uor bem nnptatonifd^cu ^)inujc^ 
öor^erge^t, aU bie feine £Hebe lun- bem nocö jiDeifel- 
Rafften ®enug, unb für meiere ic^ nun fein ^ort 
iDagen mlE. 

LIttomnnrAMtaMi« ISIL b 



66 



IB 74-77 



74. Sebev äReitfii^ l^at aud^ feine moraUfii^e backdde, 
er tttd^t oine 9{ot^ ^etgt, intb bte er fo lange att 

möglich mit ben ^ofen be^ guten 9{nftonbe§ jubedft. 

75. 5" ^ci" .^aufc, mo irf) mo^nte, ()atte id^ ben 

^ilniic^ Ulli) i)ic 3tiuuiuing jebev ^lu[e eiiici alten brlucnun 6 
treppe gelernt, «nb pgleic^ ben ^acft, in lueidieiii fie 
jeber meiner greiinbc, ber 511 mir luoltc, lri)lug, uub, ic^ 
mu§ qeftefien, idi bebte nffemal, menn fie üon einem paax 
gü^eit in einem mir unbetonten %on ^eraufgefpielt tDurben. 

76. wny^ai re o^vg, xal %o vor^&ev eTtneleaai w 
raxvg, ein großer (S^axaditt, ben iperobion bent ^^fet 
©eberud beilegt. 

77. S^ataittet einer nttr^befannten 

^erfon. 

S^r fför^jer ift fo befc^nffen, baft iljn aud) ein 1* 
fÄfec^ter pjcicbner im buiicfeln bef]er 5eid)nen mürbe, uiib 
ftünbe in ü;rcm 3?ermöfjcu, itju 511 iinbern, )o mürbe 
fie mauct)en ^^eilen meniger reliet geben. ä}üt feiner 
(S^e)unb[)eit ift biefcr ä^enfc^, o^nerac^tet fie nic^t bie befte 
ift, hod) noc6 immer fo jiemtic^ aufrieben gemefen, er ^at » 
bie ^abe, fid^ gefunbe S:age ju machen, in einem 

l^ol^en ®rabe. ©eine (Sinbübungdhofft, feine treufte ^ 
^^rtin berUßt il^n ddbann nie, er fte^t l^tnter bem 
genfter ben Sopf ^mifd^en bie j^rno $änbe geftü^t, unb 
nienn ber t>orbet)ge[)eube nid^t9 atd ben metan^olifc^en » 
^opf^ender fie^t, fo tljut er fid) ofrt ba§ ftiüe S3efenntni6, 
bafi er im Sßergnügen mieber aiugeidimeift \)ai. (irr ^at 
nur uieuit^c Areuube, cigcutlid) ift fein öcr^ nur iuimer 
für einen gegcniuartigen, aber für nuHjiere ^Unuefcnbe 
offen, feine (^craUigleit niad)t bafe öiele glauben er jci) so 
i^r greuub, er bient i^nen aud) an? (5^rgci(3, ^iJtcnjctjen^ 
liebe, aber nid)t auo bem Xrieb ber i^n jum ^ienft feiner 
eigentlid§en greunbe treibt, beliebt f)at er nur ein ober 
Syoe^mal, ba§ etnemal nic|t ungtüdiid^, bad anberemal 



L.'iLjuizeci by 



aber fllücf (id^, er gciunnu b l o ö burrf) 33^unterteit imb 
Üeiditfinn ein guteö So^vl^, roorüber er nun offt bei)bc 
öergifet, tinrb aber 9Ö?unterfeit unb l'e{f()tfiTin beftänbig 
at^ (£igenfrf)afften feiner Seele üere^rcn, bie it)m bie Der* 
ß gnügteften ©tunbeu feinet Sebent öcrf(^afft ^aben, unb 
Idnte er fid) noc^ ein ^ben unb noc^ eine Seele to&^lat, 
fo tDüfte id^ ttid^t ob er anbete mäl^len mürbe, n>enit er 
bie fetmgett mo^ etmnal loieber ^abeit Idnte. Smt ber 
fteftgiim er att ftnabe fd^ fe|r fre^ gebockt, nie 

10 aber eine (Sfyn bartnn gefud^t ein gre^getft 5U fci^n, ober 
anc^ Idne barinn, allein i^e W^rmfjimt 5u glauben. (Sr 
fan mit Snbrunft beten unb fjat nie ben 90*^ ^fa(m 
o^ne ein er^abencc^ unbe)d)reibIicl}C6 (^iefüt)t lefen fönnen. 
@^e benn bie 53erne iiunben pp ift für ii)ii unenblid) 

15 mel^r al§: @ing unfterblid)e Seele pp. (£r meift nic^t 
\va^ er nicf)r dafit, jmine Cfficierö ober junge ^rebigcr, 
mit feineu üou bei)ben fönte er lauge leben. %ixx 
Assembleen finb fein (Körper unb feine j^^leiber fetten 
gut, unb feine ^cfinnungen fetten .... genug gemefen. 

so i^d^ att bre^ ©eric^te be^ a^iittag^ unb jmeQ be^^benbi» 
Vitt etliHid IBein, imb niebriger otö tftglid^ ftartuffeln, 
Sepfel, Qrob unb aiu^ etimii^ Sßein, ^offt er nie 5« 
hmmta, in be^ben SSWKen toürbe er ungliiinid^ fe^n, er 
ift nod^ aSjett hanä gemorben, toenn er eüiige Xage 

« anffer biefen (Srän^^en gctcbt l^ot. Öefen nnb fd^reiben 
ift für it)n fo uinl)ig al^5 (Sffcn uub Xrincteu, er l)offt 
c§ nnrb il)m nie an '-l^üd)crn fcl)len. ^)ln ben Job bencft 
er fet)r offt unb nie mit *?lbfd)eu, er u)üu)d)t baj? er au 
aüeö mit fo vieler l^)cla|(eut)cit beucfeu fönte, uub l)offt 

so fein Sd)öpfer mirb bcrcinft faufft ein iieben Don il)m ab- 
forbcru, üon bem er jiuar fein aU^u ötonomijc^er, aber 
boc^ fein rud^lofer ^efi^er mar. 

78. 3djreiben an .S^errn Sjungberg 
t)on ^^rrn 6. im diaufc^ gefc^rieben. 

IS iRetit Ueber S^cun^f ntel^^ fy^^ too^i nod^ nie 
an einen Stennb gefc^rieben afö ie|o an bic^ fc^reibe. 

5» 



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68 



[B 



Unb tDa§ benir? ^5)te IBeic^reilning einer ber f^önftcn 
dreaturen, bie für uTt§ tjiUeict)! iii'khi T)at. 53cbcncfe ber 
fcf)oiiftcnl bü§ ift öiel gejagt, aber td) feune bic^, unb 
ba^ mac^t mic^ fo juDertäffig. Stelle bir ein ^öbgeK 
t)ox, m6)i fel^r teid^, aber bix^ für i^ren ©taub m\)U 6 
l^enb, gutl^er^tg unb bie iebermand Vergnügen tounfd^t 
unb tttlldd^ getraue bunt biefe B^^c f^tkn:) 
Qutf) gern befdrberl unb el^ ^ubetläfftg beförbecn tan. 
Shc^t fe^v grüB/ ^»le^r fleifdjigt al§ fett, gemad^fen mic, 

loie — mfe böd fc^önftc SRöbgen gemad^fen fe^n lo 

nmfj, mie ein ^ogen, tvd aber bie couöeje 3cite iöruft, 
99auc^ unb Sc^enrfel merben. 3^^^^ Q^efcfieibenl^ett unb 
aKe Xugcnben in beni feinen ©efic^t, (^utljeil'ififeit, (^e* 
fcftmacf, (Bd^ät^erin non ältuiitecfeit unb lieben£>iLiiiibigem 
£eid)tfinn. Jfjr l^^ufen — D! Sjungberp, ^'lungberg, 15 
ßjie uicl, luie öicl toax ha. SJlenfc^Iic^e SÖoUujt, ba^ Ijüd^fte 
Si^erc! be§ ^oUfommen^eit (uc^enben ^intmetö. SBolluft, 
bu fennft bieje§ SBort in unferer ^ebeutung, in unferer 
gefä]^ü)oQen ^ebeutung, biefe mol^nte auf if)x. fßtx^ 
ftftnbli^ finb biefe S^'^ vxt&, NoBBense tniletd^ für » 
aUed üMge tood lebt @^tml^e! (Engel, fpred^t 

fo, td^ bin fromm, id^ bin gottfeetig, 16) ^in (Enget. 3^r 
fiug, jn l}od^ finb meine (Entpfbitongen nun gefKmmt 

als ba^ irrbifd^e SSorte Nonsense bei ixnU 

5Ücfuug, Nonsense, Nonsense, (^ebad^t, gefüllt ift be ff er 2s 
oI§ gefprodjen, .piiiiiiiel Qejuljlt ift au^gebrucft Nonsense, 
Nonsense. Sd)iiieiat ober lernt beffcr 3)eutfc^. .^cin 
S)eutfd^ für biefe (j:mpfinbunqen, fein Teutfd^. ^ottulKö; 
tt)a§ bift bu, ilüebel, Ääftner, äöiclanb, a^iofcnfarb unb 
eilber, ^n ! ') m 

79. ^ii lirbc biefe attgemeine SSiege l^atte nun ein 
guted ^ibe^ ^unbert Miüionm i^nber bon allerlei 8tanb 
eingewiegt 

^) gerafet c^cgcn (Snbc be5 ^bruar§ 1769 bn beu safft 
anfieng in bie 'Raunte ftdgen. i^iü Nonsense tuad im dtaujä) u 



L 



uiLjui/ed by Clc^o^^Ie 



il|f^innAiiicii. 



80. 9^<m föiite veraoB memoriAles ffi^tetben fnt 

@tu^cr morinn atte§ entgolten ift luaS fte an unb bei^ 

jidj ijabeii uuifjeii, lücim fie ausgeben iduUcu, ül)iiöefel)i' 

in bcm ©til: 

» . anliefen, luenn bu aii# wilft gelten 

8oIlit bu crft im ©picgel [e^cn 
£f> bec £^eü bem ganzen treu, 
Utib M d^an^e artig feQ 

81. 3)er SRoim §u fe^n, bcr fo abfolut in 3>cutfc^=* 

!• lanb l)err]cf)en fönte mc xd) auf meinem Sd)rei6tifd)e, 
iDÜnfc^e idj mir nie, id) mürbe gciDiji nur 5^intcujä|ici* 
uimucrfen, iinb burc^ ^ufröumen bie Sachen nur noc^ 
me^r k^enpirren. 

82. $)a WD einen bie l'eiitc ntd^t mefn* friiiicn 
16 benden i)bxm, ba mu^ man )prect)en, fobaib man ba^in 

lammt too man nnit miebet Q^ebancfen k^orai^je^en Un, 
btc mit unfern einerlei finb, ba mug man ouf^ören ju 
f)xe(^. jolc^d» »ud^ tft Steme'd SReife, bie 
mdfiteit Sii^r entölten ^nnfd^ ^wü^ meiAofirbigeR 

90 ^ßmidteii iri^d afö ben onergonemflen SRenfc^ett 8erf(anb, 
eilte ftortf oul^gejogeite Sinie, too eine puiuftirte 5uge« 
reicht l^ötte. ^iSbann ift c§ ertaubt boi^ ©ebadbtc 
,^ubrüdcu, ttjenn ts:> au| eine befonbere x'lit aiieMicDiüiit 
roirb, bocf) bicfeö ift jc^on mit unter ber erfien ^2ln* 

2^ mercfung begriffen. 

88. lieber .v^üii ilnttcr. 

SSenn @ie*) bie 5öitt)ct)rifrt, bie id^ Ql^nen mit Der 
lesten $oft jufanbte, 3^^^^^ (JyceHen^ noci§ nic^ über= 
reicht ^obcn, fo be^Uen [Sie] fie j[e^o. ^d) f)abc tpenigftend 
m auf biefen ©ominer ^ob, unb meim if^ bieje ^ebtenung 
Mosimen l^tte, Sie miffcn io m^l wit ed ge^t, tuet 
tDÜlte ob i^ biefeit Sommer über IBrob gehabt ^ätte. 
(Ed ^at ]vS) l^ier eine Ileine ®efellf<^fft bon tpo^l^abotben 

^) ^ niftve bclfec 



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70 



Seilten in ®. ^ufornmeugetl^au, bie öiejeii iSommer 
^yciifionen ^iir ^Verbreitung be§ guten (^e|rf)macfS in 
S)eutfc^l(uib fc^icfeu rooüen. Qd) befomme aB Unter« 
mtffionair bod^ 200 ^^aler unb aUed fre^, id^ gebe ^^üd^et 
aiii^ unb fü^re dite 9led^nung bedwegen, mit l^oben einen i 
guten Sonata tion allerlei Süc^em, mot^atifc^en 0e« 
jiteden, Sonnu^ren, !^epperifc^en @tftbgen pp aufgefauft um 
fte ben hungrigen nad^ ber Se^re auöjutl^ctlcn. Dftngead^tct 
•unferc ßutiicchiugcu uillcicbt luciöeu öüu ber Ojcjciljdjafft 
gebrucft merbeu, ]o inirb ei« ^sljnen bo^ nic^t unangenehm lo 
fet)n ^umeiten einige ^kd^ric^teu öon 3l)reni tieiuen 2. 
5u lejcn, o^ngeac^tet <Bk unfer liebeS beutfc^eS SSaterlanb 
Keffer fennen alö er. 3n toad für eine ^^Jroöin^ tüir 
eigentlich glcic^ bon Slnfang gelten toerben, tnciil ic^ nod^ 
nid^t. @ie erfaßten ei^ aber in meinem nftc^jiten ©^reiben. i$ 
Sbieu; 

84. 3)ie ^crüquenmadher in Böttingen bürfcn einem 

'^tubcitten iBenucife megeu uidjt genug gefc^ontei ciU]ni 
geben, Jßermeifc bie jeben anbern Stubcntett baö ßeben 
ober einen ^tic^ in ben ginger fo[ten {outen. 20 

85. Mzx \)at mdi)[ ba§ toftbarfte eledtri(c^e S^peri«« 
ment gemad|t? ttntmort SHd^numnl 

86. ® r a b f (j^ r i f f t. ^ ftorb f e^r iung, of)ntxa(i^iü 
idh i»&terliil^r @eitö mit bem Xobe siemtid^ ^^^^ t^ermanbl 
mx, iä) marb nur 15 ^a^^x alt unb mein Sater loar 25 
ein ^r^t. 

87. Sörief. beucfe immer nn fRidjmnnnen 
n:»eun trfi etmtv" ncrfud^e, aucJ) uienn id) nur fpiele, unb 
ba^ i)t Dilkid)t bie Urfac^e marum er mir jejt einfällt, 
ba idh einen SJerfud^ machen mift bir ctmaS neues bon w 
ben Semol^neni unferd fettigen diömifc^en füti^ beuifd^ 
Station )u fagen. 91fo einmal ffit aSemal Don unferen 
^öfen erfä^rft bn nid)t£\ auch loerbe tc^ bir niematt ben 



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B 87-01] 



71 



Ort nennen, m ic^ fc^veibe, totffeR fottfi bu fie meiut id^ 
hUI^ etntiial koteber f))i«c|e. 

88. Dh bu e9 t^uft ober ein anberer, fagte tc^ uitb 
^tett bie ^ebicatiott beS 5meQten ®tMi in mein fiic^t, 

»bie pfeife brannte nod^ uic^t öödig, aber bie beijben 
$)äBöen malte id) nid^t gerne öerbrennen laffen, id^ löfdite 
baber bie 3)ebication be§ 21*5 @tü(f§ mit bem ^aumea 
uub bem 3cic^eft"f!Cr meiiicv liiicten .*gaiib inicber au§. 
^011 feinem unb ben anbern 5 ^ogen getrennt, fagt ic^, 

10 nimmt eS fic^ gan^ gut au§, unb fd^ititt e^ gan^ fut^ 
über Astapet ipsa sibi mit ber ©d^eere ab. 

ftontm ^^tt, mein (^geld^n^ id^ mitt bit bte 
$ä^en l^erau^fd^neiben, bu becbtrbft mir fonft baS c^aitt^e 
0iu^, fagte id) 5U metnell föttt^d ^od^ter, einem SRäbgen 

Iß bon 6 3nf)i*t^n, unb fdjnitt aüe§ wa^ 5mi]"c|en astupet 
ipsa silii ujib ben älkirten 2^;' ^tücf fte^t i^txan^, benn 
ic^ ijatte nid^t (^leid) einen ©infoU einem ^JtaDijcn üon 
6 Sohren ba^> elftere ju evftSren, unb ba§ 5tr>et)tc f)Qtte 
aud^ ein SlJ^öbgen öon 6 ^öl^^^^Ji öi^f (^ebanrfen bringen 

90 [muffen] e§ müffe no^ anbere ipü&ggcn geben, unb bie 
onbern |atte mir ber ©ud^binber au§ Unad^tfamfeit bm: 
ein p^ilofo)>^if(^d lOud^ gebunben. S)>iein SRann, fagte 
bie Snd^btnberd ^xan, gnäbiger $err, ift monnigmol gar 
nid^t be^ fid^ unb toenn @te e8 befaßten — — niti^ 

» bo^, fagte i^, ic^ fe^e if}r 9J^ann binbet bie 93üd^cr mit 
beul (Reifte, mit melc^em fie gefdjriebeu lüurben. Nonsense. 

89. Wein 53udjbinber tiStt midf) fmu^ci mit beö 
$(Srm dl, ^üc^ern auf, al^ ^for dt ben Verleger. 

90. 3Dic olten (2d)rifftftetter finb nun burdj fo biele 
ao 3a^v|ttnberte bnnl^eftd^tet »orben, mie biete nnferer grofen 

Tutoren wirb fc^on 18 . . mit bem Sirrftro)^ megmer^ 

91. & giebt eiwa^ in un§, bae betjnat; \o fdjmer ab^ 
julegen ift al» bei alte ^Übam, ba» un» immer jum fuuji^ 



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72 



lU^eit mib bem bem tiltiftU«^ f o tia^e ivemanbten fc^Iec^tm 
treibt, mtb too^ ift bad? tCntmort nrir toetben nid^t ange- 

l}alteix individua im bencfen merben. SBir tefen ju frü^, 
gefegt c§ fe^en aud^ bie aften ©d^rifftfleller, roie foU man 
ein Minb üer!)tnbern, baji c:^ ntrf)t blo^ lernt, wie $erber 0 
frtnt, bencfen ira§ bic 9{(tcn bad)ten, fnnbem bencfcn 
wie fie backten. Liberty and property, barauf uiüflen 
mir l^aüen. ^er ^enjc^ fd^reibt absolute imnter gut 
tpenn er fid^ {d^reibt, aber ber ^erüquenmoc^r ber 

tote (SeSert fd^reiben ro\Si, , ber ben jG3tn<fdmaitn im 10 

®til affedtirt, imb in bieSl^rie ge^en hmmt, fd^retbt 
fd^tec^t. fj^arum ergö^t ber meberfäc^fifd^e Sauer bun^ 
feine |U^^ttbentjd)en 9^ait>etäten \ü offt ben &nner beö 
fd^öncn, unD ber jnnge ^J^colog nic^t ber nn§ mit toth' 
müt^iger ©timme bnrd) lautre fidjtbare ginfterni^ 
nac^ (5^ölf|atf)a fiinleud)ten, unb unö ben 
freu^igten anftaunen Uffen koilL 

92. ^enbff^r eiben beS Public! an 

^Srrn $rofeffor 9L in 9. 

^fRxv uielgeliebtet Giebel 
Wxv fennen un§ einanber, ^)iiebel, unb ic^ "^abc bir 
jd)on in ber Dftermeffe 17ö7 etlichemal gefaßt, ba^ ic^ 
etipad auf bic^ l^alte. mngt mir atfo nid^t übet 
nel^men, menn tcl^ bir allein fo grab fage mie id^ bencfe, 
td| ^abe in meinem Seben feine Sompttmenten gemac^t^M 
unb sumal mit ^^ilofopljen, mit benen, mennl^ t^en mit 
ber ^^ilofop^ie fo re<^t öon f)er^en gegangen ift, bie 
tocnigften, unb id) ijabc boc^ immer n^^^^ '^^s^ilofop^cn 
gehabt. SO^it meiner Sdiretbart mufet bu e§ fo genau 
nidjt nehmen. SDeutjclj unD '^iHi[)vl)eit ba§ ift aUe^ lua» «0 
id^ fud^e, ba§ .^au§ (^xtuP^ i'iucft mid; nur jnnjciten 
fe^r hart, unb id^ mci^ mannigmal nic^t ioo mir ber 
Sopf tte^t SBenn id^ <<nb^€ ^ubtilum^ anfe^ .... 

93. berfte^e öon Schiftet mcnig, fpiele gar fein 
Snftvument, auffer bog id^ gut pfeiffen !an. ^ert^mtM 



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7a 



]|a6e id^ fd^on mel^r 9ht^ dc^ogen, att titele anbete t>on 
. il^ren Stielt oiif ber glöte unb auf bem Clavedn. ^c^ 

toütbe e§ öcrgcblid^ öcrfuc^cn mit SBortcn ouSjubrücfen, 
tt)a§ ic^ empfinbe trernt ic^ au einem ^iiUtn 5lbeni) ^ii 

ßaHcn meinen Xi)üten red}t gut pfeife unb mir ben 
T(rt bo^u bencfe, id) finqe nid)! gerne aüeine. S'^enn ic^ 
au bie B^ile fomme ^aft bu e§ benn befd^lojjen pp, 
toa^ füllte id^ ba offt für Wüuti), ncueS geuer in SD^eng^, 
tDog für Vertrauen auf ^oit, tc^ tootte mt^ in bie @ee 

Mftör^ imb mit mettiem (Slauben triebt eirtriiutet, mit 
beut 8eiimftfet)n eiltet einigelt ®iiitl^t eine Seft tdü^i 
fürten. Siifire t^ einen $ong ^um Sd^er^^afften, fo 
pfeife ic^: @oIt oud) ^d) burc^ ®ram unb Scib, ober 
Wheu you roeet a tender creature pp. 

M 94. @r ^attc einige delinitionen (jergcia^t o^ne 
ftocfen unb menn er ein SBort Qu§Ue§, jo luufte er c§ 
gleic^ nQC^5u!)o(en, feine ^^^pf)^^ feni ^^Ijeiftanb 

lehrte il^n bag ttü)a^ fehlte, benn et ^tte aile^ au^ 
iDenbig geletni 

» 95. ^n ber (i^omöbie {uc^te er be^ iebem i^m 
Ud^rüdi jc^einenben gug immet mit ben ^ugen {emanben^ 
ber mit ii^m lad^ mögte, toenn id^ biefti^ genxilt timtbe, 
fo tarn id^ i^m nie jn $ülfe, fonbetn fa^e unt)etn>anbt 
anf bie Seite )u. 

^ 96. €ie mat mie bie SBeifet Stau be^m ^puleiuft 
(de aureo asino Liber IX) Scsera, saeva, virioM, ebrioea, 

pervicax, pertinax, in rapinis turpibus a\ara, in sumptibus 
foedis profusa, iuimica fidei,hosti8 piididtii^. Tunc spreLiti 
atque calcatis dlvinis iiuininibus in vicem certre religiouis, 
80 mcudta sacriiega prtesumptione Dei, quem pnedicaret 
imicami confictis observationibus vacuiai fallens omnea 
bominas et mifierom maritam dedpiensi matutino mero 
et contimto stnpro corpus maudparat.^) 

fe^r ttcffcnb. 



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74 



97. @r mar Jo m^iQ, ba^ jebe^ 5)m9 i^m gut 
^enug mar 511 einem 5Wittc(benrif jebei^ poar anbete 
^inge mit einaaber ttergleictjen. 

98. ®mdti Ijattc ^trar nic^t t>f>n bem gatt|^ 
feine«, fo mie Oteid^ in Öeipjig gerne tiertegt, obctö 
fiftftnei: fc^bt, obtv bod^ SSi^, eine (Sobe bot rollen 
Sorrat^ tion IBegriffen in feinem 9op^ unter (Staffen jn 
bringen unb mit bem groben 8anb einer edtelgafften 
';licl)uüd}fett jlücl) unb f^inel) immer julammenjufiippilii. 
föine ^43ibliot]^erf ber clenben 'Scribenteu fjätte er fd^reibeii la 
tiiiiiui!, unb ^at lüurcflid) fo uicl cjefpiodjcn ai^ 3 ©tüde 
0U5«tra(ien. ^en (^ebnncfen bafs Vilot^ aiid) fo Diel alö 
Tru Ileus bebeutet \)<xt er mit )^ur mannen unb ^Bilden 5«^ 
gleid^ gel^obt, o^ne ben einen ober ben anbem getefen ju 
laben. Ueberl^aupt bebauere ic^ i^n bag er um biefe S^ii u 
^efiorben ift, bte nencre Sritic! gefiel i^ fel^, unb er 
lotte fic^ fein gröferd» (Stad gewnnfc^t, att ben Vnü^ 
fritifu^ einmot htsj ®rabenftetnen, f^roncFenfelben, ober 
im .SIrugc üor bem @eiömar'-rf)ür an.vitvcffen, bie ^me 
womit er biefe^ ti)ünfd)te, unb jeiiic ilit be^ etveitiötcitcu ao 
5U öerfabren, umDurd) er ntt5eit bie gegenroärtige enbiqte, 
unb fie in ciuc anbeve 5unfd)eu fi(^^ unb ber Cbrii^feit 
Dertoanbeite, liefen ber &iogifc^en $art^ie aUe^ möglich 
^offen. 

99. Sorrebe ju ber Kebe. Stad^fte^enbe Webe ss 
n>Qr nid^t etgentlid^ ^um S)ru(f befKmmt, fo mie el^ ober 
mit tneten fingen ge^t, fie erreid^en offt t^re eigentliche 

53eftimmuug nidjt, fo gicng e§ audj biejcr 5^ecIamation, 
fie marb gebrucft uiiö luirb min immer gebrucft bleiben, 
n>enn man auc^ uoc^ fo offt unin)d)en folte, hQ% fte e» so 
nid)t fct)n möqte. llnterbcffen Dcibiente biefer Duinn 
mürcflid} me^r befauut 5U feiju, er Ijatte in ber 'X^at Diel 
eigenes, märe er eine ^ftnnge gemcfcn, fo würbe man i^n 
otö eine feltfome <Spiel^lrt üiUeic^t in ^pfer geftod^en 
l^aben, nun er aber SRenf(| unb 5nHir Antiqaarins mar, i5 



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B 99-102J 



75 



uiü> mii jic^ ba^ jonberdare ht i^m . eben uid^t imm^ 
fo jeigte, fo mitt man il^n öergeffcn. ^ie ©ete^rteu 
f oUen ftc^* fd^dmen, ba§ fte nur ftc^ ober anbere (^ele^rten» 
iinb l^d^ftend $riH^ unb igelben, uttb biefe offt nur 
« gegen Oe^ol^lung bdbttt mad^ (EiS ift nur gut, ber 
9€ntetne Sl^nn fld^ nkl^t bid um ffhtf^m bdfSntntert, fonf^ 
füuic er tüiiiUid) bei) bcm Oiu^ni manc^eö 0)clcl]rUni 
fügen, toa^ er gemö^nÜd) jagt mcnii er beni lajdjciijpieler 
unter ben Xifc^ gegudt ^at: \o ift^ feine k'unjjL 

10 100. Ür jagte öffter^, ba§ er ertaube bie (Kanari jc^en 
§n)uln ^aben i^ren ^flai^mn ben ^anaricn Sögeln, 
bie er felbft in grofer SD^enge bafelbft l^abe i^erumfCiegen 
fe^en, er l^atte berfd^tebene anbere S^eobad^tungen gemad^t 
tKirinn bie Keinen Sutten ^albe Sater unfer long unb 

Iß KugenMidEe gemefen tt^aren. 

101. 2Ba§ bie ineiften 9)lenjd)eu an i»luiul:ehi üer* 
mtffeten, mar ^eic^eibenl)eit, unb ic^ al§ aufrichtiger 9tebner 
ntu^ befennen, bafe ic^ fte aud^ in il)m öermiffete. Unb 
ttjenn e^ immer bie ^fftc^t eineä Sobrebnerä ift 5U ents 

20 fc^uUngen, fo mu§ tc^ befennen, bag i(S) ^ter nur ^meen 
SSSege bor mir fe^e e^ mit meinem $un(!el ^n ti)m, bie 
eine SIrt ift bie allgemeine Sntfd^ulbtgnng ber menfc^lic^ 
@^»ad^^eiten, bag toir fd^mac^ 3Berc{5euge ftnb, bag mir 
unfere ©ebred^en ^abcn müffen »ett mir SRenfd^cn finb, 

idö uiib bann nod) mit bem ©a^ eine§ grojen pracftifd^en 
^^i(ofopf)en ^) ber im uierten X^eit feiner öortrefflid^en 
SBerffe fagt La modestie devroit etre la vertu de ceux 
ä qui les ftutres imtuqueut. ^ber ©uucfel ^atie genug 
anbere. 

• 

30 102. iSc& ift Idd^erlic^ 5U be^auftten, baf^ man 5Up 
metten }u gar nid^ red^t aufgelegt fe^, if^ glaube ber 
%ngenbHd ba man ftd) ftarcf genug fü^lt einen $aupttrieb, 



Le pbilosophe bieutaisant. 



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1 



ncmlifl ben Zrieb 5111 SS3itdfdm!ett tmb gnm ^!U>eln 
uttterMIcleii, Mefel^ tft bn Sugetibltcl ba matt inttei^ 
gcfd^icft »ftre, bic fcftiaiiiften unb gröfeftcii S)möe unter* 

luljiucn. ift bie{e§ eine ^^Irt öon (ä'ntgeifteniug luoriun 
bic Seele eben fo toiel nngemöl)iiltd) tleinc^ fie^t, al§ in a 
jenen ^^eqeiflerunj^en ungemö^nlid) groBcö, unb rote biefe 
lejtere Üxt ^iM'tanb mit jenen bemer^enen ^IttSfirbten ber 
Slfttonomen üerglidjen werben lan, jo Idfet fic^ l^ingegen 
bie elftere mit ben ^emü^ungen eine^ &omtafped ^Uf 
famnten^alten. 10 

103. ^er ä^^enfc^ fonunt unter oOen X^ieten in ber 
«kii bem «Iffen am n&d^ften. 

104. @r mar ber SSerfaffer berfii^tebener Sibl^nb» 
iniiQen bie l^ier unb ba unter bem Srttdel Nonaense in 
ben Soumalen erfc^tenen. u 

105. S)ad ^ing oon beffen Singen unb Clären mir 
nid^i^ unb bmi bef jen ^a\t unb ftopfe mir nur fe^r menig 
fel§cn, fur^ unjer Sörper, 

106. ein fiic^t (bie <Sonne) über 18000000 3ReiIen 

fteüen fo ba§ mau initta^^j nm 12 ll^r iu ber falben ^ 
SSelt, nebmcft unb gejctjrieben, lejen ton, i|t iüürcfUc^ 

107. ^er !^^iöiieitenited^cr innft lic^ aU5eit hod) nac^ 
grofen unb erhabenen 9D?uftern biibcit, benn bn^ ^flad)' 
täflige mug baS ^ilu^ru^en einer mächtigen ^nb, unb a& 
ni^t bie mit^fame ^ac^Uiffigteit einer ungentten {e^n. 

108. (£r ^atte feine ^ibliotl^ecf öem)ad|fcn, fo mie 
man eine Stefte tterm&d^ft. Sibliotl^eilen idnnen uber^upt 
ber Seele 5U enge vxb p meit merben. 

109. ^en 16!» ^pül 1769 ^e 500 €tu(f w 

S)ucaten auf einem ^^ifd^ gefe^en, unb |abc 2)ancf feg 



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B 109-1111] 



mehter $^ofop§ie ntd|tö bon beut inm(b(ii ®efü^( 
[etiM^nben], ha% fic^ ^ertiac^ m cht oOetfeti SBettad^tungen 

Quflü]ct, bie für bie menf^lid|e O^Mudieeligteit be^nnl) öic 
nemticfie 2Sütcfu3u:i tiiun al§ jutücileit ein beriüdteS §al§« 
ö lud), i)a§ f)ernad) tiüU iinferem 53einü^en fic^ boc^ nur 
erft burc^ einen 3ufaU ober biUeic^t nie mteber fo imb für 
und fo k)erf(^ie5t. 

110. SÜReine Stimme erftrcctt ]id}, nac^ einem ^er= 
fuc^e bcn ic^ auf bcm ^teftgeu ^Sc^üjen^ofe gema^^t ^abe, 

10 mit einiger S)eutU(^feit nici^t auf 50 ©d^tte unb auf • 
60 Sd^tte !an ic^ beut gröften ^mt gan^ bteif^e eine 
Sottise fageti nnb-fiii^er fe^, bag fte ntd^t (inretd^t ^ 
foabt ittd^t bot ftd^ |e ein ©c^riffifteOer bemüht bte 
ftimmung biefe§ ß^trdcl^ Seutcn bon l^i^igen Temperamenten 

lÄ an^nratljen unb finbc und) ]db]i and) müidiidj ludjt |Dnber* 
lic^ auü]elegt ba§ barüber fapen, mo§ ic^ fopen fniue, 
ttJeniT cv hier iiötbiii märe, (iii^^ntlicf} ift biefe dicht nur 
geörudt iroriini um meinen otimrnen (iircfel )o grofe 
machen, al^ beu \>on einer gan^ gemeinen gefunben Sunge, 

Mo^ngefe^r 800 Schritte hn Radius, unb tc^ bebiene mtd^ * 
bex Shcnderprele ^ter nur ftatt etne^ @prad^xol^t9 auf 
300 @<^riit imb nid^t in ber Vbfid^t, man fte beflmren 
tdnte afö nihil alind qnam machlna c^jns ope nnns vel 
dno homines sine nllo neg^tio omnipnesentiam viitnalem 

» tertii in sacro hoc romano imperio sistunt. lleberftnupt 
bünctt micö möre e§ gut unter j[ebe§ SBud) in einem üer= 
ft5nbti(^en ^Juioi: beit radius be§ (lircfel^ anzugeben in 
aield)eni e§ gelten foU mit ber ^^itte an alle gute Sefer, 
biefeS ^u(^ koenn eg auffer ber ii^inie gefunben mirb, auf 

90 Tcnn mcnn ic^ m&i ber S^eiSe fcöiefe, fo mufi ic^, 

wenn luii bei ^]dc\i:x llnrccl)! tf)ut ober toemi ic^ glaube er ^ätte 
mir iiield^eö getrau, es gant^ ol^ne einige Replique, al§ locmi 
tJOit liolicr .f)aub täme, geidicfien laffen, ober warten icf) fftn 
^eruukitiie^e, ober ci]i über ein puai ^jirme hon hti Jiieiiie 

16 fe|en M i^ il^m ^inauffomwe. 

*) 3)en Badini eint» folgen Sircfd» toetbe i4 In» HbtffHge 
immer bea Badina eine» SBtt<l^» obec eine» tarnte» nemien. 



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78 



06. Büchlenberg 



[B UO-Uft 



^c^ iiäcliftcii Ort qenen bcu 3D^itteIpuncft au^juHcfern, 
biejes füllte üüii unpQrt^^if(f)en Collegiis gcjd)e^en, ci5 
irore gemiß beffer nl§ bafe jet^o eine Staiib^^iiebe iinb ein 
Dictioniiaire universel be^be auf einen Radius t)on 1720 
beutfc^en SReüen (bcnn fo lang xft ttjo^l bie grobe Öinie« 
jroifd^cn iebeö 5lutor^ Se^nfeffel unb feinem entfernteften 
Sefer) ausgearbeitet toirb, enbUc^ reibt boc^ bie SRatur fo 
tsiü t>on biefem radiiis ab bid er feine gehörige Sänge 
l^t. ftdnte biefei^ ber Sti^rifttfteSer nic^i auc^ il^un? 

111. SSittenbergS befte ^onntag^pvofe tan faum jo » 
fc^ön fe^n. 

112. ^ie f leinen ^4>ienningg SJorurt^eik, (STugenben) 
(IBa^r^eiten). 

113. 83on ber fo genannten grofen Tonr nne eS bie 
(Engdf&nber nennen ^atte er bad ®tüd Don SRanleim 15 
nac^ Francfort etlid^entol gug gemacht. 

114. 3)te Stube bretjte fiel) mu niiv ijtiiiui yacjte 
einmal ber beiüffeue §®rr S^^ii^'itt) unb id] ^ero ^axx 
ftunb in ber Sij^itte unb mu)te nic^t tm^ ic^ t^un folte. 

115. 5(u§ einem Blumentopf (biefeS ift baS befante 20 
®teici^ni§ öon ber Biene unb ber Spinne nur etmaS 
ber&nbert) 5iel^t bie Steffel unb bie flurtcfel jene i^re 9leffel 
unb biefe il^re 9[urii{et Atomen o^e biet ]^emm5ufu4en 
grob beraud. & müfte olfo ber Bender fe^n, memt 
iitil^t ein gemeines ©tubenten ®cttie in SunrfeB » 
fri)id)te auf 0)eratl)ciiuU)l üerpflan^t fold^e maraliidjc 
Bitumen Ijcianö^ieljeu tüute, nuunin aKcmal ein ^^Minbel 
baojcnitie au§mQcl)ett fönte, ma» mir moralijc^e Be- 
trachtungen nennen. 



116. tiefes ift fo ge»i| otö (a— x) . (a-(-x) = » 
a«— X« ift. 




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B 117-119J 



117. 9Bad biefem 3)titge an Studbel^nung im dimm 
fe^Ile l^atte ber äRann burd^ eine befto längete in bet 
3cit mieber )u erfe^en gefudjt, »or fo f;nrt pp.. 

118. 5i ni n b e ber 9t e b e auf u u cf e l 
5 C?? tft fein SÖ?unber roeim ben (ifjiiiefern felbft btc 

nejifc^e ^pxad^t fo fd)n)er ipirb, ba^ bie jcinitcn ilöpfe 
fic öor i^rem ©nbe gar nicf)t einmal gan^ öerfte^en lernen 
fönnen. 3^ f)abt e§ nie meit in btefer @prad)e gebrod^t^ 
aOed nja§ ic^ noeil finb anffer ben 9^amen einiger $»attpt« 

10 fttäbte ^mt) SnbdtEDtiva ; bo^ eine tft mit feit einigen 
Saferen toieber fe^r ungemig geworben unb id^ müfte 
nienigften§ 6 SSörter l^erfe^en, }ß. flingt faft jo mit 
— — — — ober faft fp mie — — , ein n ijt brinn 
ba# treifi idi beim e£i ift faft io n>ie . . . n . . . 

16 unb bod) lüürbe ber iiefer au^ biejen 6 faft jo'ö nic^tö 
»eiter ein fietiente? faft fo {)eraudbrtngen, unb fo 
mui tein iunger Sc^tifftfteUer mit Sefem umgeben, benen 
er tn einem l^albbu^enb fingen tiiffeic^t bad SSaffer nic^t 
reicht. ^J)aS onbere öber meig ic^ jej^o nod) fo gemift, ba§ 

20 id] i'i: geijcu alle 'iH'cHiu-ifdje ^LUiriiatiftcn bel)auplcu iiuUie, 
baB irf) fe§| c\m'\]] uhüb, unb folte id) aud) be§jenigen 
9}ät=^ilrbeitevC\ ber am (Snbe iebe§ ^Stüd^i l}inten bie tleinen 
@cl^tt)ärmersJ)tecenfioncn unter bie fiefer unrfft, biefe^ 3)^it= 
arbeiter§ grau benn unfere fd)laufte beutfd)e ^ifer» 

S5 fuc^t ift nur ^inberfpiet gegen bed gut^er^igften (£{)inefif(^en 
^olnre^d feiner — einmal gefeiten l^oben menn fte burd^ 
bai^ Öinter^öfgcn ttiorfett. ?5)iefcg Si^inefifdje SBott, boS 
id) au§ ber beutfd)en Ucberfej^ung eine§ fd^tüebifd^en 93ud§^ 
gelernt ^abe^), l^eißt Tchu unb ijat juft fo ineP-öebeutiiiiijen 

ao al§ ^iic^ftoben. (£e lieijt ein ißau»I)eiiv ein ©c^wcin, eine 
ftüc^e unb ein ^^feiler. 

119. 2)er 8to(t be^ aKenfd)en ift ein jeUfomei^^ing^ 
el^ lft|t fid^ nid^t fogleid^ unterbrücfen, unb gud(t, menti 



') DSbecfi^ 9ki[en p. 225.. 



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80 



man ba» Sod^ A ^^uc^eftopft i)ai, cljc mau ]id)r< ücifieljt 
einem aubern i^ocl) ß irieber f)erau§ unb l^ält man ia ju, 
fo fte^t er hinter bem 2oc^ C u. j. to, 

120. ©0 tüic ntnn dofar^ 93rü(fc jumeücn borfteüt, 
ober in Sngettaitb bie ©d^kc^t be^ aSlen^eint^ fo foUes 
man auf Uniberfitttten betgtet^en ©ad^en, att bie $a6ft« 
toa^t, bie S^oQfer St5nung borftelten, Srettl^auptö ^aui^ 

auf bcr ))iot^en Strafe fönte fticr ba§ Conclave öorftellen 
unb bamit ber Quq unterridjteui) mürbe unb über bie 
Si^nber (^afje ]o fönte man ba§ fReit §au6 jur lO 

^4>eter^firc^e macl}en pp. ^eiligen fönte man ju Störten 
unb ^eiltgenffatt borgen, ober einigen alten (5^arouffet* 
Söpfen ^(^lofröcfe umhängen, ^en $abft fönte »oal^ 
ma^en, bie bre^fad^ Srone ber VeDtUatorfd^mtebt an ber 
^otjannid SHrd^e, Q^arbinftle ber SaSpar SBirtl^, ber lange» 
©olbat ber ^ofcn »äfc^t itnb Stammbücher trögt, unb 
einige anbere au^ ber Sc^uj^eu O^Diiipaguie. 

121. Sopf nnb Sü§e fo meit fie aud) im pl)ijfifd^en 
)s6er)taub uon cinauber liegen, fo no^ liegen fie ftc^ boc^ 
im moralifdöen unb pfttc^ologifd^en, Öreube unb ^Jrourigfeit ao 
jetgen fid^ faum fo balb an ber SRafe, bie bod^ !aum 3 SoV, 
bon ber @eele megltegt, ate in ben Sü|en, tc^ tan biefed 
tdglic^ an meinem ^fter 6emet<fen, too td^ beuttid^ an 
beu ^ü^m t)er Stubeulcu je^en tan ob fie au» einem 
Collegio fommen ober in eine§ ju gelten Wittens finb, 26 
^enei» an Der platt auffoUenben ©o^te, bie ben .^unc^er 
ber regierenben ©eele berrät^, ^J)iefe§ an bem fc^mac^tenben 
©d^ritt, mo ^bfa^ unb^^^en etn^aS langfomer nad^ ein«: 
onbet auf ^u liegen fommen, ber allemal eing^id^en ber 
Inr^ Dor^ergegangenen @tttttgung ifi ^e^ benen @tu«sao 
beuten, mo td^ nid()tg bergleid^en bemerden lonte, ^obe id^ 
nad^ ber $)anb foft attemat erfal^ren, bag fie jugleid^ in 
ein (£oIIeg ge^en uub auö einem fommen. 8e^ bem 
(Jatitina, mie bie latetnifd^en <Sc^rifftfteÜer fagen, fott 
biefe^ fo merdU(| gemefen fek)n, ba^ einige £eute jc^onafi 



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B 131-123] 



lauße t)orf)ev, efie dtccro bie berüf)mte (^oniptration in 
beffelbcn S^opf e^t^cc^:te, fie ]6)on motten in feinen Süfeen 
beobachtet baben, er gieng nenüid} ^uiucilcn auf ber 
Strafe gani^ oi'bent(icf), bann langfam, bann fcfirte er um, 
6 al^ ipenn tx fein Sc^uupftud) öergeffen f)ätte, bann flunb 
er gar ftiU, bann auf einmal lief er, biö bag ein neue§ 
$roje<ft mteber queer bor i^n l^in trat unb il^n ftilt 
fielen machte. SBeQ unferem Der^la^ten f^reunb fonte man 
nid^tS fo toa^ bemerken, er ^incftc fe^r ftorcf unb fein 
10 ^ang faf) faft immer au?^ al^ eine^, ber ,^ugleid) in ein 
Collegium gcf}t aiiv einem beranc>fomnit. Der- 
fachte üubere ä)üttel ^inter feinen (i^ijaracfter ^u fommen. pp. 

122. T^a§ 'Jiadiat}men ift atte5eit mie mic^ bündt 
eine fei^r tül^lic^e Sadje, benn entmeber 5eigt meine 

16 ^encfung^ ^rt nad^ 9brben unb mein Original auc^, gut 
fo fommen mir etma§ gefc^minber bal^in, too toir allein 
0iKeid)t fpäter f)ingefommcn wären, ober ic^ na^ Dften 
unb ba§ €rigina( iiaa) jaH^, ba mirb bo^ gani5e Ding, 
ba§ mir ^ujanimen Ijcran^^bringen, ein uucaii)inalifd)ei^ 

80 norböftlidieo *^?itte( "^inq, oi^er id) ^cige na(f) Süben unb 
mein Original nad) ^Jiorb, ja lieber (^ott ba fte^cn wir 
xoof)i gar fttü unb fommen nic^t Dom gled 

123. damals fleug ^xä) ettoaS Don ber Seibenfd^afft 
in i^m on ju regen, bie wir gewd^ntid^ nid^t (augc Dorl^er, 

» e^e mir un§ ^um erflenmal rafiren laffen, fd)on Derf^jürt 

^aben. S8on 'iUifang mar e§ ein 'Ding, i)a£> c^ai leine 
^id)tnng l)atte, unb er fonte ntd)t^ bemercfen, at§ bafj 
feine geiiuibnlidien iöegievtien nidjt fo mol)l befänfftigt, a{§ 
Don etmaö menigftenS eben fo ftarcl nic^t rael}r öabui 

sofonbem bort^in gebogen mürben, ein ärgerlid)e§ Q^leic^- 
gemidlt^ man fc^üttelt unb rüttelt unb toeil ni^t warum, 
nur um nidjt fttU ^u ftel^en, unb mieber etma^ anberem 
Ueberwud^t ju geben, ein feüfomcr Bwft^iwb bur<i^ bcn 
mir i^Jiduuer alle müffeii, luiD il)r ^JtdDgcii, ja ba6 mei§ 

86 id) nic^t. ^liidlic^ ift ber gejc^minb baburd} fommt ober 

Littermtafdrakmale 123. 6 



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82 



fd^on t)or^ eitif Äarc ^nBKbung^frofft burd^ eine mfjH* 
t^Qtige (Ii\^icl)un0 erhalten Ijat, baß bic|CL )ü|e Tumult 
in ber ©eelc i^m ntd^t^ aU fd}one ,'f)ofnimgen cingtebt, 
imb tf)n über einen bejanberten Söoben enbtid) ber 
jcl)oiun (Treatur f)infii()rt nnb ent^ücfcnbe ©eipi^^eit mit » 
lei^etiber Ungemig^eit t)e]ptaui(^et. 

124. toa§ id^ unter moraüf d^em ^et^r lierftel^e^ 
ift eigentlid^ t>a^ geiftige moS oU^ett in unfent^anUungen 
aitd^ in unfern Keinflen ftedt, unb aOed burd^ftrömt, bod 
fo mo^t in bem unb er nal^nt eine $rife aI9 in bemio 
Qu'il mourut ober in bem o^i^'-'P^* öoöen Soyons 
amis, Cinna be§ ß'ovnetffe Qn^^ntreffcn ift. ift 
fd)Uier eine ^anblnng auf ein Caput mortuum §u 
brinc^en, man erhiilt immer ctmn? noc^ baö InVtb ftindt 
balb gut ried)t, balb jtic^t uub balb !i^clt, unb luenn man 15 
bon einer bi^ jur anbern biftidirte. 3a »er bic 
Soften bei^ Abtreibend nic^t fctfeut, ber ^ie^t au^ bem 
erften bem beften ^eraud mal^ er mid. SSa^r^t unb 
SRoral, ic^ meine nii^t bie Keinen ^fennigd SSa^r^etten 
too xffxtx ^e^n nod^ feine ^tfd^regel machen, fonbem bon 90 
bcn 0 jcu % 1 1 e ni a § i ^ r • iiuU l e t , b a pp, 
©ebb nidjt tetd)ttitäubig, ^u folft nid)t ehe^ 
bred)en, ©r mar bem allem oJ)ngeact)tet boc^ noc^ 
bei] er al§ bn, ^n bift boc^ ein (Scböp^? pp, finb überalT 
^ertl^eilt, nicbt fo gebiegen, alS mie im (i^atec^i^muS oberste 
im ^omboc^ ober in jeber guten un^xirt^e^ifd^en @elbft« 
betrad^tung, aber bod^ ademal ba. 

125. & giebt jmeti^ege badSeben ^u t^rlftngem, 
erftttc^ bo| mon bie bet)ben ^nndte gebol^ren unb ge* 
ftorben ttjeiter lum einanber luuujt uiiD alfo ben Seg 
länger marf)t, biefeu Si>efi länger ^^n mad^en Ijat man fo 
melc ^l)ia)d)inen unb ^ingc erfunben, baf5 man tnenn man 
fie allein iä()e unmögtidj) glauben tönte, baf? fic ba^u 
bienen fönten einen Jiöeg länger ju machen, in biefem god^e 
l^aben einige unter ben ^er^ten fel^r biet geläftet ^ies» 



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B 12Ö-128J 



83 



onbcre 5(rt ift, ba^ man laiigjamcr cjeljt unh öie be^ben 
^unrfte flehen läßt, too @ott Witt, unb biefeS gehört für 
bie ^Ijilofopl^en, biefe IJoben nun gefunben, bajs am 
beßen ijt bag man ^ugteid^ botantfiteit gel^t, S^^h^^» 
silier Derjud^t über einen ®raben fpringen itnb bonn 
mteber l^erübei, m rein ip, nnb el5 niemonb fielet, 
einen ^ur^clbaum mögt unb fo fort. 

126. 3n bem (So^ 2 mal 2 ift 4 ober 2.2 = 4 
liegt raürcflid) fcfjon Hxva?^ öpti ber ^^^ara((a^.c ber 3umie, 

to ober Don ber ^omeran^enförmigen Öi)e)tait bev (^rbe. 

127. 9hir immer ein ^ucf) ^erau§5ugeben mm 
man ehoad mnbeS fagen l^at ift menfd^lid^er @tDl|, 
gtebt ed benn nid^i noil^ metjr t^iguren al9 bie Künbe bie 
alle ottd^ fc^ön finb, Me ©erlangen Stnte Jafte \6) für 

15 ein ^ud) für bie bienUd^fte unb ic^ t}atte id)oii in 
bicjci IHnie gefc^rieben, t^}t id) luiiftc bafe ^^L^gart!) 
etttKi^ über btefelbe i]e)d}riel)cii ^otte, ober e^e ^riftrani 
S[)anbi) feine 'X^ianiet en Ziczac ober Ziczac ä double 
Ziczac belaut mad^te. 

2c 128. 2)er Xrieb jum ©üd^erfd^reiben, ber gemeinigüd^ 
mie ein anbrer eben fo ftarcter in bie Qeii bed erften 
9art» f&at, l^at ftd§ htt) mir ettoad früher eingefteHt, 
mein erfied Snd^en, n^enn id| Horn erften SerS berä^efftabe 

5U jö^len anfange, fiel in ba§ 6'^ ^al^r be§ beuijdjcii 
25 ^eyameter^ unb obngefel^r in bai> 14*^ tueini id^ mit 
meiner ©eburt anfange. (5§ ift bicjei? eine etiüa^ 
fü^Itcf)e Seit nnb (i'Itevn nnb ßcfjrer l)aben gnan ocf)t 
5u geben auf i()ie i^iinber. '^d) toill ba^er befdjieiben 
lUQ^ i(| in mir füllte, man mirb leicht eracf)ten 
8() fönncn mte jemanb ani^fel^en mug, ber biefed fü^lt 
^ fanb bie ®pta(l^t in unferer gomilie etnml^ ju plan, 
iid^ ipermi^te l^er nnb ba bie SBel^n^örter unb füllte 
mi(^ fo \>oU man ic^ meldte fanb, ^umal bie ic^ felbft 
gemacht ^attc pp. 

6» 



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84 



CB 129.I8S 



129. (^n (^^aracfter tan aitd^ tbealifttt metben, 
fo^e 3beale fhtb unfere dedieaüoneit juioeUeit. 

130. @r btf|>utirte ob man bte 92afe unter bte bas 

reliefs (anaglypha) ^e^en folte; weit fte a\i% htx Sla^c 
^craui^füiiic )luni) auf ber einen 3oitc, uuD uicit man 5 
fein (Sjempel ()ätte, ha% eine ^tajo freti runb l)cruui ge^ 
n)efen märe, ftunb anf bev aiiDcin, io iinivbe Die 9?afe 
enblid^ eine forma auaglypto-diaglyptica genannt, öic)e§ 
SSovt iagt^niin nic^t ein^aar me()r al§ fo üiel: ic^ mei§ 
nid^t ob bie ^^afe ein bas relief ijt ober unter bie runben 10 
StQuren gerechnet toerben ntu|. 

131. 3d) mei^ nidjt »er ben gereii^teften ttnfpruc^ 
auf bie .fünfte ber fRebner nnb «»ilugen acribenten 
madien tan, ein SD?ünd)fiaujcn ober ein Vumcfel, bti (e,^tere 
geiüiB am meiüeu. XJajit nid)t bor Bpiuilj. )o bn einen 1$ 
nadenb jie()ft eine fo(d}e ^eutuni] ani1)p? §ier fomm fter, 
e^rUc^er 2)eutfd)er, ^ier bu eines üon meinen i^iemben, 
)oenn bu biefe ^einfleiber brauchen fanft, auc^ biefe lauft 
bu uel^men, toenn fte gefobit toerben, {0 ge^n fte no^ mit. 

132. ^ie fi^merfite Stccife in ^entfd^lanb liegt no(^ 90 
immer auf ber Satl^re. Son einer fre^müt^igen (Srinn« 

rung Don 3 93ogen im SWanufcript muft ber 33erfaffer in 
füljlcicn ^ugenblulcn allemal c\c\m^ abrcd)nen 3 procent 

für bie Uc^e £anbe» tJiegiciung, n)enig)ten§ 5 für 

ben ^ÜTin pnn meil er al(e^ gilt, 10 procont 25 

für ba§ (Iüu)i|torium ober ^üuu]tva()I=8teuer ((3!)elber), 
bann nod) @önner=5lbnt^^'c^^ iw ben iöaüei)en jufammcn 
8 procent %m i^be be^iilt ber ^erfaffer nichts al^ ein 
Capat mortnom oon einet moralifd^en ttb^anblung, bad 
fetnäRenfd^ mel^r auf ftd^ beuten !an, ber über 200 if^altc ao 
^efo(bung ^at, unb bod bie anbem brunter nid^t mt^x Icfen. 

133. Ii i u t ^ e i l u n g. Tut tl)eile mir bn^ publicum 
fo ein, £eute bie gar teine ^eiulbung unb aud^ teine ft|e 




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B 133-135] 



85 



©iiTTal)incii liabeii, arme Icufd, teilte bie iiiitcv 5 i)unbcrt 
%i^akx Isöefolbimg ober befttmmte (i*iimnl)men l)aben, $?eute 
bic üöcr 5 l^unbert ^^olcr ^aben, X?eute bie in bie taufenbe 
lommen, ober tion Consequence finb. ^efed finb bie 4 (klaffen 
iit ber natürtid^en Orbnung, tDO bte 4 bie gröfte tft. 
bectaxite alfo fei^erlic^ft im Stncjefidjt biefer 95?c)fe, bof^ id) 
nie ettüa^ in weinet! ©dhriftteu gegen bic 4^1 (Tlaffe, ja nicfit 
eiiiuial gegen bic 8'^' t^ciCvit ober i'iebadit habe, ioiibcru Daji 
id^ auc^ niemnt?- etmao lucber rcbcii uud) bcudcii lucrbe 

10 bicier el}m)ürDigcn (Ilafje entgegentniifen fönne. ^ie 2!l 
iiiü]]^ iierfid)ere id) meiner ?yreinibid)afft al§ 9)ätgenoffen, 
oKein bie erfte i^lafle! ©e^et ba ba^ geib für einen 
beutfc^en 8att)ren)d)rciber^ nnüberfel^bar; arme !J^eufel giebt 
e§ nberaU, utib loirb ))ertnutl^lt(i^ meldte geben fo lange bie 

16 äBelt ftel^en mirb. 

134. ^cn je^igen !D?enfd)en lan man fid^ atö 
aiiv 5UHcn jnfanimenneic,^t Dorfteücn, bem natürlid^en 
3)ien]d)en unb bem tÜH]~tlid)eu, luuoüii bcv eine nad) ben 
eUMfien (ViefclKMi ber 9?atur nnb ber onDerc nad) ben uer^^ 

20 aiii)crlid)cu bec> Costume fid) äiibcrt^ j. *i^ci] ber (Sd^ilbe^ 
lung beS Mtn\^tn mug mau tjaiiptjdc^Uc^ baxauf fe^en 
ben einen Hoit bem anbern 5U untcrfci^eiben. ^nm natür* 
tid^en (El^axadter red^ne id^ bie $auptfttid^e be§ igl^aradtetd 
bet Sontuten, bebäi^tlid), ic^metmütl^ig, ftiQ, luftig, ®td, 

25 Semenfer, SSSal^r^eiten felbft crfunben, anberer t^re (Sigen«« 
mad^t öerflieffen gemad)t in ba§ eigene 3t)ftem toon (Ä^e? 
finnuiigcii, ber tuu]rlid)c 9Jtcnfd) alle» b(o§ ango Hebte, 
gelernte, e§ fet] ein (loniplimcnt ober eine grofe [nnlo^ 
fo^F)if^e äBaI)rl)eit, allci' cv^iüuugeue, Eau de Lavende 
unb rot^e ^bjä^e u. j. m. 

135. )3e^ bem ^onensimmev f^üt ber 8i^ be^ 
Point d'bonnenrd mit bem Sd^toerpuncft 5ufammen,!^ bel| 
ben äRannl^f erfonen liegt er ettoad l^ol^er in ber Sruft 



mau fau iijn verfallen. 



* 



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86 



(Sl^v. Si4teti(ecg. 



[B itt-ias 



um bQ§ S^ct^t^feÜ tjerum. ^af)er bet) SKann^perfonen 
bie claftijd}e güUe in jener (Segenb bei) Unternehmung 
präcfittger Traten, iinb eben bnf)er ba§ fd^lappe leere ba* 
{eib)t htt) ber Unternehmung Ueiner. 

136. SKem Setter ber überhaupt ju njcitfl^tttigteS 6 
3eug fSfydt um bamit in bie ©i^litpfmiiufel be9 tnenf d^^s 
lid^en ^er^eni^ l^tnein^utretben, fAkf> fc^on an ben gatt^ 
grofen Ocfnungen l^altcn. ©eine idea reetrix, unb bie 

fiel} (]an\] in ben ^Dlittelpuiidt jciiicv inneren St)ftem& 
gekonnt l)attc unb firf} jelten blüö icbcii [iefi, wax ein lo 
53emul)en einem (^emiffen '"Mann 5U cjejallen, unb einem 
einuiflcn ^O'^aDgen unb bad War aUeä. äSirdUd^ fimpel 
im l^öc^ften (^rab. 

137. ^(leS mtrb und fd^ön n»ad einige Sielation auf 
ftmiticl^e Siebe f^t, in ben @tunben ba ber tl^ien{(^u 
«ffedt felbft fd^läfft, unb unfere fibrigen ftnnlid^n SSetct 
^euge einer Seete gegenfiberfte^en, bie t)olI tion bem 

C^ebancfen eine^ Uergangenen 53ergnügeni^ unb eine^> fünff= 
iuyn nad) '^klieben mürcflid^en ift. SBir je^en d§banu 
uiclc-o mir nidit mürben gciel}en tjaben. ®ir (laben 20 
bic lunieii .simibtii uidjt inetji lieb nne Me ^ried)cn, luenn 
unjere neuere Reiten ein jc^öneö 8tüd ui ber iöilb^auer- 
fünft liefern, fo mug e§ ein SO^öbgen fe^n. 5)er d^rifiU 
ixä^ ^ünftler finbet bie ©d^dnl^eit nid^t, unb menn er 
fie fftnbe unb anbrächte, fo erfennt fie ber 9(nfii^auer » 
ttrieber nid^t. 

ben 2Ü? äRQQ. 1769. 

ben 3^-^« mai) 1760. 

138. ^tte Seute, welche Sachen Uüu unö taufen, 
bie mir nic^t met)r brauc^n, unb eben au? biefer einj^igen la 
Urfad^e meggeben, fte^en nidft in bem beften (^rebit bei) 
ber SBelt, bie Antiquarii, bie geringen 3uben, aOe Zröbter, 

>) beffen ^^i^ofop^ie t)teC an »eite Bpta (atte. 



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B las- 141 J 



87 



gar in ba^ utte^cUc^ t)erlte^i:en. 

139. Sc^ ge^e juloeilen in 8 Xagen nic^t üvt& bem 
^aufe ttiib lebe fti^r bergnugt, ein eben fo Uinger ^ni^« 

« Ke{! anf Oefe^I mürbe mi^ in eine Srand^tt »etfen. 
SBo Sre^^ett ben^en ift, ba bemegt man ftc^ mit einer 
2ei(f)tinfeit in feinem (iircfel, jüo ^ebancfcn 8tt)ong ift, ba 
fonuucu aud) bie erlaubten mit einer {treuen ^tine I^evUor. 

140. @§ gieng unferm guten .Uundel ntit uiclcii 
10 fotc^en guten ©ae^en luie ben beuten mit bem 9iocfcii 

Kaffee, er gab ed e§ möre i6m {ntr&gUd^, auc^ iitdft 
}n ^aben, aber ma§ ba^ fd^timmfte mor, ed mar meiter 
nid^tö atö Soden Saffee. 

141. 5Der beßftnbige Umgang ben ftundel mit 9ü^m 

M t)on allerlei 5lrt ^attc, bie Xitel bie er laß unb über 
n>elcf)e er fprec^en l^örte uiib fid) befragte, Ratten in feinem 
ko\)\ eine ^rt t)on attgemeinei (^nct)clcpäbie erzeugt, 
n)elcf)e gebrncft fcfien öillcirf)t be^ gröfteii '-öetracf)tintciien 
(Sammler^ nic^t umuurbig märe, ibi^eii idq mid) ijtfter^ 

somit ibm über mat^ematifc^e ^üc^er befproc^en babe, fo 
fcnne id^ i^n öon btcfcr @eite ettoaä gnauer. ©eine 
^Begriffe formirten ftd^ obngefebr fo. (Sr {ab flftftnerS 
atttl^m unb Oefolbung, lü! Sd^Ind atfo bur(b SRatbe» 
mntitf fon man $n S^u^m unb Srob fommen. (Sr fa^ 

« eine 3piQd)c in ben matt)cmatijd)cn iöüdjcrn bie fid) öon 
allen anbcrn d)rift(id)cn unb ()eibnifc^en ©prad^en unter= 
jdjieb, 2^il'Sd}lu» bie ^H^atljcinntid i[t erjdjrecftic^ fc^mer. 
©nige 53üd)er giengcn if)m iHitdubig ab, anbere bliebni 
i^m fte^en unb beijnal^ eiüig |teljen, 3^<^^' 3d}luö einige 

ao if)ci(e ber ^JD'lat^emotirf müffen alfo mo^l S^ob eintragen, 
allein fie mirb bocb nicbt fo rec^t getrieben. @r \a[) bie 
Sinftemiffe boranSfagen, unb gmx bag mie er felbft fagte 
bie Sülenbermad^r feilen ftcb um ein paar Saterunferd 
lang irrten, 4^ ®tfflui ha^ ift etmal» aufferorbentfid^ 



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88 



[B 141-142 



um bie 9J2at^ematicf. >iufammeiu]eiiünuueu )a() feine 
^efitttttott ol^ngcfd^r fo au§: ^ic ä)?atl)cmQtirf ift eine 
^rofejfion, mobe^ «in el^tUd^er Mann oüe feine 5 ©inne 
nötl^ig l^ai bie S^re unb aud| 9rob einbringt, ober nic^t 
tjiel getrieben »irb, einige ^^eile bobon ntäffen faft fa« 
braud)bar )ei)n alö bie **3anbecf ten ; fie (efirt fünfftige 
2)in(^e üürt)cr)ageti unb baö auf eine ciluuluc ^rt, bie 
^Jtatljcnuuiclcr mifjen tiermiithlid) luciiii uuü'i ciiici ftirbt, 
über fic tljun my{)\, baf] fic cc> uu» uiucntl;üUen, unb (^ütt 
ßcbe, baj] bie Xfanbeübriijteit e^ il)nen niemals evioubt lo 
etma» bauou au^jm^laubern. (So biet tc^ (}Örcu unb 
fd^Ueffen fönte, {o mx feine £afel ber menf(^Uc^en (ir« 
fenntnig fo get^eilt 

Siffenfd)afftett Brinc^en 

JBrob unb fein lörob imb (^^re unb tein JÖrpb unb feine i5 
^^xt feine i^t)ie ^rub (£^re 

I I I I 

Jartspmdeiitia Hetaphysica PoSala Advocatia 

Uediciiia Logica belies lettrea Oeconomia 

Theo]o|^ Critica Mathesis Anatomia 

AnalysiB infini- Ptulosopliia rechnen unb ao 

toram fc^reiben 

142. ^ toufie toenigftend 10000 SBörter im 
bentf<]^e» unb lonte fie aUe, in fo fem ed angieng, be« 
cCiniren unb conjugiren, aber n>enigften^ 8000 babon 

^Qtten fid^ in feinem ©eCjirn fo oon ben eigentüd^cn ^e- 9& 
griffen, bie fie be^cicljuen folten, iucL|i]i|ajoben, bo^ fie 
öffter^ auf ("jaiit3 anbere §u liegen famcn ober bo^ fie 
büdj iiber bie .Sjelffte brüber ober bruuter m(\ Innen, baber 
fnmoii bie fonberbareu ^.HH'fteüunQcu oon ben :ibijjeujct)anten, 
mi)on er boc^ täglich bie ^ücl}er unier ipänben ^atte.8o 
SDcandie SSörter roaren be^ i^m öon einem obfcl^euUc^ 
Umfang ba| fie nid^t aUetn }^ bre^ ®efc^ie(l^ter, fonbem • 
iebe (Sattung unb jebed individaum befonberd bezeichneten, 
fo merben toxi eine befonbere Cebeutung bon bem ffiort 
beUes lettres httj Um ftnben. ^9 !Sort l^eruf bructtet» 
bei} i^m bic ii>egriffe ^au^ Ütcigung unb Reiben* 



B 142-146J 



89 



fcf)afft an§. .Stiir|3 in einem ^vupf, bie Sörtev uid)t 
rec^t liegen, ba ift eüie gau^ anbete ^enctungö ^^Irt, ein 
anbetet Jas natorse, anbete Bellesiettres, bie gan^e 
jpaud^ltung mug fid^ öitbern, man mirb Srembting in 

»feinem eigenen Satetlanb unb in ber ^It. %i\o mUt 
ic^ aQen inngen Seuten ratl^en, aKe neue Sßoxter fein 
otbnen unb fo n>ie bie fO^inerdien in i^re (Hoffen 
bringen, baniit man fie finben fan, roenn man barnac^ 
frai^t ober )ie feibft (]ebvand)eii unll. :jie)e§ tiei^t härter 

10 Oefünuniie, unb 'ift bcnt ^nrftanb ei)eu ]o eintväglicti, al^ 
bie ^elb Detononiie bem Beutel. 

« 

143. Logica palaestrica, Metaphysica terminologico- 
visionaria unb Cridca gladiatorio-offensiva. 



144. 8o mie man eine cpvaiAd ^at, jo fönte 

» 

16 man eine ^[^^pbyaica ^^^^ «nb biefeiJ »ärc bie Geometrie. 



145. C^ö i]t ctim^ betannteö, bag ber berühmte 
^Icyanber *']^op<- in feinem (Mebicf)t über ben 9)^enfc^cn 
unb beffen 6eele eineS gemiffen duftanbd ber (eitern 
(Enodl^nung tl^ut, in n»etil^em fie jumeiten !aum tt>eiter afö 

so bie 9lafe bed erfteten fie^t, mer einen $ope ^at tan fid^ 
an ben ^onb fd)rcibcn ha% bie @eelc bei^ Su . . . faft 
bcftiinDui ^lc)eit§ bor l^aijc blieb, au§nt?^uimmen, menn er 
ober )ic tur)^ ^ubor miber etma^ angelaufen luaren. 

146. ^n d'ngedanb ^nt man fd)on angefann'-n Tunb] 
86 ein güttbet^auB beö );8er|tanbe§ unb SiJijeö, ober für 'ilbl)anba 

lungen errtd)tet, beren ^ater man nid)t anzugeben »eil 

2)eutfd^er fam ober (unb ber ©ebande ift menfd^en« 
freunblid^) ^uerft barauf ein ^ofpitai für bie ^ebred^lid^en 
5u errichten ^) roorinn man Oet in i^re SSunben giegt. 



^) The Bew foundÜDg Huäpital ol wit. 
«) S)er 5lntifrititu§. 



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90 



®. e^r. Öi(^tcnberg. 



[B 147-149 



147. ^ie ©ruppirung ber Cuaütöten unb ber ^^aten, 
guter fotüo^I als böjer, unter einanber ift eine ber 
)rf)uierften fünfte, unb meiere üiele grofe Öeute not^menbig 
Derftc^en muften, um bei) ber 9?ad)melt md)t allen drebit 
5U öerlie^ren. ©ine ^ert)orftecJ)enbe Xugenb unb ein 6 
^eröorftec^enbeS Safter jufamnien nimt )ic^ in einiger (S'nt- 
fernung fo jiemlid) au^. 8d)Ieicf)enbe, mobefte Safter mit 
i)erüorjpringenben Xugenben öerträgt ba§ 5luge noc^ nöf^er, 
I)ingegen ftitte ^ugenben mit fe^r frf)ret)enben Saftem 
geben einen (}ä6Iicf)en ^(nblicf. 2)iefe§ mar ber gatt üon lo 
unferm ^. 

148. (I*inc ^rebigt über bie SSorte be§ ^(Srrn 
Bilberfc^Iagö (8. beffen (£Iofterbergifc^e 33erfuci^e p. 21.:) 
(Sie fd)Iafen fo lange man bemonftrirt unb 
machen nirf)t e^er auf bis mon ein Ciyperiment i5 
mac^t 

149. ift ni(i)t ju täugnen, baf} baS, tuaS man 
t8ef)arren nennt, mand)en ^^aten baS ^Jlnfe^en Don SSürbe 
unb (S^röfe geben fan, fo mie (Stillirf)meigen in ©efeUfc^afft 
einem bummen ."paupt SSciSt)eit unb fdjeinbaren S3erftanb. 20 
gortgefa^ren, baS ift eS eigentlich tüaS 9}iöuter ftopft . 
unb (Irebit machen fan, man fan e§ fo meit bringen 
baß man bemjenigen, ber ben ^abel lüieber^olt, jur ^nt= 
ttjort giebt: baS ^aben mir längft gemußt. ?Iuf biefe 
^(rt \)aben fid) gemiffe ^inge Don bem Qoc^ ber 3ati)re 25 
tjöllig frei) gcmad)t. ift in fid) betrachtet löc^erti^ 
Don Einfang in einer Compagnie Dom Söetter ^u fpred)en, 
über eS ift einfältig fiel) in Sd)rifften ^eutjutage barüber 
auf5ul)alten, bie befante ^räpofition ö 0 n menn fie )o uiel 

3tanb unb 33erbienft bebeuten foU mirb in einem an 30 
fid) lächerlichen Söerftanb genommen, eine ^räpofition an 
fid) fan bem postposito, bcm fie praeponirt mirb, fein 



») '^erfurfie par MI de Ciosterberg:. (Stma^ für ba8 
Journal Encyclopeiiique. 



v 




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B i4»-ifia] 91|>]iovi9men. 91 

tBerbienft gemäljren, fo ttm^l> fäUt in bie ^ugen, 8ie 
muffen c§ fclbft fe^en, .f»(Srr ^^^inini, 

(^ottfcieb Sü^elm t>on Äieibai]^ bie 2^ftnite)'imai 
^Jec^nung crfunben ober 
« ^^tx \}m Seibnil l^t bie Snfmileftmal pp 
fagt ni^t um ein $aat Hielt atS 

Seifeni^ ^at bie ^nftniteftmal 8{e(|tiuitg erfuitbeit 
QuSgenommen bö| tnöit fid) bet)m crfteren mä^t entl^otten 
tan 5U glauben kiii J)ofmeifter Ijabc iljm geljulten. 'Jlbir 
10 ^cutjutogc iäHt mau e§ ^inge^en, ba man fic()t Dafj inele 
Seute öon ^erbieuft fid) l^inter bicfe ^4>i^öpüfition ftelien, 
iinb ba§ b1o?o ^lu^laffen biejer ^^rc^jofition auc^ fein 
IBecbienft genMi^cen tan. 

150. ^ rmi nid^t mo^er eS fommt, aber bad äBort 
isSonifd^ brüdt be^ mir fe|r biet me|r ou^ aß im 

SSejcicon f}e|t. 

151. ^röfftc iac^en in .^iuncfcln, bie ben (Stoff ju 
einem £eben in Cuait tjätten bearbeiten fönnen. 

152. ä)?ein it]ebeu l;at nie l)oi)er i^cftanben al^ im 
jo ^guft 1765 unb im gebruar 17öt>, i^inen Sommer 

unb einen Mnter genug für micf), id) roerbc bicfe 3^^^ 
att^ für ben äRittel $unclt ber SSergnttgusigen meinet 
Setoii^ anfe^en. 

153. ?)er f)erifd)enbe ^fiarnÄer in feinem ®efid)t 

2ö tiHir : lieber g e b r u d) c u a c b o c\ e n , biefe^^ geigte 
fid) auf niaud)erlet) ?lrt, bie lucite ©tirn, uieldjer man 
c^ne fie ju berübren bie ipärte anfai), etum§ ubeiijängenbc 
^(ugenbrainicn , iiHlct)c bie härteren 9(u^brüde in jenei 
C^egeub nic^t Duvci)liefen, unb überljaupt alte tleinen iBer* 

«oänberungen öerbcrften. 5)aburc^ erbieit ba§ ®efid)t ein 
beftftnbige^, ba$ bie ^eränberungen ber übrigen ^^eiie 
al^t be^rrfd^te. ^ie SBindet am iKRunbe maren etmad 
{torct leruntergebogen, bad ftinn gefpatten burii^ einen 



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I 



(^nfd^nitt ber eine gottfe|utt0 bott bem über ber fflak 
5U fe^n fd^ien. Seine grifut (benn aud^ biefe gehört mit 

511 ben ^efid)t^5iiöen :) in ber SBod^e er)d)ten oHjcit in 
einer bemunbern^mürbigen Harmonie mit bem C^eiid)t felbft, 
10 bof? man liiittc L^laubcii fotlen, ha]] fiel) ^ic ysmxe uad) 5 
bell 5^^onicii)cn licljteten, Inilb bnultc eine luubc (^Uätte 
bie i)iul)e iu feiner Seele nuv, Daun luiebev bie ftraubigte 
SJermirruitg ber leiten ^^aare ba§ Fiucktuaus sub 
pectore, bQ§ ':t>i)rQmibenjdrmige mit ber V>iiM unten 
unb fanfft öot^ängenbe ben unbiegfamen (rnt)cblu^, unb to 
enbUd^ bai^ ^^romibenföimige mit ber Basi oben 
finfferfle Sermimtng unb na^en ^effttgen ^u^btuäf, 
hir^ id) ^abc aU^ on i^m bon jelbjt merben gefeiten 
luüvauiö ctiiHix^ pl)iIüfopl^ifd)e ^eriiquenmadier fid) leicht 
Crepe, vergelte, aile de pigeoii, unb a la rose [jatten 10 
ibealifiren tonnen. 

154. rinden, menn e§ nic^t mx bem nmf unb 
bre^figften ga^re 9e{c^iel)t, ift nic^t )o fe^r )u tablen, al§ 
)ic^ öiele Don meinen Sefern uorftellen merben. ^iefed 
ift ol^gefel^r bie 3^it, ba ber SKenfc^ auS ben Srrgdngen m 
fetne0 Sebent (eraud auf bie (Ebene tritt in metc^er er 
feine funfftige ®ol^n öon nun an offen bor fid) Einlaufen 
fieljt. & ift betrübt inonn er d^bonn erft fietit ba]! 
bie rcdjte nid^t ift, eine anbrc (ud)cii, uiciui er uid)t 
tefir gut p \]\, ift gcniciniglidi ^yi fpiit, ,^ft btcfc 2& 
liiitbecfntui mit ciiicv lliirubc ucvfiiüpft, fo hat man burc^ 
bie (^rfa^rung bejunben, boB ber äinin jumeilen ät^unbcr 
t^ut, fünf bi§ fed)§ Q^Iäfer ober bis« an bie Spes divee 
beS $ora^ getrunden, giebt nun bem ^J^enfc^en bie £age 
bie er berfe|tt ^ai, ha^ (Befinnungen Softem finbet aOei^ m 
fiuffere mit feinem angene^mften @tanbe ^armonifi^, too 
$rofpe(fte berbout finb, bo rei^t bie Seete ein, unb überall 
fd^offt fie fid) bie fd)cjnftcn '4>cvfpcdtilK\ uüh bem icinften 
^)iofciifarbcucn üidjt crl)eltt, ober bem cii|iiulcubftcu Ö)rüu 
ba.3 mir ein ^uge ^nr (Staidung unb eine ©eele pr 86 
Qngenet)miten güllung perlangen tan. 



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^ U6-164] Stp^otidmen. 98 

155. (Milien ciii^icjen ^betib in einer Saude im Okuuf] 
feiner cit3enen (£'mpfinbunq, mie e§ SBielanb iieiuit, 511511* 
bringen, roar für i^n ba§ befte unb ^öc^fte, barnncf) fdjdjte er 
bie(^rö|e nnb ba^ (^lücf ber SlÄenfc^en, bamit niog er X^aten 

5 auf m\}on ba^ ^ntd^t butc^ ^a^rtaufenbe burd^l^aüt. 

156. (St ^atte fc^on lätigft beit fttUett Sorfa^ be^ 
tili) gefaxt ctmaS tl}un, bo^ cntwcbcr in bie gelehrte 
ober in püUti]cI)e Leitung fommen müfte. 

157. ^nne je^r (^acüc^gmijct^e Mine, 

10 158. 4Der Ö>enuiß feiner jelbjt fiubet mel^r be^ rul^igen 
Seelen ftatt, jagt ^nädman. 

159. 9t tDüt fo ^dftoMßä^ unb bitnne, bag ein 
etmoi^ mutl^roiHtger S^^^^ i^n ^fttte tuntä(|e(n nnb ein 
bo^^afftet %orb in SE)unfie auftöfen lomien. 

1« 1<>(). (if unb ]"eiu ^ebienter maren fo einig, einer 
^cl1ellbir^e fo Dorn anbern baf^ mau fie ein 4füf5int^'^'^ Xt^ier 
nennen fönte, uer^e^rat^ete 4fügtgte i)^enjc^. 

161. (Bt fagte auci^, al§ er l^dtte, ba^ bie ? nic^t 
fo balb mieber btttd^ bie Sonne ge^en mürbe: SSo merbe 

»vä^ bann fe^n! 

162. @o nnc bie ©afen, menn frc rcd^t foüen ge= 
l^obcn merben, immer nod) ber ^Ipfibcu i^inic muffen 
ongepacft merben. 

163. @in !tctne?> J^enfter nerrictl) nur bau aud) bort 
»no(^ ein Ort wäre, wo 2ic^t ^ineinlommen, ^egen unb 

fB^xijb l^gegen ^au^bieiben foUen. 

164. 3)em berühmten Säbl^aner le ®roi^ mar, mie 
ttiiujkbnann fagt, ber Orbendl^Ut be§ ^eiligen ^omtmcud 



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94 



eine unübertüinblidje ipinbernig etroas jc^bneö 5U machen, 
ptte Sincfelmann bie Statue auf bem Sfönigd $la^ in 
$errenl^u^ett gefeiten, fo mürbe er ^ au^ ttmi bett neuem - 
Xoumuteit mtfret Samen gefagt ^aben. 

165. ^ fönte t>ct) @r61t(fung cmeS SBiüifc^en 5 

SlhipfcrfliLl)£'' in eine ^Xri uuii fuiiulidicv li-iiividung c^e* 
vatljcn, bie bem .Kenner beutlid) ]el)en lieji i)a|3 fein .s^er^ 
ftd^ ^eimlic^ für eine oerle^rte ^elt für 6 evüäcte. 

166. Sefibion für junge ^tubenten, in melc^em ber 

. ®Axmä^ einiger Söörter gnouer beftimntt, uiib Derfd^iebene 10 
Sbeen in ein |eUered 2i^t gefegt metben, fönte ben XituI 
5U einem nic|t unbrau<|baren 9}üc^I4en abgeben, motinn 
man gnauer beftimmen fönte, mad 9(ufh)&rtertnn, Srone, 
^peffte, (JoEeg, !^anbe§t)Qter, iöaron, feofmeifter, ^rofcffor, 
Traiteur, SBein, ^uell, Tumult vp i^iiiniUid] idoüc. 15 
(S§ merben iin fünfftigen einige julclje (^ifläiungen in 
bie(em ^ud) fulgen. 

■j}! u f njä rterin. in (S^öttingen \)\.m einem »eit 
gröfern Umfang alg in anbern fkiuen (Stätten bon 
Seutfd)lanb. @^e mir bie Uniberfitäten belogen Ratten 90 
mir aud^ ttufm&rterinnen, mir maren aber iünger unb 
unter ben Vugen ber (Eltern, menn mir bon Uniberfttttten 
abgeben, fo finb mir biel älter unb ^ei)rat^n ober motten 
()e^rQt^en; olfo bleibt nod) ein 3)Mtte(§uftanb : an% ben 
^ugen ber (iltevn, ntd)t 511 jung nnb iud)i alt, uidji 
^elb ai<> cieiiHUinlid) uiib eine 5vel)l)eit bie jel)r l^oc^ 
ftcifien fan, cl)c fie unter bie Cs»Uil3 gevät^, biefe begriffe 
beitiuimen ben öon einer IHufiuärterinn. 2)iefe§ ift eine 
junge Kreatur, offt in ben engen Xf)älern be§ $ör^eö 
ober bed ©oüing erlogen, unfd}ulbig, o^ne bie geringfte so 
3bee bon @tetnf(|na(le ober geberl^ut. (£in iCl^aler bie 
gröfte @umme, bie fie je gefe^n ober gebadet l^aben. 
äortenl^ut unb bomel^mer f^err ift be^ i^nen einerlei, 
unb bie ^Witn eine§ fo(d)en §ute§ finb t^nen ^efe^Ie. 
£0 fomuicii )ie nadj (^üiiiu^eu. ^uf jeber ©träfe begegnet 80 



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t^en ein ^ni^, ein ftontg, ein (Enget, @(an^ l)on bem 
ftc nur fdf)n)ad)e 33egriffe, uod^ öom 3n(!ed^aunt ^er, ober 
Qu§ Xräumeu öom Si^ ber Seeligcn über bcn SBolcfen 
• 'Rotten, blijt U)nen cntc\cgen, t)inter il)neii uiii) uov iljuciu 

5 .kommen fte in bicjem i^ic^t ii^ ^^ie $anbe ber 

auögelcrnten 9}iüjd)meftern, bie ]ie in ein Innnfameve^ 
unb eintröglic^ere^ iBerberben füt)ren, fo mirb offt fct)on 
in ber erften SBoc^c i^re Üiu^ unb ©l^re ein ©piel biefcr 
^^ipl^iben. (£d fon nid^t geläugnet Uierben, ba| einige 

10 unter i^nen bad S^ic^en ber ®ttnftünge S^tl^reni^ auf 
ber @Hm unb ben pufften tragen, bie mit einer fHDen 
®eicf)eibent)eit flie^enb gleic^fom, unfcre @d^tniorat mit 
einem ©lief fdjmcl^en machen, ^tx% (^elb, gleijj unb 
(Jrebit mit fid) fortnehmen, unb uny bafür am (Snbe 

15 allein mit einer nngenben 'Hcne nnb einem 0 mihi prm- 
teritos p\) fte!)cn lafjcn. 1)ic)c bicncn, mit 53cl)utfamfeit unb 
^flebtic^teit genügt, Stellen ber 2)ic^ter ju eitlären, bie ber 
(ä^^naftaft überjejt, aber nic^t empfinbet, bie ba§ ge^uberte 
SOf^öbgen un§ nic^t auffc^liefet, bie artifidel Hebt, ju 

» f^ftemaUfd^ blidt unb läd^U unb mit Horfft^id^ 9tad^ 
l&$fig!eit rühren rM. Siaetd^t l^aft bu @tubent, ber bu 
biefei^ Hefeft, el^matö eine fotd^ ^uftottrterin gefannt, gut, 
mcnn bie)c§ ift, ]o C[c[k in ba§ (ioncert, ba mirft im öic 
nnbern 9[)^äb(^cn fel)cu oon bcncn id) rcbc. ^ute bid) für 

S5 ienen, \)on biejen l)aft bu nidjt^ 5U befürdjten, id) uclinie 
an bag bu fein (Etu^er [bift], qoilibet prsBsumitur bouus^ 

Sür S^rmeu uuc jum Spiel erfd^affm 
t)ed jungen Stu^etd unb berSlffoi, 

Siebe 5li5ni(^tnn, ??rttnr, 
10 (Sctmt^e beinen iüeblmq nur. 

Reiter uiuie.yuuünue "i)Jiiiien, 

®ie üüu ^ontiii unb 3"U'u^'«/ 

^uacn bie fid) ßeiftUDÜ brc^cn 

Sow 5U fpre(^en, balb 5U fe^en. 
S5 ®ie, bie fid) met^obif« fächelt 

6i)ftemQHf(^ 6Itcft mib lä^elt, 

SJ)icfe, tüuinin ??anir, 

Srce^e meinem <&(^neibe( uuc. 



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96 



(B 167-171 



167. 5it?enn man bie (£ur m ffiec^eimc\]}Qx tiincfen 
Xüiii, }o muB man iiac^ (Dötlingen tommcn, ha ^at man 

168. 3Bir lüunbern nn§ ,^umcilcii üf»cr bie ^tiMo« 
'nifdie SBolder, bie ftc^ Briefe in knoten fd^iden, unfexe» 

Su^ftaben ftnb nid^tö atö £^oten bon Sinien, toetc^e, mie 
man au^ ber Sd^atttrung erfennt, gemiffe Sänbet maci^en. 

169. 5)uett. SBenig \mhxt §er^afftigfeit, mit einem 
l^Uln^erftehtirflen ^^orfnU neibuiiDen chpa§ p t^un, bn§ 
leidn ifr, iiiii) bud) jeiieii l^caiujcl jn erKtVMt i1)eint, falsche lo 
begriffe oim if^re u^^ Iniöienft, ^eic^tjiiui, mit einem 
äÄangcl an foliben Mcnntniffeu Dcrbunben, ba^ tft 
ol^ngefel^r tt)a§ ber 2tnbcnt befijt ber firf) gerne fc^Iägt. 
(Stn @ötttngifc^$ ^ueU erforbert bie nentlic^e ^ert^ifftig:« 
Idt, bie man nöt^tg l^at eine bowl of panch aue^^utrindten. u 
50 ^aben i^ren %o'b fd^on in ber te^tern gefunben, unb 
nur ein einziger in bem crfteren. .Stein SSunber alfo 
menn \o Diele biejev Littel ergreifen, eine öermeintüd^ 
öerlobrne (^fire mieber l)er,viüellen. diu '-iHuiuch bie 
0)röuläui)iicl)en fatiiriidien 5)ueUe ein^ujül^ren \mid}t CSroüh 
in feiner (*)eicl}id]te üon ©rönlanb T. I, p. 231 ennaiint 
fönte ein gute^ DRitttl fe^n, feine (^^re nic^t balb für 
berlol^ren ju galten.- 

170. (Er mufte etma» ^n ft>ielen l^en, l^&tte ii^ t^n 
lerne Sögel Mten taffen, ) o f)&tte er äRaitreffen gehalten, 

171. 3d)ieiben aw euieii Sr*-'*^!^^- @ötiuii]eu bcn ^)p. 

<2ptt bem mein Äutfc^er unb mein @d)i(lfal 

5^üd|, üH'iierftcr, au« beinern iölicf ftai^i, 

Beb' id) in bicfeni '3atetftäbtgen 

iion t}ot)n ©eiöljeit in Xrocftätgeu, ^) ao 

lÖcrü^mt in aücrle^ Sebeutung 

^SmOi Wb^t, StbliotiM ttnb geitung, 

9on grofen Mflent unb 3:ra(ltatgen. 



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Bm*m] ^^üxiümiiL 97 

.Unb breite Steht, wO» 3Bo(^enB(ättet. 
fetmft jroar f^on cmd einem $(iiü>0eit 

!3)teft geiftlidie ©cöfaraffen Sänbcjen. 
5 fiiebft bu bte gat)re ^Ba^rtieit, tjetfu e§, 

©0 öffne l)iev baö ^?aul beS^ ©eiftei^, * ■ . 

9?ur aufgejperrt, mein lieber 6ü^n, 
2)ai^ anbeie giebt ftd^ felber fc^on. 
^er ttieft bec ^ontg ber (Srtenntiiig 
. 10 Uttb bort bie 6a^ne t)om ISerftünbiti^. 

Äommt, Sünglinge, bie il^r gcbeffert 
@e^n ttJoTt, unb trinrft fie itiTrtiMimffcrt. 
S^r ja^It, unb rtincft fie niigenb<3 fo idiön, 
^ier ^^aler »iec unb ^man^ig (^]:o)ct)en. 

u 9t\m {ommen bie Urfad^en marum fo tMt bie fte tcincfeit 
hf>6) n\(S)i mx)n merbeit. 

S)oct) ift§ ^Grrn Stephans! lytU^x bafj er 
Sie txand ^ur C£ur wie Seilet SBajier 
9ier Sod^en nur, um »ie mir loiffeit 

so ®ie bo))peIt miebev toeg^u^iffen. 

^abe^ lebt er fo biattetifc^ 
^Id ^uncfel faum an feinem S^eetifc^, 
Sag ftatt ^lioeten bie ^oeticf 
Unb jur ^2lbiüed?flnnc^ drufenS Sogicf. 

SO SSerlangt fein ?Oiagen roa^5 piquante*, 

6o ^alf ^icanber unb ^Dtename^^ 
S)ie geiftifc^e Bereinigung 
mit »oppelbier vm i^m Oegeifbamg 
Unb bennot^ »at fein grofo; ^ong 

ao Sit Siebgen SXongel an bon mü. 

172. <£r »erftttnb ^Iv^üp'^ fo tnie fte ber geinetne 
SRenfd^ gewö^nlid^ tietfte^t, er raifondrte in bie ^uS« 
l^attung, mad^te ^i)pot[)efen in bie ^anl^^Itung, (nr^ tnai^ 

^dftnern unb £eibui^en bie SSelt ift ba§ mar für i^n 
S5 ber '4^1a^ ^tDifc^en ^üjfiegel unb <^^ma^len^ £aben. 

173. Sptac^ aUjeit ,^ärtlic^ tänbelnb fo »ie 
3)er SÄac^tgebancfenjeiub S^cübi, 
^iquont »ie Sittenbetg bec lofe 

' 3n feiner fteifften 8efitogiM$rofe, 

40 ^) fo ttKuA ein wmtm äXenantdl. 

UtlmioidMtauk 188. 7 



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98 



[B 178-175, 



Schrieb jcbem SRäbgcn ^olbc ©ticfgcn 
^oa Biebe unb 'f!)tminittit>gen, 
^ atteS t>oU, fteti^ nut ein biegen, 
^nofp tuarb ein lhidf|>geit, f^fuft ein gfüftgen, 

Unb luie ein Irüppncn t^on i^Qgm&eit fr 

8tet)n ba bic ^iliarjipan Sbccit. 

r(i nift man ait«, bn§ ift gewiß öon 

(^jleim über güi* ^«^tnatreon? 

174. S!hi'] t)cn ©d)ulen in ©ngcllaub iiiad)t man 
eine 'Jlrt ^lu'vjc bic Nonsense Verses ^ei)eu, bloö i;ni Die lo 
(Schüler in bcr ^^rofobie 5U üben, ^(to SB. übte fid^ ^u» 
meiien in bet beutfci^en ^rofobie. 

175. @tu^6r. (Sin ^ort Don fe^r fd^ivimmenber 
^ebeutung. ft. petitmaitre, engt, fop, coxcomb, back, 
fogt 5UtDei(en auc^ fo btel Cicisbeo. Swamten 15 
fi^t ha^ Uebet blol^ im Körper, 5eigt fid} bur(i^ eine Qtf5u 
forgfäitige grifuv, ^ang unb in oÄcr tCnotbnung bey 
äuferen mit einer foftbaren negligence ber geiftigen. 
^nbere finb c§ bIo§ in bei 3cele, beim aud) bie Seele 
bertrftc\t fleiiuneifleiijctie SBer^ieninnen, liat ibve parfums, 20 
itire Uü]tl)avlid)fcitni. ^{{)ü ber StiiUev 5evfäl(t Don felbft 
in ben gemeinen unD förperlic^en, unb ben eben ]o poffier* 
liefen geiftlid)en. einen nad^ bem ^eibe tjeife ic§ 
©tu^er xar i^oxrpfy ben anbcni nad) bem Q^eift ben» 
®tdtn ber @tii^. Uvfprung in ber menfd^lic^» 
^ftütax ift fefir frül^ unb fyit mie biete ^or^eiten ben 
®runb in ber Siebe unb ^auptfäc^Iic^ in bem ©erlangen 
aüen ^O^äbgeu 511 cieuill^'n, uield)ei^ burc^ eine 5tnnä!iening 
ber männlicben Kultur yi ber ineiblic^en, unb aliu in 
einer ncunfien .^-^erniapljvübiterei) in ber Seele leiiic i^c- 
friebigunq )nd)t. Senn biefc ^tnnäbenmg fo )el)v al» 
möglicf) fiualidj gemacht mirb, jo entfteljt ber Stu^^ci, c^i 
mag nun bieje^ in einem ju forgfättigen befc^mieren mit 
^^mift ober mit <Bd)m'\ndt, in einer an5u gef(i))cntli($en 
Stnorbnung in ber SSßefte \>on See^nbSfeden ober t^onv 
Brocade, in ber Uniform ober bem Sl^orrocf (iej)e|j(it. 
XHe Seele, bie aUyäi ein unglaublich Vergnügen in tier 



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S^odjhtng iftrcr felbft finbct, genie&t ftier mii fie t^iiil) auf 
bcv £bci|laa)e Uerinailjjcii ift, in bcr *:}lu]a)aiunu] il}ixi- jclbft 
tior einem Spiegel, biejeninc nliuilidje Stelhutfi, bte offt 
eui oeifeineiter @cf)tuärnier, be^ einer iiliidlidjeii l'iebe 
n iinb bcr G)cijcnnnut bec^ fanfften Söncc^ue, in einer ©oininers 
tiad]t mitten unter ben Saubereren bet looUüftigfiten ^l^)tu\id 
nic^t ervetd^en lan, 

176. %mo6tui^ adversns gentes p. 72. L 26. ed. 
Lagdoni bata?ornm 4^ fagt bog bte SSetber, ' bie r)o^e 

10 iStirnen gehabt, fie mit einer ^inbe jugebunben tjcitkn, 
biefe§ tl)un unferc '^Infuiärtiiiiunu nod) täglich ^uni n^Lincu 
^üvtbcif ihrer 2d)Lin()eit. Vide SSincteimann ^umerrfungen 
^r (>)c]d^ia;ie ber Uunft p. 52. 

177. (£ine folc^e Äü|ter^^^^iIüfop^ie mit fo bielStol^ 
löi^abe td^ nod^ nirgenb ongetroffen atö be^ . . . . 

178. Sffan foK fel^r gut fd^teflen, xomn man ehnad 
gctrunden, feilet ba bic ©crttmnbfd^offt jmifd^en ^c^ü^ett«' 
fünft unb "ipoefie. 

179. @r ftunb bamalö im 54^ ^a^v, m ^er^ 
20 nunfft unb üeibeiijdjant mic^ bei) *5^ifbtern onfannen über 

bie 5vrieben§ ^rtirfel conferiren unb ben grieben jelbft 
ni^t lange ^emo<i() gemö^nlic^ 5u Stanbe bringen. 

180. Ueber ben geiftUc^en ©tu^er. ^ totii 
nid^i too^tx e$ fbmmt, ober mf)x feit 1764 finb bte 

25 €tu^ om (Seifte [}äufiger afö iemal^Id. & fan möglich 

fet)n, bo§ biefe 3eit ein fogenonnte§ annee des hanae- 
tons ift, (bcnu bie llUniitäfern foUen nur olle brei; ^alire 
gejäbrlidi fet)n) bie nod) lanc^e bauern tan luenn icfi ben 
^uet^uu] Der legten Epoque in bic ;>eit ber sottiscs 
»0 champetres je^e. Unfere Soutnale ober baffer ^Jie^s , 
Catalogues raisonnes ^aben Gelegenheit jur Ausbreitung 
biefe^ Uebetö gegeben. Se^ Sefimg biefer ^ü^tx tt>&ti^f et 

7* 

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100 



^ifjtX. Lichtenberg. 



in bcm Ü^ebäc^tntg be§ jungen 2efer§ ber SSörtei SBorrot^, 
m^n maTK^tnd 20, 30 ^a^re ^ttnoiä^ ttfi bie gbeeit 
ongefd^fft metbett. ttifo 993örter o^ne gbeen ha^u, ober 
ttoc^ fc^ltminer mit falfd^en, M ifit bie $aupt SBur^I 
M Uebetö. (9tm mtrb !citi ©ebid^t gelefen, feine S^ont^ie 5 
i]cj;HcIt, tcin .Uupicuftid) gc^cicit, wo m6)i eine (Ilaffe Don 
äLUnlern fptelcn n^^^^^fK^' iinvb.) ilsoii 2eipjig fommen 
eine !illtcngc )old}cr j im per .'oerrn, tl)cit§ iDeil mit (^cUertcii 
gefprocfuMi ober mit ^i^cinen ß^offee (ictruncfcn 511 !)aben, 
roenn man eö nur ]o flüchtig anfielt, leicht auö)el)eu tan, la 
a(§ öertraut mit bcn 9J^ufen gemcfcn fe^n, t^eil§ meil 
£eip5ig atö bet äHitielpuncft bed ^uc^^anbeli^ bon 2)eutf(^ 
lanb att<j§ bet äRittelpuncft bel^ 2itel Stadii mevben mufte. 
Sufferbem ^at Setp5tg murdUc^ bcn Soi^ug bor tiielen 
ober atfen anbem bentfc^ tlnitierfitdten, bog nton bie 15 
grcfe Vicnncu bc^ '|>rocfti)d)cn in ben Slünftcii unb foc^ar 
Slunfliuerrfe in ber Statt unb in bcr ^3^äl)c haben Um, 
mobnvd] Dcndcnbc ^'^^erfonen frci)lid) iel)r meit fönncn pe^ 
bvad)t merben, aber nud) ba$ ba qeuicfon fel)n fcficiii- 
• bare Uebcrjcngung lüüiden tan, tuoöon ic^ tiüuiige eo 
(^yempel t)abe. 9}^enjc^ ald ein I^icx beirad^tet, 
beffen Xriebe unb ipanblungen alle gegen einen ^nit 
ffc(kt>iiixm, ber im abftracfteften Serftanb perfice te ]^i|i, 
aber angemanbt balb bur(^ bie @ft|e auSgebrilift n)trb: 
X^ne bir etn^al^ gute, 9Bo!^ feute nt<^t2ä 
f Lun ni t , 1 0 m t morgen; i n d) c b c i n e e q u c m * 
t i d) f e i t u. j. m. bieier Sö^enfc^ ucrfäUt in ^bcrl ^iffen^ 
fd)üfft leid)t auf box^ tänbctnbe, jpielenbe, fn^e, tiauvtuiililirfi 
in bcr Tic^tfnnft unb rcd}net fit!) biefe 9(cinnnn bic ]onn 
^rägl}eit Reifen loürbe für feinet (^^efüt^ beS ^J^aiöcn, bed ao 
^ärtlic^en unb ber namentofen ©rajien an. §a§ gegen 
alle Ü^ffenfc^afften bie ernfti^affter finb aU SJ^äbgen ober 
fixerer ald bie Srauen^immev ^rebigten finb i^m (SttatL 
0 t^r Derwö^nte ftinber, gtanbt i^ biOeid^t, einen ®Ieim 

berfte^n muffe mon nic^ti^ Siebergen an 9>otiS, m 
nidjtc- aly Don ^tnöfpgen, öon ßömen bie bic 5nf}(^en bcr 
SiebCi^göttergen füfjen gelefen l;aben? ^i^x luürbet i^n 



* 



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4 



B iflD-185] tlpl^oHdineii. ' « 101 

beffer öerfte^en, bicien (^ro)cn 5)id)tcr, inenn i^r mc^v 
gebtiffit i)ättct, il)v öcrftcljt \\)n nict)t, inib bc^mcgen glaubt 
il)r Ujui gicid) 511 jeijii, fc^mben unb 511 täubein mie 
er, ttjemi id) (IHciincTt fptcfen fcfie, fo fefic id) a(k,^eit bcn 

6 Söeifcn burc^jc^immern, ic^ beiüuiibere ba§ fanjrjte ^ctfe 
ba§ bie ©nbrüde, bic bad SDlciftcrftürf bc§ ^imwctt, ein 
fc^öneö äRöbgeit ouf e§ mad^t, mit einer jonifd^n ftunft 
ber ^amonirenben @eele be9 Sefetd begretflid^ ^n mad^ 
loeil; td^ fe.^e in tl^nt ben Sieifen bet mit biefen grenben, 

iQote mie mit fc^önen unfd^nlbigen fttnbem fptett, eine 
SÖottuft für i^n, unb für ben i^ufc^öuer, aber it)r in 
euem Siebergen fomt mir unc jnnge Viouen öor^ bic mit 
einem ^tnbtabcn ohtx einer ^ugel oou ^4^apiei; tan b ein. 

181. äBaö ^aben Sie ^ier? ^in (ionu if; um 
16 burc^ bie Söelt 5U reifen. SBie, in einem Söeutel V 

finb 50 Looisd'or baar nnb anf ein poar 

tanfenb anbete. 

182. Jupiter (Mnsamn Florentinnm Tom. I. Tab. 

LVII nl 2) §at jclbft uüdj alS €c^^ ba§ maicftätijdjc 4^au»= 
20 gefid^t. 

1 S8. Ta§ ?(ufne!)men in gclcl)rtc eocietäten ift eine 
^ilrt Dou ÜanonifatiDu be^ lebenbigem Seibe ober eine 
Apotheosis im\ toelc^er man fagen tan »o§ ©eneca öon 
biefev mürdlic^ gejagt lyat. (Seneca ApocolocyntbosiB : 
i& Olim res magna erat Denm fieri« jam fama naminnm 
fecit, etiam pessimnm qnemqne Ulom adfectare. 

184. I^ai^ einzige nm^ er mänuli(^e§ an fid) l}attc 
fönte er be§ ^ii^üi^lftanbe^ mcgen nidjt je bcn lafjen. Mi si 
nihil aliud virile, sexus esset. $etroniu^. 

löö. (^ö i]t läc^erlid) ju fagen matt)emati)rf)e Wetbobe, 
man folte fogen notürlic^e, benn biefe aüein ift auf bie 
äKat^ematidt angenmnbt ift ebeni atö menn man 



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102 



®. af)x, Sic^tenbevg. 



[Ii 185-190 



faL^CH moltc, bie 9Ji nurcr ^^ct]m 53abi}lDi!ik(icn Kinrnibau 
Ratten auf hit le^t naö) ber Drbnung t^ti ^^aiihcdtm 
gearbeitet 

186. (£r l^örte immer lieber einen ^a^oge^ \pvtäfm 

. al§ einen ^rofeffor unb n&(|ft @inngebtd^ten, bie nid^ts 
)e()r jc^mer toareit, ^örte er dm licbftcn ©anoriensSBocjel. 

. ^ie (^raunifd)e 'iHiffton ^atte iiidjt iu üicl ^jitinc für 
al§ : (Straf nii d] n t rf) t in b e i n c m o rn pp 
roenn e§ Uuii einem (>nuU ir n^'t^^ff^i^ vinirbe. 3n ber 
^hhm'ic hat er beii falfd) i^efc^marf, ber ^cut,v^tn;ic i'> 

iiie^r imiQt tv)euic» Ijuiveißt, üI^ bie -ßocfen Sinber, uub 
wenn er gef)ei(t mirb tiic^t feiten S^iarben jurüdtäjt; * 
eine wal^re ^örrfuc^t ber ^Betlt,- bie gemeiniglich ben 
Patienten enbUd^ bem mad^t toad er felbft ben 16er« 
trauten ber ©ra^ien, unb ber ^^emünfftige äKann einen 
®eden nennt. . 

187. )))uin pflegte il)n ben ^albtöpfigten nennen, 
uidjt luencn einer befunberu ii;inrid)tnn(i unb Jorni feinet 
^opfe§, alc> tuelmel)r be^^jenigen iinfic^tbaren Si>efcn^, baS 
nad^ ber meifteu ^^eufc^eu Urt^eil im ^topf fi^t. 

: 188. So roie man be^ j[ungen bomcl^mctt ftinbern, 

nrnn fie fterben, noc^ betrad^tet mad fie l^ätten werben 
fönnen, fo !an id^ auc^ bet^ ©nndteln betrad^ten er 

f^r l^ätte »erben fönncn. 

^ ' 189. (5in geiüi)}er SÜccnjd) bitibt allezeit in ben 25 

. . ^(ugcu Des? SBeltmeifen einer(ei), er n\ac\ ']>eriu|uenmac^er 
ober SOiintfter fei)n, fo nne ber SÜtarnior berfclbe bleibt, 
bie Statue mag einen Ciapucmer ober ben ^^Ipotto uor* 
ftelten, üBron^e ober @anbftein mirb er aber nic^t 

190. 2)em SBeifen ift nic^ti» gro6 unb nic^ üein, ao 
5umal 5U ber geit Wenn er t>|itofopt}irt, m i(^ aKanol 
mau^fet^e, bag ^ ifyx Weber hungert nod^ burftct, nod^ 



< 

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h 190-191] 



103 



t)aB er feine 2)ofe öergeffen ^at, meim er fc^nnpft. ^l^^ 
bamt Iditte er glaube tc^ ^b^anblungett iübtt @c^lüffe(« 
löc^r fii^retben, bie fo toid^Üg Kängeit^ att ein Jas natar» 
itnb eben fo le^rretcfi m&ren. 3n ben Keinen atttöglidien 
« ^fcnnig^ SSepebenfteiten ftecft baS nioraüfd)e Universale 
eben ]ü gut aiv m ben iirofcii mie bie luenigen viticpien 
rtJO^I ipiffcn. ^ii einem Üiegentropfen ftecft fo Diel gnteg 
Uttb fünftlidje^^, bafi man i^n auf einer ^potf)tdt unter 
einem tialben C^hilben ntct)t (affni fönte. 2Ber STunrfein 

10 gefe^en i)at mufte allemal glauben ba^ i^rer eine 
unenbüc^c ^enge göbe, er toav ein folc^er ^Regentropfen, ' 
ober bad vehicnlam don einem ganzen anbem @toff 
8}etrad^ngen, afö gemöl^nüd) be^ Seuten ^on feinem 
@tanbe fdnnen angebrad^t merben. 

15 SßctI »eber id) noiJ) ber S5erleger unS fo biet !^erau8s 
pbringen gcuauten, aly bie Siuflen für ein ^^un-tvät 
univben betrarien haben, jo I)abe in allen meinen ^öndjern, 
tiHH-inncn (^e^cid^nctc ^V^littcr fiub, nachgeblättert, unb 
cnblid) gefunben, ban ui oai Toppelmntierifcf)cn ötmmcly 

«•(^^aiten bieienige (^afjiopea, bie auf ber 27 Ü^^arte ]tci)t 
unb au§ Söerfe^en be§ Sünftler§ ein männlt£^eS ^rofil 
erhalten ^at, bie meifte ^lel^niic^teit mit bem berftorbenen 
Sitndet l^at. ^ ^eige btefed auxf) t>omtfyni\äj bedn»egen 
Ott, bamii toenn ein anberer ÜBerleger etma bem meinigen 

S5 einen Stretch fpielen wolle, er burc^ einen mit btcfer 
doffiopea ge^iciicii Dtaa)i)iULl am leic^teften [euie 'ilbjidjt 
eireidjen fönte. 

IUI. Unter bio Weinungcn bes» ^(^rrn SUmcfel» mu^ 
ic^ ben Sn^alt einiger Blatter not^menbig rcd)ncn, bie er • 

»»|itm S^lu^en ctne§ ©ohne§ aufgefe5t ^atte. ^öffe i^n 
gan| l^ier einrncfen : ^tn iöater ^at feine ^a^mng burd^ 
helles lettres gefnnben, td^ l^offe bu mirft ^ au^ t^m 
Wmta unb betne S)>httter fort ernäl^ren. bem (fotbe 
»ttt i<!^ bir einige ^or)d)rifften, bie ou§ bielfölttger 

SB ^rfa^rung lualjv befunben habe, liiermit niittl)cileu unb id} 
^offe bu wirft mir lieb nidjt Diel barübei grübeln. 



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104 



(B 191-192 



Innbern fo t?tel al§ mbgüd) c^rnb i\)un, Demi idi bcin 'Isater 
^Qbe e§ fo gefunbcn. 3"^^ ^üd)erfenntniB ^aft bu nichts 
itöt^ als bal bu lateinijc^ k]tn, unb ein biegen einen 
casum fe^en lemeft, benn bic Sateiner ^oben bie feltfamc 
®e)VD]^nl^eit gehabt hinten sumeUen Selben an t^e SSörtev » 
an^ufe^en, nnb biefeS ^aben fie einen casum fe^en Qe^^ 
Reifen, fie fogen ^nnt (£^empe( monntginat creditores'nnb 
bann fagen fie tüieber creditoribus, biefe^ Hingt ^mar 
täd^erlic^ unb fc^iuev, ober giebt fid) iim öer ;kit mcnn 
man e§ gempfint niivb, uie (^cleljvten liuiicu iel}v barüber, 
menn man bn^j ibus nid)t rcd)t anbringt, fp bin id) einmal 
Dom feeligen ^eumaiui fel)r ouegelac^t luorbcn, lucil [ic^] 
i^m fagte in allen Catalogibas, benn ber feelige Mann 
fönte baS ibus beffer fe^en al% ein ^^^ofejfor anf ber 
Uninerftt&t^ aber f o meit tan ^ unfer einer unmdgUd^ 
att Seute, bie batüber grau getoorben finb, bie nid^t aQein 
btefel^ tniffen, fonbem attc^ nod^ nad^ bem a, e, i, o, u 
e$ juttjeilen beränbern, benn e§ giebt onr^ ©ijrter tüo 
man ubus fagcu mufe, nur cino aii^ujuljiLii, fo n^cifU bu 
ba§ lupus ber ^^l^ilf unb lepus ber beiftt, ober bieieS 20 
ift fret)Iid) ind)t nötbig f)ier ou^ujüljieu, unb bieje» mag 
genug fe^ bon ber lateinifc^en iäprac^. 

102. ^er geiler ber neueren ^c^rifftfteffcr fo mi)i 
als ^ünftler befielet im ubertreiben, ein gut eingeric|tete^ 
@eftt]^l finbet in einer SR&|ig!eit bie nic^t nad^ (8et^«fr 
fc^medt nur ma^reS Vergnügen, fobalb man e9 aud 
bicfcn (^räni^en fül)rt, fo läßt fid) immer fragen, tvomm 
i]il)ui mir nid)t \ik\ui i;erauS. iS:^ triebt eine xHrt bcS 
übertriebenen in luelc^er nÜeS rcd)t ift, nnb beitMnei^cn ift 
ec^ für alle feid)te^öpfe fo geuiäd}lic^. Unter allen SUipjer- so 
ftidien, bie un^ bie Xi)rolifrf)en Settel Seute ani> ^ilug* 
fpurg jutrageu, finb bie ä^ecg giguren bie wo^lfeilflen, 
unb baS, rok mvSf hmdt, Don rei^tSmegen. (line ^rt 
beS übertriebenen, m eine geheime Slbfici^t fic^ immer 
gleich bleibt, ift eben fo fci^mer ju erreichen, a\& bie AU» 
Einfalt, unb gefällt aud^ eben fo fe^r, fo ift ^ubibraii 



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B 19S-1MI 



geft^viebett, in fetneit Herfen l^fc^t ein Uebertrie^ed, 
boS ftdl eben gleich bleibt unb erlitt & giebt Sente, 

• bie gtauben ein feiner ©efd^mad bürfe fein Setgnugen an 

bergleirfien Herfen finben, unb ^aben ba^er öiüeic^t offt nic^t 
5 n^fapt, Da}3 fie i^ucii gcfaUcu Ijaben. OTein I)icr miber^ 
jpridjt bie (£rfa()run0, 2eute t>on roaljrent grofeu 0)e)cl)iiiac! 
unb bic ficf) itict)t blo» iiad^ fioiben iiiebgen gebilbct l)alien 
(benn jolctjc (Scctcn firib für oUe^ ba^jenige 8cf|öne, ba^ 
ficf) nid^t me^x; burd^ ^olbe 2)iminutiögen nii?brucfen lägt, 
M Derlo^ren unb fommcn überhaupt nic^t in SJetradjtung) 
Ijaben aü^eit ben ipubibrod mit Setgnügen getefen unb 
in einer profaifd^en StOftrung ben SBnttler nic^t ntel^r 
je§en fönnen. 

193. I^ret) fteigcricu iiod) ncgcu i^n, ber eine nur 
tt mit ^fennu]t H, bie nnbcrn mit guten @ro)ff)en, er allein 
bot mit Ijülbeu (Bulben, iinb ftunb une ber .^oornjicr pcticii 
bie bret) üerniunbeten {iuxi%kx, enblid) fiel einer, bcuu 
ber jmc^te bi^ er enblid) and) noc^ ben britten mit einem . . 
leiben i&ttlben nieber^ieb unb allein @ieger nmt. 

» 194. (Sx trug bie Livree be§ ^ungerd unb bel^ 

* Clenbei». 

195. gürticiuiug uon Ohuictel^ ^"ftruction. 
2Sa§ bie öüc^ei fclbft betrifft, fo luolte idj bir tjor aUen 
*3)tngen ratzen für eine S3ibcl niemals nic( p i]cbcn, fie 

25 fiub ^art öerfaufcn, finb fie neu mit einem tjolbneii 
@€^ttt, jü ift|§] eine anbere 6ac^e, ^ebrdifc^e öibei 
ge^t. Unter ben (Sprac^n, bie id) nic^t Icfen tan, mar 
bie ^ried^ifd^e bie ffoti^, bie ®rie(^länber ^aben nid^t 
[fo] nM OiM^r gef(|neben mie bie Suben, eincd bon 

ao it^ren beften ift baft novom Testamentnm grsecnm purum ; 
PnroiB ftefjt nict)t auf bem ^itul, ba§ ^eigt aber fo oiet, 
Daf; Uiu latcuii|i1i Dabei) ftcljt, nemlirf} an ber 3eite gteict) 
redjter ipnub. Taun Dorne fiaben bie Purum eine Pict'fatio 
unb finb bei&megen boc^ purum. ;^u ben alten Qütm 



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106 



^abm bte ^tl^enienfer t^ren ^bem Ikh immer bad 
Iatemifc§ babe^ gefegt um t^neit biefe nü^tid^e @))va^e 
fo balb atö mögüd) betipbringen, biefeS mar aud^ Ute! ■ 

flüger al§ unfer fran^ofifd^, bo§ mir a^r nid^t nötbiq 
bätteit, öeiiu mir fönten o^ne bie ÜMin^Jvran^ofen iclHn. 5 

Iiiteinijdje fan man bo^ aud) nod] im 5vrieDcu 
brauchen, ba§ ^•rani3üuid)e aber nur im SUicti. .soeniad^ 
gicbt e§ noc^ ein griedjifd^e^ 33u(^ Chrestomathia, biefe§ 
iff att5eit purum unb finbet Abgang, bic bcfte (^bition 
• ift beg fccligen (^ef^ner feine, aber nod^ einmal muß ic^ 
bir fogen, ba| bie Q^tiec^ifc^en Sudler fo mte übec^outit 
ade X^o(ogifd)e mit ^el^utfamleit müffen gefauft toerbeti. * 

196. 3d) mad)e nirf)t qcntc ^ebtdjte, mortnn man 
grofen ^erfonen ein (iLnuvluiicnt ma6)t, nno lucldje ^utjUiclj 
unter beni 2^an^mei[ter unb bem (iritictuä fielen. is 

107. or t f e I3 u n f;. ^enn ba§ 0^riec^tKf)e ift eine 
fd)iDere ©prad^e, wie man {d^on aus» ben jonberboren 5;öuc^s 
ftabcn fott)am erfe^en fan, bie attemol ben Südufer ab* 
fc^reden müffen, ed rodte bal^er beffer n^enn man betgleid^en 
Sitc^r mit iQteinifd^en ober beutfd^en ^ud^ftaben brutfte, 90 
ba& mad^te bod^ einen beffem SBiIl!omm, boc^ biefe§ getjört 
eigentlich für bie SBud^bnidPer* nnb ©rititfuS, mobon id^ 
bir iHllcidjt ^ernad) nod^ cr.uac- i\u]cn uievbc. ^sd) fonunc 
nun auf bie ^unj"rifd)e 'lMid)er, biefe ijcljn (lut, lueun fie 
gut finb, fie ueriatl^eu jid) leicht burd) bie sBSörter Jus, 25 
Juris, Pandcctarum, Institutioniira, Lege, bie beften 
Autores finb ber $@rr ^poffrati) '^Mitter, auj iateinifdl 
Putteri, ber $^rr §ofratb SlHi^mer, ^eifter, 9(t)rer unb 
@eld^oto^ fonft f&Ut mir ie^t unter ben neuem feiner be^, 
unter ben ^tten ift (Sirupen, $einecciud, $ugo ®rottud ao 
unb Sftor. SMe ^uriften ijahta ätt(^ eine 89i6el bie fie • 
Corpus Jöris f)eiien, fie ift aber immer tatctntfi^ unb ber 
D! Sut^er i)at ]ic nermuU)lid) nidit i]el)abt inc^ bentid)e 
nnb bie ^uben nid)t fie in§ l}cl)i*aiid)c 5U iibcvje^eu, öenu 
jic ift ein paar mal fo biet al^ bie beutjc^e ^ibel unb 36 



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B 197-MOj ' 9lp^oxidmeit. 107 

fo rein gebrucft, ^uiual bie Diüteii, baß e§ bci^na^ ol^ne 
iBtiÜe nicftt 511 lefen ift. Sie mxh nicftt idjiDüi^ fonbem 
tDeiB 9ebuni>eu, jiimeilcii aucl) mit ^Diefiinnen (5ffei! unb 
Sc^roein^leber, ipeil fie üon ben ^uriftcit itaid ^in unb 
fi ^er gebogen wirb. S)ie beften ©bitionen finb bie mit ben 
gefaltcnen Stauben auf bcm 2;itul (»a^ bie)e§ eigeittttd^ 
bebeuten fott, metg ni(^t getoig, mid^ buiuft aber e$ 
fott bie ^ered^ttgfeit t>orfteIIeit, bie gefjonb^bet werben 
foü, ober »ic ftc betet, benn bie gan^ ©crcdjtiQieit hinein« 

10 5ubringen mar bcr ^la^ 5U flein) unb bann eine wo 
Carolus ber fecfifte (ic^ ijah t^n j bauür }td)t, Hon 

^opi bic^ 5u giiH, bet)na(} gef leibet, mie ber ^loiecftor, 
uuilici- biefee tomuit uevftefte id) wo^)i, benn ber Rot)jer 
ijt nact) bem lieben (*)ott ber gröfte SDiann unb gef)ört 

u öor eine ^ibel. ^u mu^t bir aber nid)t dorftellen, aU 
.ob ber ^ai))er ba§ gefc^rieben ^ätte, benn man fejt 
ottc^ offt anbere Sente bor bie ^biStid^x, fo fe^t man au^ 
einen berul^ntten alten SKan Homerus k>or gon^ neue 
Wiä^x nnb Homeros l^at lange Dor Erbauung bet@tait 

» Böttingen uiib über bie ^^itcii bcy Xudtoi gauft^ IjiuüUö 
gelebt. 

198. Vellus, fßikQ, ^Sdk», )^eleis, geH^iK«- 

199. Yorick travesti, Virgile travesti par 
MI Schwartz. 

S5 200. Sine ^r^a^lung. 

®egen bad @nbe bed erften ^a^r^unbert^ mürbe 

mitten im Si^c be§ guten O^efc^marf» nnb ber OJele^rfam* 
feit, bie Stubenten ber bomn{}lii]cu ^eit uaunten e§, glaube 
ic^, ^iber=5ltl)en, ein ß^efd)Lipf gebol)ieu, bü^ anc-«]"al) tuie 
30 anbere 9}?enfd[)en. (£0 geigte at^ norfi in bad i^t^in- 
nafium gieng öiele gä^igfeiten Dielen Dingen, unb 
^atte einen unmiberfte^lidjen ^rieb alle biefe mannigfaltigen 
^gierben 5U befriebigen. lernte ballet bie 4 Speeles 
itnb etmoi^ bxnber, toufte über ba§ sumaiiim' bonnm ^n 



« 



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108 



Ü^. d^^c. Lichtenberg. 



IB 2«J0 



rebeii, Oeurtfteitte bcn ^Nraritcloö, i;atte jdbft ^ugen unb 
SD^Quler jeic^neu gelernt, \mh ]0£]nr ^?tneralicn gcfninrndt, 
blie^ bie glöte unb I^tte angefangen iBcrfe machen, 
(^ige (Sd^rifftftetter fagen, atte§ biefe§ ^ätte e§ mit einer 
gemiff en Setc^ttgfeit toernd^tet, bog ei^ bobel) lange l^fttte 6 
fd^lafen, bie Scftn^en befud^en, unb bei) allen AsBembleen 
fet)n unb nod^ aufferbent bie kantend in bie Witt bet) 
bem Campus Martius führen fönncn. (5§ foH fagen fie 
bie ernftftaffteften 53üct)ei ailc^^ai mit einer cjeiDiffen .^ärt* 
lidjeu ^ciue gelejeu l)abcn, fo baj^ bic uniftef)enben itnmei lo 
glaubten e§ fe^en 9taiuetateu über fouft aUciiieb|te ^^^anbe^ 
le^en, luelc^e^ i^m in ber Stabt inele ^)ln(^a§mer erftlic^ 
unter ben i^amen^, ^ernncb unter ben Sturem unb enbtic^ 
gar unter beuten be^ ber ^Kgicning unb ben 8d)ulctt 
berfc^afft ^atte. Suft unt biefe ä^t b^am e9 tmn einigen u 
nturrifd^en Seuten ben 9{amen bed l^albföpftgten, aud bem . 
nemlid^en (Sntnb n»el^niegen bie ^ortugiejen ben grogen 
unb fcftarffinnigen ^on 5^ieqo be SWenbo^a sete cabi^as 
ober bcn ficbciitiuniatcn gcuauiu Ijalicu, uuljt fDiPuljl 
megen einer bcioiiöeiu ^L^rni bc^^ .Slopf^ al^ inclmclir be^« 2a 
jcnic^en nnncl)tbarcn 2öejeiK\ nun bem mau bamali? ]d)on 
glaubte bafe e§ im ^opf ]d\]t. la§ öiel, nnb betani 
ben Sopf Doli oJ)ne boc^ öiel ju roifjen, fo »ie man 
tögU(^ fe^r öiel effen fan unb bennod) ober gar eben 
beSnieg^ aud^l^ren. 2)iejienigen ^(^er, bie ed feinen 
(Empfinbungen am meiflen ^armonifc^ fanb, maten bie« 
fenigen natürlicher SBeife morinn el^ fo aui^fal^ att mie in . 

feinem föopf, alfo o^ngefebr S^oumate, Melanges de 

unb bcrgleid^en. "ilik^ fid) enblirf) ^ei Iiieb beti ibm j^u 
rechen anffeng ber, fo luic ein (icunffer anbercr, bei) ben -lo 
SDianuöperfonen in bie ; Jetten oa- erftcu ^art» fallt, id) 
meine ben Trieb i^lMi^er 5U jeugen, fo fc^rieb er l'iebiien, 
unb biefeö nic^t foroo^l au§ einem befonbcrn äBinrf ber 
92atur^ {onbern meil e§ glaubte bag fic^ in biefem gac^ 
mit ber menigften l^afft bie gröfte C^re cireicien liefe. s& 
X^eild aud) bedmegen »eil eine gemiffe falfc^ Bftvtlid^ett 
e0 fo gan^ (S^efü^l gemad)t ^atte, bag eS gefte^en mufle 



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B 200-20ÖJ 



109 



c§ märe ifim, mcnn feine il^ernunfft gcbrou(i)en foUe, 
bei)nn^ nl^ uicim etroaö mit bec lincfen §anb t^un 
foUc, unb baö bie fanfftc Bpanttung, bie e§ in feinem 
^mütl|e be^ einem iß^abrigal ful^Ite, i^m feine cmbeve 

ft til^fop^ifd^e Setrad^tung gemftl^ren fönte. @o tftnbette eS 
bie $elfftc feines Sebent f)ii\, glücflic^ für fid^ felbft, bcnn 
fönte mit einer felbftqemodjten 2oc(d ^bilofopftie unb 
einem Sonnet Dac^ieiiii^c iiuicjc :;cit iui£-iid)tcn, Idqc^ anbevn 
(finfidjt in ben 3^i<-i»i'i^^i^i}Q^Ml ^c^* ^inge unb feiner 

10 jelbft ift. ^ie anbere ^elffte hcz^ 2^bcm ift minber t»e= 
fannt, )o üiel ift an§gemacf)t, e$ fterfte ftcf) in ein ß^lofter 
unb fieng im ^(ter an mit ber linden $anb ©ac^en 
tradttren, tlriftotetifc^e ^ß^Uofofi^ie. 

201. (Er befa| biel ^l^ilofopl^ie, ober common sense, 

13 ber fo au§fa^. 

202. ®r fjtitte ficf) au] allec^ geid)idi er ant- 
morten fönte, menn ber S\im\c\ mit i(}ni ipied)en tuürbe, 
fogar tpenn er fragen iduiDc mie l)od^ ilju biefe ^lOtan^ 
fc^etten fämen, allein ber Sli}uig fragte, ma§ fprid)t man 

») benn t>on mix in . . .? Bien, Monsieur, antwortete er. 

208. (£tn ^eutfd^r, ber e^en au» $arid fam unb 
nun koiebcr in feinem @t&ttgett aud bem S^fier fa^, w 
^ fe^r ftiS ttar, fragte in ber $t^e Mon IHeo, est ee 
qu'il n'y a point de bruit ici? 

35 204. .'öier rn()t ba§ Vehiculum por etmaö menige 
@abe 93üc^er fc^reiben pp. 

205. Äebe einec^ SeibftmPrbcrö fur^ 
bot ber ^^at aufgefegt. 

fjreunbe! fte^e jej^o bor ber ^ede im ©egrif 
» fie nuf^u^teben, um p fe^en ob e§ hinter berielben ruhiger 
fcl)n ipirb aU i)kx. C£t- ift biefet- feine *i)lnn)anbfung einer 
tollen SSer^meiflung, td^ fenne bie ^ette meiner ^age au3 



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HO . 



@. idi)x. Sic^tcuBetg. 



ben roemgcn (V>Iicbcrii bie id) gelebt Ijabc 511 moljl. 
biß mübe tueiter gelten, ^ier tt)iU id^ ganf erfterben 
• ober boc^ rcenigftenS über dladjt bleiben. &\cx nimm 
meinen @toff mieber, Statut, Inftte i^n in bie Wlta)\t bev 
SSefen miebet ein, ntadfte einen SBufd^» SBotde, affeS 5 
ttm^ bu minft aui^ mir, au^ einen SKenfd^en, aber mi^ 
nid^t mei)r. ^ancf feti e§ ber "iß^ilofop^ie, bnö nticö jefeo 
feine fromme :|Hii"ien in Dciu ^Jug meiner Oie^anctcn ftuliren. 
©enug idq beude, id) jiivdjte nic^t^, gut, oljü lueg mit beut 
^or^gl 10 

206. 5it^nn idi einen ^21ugenblic£ einmal beurfe, aber 
e§ fönte bir in B^funfft fc^aben fo 5U ^anbeln; hoffen, 
fftQt mir meine ^nMifinbnng ini^ äBort, nnb i(^ bin 
möl^nlid^ fc^on nberfäl^ e^e fie t)ölli§ anSgerebei ^at. 

207. (Bpiid) nidjt immer: mett nnn bo§ ift, fo muft 15 
biefe§ ]o ic\)n, la% beine (inipfint.ur.L; and) einmal ^um 
SSort foinmen. 93i§^er fönte bie '^nn-nunnt niriit yini 
Söort tonunen, jet^o ba fie merdte, baj3 e§ euiuK^ ftiUev 
niarb, fo fieng fie U)ie gemo^nlid) an, menn fie lange nic^t 
gejproc^en ^at so 

k 

208. toüx eine UebereÜnng, i<^ i^at ed mit ber 
nemltd^n ISärme ol^ne meldte mein £eben meit meniger 
merti^ fet)n n^nrbe, atS ^ je^o ift, nnb id^ legte mi<l| 
enblid) nnter bitteren t8ortt)urfen bie id^ mir modite 

^ette, meiner (impfinbuHi] iuul) um einen 5i€miia)Cii 'ilu»^ 25 
fct)lü9 müialijdjen Ö^emic^t^ leidjtev. 

209. (^raf Mettler. 3eine '^lu^fprac^e nmr 10 mie 
be§ 4)emoft^eneS {eine, mmx er bad ^2aul DoUer !Ak\tU 
fteine liatte. 

210. S)en 10. 9(ugnft 1769. ^tö id^ ben Strso 
grancid SterdC jn bem ^(^rm $rofeffor Srortfc^ führte, 
ber bamofö ^roretfior mar, f 0 ^ielt biefer mit tKeler Air 



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^piondmen. Hl 



nnb •rbetoriM)er (^uauigteit eine lange fateinifdje SfJebc an 
iljii, uub alv er ttö\ixc\ nu§("icrcbct hatte (benn \d) iiuUte 
t!)m iiicfit in bie 9icbc faUen:) fagtc id) ifim: ^(ire Waßni- 
ficen^, bic (ingelldnber öerftc^en uujei; iiatein nw^t. ii^v 
5 fd^ien nic^t {e^r atteriri 

211. ©einen ftetnen &iod brauchte er allerlei }u 
nteffen, cotperlic^e \om^)i afö ntovalifd^ SHnge, beim et - 
fagte offt': td^ befüntmere mtd^ ntd^t )o toiel batnm, nnb 

jeigtc mit bem Waigel jeiiicc> ^aumcu§ an bem ©tocf luie 
in ütel er \\d) baxum betüainicvte. 

212. ^sliv Unteiiüd' ipqv rnth iinb blau je^r breit 
ge|Uei[ft unb )a\) au§, at§ mnn ei üuö einem St^eater« 
ä^orl^ang gemocht märe, ^d) fiätte für ben erften $la^ 
t>iel gegeben, aber ed n^urbe nic^t gefptelt/ 

15 213. fBkxi er feinem Saier nun etnnutl be^ ber 

3eugung mißlnngen mar, ]o getraute fid^ !etn ^pferftec^er 
nad)f)er nod) einmal fein ^cU mit i[)m in Uupfcr 5U 
ucrjudjen. 

214. 2?cnn Sie nur |"o öiel SSi^ Ijätteu <M ein 
so i&uittürn, ju mürben <^ie biefe^ l^aben jagen müjjen. . 

215. ^ie meiftcn ^ofmeifter appticiren nur ^oUiattD 
(Euren gegen bie Softer t^rer jungen ^erm, i^r @elb 
ober fie fetbft gar dn^ufc^tieffen, m% ifi biefed anberS? 
Principüs obsta, biefef berfte^t ber meifte Z^eil nid^t. 

20 210. Xfinten, bie juiu 2d}abeu ber ^.^ötcv, allein 
511111 i^ürtticil aiiberer eben be^megen t]cicid)tcn, I)at 
man meil fie iljver 'J^atuv nnd) feine baare '43c5a()luug 
julicf^cu mit Sob 511 bc^aljtcn gcjud]t , nnb <ihreu^ 
gebac^tniffe ftnb ^ec^fel, bie man auf bie *Diaa)uielt 

so fteüen mug, meil fie offt bie lebenbe ^eU mit $roteft 
mürbe jurucfge^en laffen. 



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112 



0». (Sit, Si4teit6et0. 



217. i^iHCHi gaui^en l'cbcii lunnercft man einen 
ÖCtuiffen 5?crfto^ c\e(\en alle 3uupUatdt unb Harmonie. 
Ö'inine Tfnile finb uortieijUcl) barinn. (iinc (^abc für bic 
Toilette neben einer für ba§ 6c{]la(^tfclD, luilö Ijier etnnvo 

gej^toinb unb bort 5u langfcun. Urnftanbe, bie t)oii& 
^ec^tömegen ^&tten foUen be^fammen fielen, ttiaren fo 
toett oon emonber gdbmmen, ba| cd beffer gemefen w&te 
fte iDftten aOe be^be meggebltebeit, aitbere bie nic^t }u« 
fontmenge^örteit folgten etnanber fo ttül^ bog IfteJ fic^ 
teilen fönten unb etnanber frf)tnnen iinb ftiejien, bt^ fieio 
be^be für ben S3e)iJ^ei uubiauo^bai iimivcn. 

218. fsbr S]inn fül^lte jid} fo ']an\]i an ha]] and) bie 
feinfte 6eite tu ^adfetoiitö ^Uton ^) nur blojei' ^^p« 
bedfii bogegen mx. 

219. Seute werben offt @ele^vte fo mie mand^e u 
Solboten merben, btod loett fte feinem anbem @iavb 

iougen, if)vt rechte Smtib ntu| i!)nen förob fc^affen, fie 
lecken fic^, fan man ia^en, ipic bie iöüreu im äBintcr ^in 
unb fangen au» bei Xa^c. 

220. "^ie ^^orbarcti ift eine Sun^flntl) über bic ao 
S8iffenfd)afften gewefen meiere bei mifelnbe gvenet einiger 
römifc^en beaux esprits über biefelbcn gebraut bat., fie ift 
in begua^ 2000 ^a^ren nod^ nid^t gan^ t)ertrocf net, fclbfl 
in IDentfd^tonb f^tt unb ba noil| ftorcfe $fü^n, 
ivie Seen^ m ge\t)ig feine Zanbe ein Oelblat ftnben würbe. » 

221. ^"^cllnnn mav anfanc^v^ '^sovvenici, allem etma§ 
gefunber ^erftanb unb eine iiud) gejunbere Tl'iQux niad)ten 
baf> er erft ant^ bem ©taU bei) ben @d)(affammcr Cfficieren 
feined ^^^rin^en unb enbUc^ bet) ben Affaires d'£tat ge« 
brouc^ würbe, ein wahrer Cicisbeo bet ^armftäbtif(^ ao 



einet ber beften gebmiftett f&f^tt, bie nton (ot, nnb 
biefe» ottf bat febiße Rapier. 



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B 281-829] ^Ip^oii^omen. . 113 



gufti^, bcr i'^r offt SOiorgenb^ an bcr Toilette auftuartete 
e|e fte no^ eine liBtnbe angelegt l^atte. ^ufferbem l^atte 
er bie gan|e (Snc^lopttbie bev @p^6iibeiiftrek^e im Sopf 
nne bad (Stnntalehtd, beim metl er ni(j^ boit fc^önen 
5 Sunften Mnt>9latuit)iftori€ öerfiimb, fo ^attc er ottf feinen 
i)kiicu (ic^ Ijierauj mit . {eiuei" SammLuiig cingejt^Eäncft. 

222. Seletbigungen be§ ^erftanbe^ unb äBt^eg. 

223. &^om '^octor ^i^occate^ bv^ ^octoic ^ratu 

224. @r Bearbeitet in feiner ©d^rifft eine fd^on 
10 fjimiiä) bunj^gearbeitete Sl^aterte nod^ einmal^ er tit&^ete 

wo Sftjhier fc^on Dor i^m gemä^et |at, unb lieferte imS 
alfo nur eme ^rt bon (Svmxaet 

225. To be or not to be — Toby or not Toby^ 
tbat is the question? 

15 226. ^mi) ^ildtricen, bie fiel) fe^r ftarcf beneibeten^ 
famen in ;Sonbon einmol gleicher ^rau^ imb 
ftengen pgieid^ an 5U fpred^en. 

227. min baS t^un, berfejie er, unb 5eigte mit 
ben 5meen gingern nftcl^fi bem turnen ^mifc^en ben 

20 6*^ unb fiebenben ^nop] feiner SSefte, xüo e^ ficl^ alfo 
o^ngefefir tjou felbft öerfte^t, bafe ber SJiittelpuiicft ber 
menid^Uc^en ©egemuart Einfällt. 

228. 2öi^ uiiö ^annt nuij)en, mie aäe corrofiöe 
@ac^n, mit Sorgfalt gebraucht werben. 

» 229. Seberman fennt bo^ Secgnugeit unb bie an^ 
genel^e @id)er^eit mit toüäftx man m neuen ©trumpfen 
auSgel^t, menn bie Dorl^etgel^enbeu' fc^on i)ffterS gefliilt 
roorben, unb bcnncw^ juweiten bie ^ufmercffamteit ber 

Xieutc t)urdi ein ^od) auf fid) gebogen ijabcii. 

LiUeratardaaktuale 123« 8 



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114 ^i^- ^^if^ten^erg. [b 280-98» 

280. S>tc S)cutf(i^en mifcf)en bt i^re ®|nro(i^e gwn* 

göfifd) ein, be§luegen Ijat mau ben .S^(i'rrn (icitüiu aud) 
in bie beutjc^e (^ejeUjc^üfit in (^üttuigeu cuiaeniifci^t. 

231. (^ine ^(iiffttoii iüd man ftott ®clb mit anbent 
@(u^eti böte oli^ fj/^ mit ^öüc^cn. s 

232. 2)a§ trincfen fiat mie bie SiRal^lerei) feinen 
me^antfd^ett unb bic^terifc^en X^il, f o tote au<^ bie Ste6e. 
SHefed gefjört mit )ur ^tnic!. 

233. 5:en 12*1'» eeptcmbev 1769 ftarb in (Söttingen 
$@rr Sf^oÜen, ein 33ürf)?eiunad)er unb ein ]d)x e^iü(^er lo 
SKann. l^nttc in feiner Shinft )cf)r u^cit n^^^i^^^<^t. 
®r fc^oj einmal nuc> iioiicv ,*oanb 13 mal auf 250 8d)vitte 
in§ Sd^marjj imi^ bci)na^ immer auf benjelben glect. 
fbt\) folennen ^d^uUen^öfen in unb auffer ber Statt ^at 
er ßfftcr? ben ^uncft au§ ber (Sc^ei^e 'gcfc^offen. @r 
liegt in ber ^Iboner fHrc^e begraben^ too ber groffe SRa^er 
eienfaHd liegt. Sr mar mein guter Sreunb imb l^atte 
ein l7ortreff(id^eS .öer^, nne td^ f(f)on einmal gefagt ^aOe, 
ba^er Iäd)ele ic^ nid)t bei) ber ^eibiuDuug bcv beyben 
9labmen ä)iai)er unb Sf^oUen. ao 

234. ben 3 Junii 1769 be§ ^^Ibcnb« bie ^^^cnnv 
burd^ bie Sonne get)en folte, fo machte man 'ilnjtaiten 
Dörfer unb man fa^ fie um bie gehörige Qcxi fommen, 
M aber am Julii bie ^n^effin bon ^reuffen burc^ 
Böttingen fommen fotte, fo loartete man bis beS ^oxfy^ ^ 
um $md(f umfonft, fie !am erfit ben 9!? frü^ um 
10 Ul^. 

235. Sßevgltid)iiit(i einiger S^ente mit öncficrn : 
Öffner ein Dietlounaire Kncyclopediqne, (5'otom le 

niechanisme de la dolicatesse du stile fraiirois. Ü o w i ^ 3d 
Avis au lecteur sur quelque chose, qui va paroitre 
bieutot; a?6c an avis concemant le aecond avis. 




i 

\ 



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B 23Ö-242J ^pl^ortSmen. 115 

^tc^enroaU la richesse de l'etat ou precis ä peu pres 
tbeoriqae de Tiuteret public. )iB e b e Qa'en dira-t-on? 
^olltnan, ber ®reid legtet Sanb. ^ti^nt Moni- 
menti ineditL 

s 236. SSer ift ba? 9htt i^. O bod tfi überffüffig 
genug. 

237. iQ^Svx (Srf)nettcr, .V)ofmeifter t)m\ iQ(&xin düu 
^cinecf, fdjrieb hinter feinen ^tarnen Gouverueur. 2Bie 
üiel 2:t)ürf)eiten müfien nid)t in einem U'Opfe Ouartier 
lomac^n eine jolc^e findet. 

. 238. ^nn und ein (^gel einmal au§ feinei; ^ß^ilo« 
fopl^ie et5&l|ltey td^ glaube el^ müften tpol^t manche @tt^e 
|o Hingen att mie 2 mal 2 ift 13. 

239. (iv fönte niiljt begreifen luaiuiu jnmeilen 
16 ununberfte()lid)e ^teignngen in il)ni entftnnbeu, luo^u il)ni 

bml) a(lc Jöefriebiguug aligejc^nitteu mar. ®r ridjtete 
bieje ^rnetfcl offt al§ eine ^reißfrage an ben s>!mmc( 
unb eine befriebigenbe Söeantmortung berfprac^ er mit 
einer DöUigen Verleugnung feiner felbft unb einer 
aolaffenen Untermerfung su enotebem. 

240. Se SSrun (onte bamatö ber Se^foII bel& 
(^fel§ nid)t öiel unangenehmer fegn, ati$ ber Äu^fpiudj 

einet ^lUabeimc. 

241. Itnb mit beni 2Bctn, ber nun ntd^t me^r in ' 
25 ben Bouteilien^ jüuberu im Uopf toax, giengen fie auf 

bie @trafe« 

242. ^enn id^ einen %ofen ber ein l^öfemic^t ift 
in ftebonden gel^n fe|e, fo bencte ic^ immer, nun ift er 
fein eigener Bender DiUetd)t unb boU^ie^t eine ©träfe an 

80 fic^ {elbft, melc^e^ jener ni(|t tl^ barf unb Ion. 

8^ 



* 



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116 ^» iSic^tetttog. [B 848-849 

248. S^ergtetc^ung 5n)tfd^en |) unb S. (^oticf unb 
gacobi) ^ fd^reibc immer lieber be^ att bei. 

244. '5)a§ ältefte 8priic^mort ifttuo^l: aUäu öiel 
ift ungefüllt). 

245. 9hmm in ac^t, ba^ meine (^eöult iiid)t 5 
über beiner Satigfamfeit abläuft. ^Xuf meine (&^xt, ic^ 
liebe fte beinetwegen md^t noi^ einmal auf. 

246. 81uyion§=^^iergen ftott ^nfufion^s^^^iergen. 

247. ^ 0 ft a lu c ii t c i n e § Studiosi htt) 

f e i n e m § i n t r i 1 1 0 u § b i e f e m S t u b c 11 1 e n !Ö e b e n. lo 

^er Testator bittet jn bemeicfen, ba^ ^tbcn l)ki: 
immer fo öiel ^eigt, al§ bie 4 ^ai)vc auf Ihtiuerfttäten, 
unb nid^t biefed gan^e Seben, er ^ielt biefe ^nmerdhtng 
für nöt^ig, um be^ feinen Meublen eine ^lüuberung ab 
intestato Dermeiben* . 15 

248. (ix^ ift ^um Crriuuuicu mie jcljr unjiic liitcttcit 
mit jebciu 'Settel {djadjevt, mo^ ber ?(rme nid^t mcl)r 
nü^eu tan mirfft er auf ben crften bcn bcften SSeg l^in 
nmfonft. SSir, bie uiir un*? niei}v buucten al§ ^ctte(^ 
idtiitt , geben un jere abgeuu^te Sfleibcr jumeiten bem 20 
erften bem beften ^rmen gegen Erlegung [\>on] etmad n>eit 
mic^tigerm, atö ed unl^ }U ftel^en !am, gegen ^and unb 
Serbinblic^fdt. 

249. Siebfte gfreunbe 

^cii jebcr 53erQ 11 Gerung unjerci: ;>KnaiiDc5i merben 20 
un§ geUH^ljuIicl) eine ^ükiuic luni fingen balb meit 
unb balb ^u enge, fiirh unbraiirf)bar. ©0 n)ie mir ein 
pciax Moioii öcrrpacl)jcn, jo üerumd)fen mir llmnaiin, 
^ibUoti^cteu, (^runbjä^e unb bergleidjen, jumeilen e^c 
fie abgenujt finb, unb jumeiten, meld)e§ ber fd)limmfte ao 
gaU ift, e^ mir neue l^aben. ^ merbe meinen Sußonb 



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1 



B M9J 91)»]ioriSiiieti. 117 

balb öerihibcrn, euic gcmiffe (Schniuc^t ^) imd) einem 
onbcvn öeben, unb ein iinieiei- i^cjulil meiner S^bicjfeit 
baju loffeii midj biefcn roidjtigen ^d)rttt nid^t um 
eine 2öod)e mciter ^inauöfe^en, d§ bie Oftcrmeffe 1770. 

5 WUcim güfee moKen ben S?örper nid^t mt\)x mit bcr 
!Oetci^tig!eit tragen, bie bem @tubenten gej^iemt, fonbem 
fallen offterd 9^ne bajs ^ tt)ei| in ben mel^r abge»' 
nteffenen fftenben Xrtti ber ^ö^em ®efd)äffte. Solteg 
n^erbe idft für einen einlugen $Iq^ breit, fur^ tc^ fü^Ic 

10 mic^ reif biefe§ Qngcnel)mc i^ebeii üevlaffen, iiiib mid} 
meinen Sötern immer inelir unb mel)r ^u näliern. 

S!iu\)cx m '. lem unfic^tbaren i8erm5c\en, etlidjen 
Silcibiuirt^^ltüdcu, uitb ein pnar ^üd}ern nierbe id) nHe^ 
jurürflaffen, auc^ einige i^ebenö^^Jtegeln, für meiere idj 

u recEc ^u^lacije get^on ^obe unb für meiere man mir 
ntrgenbl etma§ giebt, merbe id^ nicbt mitnehmen. Um 
aber eine ^Innbemng ab intestato tierm^iben, f o l^abe 
iil^ meinen legten SBUIen l^iermit befannt mad^en moDen. 
^ mein lieber 8. würbef* mid) fet)r bcrbinbcn 

20 uKnn bu meine 3tube nefinicn lULiItcft. ^d) fiabe adejeit 
t)on einer «Stube iirbfcve -sBegiiffe ci^babt, al§ bei ijemöbn^i 
lid^c ^beil bev ^I)tenfd)cn. ^in giüiei Iljeil uuferer ^sbceu 
fyaugt öon il)rei' iiagc ab, unb man fan fic für eine '^(rt 
uon 5n)ct)tem Störper auje^en. ^d) fä^e )ie nic^t gern 

25 cntl^eiligt, bu befommft menn bu fie nehmen totüft meinen 
fe^r re<^tfdE)Qffenen äBtrt^, mein Barometer, nnb 6 Sknb 
Sutten, bie ic^ an bie Xa^ete g^flebt ^abe, and^ bai^ 
Xlermometer in ber flammer ift beht i>a mirft bafnt 
ha% Weine onn« tragen einem e!jrii(i^en gebrecf)lidf)en ?(rmen, ' 

30 ber QÜe Sonnabcuii an Dai^ ^'scnftcr luiumcn iinrb, iebe^^ 
mal 4 4 (VI ßcben. 144 jold)er xMlmofen machen 
erft ben 5i^ertij eine^ gemeinen Sarometer^, baö meinige 
toftet imM)t mcfir. 

'^u muft bebenden bafe, ^tte id) 50 ©d^ritte meiter 

lä Runter, nm bie (£de ^emm, gemo^nt, id| fo menig ber 

M ^icje ^at eine ^He[)iilic^feit mit bet Ü^^eigung jid) 



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118 (£^r. 53i(fitcnberg. (b 249-250 

5XRenfd} luäie, bcr tc^ ie^o bin, qI^ wenn tcf) 100 l)ieilcn 
mel^r mittägUc^ tüäre empfangen morbcn. (£inen gemiffen 
^errfc^enben ©runbfa^ meinet %f^m§ l^ätte ic^ noc^ nic^t 
Qcfunben, menn bamafe ber ^ifcf) üor meinent einen Jeiifter 
geftanben ^tte ber ie^o ba fte^t, fo leidet lägt ftc^ büd & 
Sa^r^eug bre^en, bad mir, mit unferer (ettlid^est unb 

emigen ®Ittd^eetig!ei4 an ®orb, burd^ btcfc 8«t 

fortjutrciben f;aben, bie minbefte ^emegnng iijcilt fid^ bcm 
©teuerrnber mit. S^lorgen ift e§ Sonntag, menn id^ 
müfte luü Dieieuigc Stube fet)n luirb, bie für bie befic'w 
£)bferüotion t)Dmgen]tcr bie gtiic!ücl)itc l?age bat, tr^ böte 
bem 90'knfc^en ber barauf mot)nt 100 Xt}alev für einen 
^iai5, roeit biefe§ nic^t gefc^c^n fon, {0 m\i ic^ mic^ 
menigften^ bemühen be^ einer avA meinem genfter ben 
beften (^banden §u lieben. 15 

250. (Sinem ©önger fanffter ©mpfinbnngen, ber ein* 
mo( glaubt poetifd)e§ 3ucfergebarfene§ ja) eine roürbige 
Speise für bie nieiijc^lic^e Seele, ein 93rob bc^ Sebent 
für ba§ '§eit3, in fo frf)mcr mit Ö^rünben iHni.yüütunicn, 
nk^ bem ^bealiften, ber mit ^cm ^nubcrftab jeiuer uu- 20 
uinfd)rcinfften ^ntagination, mit einem Streich SBiber^ 
legungen unb S8ertf)eibigungen taufenben fc^afft, burc^ 
meldte 5U bringen feinem gleifd) öerftattet ift. @§ giebt 
!eine ®pxa^ bie grabe in bie SSemunfft rettet, aOe 
nimmt el^e. fte etngebtffen mirb etmad t>on bem Xon ber is 
geiftigen ^üUe an, binter metd^er jene liegen mu|. SBie 
foff tc^ einen jungen Scbmä^er überzeugen, bei) bem bcr 
Slag ber Sßernunfft jid) einer lueicblic^en lauiinerung 
geneigt bat, beQ ber mir meninec-« fid)tbac bleibt, bac^ biii^ 
längtic^ ift eine Verzärtelte (XnntnlbmuvSfrnfft mit Silbern 3t> 
einer tänbelnben -sh^oUuft 511 iieifel)en. ^^cv '-Brief be§ 
^©rrn Qacobi an bie (Gräfin, bie it)m Söielanbö ^IRufarion 
fc^endte, ift in ber •:tl)at bie gruc^t einer in ^ärtlid^feit 
unb XAnbeleQ }erfd^mel^nben Semnnfft^ bie, mie id^ 
füxd^te, gän|^lic^ ^erfliefen xoixh, menn nnr noc^ aud ein s& 
paar Igoumalen baruntergebtafen mirb. ,3^ befürchte 



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Bsso-sm tClp^mdMeit. 119 

eben nicl)t au» bcm (Sinreifen biefcö (^kfif^macfö einen 
^^erfn(( bcr SBiffenfrhafftcn, benn bicfe ^Biffcnfc^afftcn (jabcu 
nie woiji ^eftanbeu, bie ber roeic^lic^e ^auc^ einer folc^en 
ftänbele^ umfel^ren tan. ^ber unfere guten SKäbgen 
s tDerben babuxd| ))erborben, bie füde metbltcl^e (^c%it, bie 
ehte etat fo gtofe %mäj/i richtiger (Em|ifinbttitgeti tft att 
bk ntttnitl^e ^^ilofop^te, unb ge)pig eine tbett mäc^ttgere 
nnb fd^önere, mirb unter emem raisonnement in ^minus> 
ttöpen, über ^iminutiösj\been erfticft, unb baburcft lüirb e§ 

10 nviU ciiu^ ^^Irt lion ^t^^'^^^'^l^^it geben, fo tnic c{< nod) eine 
^ri Duii >^aa)en bev Sluuü p urtl)cilen c\\d)t, eine t)er* 
bette unb eine reelle. äBie^^^^ l)nt für ba^ $er^ ge* 
fungcn unb gcjpvoc^en. ©eine XJeic^tigfeit ift ntrf)t bic" 
be^^lte ober lobbegierige ?cicf)tigfeit eine§ Xan^eiftcrö, 

u fonbern bie auf gcfunbe 9tic^tigfeit ber ©lieber gegrünbete 
eined äX^erturS. ®eine SBercte lörnien ft(^ mit offener 
Stsm oOen ^a^r^unberten geigen, unb toenn fie i^nen 
nic^t gefallen unerfd)roden fprec^en: £) ber Sarbare^i 

251. Söenn ul) cuiaial fein Sebeii l)ciaui?gebe, fo 
20 jucl^en (Sic gteid^ im Index bie SSijrter Booteille unb 

<Selbft^i^euu^ auf, fie enthalten ba^ toic^tigfte oon i^m. 

252. fürd^e immer, unter ben ^nbert ^änben^ 
moburd^ mein Sörief gelaufen ift, ftnb ein pnnr neugierige 
gemefen, unb bc^ fc^tintmfte ^mi tan gen)i| nic^t fo biel 

« Un^( onfangen, att ein paar neugieriger ;^anbe, entn>eber 
fiir anbere Scutc, ober aud} für ben, oon beffen Sd^uUern 
fie ^erob^ängen. 

258. ^dt) münfcf)te bic (^^efcljicliti; uun mir fo jel)en, 
luie fie in üerjcl^ieDeiieii SUnnen crifiirt, meine ©rüber 
» roiff en bie m c t ft e n ^Rletuigteiten oon mir, >o^xx Ü j u lui ü e r g 
metl mele^ oon meiner beften 8eite, i^^mein fennt 
meinen (S^aracfter Don ber guten unb ber fc^limmen ^eite 
unter aOen SKeiifc^ am beften. S^mejl mei| bie meiften 
Zl^orl^eiten bon mir unb bie meiften $etmlic^!etten/ meil 



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120 



Q^. (Sfft, fii^tettBerg. 



IB 858-tM 



id) immer nu§ meinen Xfiorfieiten §eimlid)feiten gemacht 
l)c\hc. ^im eiiifäüigften unirbe meine (^ejc^idjte auö)el}en 
toenn fie äöac^ter befc^veiben foüe. §(5rr Sjungbcrg 
würbe mid) i'o fcfiilbcrn: (£x ^ot fein bofe^ $er|, er iffc 
im ftuferften @rab jlücl^ttg unb feine ^Za|itnen, bte er» 
lutoeUeit ftufert, fmb nux fttr eine @hinbe gent&n^, tit 
ber ttftcl^fiteit toerfc^I&gt er fte mieber. (Er 1^ lumeUen 
gute ®d>antfen, unb er Ion fo 5iemlid§ k)ergnügt fet)n, unb 
I)at e§ in feiner ®ett)att e§ fe^n. Ob er ttJoM würrfUc^ 
feine gi^eunbe Hebte? Quseritur. (£n)me^^ unirbe fid) gett)i§ lo 
fo öon mir nu^brürfen: Sein *ocrt\ ift gut, aber mer ^ätte 
bie 3tvcicfie hinter il)m fud)en füllen, mcun er ju 2)Qrm= 
ftabt mit feinen il^üd)ern am 5lbler üorbei) gieng ; boc^ an 
ben ^ugen fan man ii^m etma^ anfe^en. (Gottlob ic^ 
lenne xf^n nun, uitb er gefällt mir befto beffer. (Ein paar 
bnmme @trei(l^ im ^uguft 1765 l^e er meniger mad^ 
. foKen. met|, S^etn, beffen tiortreffttd^ ^er^ immer 
ffir bte menfd^lic^e 9^atur einen gel^örigen Rabat rechnet, 
njürbe Uortl^eil^afft öon mir urt^citen, unb td^ ttiolte 
jcberman backte üon mir, fo mie er, fo mürbe id) ol)uc 20 
bemuubert 5U fe^n t)on jeberman ^oc^gefc^ä^t merben. 

254. (Sr bemegte fid) fo langfam a(^ mie ein ^Stunbcn 
3eiger unter einem ^ufen t>on ©ecunben 3^i9^nL 

255. W>tt ber Ion red^t trtnden, fogte 
neulich iemanb ^u mir, erft jmo BonteUlen Sein luib ta 
bamt 12 (Slftfer $unfd). SBa9 miO er bamit? Sßenn id^ 

il^n onberS red^t berftel^e, fo bimrft mtd^ ic^ fönte atte§ 
biet gcid)uiiuber t^un, mav .\>Ci'rr $ . . t^ut, menn id) mir 
eine ^4^iftole üor ben Ropf )d)i)|]e. 

256. ^d) meift in ber X^ot nid)t marnm biefer SDienfc^ so 
noc^ fortlebt in ber ^elt, feine t>on ben (Eigenfd)afften^ 
bie er iefto befijt, borf [er] auf einen l^öl^ercn ®rab bet 
SolRommenl^t bringen, eine jjebe mürbe ftd^ im d^algen 
enbigen. 



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B »7-9Ö9] 



257. (5r fut)Uc in i'ciner ^anh einen gcmiffett 
fi^clnben 8i^meri^ uoii bei* ^2lrt, nietdien 2ocrate§ cuimal 
in feiner ©(f)titter gefii^U ijabcn ]oi\ f@octatcy t)atte 
nemfirh mit feiner blofen Sdnilter bic lUofe ^d)n(ter bev 

ö fc^öneu (^c^mefter bei^ ^ritobulu» berül)rt, V ide baö Sym- 
posion Socratis im)m 3£enopt)Dn, SBelmoob'ö Tranalation 
of the Banquet of Xenophon ^k^oko 1750 p. 169. aeqq.)* 

258. & Mxt niä^t gut, »etitt bte @etbfim5vber offt 
mit bcr etgeitittd^en ©prad^e iftrc ©rünbc crjä^Ien fihtten, 

10 fo über rebncirt fie ficf) jeber ^bxcx auf feine eichene 
©prad]e unb entfräfftet fie iticf)t fomoljl baburri), al§ 
niQd)t n^nt3 anbere 3)ingc barau£^ (iinen 5J?eii|\l)en rec^t 
,^1 Uerfteljen müfte man (^ntrcilen ber ncmlid)e 9[)tenfc^ 
fei)n, ben man öerftel^en roiU. ^er Derfte^t, luaS 

15 bondcu @9ftem ift, mirb mir ©e^fatt geben. CeffterÖ 
allein fe^n, unb über ftd^ felbft bencfen, unb feine 
SBelt aiid {tc^ }tt machen fan unj^ gtofe^ Vergnügen ge« 
iDä^ren, aber »ir arbeiten auf biefe %rt unbemterdt an 
einer ^^ilofopl^te, nad^ todfyx ber Setbfit E^orb btittg 

so unb erlanbt ift, e^ ift bal^er gut ftc^ burd; ein ^Jiäbc^cn 
ober einen ??freunb uneber an bie SBelt anjuljackn, um 
nic^t gan^ abzufallen. 

259. §eute ^abe id) im be la (Taille ü\mv über bie 
2^6eorie ber ßometen nadjgetefen, al§ id] mic^ etroa^ er= 

« mubet fanb ftüjte ic^ mid^ auf meinen Xifd^, toeil biefe^ 
bte Sage ift in n>eld^r vd^ genteiniglül^ an ntic^ felbft bende, 
fo nal^men meine (Sebanden je^o biefen 3^9 mkber« 3n 
ben @ebantfen giebt e§ gemiffe ^affat*SBinbe, bie 5u ge* 
miffen i^eiten beftonbig U)et)en, unb man mog fteuern unb 

80 Ituulcn mie man miß, fü lucrben fie uumei baiiin getrieben. 
Söet) fold)en 'OioDember Xageu, mie bie jetügen, ftreic^en 
alle meine (^kbanden v^^^^f^l^n SO^elandiolie unb Scibft 
53erf leiner ung ^in, meuu übrigen^ tein befonberer Strom 
wic^ feitmortg treibt, unb ic^ mürbe offt mic^ nid]t me^r 

» iu finben uitffen, n>enn nid^t bte be^ben (Sontpaffe, greunb« • 



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122 



[B m 



fd)afft unb SSetn mid^ leiuften unb mir SOhit]^ gaben against 
a Bea of tronbles 5U fömpfen. SKein XJetftaitb folgte 
l^cute ben ©ebancfen be§ grofen 9?ctoton burcft öa§ S5Bc(t* 
gebaube mdi, nid)t of)ne ben .Slütwl cmc§ gciinffcu 3tiUBct% 
olfo bin id) bocf) nnd^ üon bem uemlicf)en ^tof, tine ieiier 5 
QXük ""J^lmm, ireil mir feine ©ebancfen ni(f)t unbei^ieijiu^ 
finb, unö mein (^e^irn gibern ^)at bie jenen C^kbancten 
correiponbiren^ unb wa^ ®ott burc^ biefen SQ^ann ber 9ia(^* 
ttielt }tt¥ufeit ließ wirb öoii mir gehört, ba e§ über bie 
£)^ren toon äKiEionen unbemommen ^inf^lü^ft. 10 
biefem (Snbe folge id^ ber e^rmürbigen ^^ofop^ie, mä^renb 
atd am atibem (Snbe jmo %ufkDdrteriititen (bie Stella 
mirabilis unb ber planet) eben biefen Serftonb, ber ftd^ 
fo über bie (Srbe 5U fd)n)ingcn in einem SBincfet 

nul^t cimiial für iind)tin genug Ijaltcn, allen iljven 2Bi^ is 
fielen il;n ju gebraudjeii, fonbern, LV[)nc il)n erft unter ben 
focom beffelben ju brincieii, fc^on mit feinem ("gemeinen 
Mic^t fcf)mel^en. ^iDie (^inbilbungs^trafft, mit melc^er ic^ 
ber fubtUften SSenbung einer SBielanbifcficTi Söefc^reibung 
folge, mir felbft meine eigene äSett fti^affe burd^ bie i<i^, m 
mte ein Sftuberer, nmnbete, nnb bie sbrner eine^ Heinen 
Seid^tftnnd in gan^e Oefilbc geiftiger Snft oufblü^en fe^e, 
biefe ®nbtlbung§frafft mirb offt bon einer fein ge* 
bogcnen ")la]c, imii einem aufgeftreifteu gefunben XHiin 
in il)rem ja)iieÜften (Srf)Uning fo Ijcfftiii aiige;^LH)cii, baf] 2» 
bon ber ULuigen ^emegung nidjt ein flüc^tige^^ gittern 
übrig bleibt. (So ^änge id) in ber SÖclt ^unjc^en 
$^ilo)opl)ie unb ^ufiüärterinnen Sift, jmifc^en ben 
geiftigften '^luSfid^ten unb ben finnlid^ften ^mpfinbungen 
in ber äRitte, taumelnb avA ienen in biefe bid tc^so 
nad^ einem fur|en ftampf ^ur Kn^e meinel^ beljber« 
feitigen ^d^S bereinfi D5Üig get^eSt ^ter faule unb 
bort in retneS Seben aufbunften merbe. SEBtr beiibe, 
J^d) mein Müller ftnb nod) nie fo fe^r jmei) geiuefcn 
ol§ jeljo, ,yniieilen erfennen mir einanber nid)t einmal, 
bann laufen mir fo miber einanber ba| wir be^be nic^t 
wiffen 100 mir finb. 

■ 

1 



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B aao^wj lüpfioüimeiL 123 

2f)0. Q^et) inifrem iviili^eitii^eii unb offt par 5U 
fiäHfiqen i.'c)cn, uuiDiird) iiiiv 10 incle iDtatGrinficn erholten 
oljnc fic 5u üerbauen, rooburd) unfer ^ebäc^tniB gemö^nt 
njirb bie $au§]^altung für (Smpfinbung unb ©efc^macf 
o für)ren, ba öcbarf c§ offt einer tiefen $^itofo))^ie unfevm 
ü^eftt^l ben etften @tanb ber Uttfd^utb miebet5U96ben, 
SidJ and bcm Sii^utt ftember J)inne fiorau^^ufinben, 
fetift anfan^n füllen, unb felbft ju fpreÄen unb ic^ 
mögte faft jaj^cii and) einmal felbji eiiftiren. 

10 261. ©i' Ijüt biejc» in fec^S fetten Cctaü^^äubcu 
0efd)iici)cu. 

262. IjiU ci> ^^Ijiicu in biefer (^)efet(fcf)afft gc* 
fallen? ^^iutiuort 8e^r tt)o^(, bei^nal^ jo je^v ale auf meiner 
. äammer. 

15 268. ^cf) lucifj uic^t, ber ä)kn)d) i)atte luürcfiic^ bie 
^Dticnc, bic man ein in fic^ fe^ren ber klugen be§ ^eifte§ 
nennen fönte, unb allezeit ein S^^^ bed ^nied ift 

264. ^ie "^)oricfi> finb bic Observatores be^ ber 
^^ilofop^ifc^en gacuttat bicfcr SBelt, bie man eben fo 

90 nöt^ig ^at ald be^ ^temtoorten, fie brauci^n bie grofen 
ftuttf^hffe allgemeine Sel^rfä^e 5U 5ie^en ntd^t ju betten, 
^nnr gnau obferbtren muffen fte f minen. SBad tDtirbe man 
Don einem Dbferöotoren fngen, ber ein fold^e^ Diarium 
Drucfen ik]], Den ^iiHUjicii ijabc idj öcn l'uniD n^f^'l)^", ^cn 

2) 13*^" ^arauf bie Sonne fe^r )d)'6n, bic ^^tiid)t baranf 
fönte mau erfd)re(füd) Diel 8teinc ]d)m \>p ober ber bie 
Phases einer Sonnen^ginfterni^ nad) ^ater unfer^? hängen 
beftimmte. "äbtx unfere meiften Sc^rifftfteller finb toeiter 
nid^ti foId)e moralijc^e Cbferöatoren, bie einem Stenner 

jo eben fo abfc^eultc^ $u lefen ftnb, atö einem grünbtic^en 
Slftronomen fold^ fe^n müften. 

265. S)er)enige Staub in ber SBkit, ber feine @eek 
nic^t fo für nt^td unb mieber nic^t^ ^aben miü, fonbem 



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124 £UI(teitBet0. 



Dci ]ic 10 aii()äU, baß fic lim ctiiio^ eintragen foU, ic^ 
mcttte ber 3taiib bcr (^clcl)rten, foltc bebenden uiic üiel 
ouf i^m liegt; baji be» menfcf)li(^en (^cfd)led)tc^ fic^ 
bal)in mit ihm ncrafidien haben mit .^länben iinb gügen 
t^m 511 bienen, menu er jeiuer iScitö i^m miebcr [mit] 5 
bem^opf bienen umlte, ben fie, neun 3e^cnt^eite, unmöglich 
fo anftrengen fönten. & finbet ficf) olfo 5mifc^en biefen 
beleben ©tftttben eine Ser^ftltni^ loie ^mifd^en äopf unb Selb. 

266. iebem ift gegeben fo ju fc^reiben, mie 
e$ bem SRenfrfien in abstraekto allen Briten unb tni<> 

allen äBelt ^2lltcin lU'ü^^^^'i^ i"^^^- ^i"^^ S^erfnffnng 
ber Sßelt, mie bie je^ige ift, geljürt üiel Ärafft ba^u nur 
immer im SBefentti(f)en 5U macf)ien, febr üiel '^^allaft, um 
iiiclit menn aHeS fci)man(ft auch mit 511 id)Riancfen. Sluf 
bicfc 'Jfrt nntnrltd) ,vi icf)rciben crforbevt unftrcitici bie 15. 
meifte l^uuft, je^o ha tmx meiften^ fünftlic^e äKen{(^ 
finb; mir muffen, fo ju reben, bai^ Costnme be§ natür« 
ivä^n äRenfd^en erft ftubiren, menn mir noturUd^ fd^retben 
»ollen. $pofot>l^te, SSeobac^tung feinet felbft unb ^ax 
gnaueie, Siatutk^te beS ^er^nS unb bet @eele überl^ut^t, » 
aUtm, unb in offen i^ren SBerbinbungen, biefe mn% bet« 
ienige ftubieren ber für atte Seiten frf)reiben mill. 5)iefcS 
ift ber fcfte ^^^uiuli, mo fid^ gemin öic üJknfc^cn cuniuil 
miebcr begegnen, e^ gefd^e^e aud) lücun e§ itioüe, ni ein 
jüldjer (^e)c^macf ber ^errfrf)enbe, fo ift ber 55>erth be» 25. 
menfd)lichen (^efrf)Icd)t^, mit ben '?1iatliematidüer|tanDigcn 
reben, ein grofted, unb fein @ott tan eö ^ö^er bringen. 
SBer nut für etlid)e Jsafnc fd)reibt, nur fut eine 3Weffe, 
ober nur fut eine Söodje, fommt mit menigcrcm oui^. 
batf nut nenete €c^tifftjtettet lefen, bie ®efeEf c^fften at^ 
feinet Q^i b^v^tn, fo giebt fid^, menn et nut ein SKenfd^ 
ift fo nne man i^n in bie ^andl^alhtng btaud^t, hcA 
übrige bon felbft. 5)et ©cbanrfc, ban fo auffer« 
orbentlid) (cid)t ift fd)Iedit \\i id)reiben, l)at mid} babev 
offt befdjdfftigt. ^d^ meuit iiid}t baji e§ leicht fet) etiüa^ 3i 
jd^lec^teS 5U fc^relben, ba§ man felbft für fdjkd^t ^ält, 



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125 



ttein fottbent ba$ ed fo leicht tft ehoai^ ftl^Iec^ted }tt 
fci^reiben, bai^ matt für fe^ f(^dn ^ölt, l^iertRii liegt bad 
bcmüt^tgcnbe. ^c^ jeicfjnc eine gerabc öime iinb bie gon^e 

Söelt lagt, Dat- ift eine fiuiuüK, \d) jeidinc nod) eine, biefe 
o nnrb geiuif? ii^'t^^^e ieijii/ li^ii^ «lou fagt gar, 0 biefe ift 
uüd) früuimer. SBa§ ift ba t^un? ^J)a§ befte ift teiiie 
flerabe ijinicn niel)v go^eicfinet unb bafixr anberec 2eute 
gecabe idiaim Mxad^lü, ot>a {elbft itac^gebac^t 

267. Äcin Sc^rifftfteÜer muß je glauben, ba| baÄ, 
lotoad einer gemtfii^teit ^fedid^afft gefällt, be^megen ber 

SBeti gefade. SDie Heine SefeUfd^afft fyit aUt erforber« 
lid^e Glittet einen (Sebanden in aÜen feinen ralationen 
5U betrachten, fie !an and ber Gelegenheit unb Umftftnben 
bie 3eit meffcn, bie ber Url;ebcr brauchte ^erbor== 

lo bringen, bie S8ergleirf)unfl ber B^it ober onberer Um* 
ftänbc mit beni iinicrcn (^)eiuid)t bet- (ikbandeiii? fönte iimii 
fein ^l^iomeut neuiieit, unb man liebt, bafs ein fc^led^tei' 
Oicbanrfc juroeilen ein (\xo]ci> ilW^nuiit befcmmen, mcnn 
er iuiertt)artet fommt, babei) nid)t uiel ^eit fan gefoftet 

ao ^aben. Xie ^elt i(i)ci}f hlo^ bQ§ SBercf nac^ bem (S^emic^, 
nid^t nad) ber Qdt, morinn e^ ift @tanbe gebrad^t 
motben, SBüfte ber Sefer bie Umftdnbe gnau, fo nmrbe 
ber (Bcbancfe nid^td t^erlie^ren, ed ift aber ^öc^ft ungereimt 
5U glauben, bag badjenige, mad einer ^efeltfc^afft fage 

85 bie id^ fenne, eben bic SBtrdhtng auf ein gan^eiJ ^ubttfum 
^iibcu füll hai^ id) büd) ludjt teuue. 

268. 3Öa§ mirf) allein aiuieljt bcnrfe ic^ mir, luaö 
meine guten greunbc aiu^eljt fücje td] iljnen, n)t>5 nur ein 
tleincd ^ublifum befümmern fan idireibe ic^, uiiö iüa§ 

10 bie Söelt miffcn foU roirb gebrucft ^^on einem (S^ebancfen 
ber mic^ ongel)t brüud)e [id)] nur ein (Syemplar, eben fo 
für ben greunb unb bai^ üeine l^ubüfum eben fo niel, 
febed auf eine Slrt gebrudtt mie ed fid^ für fie am beften 
fc^tdft unb am bequemften ifit, bie WAi mug mehrere 

»C^emplare ^aben, unb fo laffen tnir brucfen. 93ftre ^ 



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126 



mögli(| auf itgenb eilte onbere Hrt nüt i^r ^ finpec^, 
bo| bad Bi^cftte^men no<| me^ ftatt f&nbe, fo mttte 
eS gennfl bem ^ynut bot^u^iel^. 

269. mit if)m 2 l^ol^re in einerlet) ^acf)t« 
ÖCjd^irr gepiflet mit» lau al)u jd)üii iüijjeu iua» au il;iu 1(1. 0 

270. (fr hat hi^ijcv mir ein fleinei? ^c6cn üon 
26 Sfl^^^en comanbiren geljabt, unt> borf] tonte er nic^t 
bamit fertig werben^ e§ ^at i^m eine iütenge Sdjanbe 
gemacht. ^ m\% nvi^t, er enblic^ noc^ mit fic^ 
felbft anfangen mitb. 10 

271« Oemunfft unb (EtnUlbnngdfrafft f)Qbm be^ 
in dnet fel^r ungtücflic^n gelebt. 

272. 9Jtan I}ürt e§ {einen ^emercfungen an, ipie je^r. 
i^n fein (^Uma brüdt 

278. (5r fiatte qI^ oitic ühuiib Siegel feinet ^^un 15 
unb £a{{ens^ ben Anti ^(^|fti»burij(^en @a^ angenommen, 
fid^ nie mit fic^ felbft ^u gemein ju machen, weil er tt)o^i 
Dorau^fai^, bag bie gfotge eine ^erad^tung fetner felbft 
fe)^ muffe. 

274. Stuf ben $au9 tlrrefibed berjc^ulbetenso 

§(5rrn .... 

^Son Einfang xiü unb fut)r er aii«^, 

2)a blicti i^m jebc« i8u(^ 5U 4)au«: 

Unb nun ba er ^u fi^en angefangen 

®inb aOe S^üd^er aulKgegangen. » 

275. fernen tief) fctbft priifen unb beleljvcn, 
^nt fo uiclc '-InHiuonilidjteit unb ift nicl)t fo gefäfirlicf) al^ 
fic^ idb]\ SU laiircn, jcbermnn fuUe eö in einem gciüiiien 
SUter lernen, aux^ Sur(t)t irgenb einmal ber diaub eineS 
übelgefü^ten i^c^ermefferd ^u toerbeti« 30 



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127 



276. Z)ie ^t)pot^efen einiger Sleuent laufen nod^ nid^ 
gegen bte (Erfalrung, attx id^ fürchte bie (Erfahrungen 
toetben einmal gegen fie laufen. 

277. Man fon firf) lüürcflic^ nioralifd) fd)mer mac^en^ 
5 fo lüie iliiiDer imn il}ven RovpcLn glauben: ha^ i]t uor« 

fä^Uc^ einer ;iiiei)Ung^ ^leigung trogen, unb rec^t t^un.. 

278. SSarum tcfcn fo Diele ben gomer ni^t? öilleic^t 
at0 gute Soften, benn et ift ber ^ater ber Bugen. 
Stiftotelei^ fagt de Poetica cap. ftA JedtAxxe de ftakiara 

10 'Ofifj^ Ttai Tovg iiJiovg xpevdrj keyetv wg du, 

279. SSer lluicmdjt geben liuU uuii ^cm tan mau 
mit 5Ked^)t nerlangen, ba^ er atte§ in einem ümx jage, 
ber 5n oifcancu giebt, ba§ er niicf) im galt ber 5^otf) 
trctdicn annehmen foiiiii-. (S§ mag nnn )cl)n \m?> anU, 

15 biUig ober nic^t, (^rbfünbe ober ^el ber (Seele, genug 
toir lefen lieber mo »ir glauben unfete (Stimme feij 
n)enigfteng nötl^ig bo5u um ba^ braud {u machen n)offir 
ed ber Serfaffer audgtebt, folte ed auc^ weiter nichts fe^n 
ot8 ein: SBenn @te \f> glauben, fo mag ti benn 

90 fet)n. ©eine 3^^if^t 5U fagen ift einem fret)gef»o^rnen 
lUicnfdjen crtaulu, er iiaif um jciiicii lUiciiuau^cu IjauDclu. 
3Senn er jeiuen .S^anbcl Dcrftctjt, )ü mufe er nn|jen xoo.^ 
contrebande im Sanbe ift, nur biete er fie fuld)0]i lernten 
an, btc fie brand)cn fijnnen, ^minge fie niemanben auf, 

25 meber rcie iUanbrin mit ber ^^^iftole nod) auc^, mie 
manche 3uben, burc^ (Komplimente ober Zaufd^ gegen 
abgetragene ^tücte. Offen unb fre^ getragen, »er Vugen 
]^t }u feigen ber ftej^t, unb »er D|ren ^t ju l^ören ber 
|öret. ift l^eut^utage SRobe getoorben bad ^öd^er 

j» fdjrciben otS ben ©nb^njecf be§ ftubieren§ an^ufeben, baber 
ftubieren \o indc, um 5U jdjreibcn, aufiatt bafj fie ftubicicu 
foUen, um p mifjen. Söaö man nur auf auf t um e§ 
bet) ber erften (Gelegenheit loieber anjubrtngen oermijdjt 
ftc^ nie rec^t mit un^, unb mar nie rec^t uufer. ^er 



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128 



[B »79.881 



i&^bcaidt unb htt ^u^brucf felbft fid^ anbetet (gebändelt 
ted^t eigen [5tt] mad^ tft f c^on fe^r att 3J^an fptic^t in 
gemeinen @tabtfd)uten )ion in saccam et sangninem 
conüertiten, ober man giebt, td^ mette, biefe 9l^en8art 
offt (luS of)ne ftc fennen, man mütbe ^onft nirfit fo offt * 

nicnig einen müralijc^eii Chylus beteiteii tan, alä unjer 
2}^agen einen auS geuerfteinen. 

280. iBlan leje nictjt üie( unb nut ba§ befte, ^<in9= 
fam, unb beftage )ic^ ottc ©c^titte, inaninr glaube ic^ lo 
biefe^? folgt aud meinem übrigen (^ebancfen Softem, 
ober tft el^ nur avA Xrftgl^ett jur Unterfuc^ung burd^ * 
Sorurt^etl, fides implicita unb betgleti^en bdtan an« 
geplacft n^orben, ^at fic^ einmo( ein folc^er ftlum|>e an«" 
gelängt unb man fängt an barauf ^u bauen, fo teigt i& 
öfftet§ aüeÄ ab unb bann mirb eine 9}?enge guter 
Sachen v^i^^^^^en unbtauiiilar, unb bie ^IKuljc ift 
büppclt fic an ba^ einentUclje söijftem fct)ictlic^ jo an* 
^uje^en ba^ fie aujc^lagen. 

281. Ct}ne meine innete Ueberjeugmui uniibe alle 2a 
(Sfjitt, ^lücf junb ^e^faU ber ^elt mid^ nid^t oergnugt 
mod^ fönnen, unb menn id^ meiner Ueberjeugung nac^ 
ed bin, {0 !an bad Urt^eil einer gan^ Wkit nti(| nid^t 
in biefem ®enui^ ftdl^ren. dfö ift einer mit Don ben (Sala« 
®ebandtenmitte(mä{3tger 6c^tifft|teQ!er geworben, benSettter 85 
t)or bem ftönig glfidttid^ ju preisen. @8 ärgert mi(^ nur, 
i)af3 ifin fü uicle Jjjentc facjen, ^evcn Crii";entl)nm er nid)t 
ift, ev ift aber un'ivftlid) cietivünbet, ic^ glanbe, baf^ e>> im 
Mvanctcnbctte offt beffer ^uc\d)t ak> am erften '^3la^ bet 
finiiglidien ^afet. Qd) Ijabi luniiiiften^ in einer f feinen 
Manimev MrandPcr im 'iu*tte 5umeilen '.Jlnc-^enblicfe 
getjabt, t>k ic^ ben glücflid^|ten meinet übrigen ifeljenö otjnc 
@d^cu gteic^ fe^e; ttautige aucb, bo^ öetfte^t fxd}, aber 
au(^ eben fo traurige be^ DoIIfommener d^efunb^eit auffer 
bem Sette. u 



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129 



282. S3tc »eitiö unferc (£riti(fer bie Ühtur noc^ 
fcnnen ift DaiQU5> ilar, bog e§ i^nen fo fc^mer tft bie 
^biüeid^ungen in biefem ©türf an ^un eben, bie getriffe 
^Sdhrifftcn t)on bet 9?atur mad)en, ha fie eine faljdje 9?ad^5 * 
d a[)inuac\ einee gcjd)viebencii Dviniiinls^ fp (eicfit ertenneu. 
^iQu barf, o^ne fonberUd}e ^ilufincrcfjanifcit, uui" 2 (Beiteu 
in bcr Sortierung öon ?)orictg Steife (efen, um ju feigen, 
bag fie unmöglich t)on '^joric! fel^n fan, fie ift nic|t adeiii 
Diel f^Ied^ter, fonbem fftClt auc^ in eine gan^ anbete 

10 (Stoffe Hon @d^nfften. ^fttte id^ fie aber %ma^t, fo mürbe 
id^ nid^t eitoa jagen fie fe^ eben fo gut. aUein }ttt>erlöffig 
glauben fie feij beffer^). %kt gortfe^cr f^eint ein 
SWann ^u fetjn, ber etma^ gute^ für fic^ f}ätte fdjicibcu 
füiiiien, aber tt)ie iiiul] Diiiicft für einen 9Jac^o^mer 

lö be» J)oricf ift er 511 j,uHg. iO?on mnf^ jum ©rftnunen 
befannt mit i-ieiuiffen ßmpfinbungeu uub ^^emeidimnen 
fctin, rueini mir ne mit ber '^Popularität unb 56'ers 
traulic^teit mit i^nen au^brücten füllen mic ''^oricf 
öffterö t^ut. @in gute§ ©enie, ba^ aber eben jejt 

90 erft bicfen Q^ebantfen fyit, mirb i^n auf bie yjoxü^U 
l^fftefte Slrt seigen. 2)er ^ractticui^, bem fo ettoal^ 
nid^tö neue» ift, brudt il^n ol^ne Schimmer auS, unb 
moljl gar fo, bag bem Sefer nod^ etkoal^ baran ^ 
berbienen bleibt. 

«5 283. ^tiüü» in ^4>tofe ober in iBerieii arbeiten p 
fönnen, ift geunffen Qdkn eben fo bequem, alö jic^ 
felbft rafiren unb frifiren tonnen. 

284. bie $oli5et| Sftger in Böttingen 
einige Stubenten auf bie ftöbfe fdblugen. 

80 ^^uijd)en, lücnn et laiiut, l?opf ober JX-iiiV ent^toe^ 

[(plagen, ift bem 6(^niuni in ^cna eiueiie^; 
SDo4 bin le^rt ^oli^eQ i^n ^age nic^t ^ Madm, 
VUm uSfyn ^ti fifberer mit ge^en att mit bcmtoi. 



*) 3>i«fei wufc »eit« ertttrt »erben. 

Ijitte»tnrdeiikmal« 128. 9 



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lao 



(B S85 



285. 3)te Z^eoto9if<i^e gacuttfli l^at ftc^ öffentlich für 
eine Sd^rifft bed ^(Erm Senior ®ö^e erftiirt. SRan mu^ 

aber ja nid)t (^tauben, baf^ bod ®dtttngifc^e ^ttbltfum bitrd^ 

bte X()CülLH]iic^e gacuüät fpric^t, fo unc aUenfaU§ bic lliü^ 
t)er|ität biird) bcii Professor Eloquentiä. l^k]c 5<^^iiltät » 
bcftel)t au^5 bret) bi§ öicr pant3 c\n\a\ e^rlic^eii SDtäiman, 
bie niemanben beleibiticn ce^ iiiufte benii bnrd) ben Nonsense 
jel)ii, ben fie jumeilcii i)iet ober bn faiien. Wan ^kt)t 
ben §ut für i^nen ab, aber niemanb üeruiinfftige^ i)ai 
fid^ ie cinfatten taffen fie in Sacfjen be§ ©ej^mnr!? aV^ lo 
8H(^ter ju crfenncn. Wxt \inh fie in öielcn @tücfen, 
ni<l^t in allen, inie ber $aftor int gielbing. ۤne 

®emeinfcf)afft mit ber äett raoOen fie bie SSelt rid^ten, 
bie fie nur au% 9ft(^ern unb meiftend nur au8 9ü(|ern 
iftrer 33ruber fcnncn, fie lefcn aind^ anbete, aber mit bem i* 
^orfn^ fie iinDci"ici]Cii. 3ic louleii [atiae a(§ fie 
iulUlch ^iffertationcu über ben (jciügcii (^eifi ]\l)iciücn, bie 
aud) ber ebvUd)fte (i^rift nic^t braucht, nnb bafür befforc 
@arf)cn licfit; unibiivcf) (^ott meftr gebient mtrb, affein lüeini 
fte i^re (f l)ve bel)alten moUen, fo foltcii ]k uic^t über 20 
(Sad^en be§ ®enic§ urt^eilen, bie auf iljren iSprud^ nic^t 
matten, bie nie unter einer ^^eotogifc^cn gf^cuttät ge* 
ftanben l^aben f otten, unb bie ber emige nnb gittige geinb 
alter Sarbarel) nie mieber barunter tommen (äffen wirb, 
über eine grünblid|e äBibertegung^ f 0 tufft ber Z^eotoge s5 
gcttjö^nlid). ^bcr ftnb bcnn gtünbUd^c SBibetlegungen nur 
attein Si'ibcileöuiiäen? ^icje ^(ppettation tan man offt 
ber 9^Dtl)lcibenben SSJa^rbeit nicbt öetfagen, lueuu )ie uot 
beni Xribuual t>e^ SSi^e» üerlDJ)ren ^at, aber man I)nt 
mtc mid) büncft 9^eci^t bem ©igenbüncfet, bcin geifttidien so 
Teepinivmn?? biefe jmetite ^nftanl;» ntd)t erlauben. 
[einer] 8treitig!eit wo bie (xmpfinbung |id) hinter ib'er* 
nunfftfd)lüffe fterft unb im ipinter^alt fic^t, ba bleibt bem 
@tol^ immer noc^ S^ourn ftd^ in einet "äxi üon ©elbft« 
über^ngung fit^er ju gtauben. fid^ £eute nid^tas 

moQen überzeugen (äffen ift nid^t aUemal ein i^rer 
guten @Qc|e, ed bemeigt nur bag ber Sieg ba^u non 



B m-?»} 9lp]^ovi«itteit. 131 

Qugenb auf jeljr eng tft geljaUen uiorben, unb mcld}er 
^^ilofop^ wirb ftd^ bte SSelt fo mmc\ 511 mi\}c mud^en, 
baB er, um einen S[l?cnfrf)en ju mibeilegen, bie jumeilen 
fel)r erfel^affte ^^Inatonue jeine?^ 59?eTnungen unb (ikbandfen 
6 Si^ftcniä ftubirt, unb tennt er biefeö, ^ebult genug l)cfi5t 
x^m bie ^2lrgenet) beQ5ubrtngen. Unter aüen guten jungen 
^c^rifftfteHern (:benn bie fd)Ied^ten t^un e§ nid^t, in aücn 
SocuAdten:) ftubiereit fdtie bie Ser^&ittit^ i^ter gegen bte 
Sßett tDeniger, afö bte X^eotogett. @te enDorteit, tiHetd^t 

10 mit Ste^t^ einen @d^n^ t)m il^rer SKatette, unb btefei^ fe^t 
bie metften frfion in ben 53efi^ einer 8QCi§e, bie ber 
^t)tIoi:.ipl), Der ^id)tcr, üci Üic'onci, Der \'(r,^t erft felbft 
erjcditcn muiV 2l5cnn mir einer (^jcine ']ivü|c fcl} noc^ fo 
feftiid)) bie ^Hn\^üf|e be§ T^riebeni? öor bem ^riei^ bemeißt, 

ifi fo fai]c ic^ üljne (sic|n()r: .Stätte ber 9?aire nidit ctina?^ 
befjere^ fcl) reiben fbnnen? 9?un aber lei^c man idj 
jagte bieje^ bei) einer ^b^onblung de Trinitate, anftatt 
ntir mieber fo taü 5U ontmotten toie id) gefragt \)abc, 
tovxht man einen ^ann gegen mid^ au^mürcfen, [meine] 

«oSefoIbung ein5ie^n unb [mid^] ben flt^eift xot* i^ox^v 
im ©töbtgen ^ei&cn. SBo0 tft beij folc^en Ümftftnben 
t^un? ^x^t^ M man frage beQ einer ^b^anbüing de 
Triiiitatc nid)t, bätte ber 9?arre nidjt ctmaö beffere§ 
fd)retben fönncnV :ii>ie inele Wiiiijc foftet e§ un^ anbeve 

85 ®ri)iifrtftc(lev niff)t mit jujifäliiiion ^brreben [unbj ntter=^ 
untertl)anii]ft lunbcuiienbcn 9ioten iiui' fo t?iel an?-;\nric(itcii 
al§ ber Xi)eülü(ie id)Lm für fic^ nn§gemad)t findet, ic^ 
meine ba§ ^oncd)t nid)t mit ber ©eifel in ber .^anb 
beurt^eilt §u meibcn. Unb nnvb er e§ irgenb einmal fo 

80 mie Steuert (£Tf(orung ber Cffenba^rung So^flnni^/ fo 
im er fid^ gemiffe IRed^nung auf eine ^rt bon SP^^ärt^rer 
Srone im Meinen machen, ivö^renb al§ ber 9ta^mz fetned 
gotttiergeffenen Stecenfenten am Oranger ber ®eiftüd|fcit 
fCflttem mirb. 

95 286. Sie (\knc\ nut '2d)ritten, muDuu jeber bie 5lb)id)t 
^abeu fc^ien ^u bcfiegen, unb boc^ idci* finitc einen 

9* 



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132 ^* fiic^tenbecg. £b 286-292 

jtrtngen ^injufe^en, roenn man m6)i mlU, man tonte 
bei fteiiten $e£e unmöglich iierbieten. 

287. ^it Ködert »oi^teit, ü&et feine 
8d)rifft de experimentis, qu» non saecedant 

Stirb bir uinctcbt bei) |o üiel guten fd^tuer: 
S)üd} * * * biirfte nur bic feinigen erjä^Ien, 
Sf^on Itingft gelang i^m {einer mtfß, 

288. 3) e r u u a D i a u t an .S> (£' r v ii 
SjuuölJeig l)el) feiner 5(b reife. lo 

9cf)ft nait Mipt! Sie c^ern cjicnri td] mit birl 
S)enu, bic^, mein (^oU loa^ t^u id) ^i^c? 

289. ($r t)erftunb ade bie ^n^britde ber ^ecUnotion 
unb Snclinahon bed $uted. 

290. 3d) ^ade eine Spenge fleiner ®ebanden unb u 

^tmütfe jufammengefc^rieben, ftc ermotten aber ni^t 

foiDo^l nod) bie lejte S^anh, ale Dictme^r nod) einige 
^ünnenblirfe, bie fie ^uni aufgeben bringen. 

291. 3n alieu ii?iifenfd)üfjten fliebt c§ burcl)gdnc^ic^ 
braudibnrc unb red)t roulircnbe Söa^c^eiten, bie bic 20 
$refje noc^ nid^t gefe^en l^aben* 

292. ^ie ^^eologifil^e SacnMt ift ein ^fen, bad 
unftreitig fo gnt feine äReinung fagen barf, al9 eine 
bentfd^ @efe(Ifd)afft ober eine ®ilbe ober eine @e(fte. @^ 

tft meine SOleinung fo: entic^nlbigt immer feinen 9J?ann 25 

in einer 9?epublicf mic Me gclcl)rte, benn ma§ tan einem 
']>l)ilofopl)eii äigeilicl) bei] ber (Sad)e ]ci)h, bie 9Jieiiinng 
eiiieC' '3)inf|e^ 511 lejeii, btv^ 'JJieiiiiiiigen fiaben barj unb 
fanV (£'ö mn]] il)m jogar aiu"ienct)iii jei)n )ü Innfj er noc^ 
einige Sunden oon 9ieugierbe ^at, bie öon i)icd}t»ii:iegen w 
ein $^ilofop^ mie ^eftalifc^e^ gener ^uten foU, ba^ fie 



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138 



niti^i aiu^ge^en. Db bei) mir pftiIo{opf|ijd]c IJ^eugierbe, 
ober !leinfiöbti)d)ed id^ tvei^ ntc^t x)i, allein id^ mö0te 
iDo^l ein ^bendten ber Sd^neibet (SKlbe übet bett legten 
Cometeti, ober übet Sleioiotid angemeute &fymitxt, ober 
aitc^ über fieffing^ @arn^ lefen, unb td^ berf)yred^ l^ter^» 
mit öffcntlid) berjenifien (^Ube bie mir l^terimt bienen tmH 
einen Louisd'or in allem (frnft. Tie '^^^Iblinnbünui barf 
nur Icierlid) iicjd)rieben au meinen '^>erlenev 'ij.Hiftfrei) ein* 
geWirft mevben. ^Ufo ift c§ genntl l)ücl)ü iintnllip einer 

10 ^lieologifcljen J^ncultat bie bod) gcmin mel)r ift ül^ eine 
^djneiber (Ä)ilbe mehren njoUeu ftdi über ctma§ 
erflären. ^ieje^ märe lilcl^erUd)er 5)e^potiömuö. eie 
moüen bamit gar m(^t jogen, bafe bicfe^ ein tjernünfftiged 
$eben<!eit ko&re, fte fagen biefed auf bem ^thtl mit feinem 

ufBort, unb in ber @d^rifft fetbft mirb man nid^t bai^ 
minbefüe finben fdnnen morani^ fic^ biefeS nur einiger« 
moffen fi^lieffen Uc|e. @onbem fie fagen nur gan^ grabe 
einer ^od^miirbigen gacultät 93enrtt)cilung pp. 9^ein ic^ 
mufe biefe^ öffentlich fagen, lucii fie e§ gemift nie felbft 

20 büu fid) fnncn mürben, baft bie ^bP»^lLi(^ijd)e gacultät ju 
Böttingen ]o uicl (Einfalt be» i')ei"^en0, fo menig ^er= 
folguni^^getft bcftl^e, baft fidi ein fDld)c§ ^^lufbiingen i()ver 
'ilJteinungen ober ein bcliauptcn, üIö jolten it)re 2)2eiuungen 
bie 3}?einungen ber (^^riften^cit jc^n, gar nid^t üon i^nen 

95 gebenden l&§t, unb folte ja ^ter unb ba manct)em fo 
fd^en, fo gtaube er auf mein SBort, ba| el^ nid^t fo 
gemeint ifL SBenn man mit fo el^rltdlien Seuten t^un 
^at, fo mug man ben SRantet ber Siebe, folange nod^ ein 
äipfet ungebraud^t liegt, immer über bie ©löfcn jie^en bie 

so hier unb ba burcljjdjimmern folten, unb foUen fie i^n 
felbft ttjieber i)erfd)ieben, lieber c^ar nid)t hinfet)cn. SBer 
md)t in ^öttincieu mibirt l)at mu^ irci)lid) Ijier unb ba 
bei) 5)urd^Iefuni-i biejer ?d)r!fft auf fonberbnre (^ebancfen 
fommcn, mett man (glauben tonte, öie ^^lieoloQijdje gacultät 

^ ludie ba5u ermannt loorben bie t^timme ber ganzen 
Xlniöerftt&t in biefer Materie über ftd) ju neunten, aber 
btefei» mar gar bie äfteinung nic^t, fonbern e^ ift murdUc^ 



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134 



®. CS^r. Sic^tenberg. 



[B 292-293 



ttjaS fie auf bem XituI jagen, ift bIo§ bie iöeurt^eilung 
bcr ^deologifc^en gacultät, unb bie Seute bie ba§ @egen= 
t^eil behaupten, unb fagen e§ ftecten mehrere ba^inter finb 
enttüebcr falfcf) berichtet ober 53etrüger. 5)enn ic^ {)abe 

au§ ficf)erer öcinb, baß bie ^|>^iIo)op^ijcf)e gacultät 5 
iücf)t bell geringfteu ^3(nt^eil bavan Ijabt, unb baß J^eute, 
bie al§ bie üernünfftigften unb c^riftlidjften auf ber bafigen 
Uuiuerfität befannt finb, unb bie man feiner Unma^rf)eit 
befc^ulbigen fan, öffentlicf) gefagt ()aben, baß bie ^J^eologifc^e 
gacuUät gant^ allein, unb fonft fein Dernünfftiger SO^ann 10 
in ber ganzen Stabt 5lntt)ei( baran ^dtte. ^on ben 
anbern göcnltäten ift e» ja o^ne^in jebermänniglid) be« 
fant, baß fie fic^ um (lomöbien menig befümmern, unD 
auf helles lettres gar nic^t legen, aucf) niemals Qzit baju 
gehabt ^aben ober noc^ ()aben. Unb aufferbem geben fie lo 
felbft 5u überlegen mie e» mijgtic^ fel)n fönte bei) Sefung 
bcr tieften ober ^efud)ung ber iU'ancfen fic^ fo roeit in 
©acf)en be§ ©efc^macf^ einjulaffen, ba ^auptfäc^Iicf) tieften, 
mie man root)! loiffe, ben fc^bnen Söiffenfc^afften fo ent* 
gegenfte()eu al§ mie SSercfe ber ginfternife unb bc§ 2ic^t§. 20 

ift alfo, \Do nirf)t ehrenrührig, boc^ gemig öuferft 
unc^riftlich/ t^n^" ^^h^ologifc^e gacuttät f^ab^ biefc 
öeurtl)eilung nic^t attein gefc^rieben, fold^e gottlofe 33er* 
läumber müffen miffen, bag, roenn bie Sth^ologifc^e Jacultät 
uuilte, fie mit einem geberftric^ eine (Sünbe loiber ben 20 
heiligen (^eift au§ einem folc^en S3erfa6ren machen fönte. 
Sie toitt e§ aber borje^^o nicht thun, meil bie fogenannten 
Sßernünfftter bcncfen mögten ihre Sache fe^ ungerecht, 
ipenn fie allju ftrenge anfahren unb [fichJ ih^^er O^eroalt 
5U früh ohne 5?oth bebienen mögte. M 

293. & maren ihrer 5100 Schtüeftern, bie ältere 
majeftätifcf), ftiU, unb atte§ toerfünbigte ohne 8tt)ang ben 
23erftanb ben fie befafj, bie jüngere einnehmenb, flatter* 
E)afft, aber bennoch ottreff lieh, fur^ luenn man fie bei)* 
fammen fah, fo glaubte man greunbfchafft unb Siebe 36 
3U fehen. 



B 894-801J 



18& 



294. ^uf ein fc^öned ä^ftbgen, bad itt 
bet filtere fe^v aiibd<l^tig mot. - 

Untäc^tigec unb fc^dnev oI« fiudtiben 
Q^b niütt iiii(t leicht ein SOUlbfleii beten fe|tt; 
s 3n iebem 3^0 lag ffiem für bie ©ünben 

Unb jeber teilte ^ege^n. 

295. @egen bai» not^menbige l^d^etfc^teiben. Xuf 
bem Slij^df elb if^ ed anberd. 

296. & nod^ gar ind^t oui^emoc^t tt>a9 einige 

10 gelehrte Scitung^fc^ieibcr, ^souvnaüftcii ubev foitft ©pott* 
Dogci liil)Quptet ftaOen, bafs man über (^eunffc ^iWatericn 
o^ne oUeii ^^erftanb j^ii beji^en uicl fd)vciben fönte, neic^t 
<i6er ancf) man gäbe e^ ju, \o jinb boc^ geroi^ UJeuige 
^taterien pp, 

lö 297. 2)aB bae 53arometer öfftere fällt, menn e§ 
trüb wirb, baran finb bie Söolrfen eben \o menig Urfac^ey 
als an ntand^ Oertem bie ga^tmätcfte bo| eS regnet. 

298. 8o bortrefflit^ bie gefunbe Semunfft fUj 
überaa anlagt, fo abf^euUc^ tindS Mt fic^ bie unge« 

Mfitnbe btxj jeber (Betegenl^t 

299. SBenn bie mtlben @^nietne bem armen 9Kanne 
feine ^Iber liierberben, io recf)net man e§ iftm unter bem 
tWaljmen Söilbjiijaöcu jui guttlid^e ^li^iduug an, 

800. 5>ie (>3t)\;Ujdjafften de propagauda puritate 
tfliuguije germanica, (^iu ^ätglieb berjelben. 

301. SD^an fönte aljo beutfdje (^efellfdianiiii a^? ein 
(£abinet anfe^CTt luüiinn offt ein p|ilü]opi)i]djcr 'ilcltc|ter 
junge ^ilffen in il}cer Ueberjeugung grofe (^eifter ju fcqn, 
wie in einem leichten (Spiritus ouf bewahrt, um baran^ 
«d^lieber ber S^ette ^ ftnben mit meU^er ber (S^ete^rte 
an bem (^opiften an^gt 



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136 



302. 33crt]^olb ^d^mar^, ber aller ^ni()ridieinficfifett 
nad^ ber ertlc n>ar, ber fic^ bie ginget mit 8(^ieBpulöer 
t)erbraiuit€, t^t boc^ nun auc^ Seute gefunben bie i^m 
biefe geringe iSfyct ftretiig ma^en woEen. 

303. <£i^ ifi eine gfcage, meld^ed fettetet ijit, jn^ 
benden ober ni^t 5u bencten. ^ S^enfc^ bencft aud 
Xvteb, unb net ttieil m(j^t \o\t fd^mer e^ ift einen %xkb 
5u unterbrfirfen. 3>ie Hcinen ©eifter öerbienen alfo 

unircflid] bic ^Isciailjunig nid)t, mit ber mau |_i^ueuj nun 
in allen Rauben begegnen anfängt. lo 

304. Stein äi^inibin-, ba^ ficfi ^tiiluT fa nerne im 
©piegel feigen, fie jetjeu fic^ gau^; mcnu ber '^^O^lt^fop^ 
einen 3|)iegel ptte in n)eld)em er fic^, fo toie iener, gan| 
fe^en tönte, er mürbe nie baDon weglommen. 

305. (Ed ift ein Segler, ben ber hM toi^ige &äfn^ i» 
ftelter mit bem gan^ fc^le(|ten gemein ^at, ba^ er ge* 
'ineinigli(| feinen ©^genftonb eigentlid) nic^t erleucl)tet, 
fonbern if)n imr bn^n brandet fid) felbft ^eigen. 93?on 

lernt iicii '2cl)ri]iinclui- tcmica mit) fonfl nicf)t§. So 
fyixt Co and) .^mncileii mibcrgcljen folte eine mit.utie 20 
^Hvirbe nicn ^11 1 äffen, fo miiB bod) gejd}el}en, luciui fie 
nid)t nutljiuciiDic^ am ber ^Bac^e fiteftt. ^icfe dreitUiqHüq 
gemö^nt allmd^lig ben SSiJ an bie QÜQti bie iljm bie 
^emunfft anlegen muB, tpenn fie be^be pfammen mit 
d^^ttn onStommen foOen. 2& 

306. Um §u mad^n, bag man fid^ in einer einmal 

ongefangenen fronte erhält, ift eÄ gleich bon Einfang gut 
bem gan^^en eine ßauptmenbung jn geben, ba§ gan^e 
fan eine ^>ert^eibigung eine§ an fid^ fd)led)ten 2:inge^, 
eine iS^obrcbc auf einen an ftcf) fd)lec^ten SKann fetin, so 
biefe§ imin tiidjt einen Vhuienblicf au§ bem Wefid)t Der* 
Uil)rcn luciöiii fobalb mau einmal baieiu gefafit l)at, 
aüt^ mu^ eine entfernte ^e^ie^ung n^enigfteng auf biefe 



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B 3C4-81&] 



187 



W)]\^i fabelt. @poii itHtb erl^alten, toenn man gan^ 
on fid^ befannte, attgemein jugcgcbcne ^inge mit Um* 
ftänbcn beiueijt Mo^ um ^elegenl^cit haben neue 
ldrf)cr(ic()c (Seiten \)on bem ^inge anzugeben, unb umge^ 
febvt nicnii man Dinge befannt annimmt bic affqcnteiu 
unbcij|.)Uüc^en tnerben. Dn§ nnnnc iiiiifj ein ani^enüntmener 
Csnift fe^n, unb ben niditcHDüibig|ten Äleinigteiten muft 
ein ?(nfc^cn bon SSi^tigfcit gegeben mcrben, aU menn 
bei: SEBertt) ber gon^n @ac^e unb fil^lücf unb ©eeUgfett 
lobabon ab^iengen. 

307. ^ nic^ DerfttoMicf fprecft, mot iQben, bat ^et bann 
%>€ 2tfn ni4 toecjlal^t, unb Mlbet alft Ion. 

308. (St^ mar ein StUataicn fvifcb inib ft^ön, unb, 
»cnn e§ nid}t niclir onber§ iei)n fontc, nid)t blo^ cr^ 

15 mnrtenb, turtj jo luic fie alle iinivbeu gciinn-bcn iei)n, 
iiHiiii bic bcfanntc ('ncicf)ic^te bie uuö 3)iofe§ erjö^U nic^t 
baimijc^engefommen mdce. 

809. (St l|atte etwad an ftd^, »ad bie $eml^uter 
gemeiniglich gefaI6te9 Scfen, ber ftubenfi^enbe Sekret 
40 ber Xbeologie fvrömmigfeit, ber Uernünfftige ^ann ber 
bie äöclt tciiiii C^infüli unb Unueiftaub nennt. 

310. (Cicero de oatara deorum. Opera 1166. 1. 
fagt Don fic^ cam minime videbamnr tom maxime 
pbilosopbabamnr. 

S5 311. Der bcnibmte ^lüjcijiji i)ci aünfcqucng* 
niQC^eiey in iieip^ig \^iiru)iu§). 

312. Damit |,manj ber Derfiuc^ten Ee^ere^ enbUc^ 
ben lang t^erjd^obenen ®nabenftod geben fönne. 

813. (Sine (Bebancfen fliel^enbe firafit. 



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138 



[B 3U-316 



314. (Tfiriftop^ @enn, ]o f)ie0 bev äl^enfd), bow 
beffen Sieben ic^ ba^jenige erjäljlen roilT, xoa^ mir mcvcfi: 
mürbig gefc^ienen f)at, mar in einem Sanbe geborten, too 
feit ber Sfleformation Q)cn)LVf)ii!)eit unb ein ettoa^ öer* 
feinerter Aberglauben bie ä^enjd^en DöQtg bei^iottfc| tegterte. » 
9Kan ff^nut^fte pi; ®<l^ftrfun9 beS Sev^anbed burd^gftngig 
gelben ©d^neeberger, bad einzige Sttttel gegen bie ^umnt:^ 
^eit, bie e^rlid^n Sente fonnten, ^um ®inä ^alf fic^ 
bei) bielen bie SRatur felbft, o^ne fid^ an bie Ar^ne^ 
kljien, unb fo tjebie^en bie meiften $u einem 6)rab öon lo 
^serftanb ba^ fie i[)ve 2prari]e rebeu, ifire ®etüi)(}ni)eiten 
behalten unb auf il)re ftiubcr tninoien fönten. ift 
feltfam, baf^ unter 10 Inelen 9Ju in\l)cn feiner etnnii^ eigene^ 
jeigte, iüenigftcn» m jeinem fid^tbaren )deben nic^t. ©eng 
erinnert fid^ nic^t bog er jemals in einer ©efeUfc^afft 15 
jemanben ein^ort ^ätte anberd branci^en ^ören, atö iufi 
in ber einmal feftgefe^n ^beuhtng. (St erinnert um 
feine SKeinung ^ etfiftren» bag er fß. glaube ber 
poettfc^ Vudbrud! fd^nJar^e Stunbe würbe i^nen \o \di\am 
borgefommen {et|n M txmn j[emanb ^u un@ jagte eine» 
ß^itrongelbc. 

315. ^^In einem nnirmen 9(fienb hatte ©enq, fo fiiej} 
ber ^O^enjri), non beffen (Reifte» Um)taui)en ict) baö mercf^ 
mnrbigfte er^äljlen luill, bn§ ^l^^öbdien gefelien, ba§ er fett 
einem 3al}r für ba^ fc^biifte in ber ^elt ^ielt. ©c^on 25 
lange öox1)er, fie i^n fante, ^atte er fie fic^ ^um 
Sanfter gemäl^tt, roenn er fid^ eine ${1^e ober eine ^elena, 
eine $ebe ober fonft ein berü^mtel» SRftbd^n ^nnttil^ 
ntad^ motte, baburtl^ gab er i^r enblid^ in feinem @eifi 
benjenigen !Rei^, ben unter äffen SRenfd^en nur bie SiA» w 
l^aber unb unter btefen nur bie n^enigen feigen, bie bie 
(i)abc einer glücflic^en ©d^maiiucici; befi^en. 

316. Sorrebe. 

2)ieje^:i i)3uc^ beffen Serfaffer ic^ felbft bin ^abe ic^ 
au^ fteinen iöetrad^ungen }ufantmengefqt, bie gr5^ent^etld » 



an Orten gemad^i motben ftnb, m fte fonft fetten gemadli 
tt»erbeiL ^a6e fte ol^ne 9leib gegen irgenb eine 

lebenbige (Seele aufgefegt td^ mid^ {)ier ober ba über 
jemanben ouf^Ite, fo fon fid) bev Sefer nur juf rieben 

5 geben, id; bin iclbft unb ci? öiciit iljrn ^uv 9tnd)ric^t 
bafe id) mid^ fc^on längft miebcr mit mir abgcfinibcn babe. 

tan mid) nic^t bcniuieii, bafj id^ jemanben nac^gentjint 
^ätte. S^iid^t .^öftncvn, iitrf)t '^>iclanJ)en, nic^t «Steinen, 
©^afe^pearn auc^ nid)t, bie einlugen Sd^rifftfteKer, bie 
10 eimnol beneiben iinU mcnn fic^ mein Temperament 511 
meinem ©c^obeu äubert unb bie id) nac^a^men merbe 
menn meine diente ^u meinem ÜBort^eil untf^lagen. 

1. 

^dj Ijabe mir fo offt geroünf^t, baB ic^ ein ^Itdgen 

15 finben föntc, nio id) fid)er bor beni ^d)manden ber SD^obc, 
hex Öe:uoljiiiieit unb nliei ^üruitl)eile einmal bie eigene 
iöemegunii bieieö öemicfelten @t)ftem§ beobQd)ten tönte. 
9?ur einmal t>on Widjaäi^ bt^ Oftern, unb benn kDoUe 
ic^ eg wagen einen 53er)ud^ über ben llfJenfd^en ^u fd^eibcn. 

M 8U)er leiber finb bie l^eobad^tet bej^ ^enfd^ übet baran, 
unb fie |&tten ein iveit gröferei^ 9led^ ftc^ über ben SRanget 
eines genugfam feflen StanbortS 5U be!(agen, aU aUt 
feefa^renbe ^ftronomen unb Sterngucfer biefer SSktt 
^ufammengenommen. 3Bo mir je^o finb ba§ mei^ unfer 

25 gnter (Meniuv, nur miffen e^ nidi)t. lUtuf^ nid)t eine ^^kr« 
än^clltng mit un§ üuvgecjaa^eu fci)n, bie mir 2d)rifftfteÜer 
}ß. mit flaren Wnqeii ]et)en, baf^ G^'^ fduTiben fo fd)mer, 
unb frf)fed)t fd)teiben fo über nllc litafjen leid]t ift, ja 
baü natürlich fc^reiben eine Runft ift, folte man faum 

jo glauben roenn [man] nic^t felbft in biefer Söelt lebte, mo 
oHeS biefe0 tägü(i^ unb nod^ biet brüber gefd^ie^t. Unfere 
^^(ofopl^ muffen bo^ Costome bel^ natürli^en äRenfd^en 
ßi^ren, um Süd^ für ben naturlid^en SRenfc^en ^u 
f (^reiben, eben al9 tMntt biefer natfirlid^e SRenfd) um 

»180 CS^rab eine§ gri)ften l^cife« t»on i^nen entfernt läge. 
5)ci aiUjicieUc lUiciifdj, Duu Dan id) \a]t fürchte, ba^ er 



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140 



®. (i^r. Üic^teubeig. 



[B 31& 



mit bcm nltcn '^Ibam beffer fle()t iinfcre *?(nntomen 
beö menjd}lid)en .^er^enl fic^ üitleic^t einbilben, l)at fic^ 
in itti^ folc^e Sr6t)^eiten über hm itatürlidien ^erou^:: 
genommen, ba^ td^ fürchte ed metbe enblid) feine Sprache 
mel^t geben, bie grabeju jener ^ört; eine oratonfd^e& 
Sigur tl^nt eS m<j^t. 9Mefe id^ lont au§ nnb ^fttten 
meine Sorte ben Slang ber ^ofaune bel^ testen Xagi^: 
^öre, bn 6ift ein SRenfct), fo gut al8 3^eti>ton, 
ober ber ^(mtma iin ober ber ©uperiutenben t, 
b c i 11 e (5 m p f i n b u n g e n , t r c u l i d) u ii D f o 9 u t lo- 

bu faiinft in 2Borte gebradjt, gelten auc^ 
i ni Maii) ber 93^ e n f e n über ^ r r t ^ u ni u n b 
29nr)vl)eit. .v>abe 9}?ut() bencfcii, neunte 
Söefif oon bei n er Stelle! Säenn id) ]o id)rei)e, 
fo l)ören mid) taufenb D^ren, ollein unter biefen taufenben ift- 
ift bod^ DiUeidit faum ein paar burd) [bie] ber Sinn ber 
SBorte lanter l^innnterbringt, nnb ben ^uncft befrui^tet 
nnb belebt, ber menn er einmal im äRenfd^en mjirif|am 
mirb nic^t feiten badjenige and il^m mo<^t tca^ mir ben 
3)encfer, nnb mit 9(cfttt)ttat nnb öufferen Situationen ber« so- 
bnnben ben gvnjeii, ja fclbft bcii glücfüdien SÖ^aiui iieiiiicii 
föiiiien. Hber ebe kl) mcitcr fd)reibe, )o mnft id) am 
rviai\c üu mid) felbft tt)un. SSo- ^abe id^ bieje (^ebondcu 
t)er, bie id) bier fd^reibe? gd) bin ein fret)er ^^enfc^, 
ntetne Sanbeöleute finb eljrlid^e l^eute, ic^ fprec^e lüie idi 25 
eö bencfe, bin id^ gegen mid) felbft aufrid)tig unb jage 
mir nic^t felbft S)in9e nac^ (:benn boö ^eife ic^ fo roenn 
man noci^ nid^t aufgeklärte (^mpftnbung burc^ ben ^erftanb 
retftiftcirt unb alfo and Siii^t giebt:), fo lau ic^ mif^ 
nberaa feigen laffen, ein falfc^eS Urt^eil mirb mir aÜ^» 
bann jum ®ebrec^en, unb nic^t ^um Serge^en angerechnet 
Sft e§ SBn^r^eit be^ bir n?a§ bu rebeft ober ift [ee^J 
t)illcid)t ber Xon be^Suftrumc^ uuninn bu fd)vaLi:r . ^c^ 
feljc tief in meine Seele Ijiiiein unb id) erfenne, ber (^)ebancfe 
ift ein ^^robncft meinet Stiftemö, nidjt eiiinefül)vt; o^n^ 3» 



erad)tet ic^ nic^t ^meifeie, ba^ er ^ufig auf anbcrm ^obeu 
möc^gt. 




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B 816-817] 



9l|»|oti8meit. 



3(1^ muß in mir fetbft eine grel)f)eit 511 bencfeu ein= 
füf)ren, ba nuifj kl) .§err feiin ober icli bin c\(ix feiner, 
id) muH )el)en unb ^ören, Dergleichen, aber nur ein OHd)ter 
muB in mir fei)n, nicmali^ ,^iuel) : the whole man must 
ö move together. '»^Iber luo ift ba^ (Sin^ in 90 unter 100? 
90 unter 100 füllen feinen Soften in ber Söett, fie finb 
aUe ein au^füttenbeS ^efd)led)t bn§ überatt öcrfd^Iießt 
tDD ^ingeftetlt mitb, o^ne t»ie (i^mpfinbung ber geringfteit 
Utt^emlU^fett, ^ brudt ttnb reibt fie M^^, m \fyc 

10 Siii|^ii)nmgd:«@l9ftem nid^tS befUmmted giebt, ba l^lfett 
fie mit (Siavlbtn, flbergtauben par coraplaisance unb 
Kbercitattbett m% öetd^tftnn nad^, unb l^aben ottjeit ein 
8t)ftem fertig unb gieffen fid} in jebe gorm. ^c^ mei& 
nid)t ob folc^e £'eute in ber '©elt fei)n muffen, für Sammler 

i9 üon 'i^ernunfftn)af)rl)eiten, 5U ^^Miilofouljen unb eigentlichen 
(£riticfern finb fie nid)t. '^d) nuif] nod) einmal erinnern, 
bof} id) feine iUiadjtfprüdie tljue unb luenu fie auc^ ]o 
füngen foUen, meine @^ebancten finb ja bie ä^ebanden 
eine§ ^iKenfc^en, infoferne tröge id^ fie öor jur 53e* 

to troc^tung, ber $^üofop^, ber »eil m& ber SRenfd^ ift, 
ttrtrb bIo9 bie Wfid %udm, aber no<i^ nid^t fpotten, mettii 
ber gelehrte Stoebenborg fc^reibt ber jiüngfte ^ag fet) am 
Senner 1757 mürdlic^ gemefeu, alfo toorbe^, ba er 
e^ fügt. 

SS 317. SBielanb ift ein grofer Sdirifftfteller, er t)at 
Ueruiegenc '-^Micfe in eine 3eele getl)an, in bie feinige ober 
einei:- anbern, mitten in bem rsiennf^ feiner (inipfinbungen 
greift er nac^ Söorten unb trifft, mie burc^ einen Irieb, 
nnter tonfenben üon ^u^brüden offt ben, ber ongenblicfUch 

80®eban(fen roieber )u (Smpftnbungen mac^t S)iefed ^at 
er mit bem S^Mpear gemein, id^ meine hiermit ni^t, 
ba| er il^n nad^^mt. Sternen ^at er btlleid^t nad^gea^mt, 
bad ift er ^t in fingen Sternen gefolgt, in noeld^en ein 
»eit geringerer ®eift, alS SBietanb t^m auch h^^tte folgen 

86 fönnen, ba mo er 2ternifd)e 53emerdungen über bie Tinge 
madjt, ba molte idj nic^t gerne Jagen, ba^ er iljui nadj* 



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142 



®. ii^x. £id)teitb6tg. 



[B 317-320 



geahmt l^abt, bie(ei^ tl^un tnug odemat einige lieber^ 
einfHmmutig in ben erflcn ©runbfröfften betjber ©eelcn, 
ober, roenti tnon lieber toiSL, in ben entfemteften 99{obi» 
ftcationen berfetten fe^n. SBiefanb ifl aber mett übet 
atteS !enne in ben S^itbeningen ber jinnUc^ens 

SSoöuft, fo trie fic ftc^ einer fd^önen (Stnbitbimc^Sfwfft 
entloipcit, uiiD fic in ben gciftii^cn (mciiu[; uuciiDUdKr 
äiHiinie uevieiicft, in nicldicv eine iMucb alle 2iiinc ein- 
ftröhmenbe äBoUuft une ein -Xitipfeii oeijd)iüiui)ct ; buict) 
bie bcr 'iJIbept Könige luib (Il)nrnirften fiintcr ficf) Va%i, lo 
fic^ gegen eine 55.^elt gemogeu ftiU^ ben ^31u&jd)lag giebt 
unb ^f)aten oufmiegt, mot^on ber diu] burc^ 3fl6^^tfl"!^"be 
burc^^allt. Sein S^ofenfnrb unb Silber, fein OueU bcÄ 
Sic^tö, fein Mang ber ^pl^ären ^aben für ben Kenner im 
fKEen feiner Seit eben ben SBertl^ ben feine k^erfd^obene is 
^(dtülier, feine leinenen Slcbcl nnb feine 5n)ct}beutigen 
©chatten einer anbern 3^^^ t»i^ ««€n anbem Sefer 
l^oben. 

318. .S?)ntte bie 9?ntnr nid)t p^^f^f^t bnn ^cl• Slopf 
ben Jvt'vbciiiiu'icn bcv- llntcvleibev (>iel)ör [\chi^u iolte, lua^ 20 
bätte |ie nütt)ig gel)abt ^c^ su^pr an einen Unterleib mx^ 
jujc^lieBen. 5)iefer ^ätte fid) o^ne ctgentlid) Dasjenige 
tl^un m% man Snnbe nennt fatt effen unb fid) fatt paaren 
unb jener o^ne biefen @^ftcme fd)mieben, abftra()iren unb 
o|ne äBein unb iÖiebe üon patonif<i^en d^äufc^en unb » 
^latonifc^en Sntjädungen reben unb fingen unb fc^ma^en 
fönnen. ftüffc Dergifften ift no(^ meit Ärger bon ber 
SlJatnr ge^anbelt, fltt ba^ bergifften ber Pfeile ber geinbc 
im ftiicg. 

oll'. Venus auadyünHMie ^ie $lenu^ uue fie au§ 80 
beni ^^ininev, ober 5 . • • • ^i'^n» fie be^ ^Ibenbs an» htm 
legten ^iuctgcu ^rau^fteigt, meiere ift jc^öner V 

320. Diefjegaire fauft bie ^acobi Hirc^e unb 
n^o^nt bartn. 



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143 



821« ^ toünfd^te mir hio^ ein ^önig fet}n um 
mit meinen geringen Xalenten S bev (S^tofe [^u] l{fei|en. 

822. SBo9 hk SRftnner in Sacebftmon het) fc^roerer 

Strafe ücrbunben toaxtn menigften^ 5 mal bc§ SOionotS 
ö t^un, bad t(;at er frei^iii^ lueniöjieu^ bveymal \o offt. 

323. Magister Sd)ull\ fimnntc offtcr^ ü6er jcmen 
^Rod, bei feine 4 X^ater loftete, einen diegenjd^irm, ber 
6 unter trübem mert^ mar. 

824. Stt'M'c^en SBod^en nnb ^raum, quc^ htt) ber 
10 l^ranna^enben ®ott^ett bed Sadju^^ nimmt offt bie (St^ 

innerung (ängft öergongener SBoHuft einen ganj §imms 

lijdjcii 3t^ii)uu9 lu uujcru Seelen. 

325 Ttvo üücigevattjcne i^^tgramm müfte in foU 
genbe-? umgcid)mel5t merben 
16 St)r (äefic^t ift fo fc^ön unb fo anböd^tig, ba^ fie 
£amettried befe^ren, unb Itpoftel Derfu^ren fönte. 

326. "I^is too miioh prov'd» that with devotions ymge. 
And pioQs action we do sagar o*dr 
The devü bimaeif ^amlet. p. 134. 

^ 327. ^ie gan| gemeinen Seute braucj^en badjjentge 
mod il^nen ®oit jum Sebraud^ in bie $ttnbe gegeben ^at 
gemig 5me(fmftgiger atd mir nome^men Seute. meine 
ni(^t bad biegen Vermögen bo^ i^nen ber liebe ®ott 

bailnetet, ba^ il)ncn bie grojcn :^crreii mit il;ren langen 
25 .'pänbeu iüegiiel)mcn elje fie e§ red)t • brauchen fönnen, 
jünberu ma» id) meine ift ciiientlid) Si'cib unb 3ocle. 
^er (belehrte inttc in fciiief i)anx->l)aitinu} bcnden, luie 
ber gemeine dJiamx in ber feintgcu, er bendt oljne ^n 
mifjen, bag er etmo^ t^ut, maö bie (^)ele^rten alö ein 
I ao fic^ere^ Specificum gegen Segler unb 3rrt()ümer anratden, 
mofür ober bie meiften atö für einem bitteren Xränctgen 



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144 



9!bf(^ trogen. Shibirten madjeii ein (^eiperbe nu^ 
einem 5!)ing bav eine llij[id)t ift unb bilben ficft ein, mciin 
ue über bni^ beiicfcn, um» fie tl)un, ]ic l)ättcn einen 
im .*oimmel t^erbieiit, ba bod^ nic^t um etu jpaar me^r 
t>erbienfitli(| ift atö be) feiner grau fc^iofeit. » 

328. SDlati giebt offt Siegeln über ^inge, mo fie 
unfitrettig mel^ ©d^aben atö bringen. WkA ic^ 
l^ier meine toiU i(^ mit einem 9trtt(Ee( an^ einer geuer 
Crbnung ertfiutent 9(miienbung mirb fid^ ieber in feinen 

äi^iffenjc^afften mad)en luifieii: SQSenn ein §au§ brennt, lo 
fo ninfi man nor ollen Xuu]cn bie rechte Söanb beS ^ur 
linden ftel)cuben .v>anfe§ unb IjingeQen bie lincfc SBonb 
be§ 5ur rechten fteljenben $aufe§ ju becfen fiidjen. Xit 
llrfarf)e ift leicf^t ein^nfcfjcn, benii menn man jnm 
lirempel bie lincfe äBanb be§ jur binden fte^enben .V)auic§ 
becfen motte, fo liegt ja bie redete Sßonb be^ §Qufe0 ber 
linden äBanb ^ur 9^ed)ten unb folglich, meil ba^ geuer 
aud^ biefer SSanb unb ber rechten SBonb $ur Siedeten 
liegt, (benn toxx ^aben ja ongenommen, bag bai^ $att8 
bem S^uer ^ur tincfon liege), fo liegt bie redete Sanb» 
bem gcuer nS^er otS bte Itncte, bo§ ift btc redete Sanb 
bcv .V'^auje^ Tmh' iiHiUniiuRii lucnu fie nic^t gcbectt mürbe, 
e^e bie lincfc bie man becft me(]bvcnnte, fpiiiluli fönte 
etma^ iuc9lu"ennen t>a^:-> man nictit becft nnb ^uuiv e^cr 
e^e etma^ anbere^ u^ertbrennen müibe auc^ mcnn man m 
md}t berfte, folgtief) muf? man biefe§ laffen unb jene« 
berfeu. Um bie 2ad)e im)}rimiren barf man nur 
bemercfen, menn ba^? .v>an$ bem geuer jur SWec^ten liegt, 
f0 ift e^ bie linde ^anb, unb liegt bad^aud 5ur linden, 
bte redete SBanb. m 

329. ^ie ^(^eibemanb ^mifc^en Vergnügen unb 

vbünbe ift bünne, baf? ne ber *Stro^m be§ longfamften 
iblute^ im liebenpigiku in 3tücfen brüdt. S^a^V äiJiU 
benn bie 9?atur mai> fie n;cf)t unll? Ober beniti bic ^l^er= 
uuun^ )i€ nic^t bencten tan? i£)u9krrl Seg mitK 



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B asB-satj 9(|>iortdmen. 145 

biefer berfTiu^ien 3)emohatie »o olled baS Sott fufyctn 
tDiä. Senn tc^ \o\Xi, \oU eine unetnl^imifdie, eingeführte 
md^tdmürbi^e Senten^ aufftetcten unb gteifc^ unb ^tut 
^ro^ bieten? ®ine (Senten^ .^)err öon biefem feften 

5 [täten ^dnc\ ciuei< ganzen 2i)ftemt^ 5111- SBolIuft? 
merfe einem Iinngrigen SJoIcf eiuen ßi^^i^'^^^^if^ unb be* 
fricbicjc ober ^alte bie %iut mit einem J^ftd^er auf. 
(Siinbc, ma§ Snnbe — Treijtaufenb ^Stimmen gegen eine, 
ift nichts, i^ne ©d^ulbiftinrftion ober ^^^riefter betrug. 

10 @o — liei; fteb ic^ feft, unb biefed bin id^. ©ei^b wa^ 

330. 2öfl'^ mar bac^ ba^ l)at ja faft mie ^^ilo* 
^0^1)16 gcflungen. bad)te immer ber Herl roäre 5U 
bumm um ein 9lnrr unnben. 
15 @. 3" bnmm um ein y('arr ju tt»erben, bu fprid^ft 
ja faft qI§ menu bu 5U flug roärft um ein kiemünfftiQec 
l^rl 5u fei)m 

^ber Silugl^eit unb 9iarrl^eit nun be^ ®eiie 
neiQt ^öre. 

« 831. ^d} tau Die uerbaiiiir.ten 33uttert>ÖgeI nid)t 
(ciben, bie fi(^ im Sommer jo Diume tragen, baf^ ein 
unfdjulbige^ 3Käbrf)en ficf) um ben Gimmel an ibnen 
^ucfen fnn, nnb bie boc^ im SGÖinter fo frofteiidi 
linb, baB fie bid auf bie ^gen 6(l^eiben alle^ mit 

9»$ei^ füttern. 

332. ber ^at tnar btefeS fonberbar, aber 
mt(6 bün(fi bu Tianbetft fonberbar o^ne fonberbar 5U 

jti)iL syöxc, laB bid) in fein «Spiel ein mit bir jcibft, 
bu geminnft bir bod) nidit^ ab. ^rf) mag gern 
aojelien, menn man immer ift ma§ man ]ei)n tan, nnvö 
bilfft e^j bid) loenn ^H ancb bem gegeinnartigcn 
^ilugenbltcf etmad meig mac^ft, loorüber bic^ ber uäc^fte 
Sugen ftraft 

Litterüturdenkmiile 123. 10 



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146 



[BS88-8S7 



883. $(£rxn Sjungberg fd^tiei id^ 
am 2 Beeembris 1770: 

9hin finbe ici) feinen SWenfd^en mit bem ic^ uevtiaut 
iim(^ct)en faii ; aucf) nic^t einmal einen .^nnb 511 bem irf) 
bu jogen tönte, ^»^u meinem giöftcn (^lüct t)abe ic^ noc^ 5 
unter biefen Umftdnben ein guted ®ennffen, fonft ^ötte 
ic^ ntic^, ie e^er ie lieber, fd^on ber Mn^t begeben, 
iDobon ben ipomlet bie Xrttame, bie er in berfelben fürchtete, 
Sitrfid^tetten. 9Rtc^ fc^reden feine Zr&unte, ^amlet foge 
toa% er mite, red^ne ei^ für feinen geringen Xroft bei) 10 
ber 33etrQd)tung ber menfd^lidbcn ^rübfale, baft ba§ Sott) 
^ultoer tiuim 4 ^'Isfcnnin i^U^t- 8" leben, Uienn man 
nic^t mitt, ift abjdjculid), aber nod) cntfclUid^er märe e^ 
unftcvblid) 511 fet)n, lucnn man uic^t molte. aber 
l^ängt ja Mc (\an[\Q erfdncfflidie i?aft an mir lun-inittclft i& 
eine§ gaben^, beu ic^ mit einem (^ro{d)enme)jei; eut^De^ 
fd/neiben fan. 

384. ^ie$e$ mar eine (Smpftnbung, bie bie Sunft 
Selbft Serftud^ung ftumm tnie getfen ntad^n fönte. 
SBenn nid^td fe^tt, menn aKe ^fiffte 5U $au)e ftnb, jo 
tootte tc^ [rnidji] t>on einem beftodjnen 8c^icf)ol bun^ bie 
gan^e SBelt peitjc^en lafjen. 

335. ^d) fanb ibn in feiner <Stube, bie .^ofe bi§ 
an bie .^nie l)eruntcvl)äni-;cnb unb nnf einem il^'cffcr iu 
ber 9kd)teii, jebcrman, bei i()n )o iicfunben babcn un'irbe, 2& 
mürbe geglaubt Ijaben er moüe nc^ caftciren, er ^atte 
eben bie jpofen bie i^m Qtpia^i toaxtn mit einem langen 
!!8inbiaben pgebunben, ben er befc^&fftigt mar ab^u^» 
{d^neiben. 

386. 3)ie 9^atur be§ äRen)d)en erf orbert eS, unb bie 
Statur bei^^ffen jclbft ift nid^t abgeneigt anjune^men. 

337. Unter ben bcilii-iftcn 3^^^^'" i^^'^' 2l>iU'Hn'ar 
müujdjte idj ba^ biejenigeu einmal mit luti) erjdjeinen 



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B 8S7-M1] 



147 



mögten, Me ttnr einem ^ur glu(flü|eit @ttmbe getrundenen 
®ia& SBetn ^ banden |aben. 

338. 9J?outaö£^ kii 10 Decembris 1770 fe^te 
meinen S®af)(f)?ruc^ Whim feft. ^enn ift e§ nid^t 

5 VVhim in biefer SBelt einmal feijn looöen, tva^ mir 
fe^n füllen V äBir finb immer etma^ anbere^ ha^ 
Don Qiebräuc^en ber 5öor unb 9)iitmelt abfängt, ein 
leibitie^ accidene einel^ ^ing? bad feine (Subftan^ 
ift- 3ft menfd)lic^e dlatnx ein '5)in0 boS 

10 feinen Stopi im ^rabie^ unb feinen ^man| am 
anbern (Enbe ber Smtgldt l^at nnb beffen Slieber 
^omöimienen be^ ganzen finb? 

839. (fin geroiffev Sreunt) ben idj fanntc \)]Ui}U 
feinen Seib in brci) (Etagen tfieilen, beu iiopf, bie ^ßvuft 
16 unb ben Unterleib, unb er nnuijdjte öffter^, ba^ fid) bie 
^aueieute ber abcrften unb ber unterjten ^age befjer 
))ertragen fönien. 

340. ^ie gerabe iBinie mirb e^er in fic^ felbft miebev 
^urücffe^ren, a(§ i(| toon meiner Diic^tung abmeieren, fage 

» mir einen Seg ber no(^ n&^r ift al^ ber grabefte unb 
id^ loiD ben ie|igen fabren laffen nnb beiner ^nmeifung 
folgen. 

341. lieber Si-'cunb, bn flcibeft beine ^ebiuidcn fo 
fonberbor, boft fie md)t mef)r au§fel}en nnc Okbancfcn. 

23 ^age mir ob biejei nid)t )elt]am gctieibct ift unb 
bu foÜft alle bie meinigen nactenb fefien elje fie nuc^ 
meine Sinnen mit il)rer Livree bebcden. ift eine 

Sc^anbe, bie meiften unferer ^iijörter finb mißbrauchte 
SBerct^euge, bie offt nod^ na(^ bem @(^mu^ riechen, in bem 

so fie bie Dorigen ^fi^ entme^^ten. ^ millC mit neuen 
arbeiten, ober ol^ne fo k>iet Sufft ba^u ^u braud^en, afö 
ein 6ommert»ogel andfumft, nur mit mir felbft in. alte 
(£migfcit fprcc^en. 



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148 



[B 342-344 



342. ^riiifFci! rrlrerr \v:\)c ic^ fiier iibcrl)aupt mit 
offenen Sinnen uub jur guten 8tunbe einen ^ug t^un 
ber mit einer foldicn ganbcrtrafft auf unfer innerftcö 
auffößt unb üUt ©eelenfräffte ju einem greubenfefte Der- 
fammelt be^ bem bie ftrengfte IBemunfft geltet 9(benb6 
mac^; ed gefd^e^ nun biefer 3ug auj^ ber Boateille 
(metc^ed bie etgenttid^e Sebeutung bed SBorti^ ift) ober 
bet)m 9RonbeiTlid)t avA etitet mit SBttttengenld^en 
9C]cf)iiHini3crten ^njii, c\an[\ oüeiu, luie ?(gQtt)Lni, e^c 
i^n Saline in 2icu[tc nahm, ober in (^^ejclljdjafft lo 
wie er balb l)eruad) ())clegenf)eit ^atte. Xa()cv nenne 
id) 3iau)d) ben 3^Üfl^^^ fanfftev iJmpfiuL)lid)!cit, in 
it)ctcf(cm jebem öuftcrii C^inbrucf neue iniau§fprec^s 
Itc^e (^ebancfen correfponbiren , ober ieben B^ftöw^ 
kDoQüfüger 9iu^e, ber nic^t fomo^l bic SBürcfung i6 
einer Derbauten ^^iiofop^ie, a(§ toielme^r etneS glud« 
Itc^n iingef&^ren (§ 1.) ift. 

Xaufenb SKenfc^n fterbeit idl^rlid^ 61o» toeii fte 
nidjlt burften tonten, o^ne boc^ jema^tö nur einen Zropfen 
auf biefc ^rt getrunrfen ^u f)aben, fo mte ciJ el^rlid^e ao 
Später Don 10 Äinbern gicbt bie nie Die gejdjmedt 
^aben. 

')l\ni licliflev ^sljre öanb. 3§tett ^Dtunb 

— jo, naO^iicn» uieljr. iieben ©ie \vo^)^. 

344. 9icDc eine? ^enfdieii bev fid) 85 
au^ ^er^meiflung, lueil iljn ein ^^äbc^eu uic^t 

erkort, ca^riren milL 

%o(^ bin i^ biffeitS, m bie %atur bie ^ofnungen 
bie fte wir feit meinem 14?£L' 3al)re mad)te erfüllen fan. 
ftan? aber ^ie will nic^t. ©prid}! faber id) ^metfle faft, ao 
ba§ uieiijdjlidje ^J^eroen tiidjtii^ ünb eine iiiiUu]c cnt= 
fd)ulbinnnn für ein folc^e» !tl3eiiiel)en einer @cek uor^ 
ftaiiMidi VI nuKl)en:) fprtd) »penn ^u fanft, loarnm locfteft 
bu mid) ^ul■d) fvolic 9(l}ll^ulu'^en einco beiun-ftef^enbeii (^MiiffÄ, 
mir felbft uubeiou^t, 5u isöetrac^tungen bie mir eublic^ in 35 



B 844*348] 



^^^OTUmcn. 149 



ber f?erne ben ®cgcnftanb jcigten ber bcn ^iirft löfdjcn 
tinitc luid) üerjel^rte, tüenn bu il)u um auj emig 
cnt,ve|ft? SBenn bu bctrüflft, unfer aller SiRuttcv, 
fnnft bu Xugenb bon beineii Uinbein ücrlougcn? 

6 ilbcijen Stimme rcar bic mir jurufftc, btefc^ 
älMbd)en lüub [beinj jeitlic^eg Q^lücf au^niaduii, eine 
©timine bie nod^ immer tief in mein gon^e^ i^cfen 
^ncin^allt. glaubte eö wöre bie beinige, ^aiux, 

iinb ei^ ift fie niti^t? ^ir gtaitt tit mir felbft, wie tit 

10 einer bim (Betftent betoo^ttten $a(te, loem foH td^ benn 
folgen menn mid^ meht eigner ^rieb fc^önblic^ belügt? 
(@r ^iel^t bo8 SKeffer) $ier f^meid^el^affter Sügner, 
5itterc! @in eintuger ©d^nitt tönte bid) eiüig üer- 
ftummen uiib belue tiMifdie p)Unge jo ftitte machen wie 

15 eine 9Za^t auf einem ^lirctj^uf. 

^545. 3Benn e§ fo tjtel Civeiinigung ftiftet, fo ift e§ 
leichter Qeg^n eine Breche marfc^iren al^ auf ben 
^tmntel ju. 

S46. mt obgefc^ocft ift aUed o^ne bi4 bie 
80 Sielt ftebt ntir aui^ wie eine falte leere @tube, unb 
bte neuefien ^nge al8 menn xd) fie fc^on Smat ge« 
fe^n t|ätte. 

347. <EeIliü baburd) bau tüxr un§ ücripiitiieit 
aud) nod) einer c^eliebten ^erfon nuijerbem ein 
26 grofe^^ ilNergnün^^" mndicn, ift ba§ rei^cnbftc nia?> lid) 
ber empfinblidje ä)tenfd) benden tan, batjer l)at aud) 
bie gütige Sf^atur biefe^ Pr&miom bemjenigen Der« 
fprod)en, ber fid^ bie äRü^e nehmen mürbe onbere 
feinei^ gleichen 5tt ntad^en. 

80 848. Unfer fetter Sad)u§, ber feine bieten @(^en(!e( 
über ein gag gefc^lagen in ber fRtä^en fein 9o|gto$ r)Qlt, 
mnft mieber ju icncm faufften ^ott ber ^Uen jurücf* 
öebrad)t merben. 



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150 



0). fif^tettderg 



[B M9-S66 



349. 9^ebe ^um 9[iibeit<lät St. S^effen^ 

bcÄ öCrrrn öon W ... qI§ il)re§ ©tiffter^ in einer 
SBerfammhuui ber Sprü^u'n (Gefell fdjafft gehalten üon 
®. SP?. 2. Üio^rjüI)ver bei) ber königlichen Uniuer)ität§ 

Sprühe. 6 

D fptu^t, $^rönen, finrii^t! Segt ben einbringet 
Oll Qute ^tt^en, ißtubet, itnb {t>tü|et bCiittge 3;^tftiieit 
öbet unfet Ungemad^ beffen Slamine beiettö in bem 
hmetften unfctet ^licj^en Sßo^Ifa^rt 5U tonten fc^eini 
^^t t>on SRftw^^aufen ift tob, fem Wut florft in ben 10 
^d)Iäncf)en feiner 5(bern, bie Jpaupt Sprühe ift öerftopft 
unb i)at iljvc iijürrfung öerkUjicn. 

850. f^^ten ^txttn tebten an ben ^^oftftraucn on 
fteilen ÄLk'ticn ^eute, bic menn ein Sagen ()inaujfu^r an 
ben ltK(U)eni l^oben unb allerlei habet} traten um ben 16 
SBagen in bie gö^e ju fd^affcn, ein fol(^r Wtann ]^ie| 
ein $cbrab ober ^obrab, hingegen toax ber SBogen ein* 
snol oben, fo übetna^ i^n ein anbtet bet i^m iongfam 
miebet ^inuntet^f, unb ber^bette ba| et nic^t auf 
einmal ^nuniettollte, biefen ^ieg man ^emmetab obet so 
aiifl| @tü^ Mab, ober aüd^ n)o^( ^emme unb Stü^rob. 

351. protüCüUiren, probecoUiren. 

852. %-oü^t\), ^^oi^eq, $io^9, '^ß^a^r $la^re9, 

353. tlpoftel, ^oftiUe, ^^oftiUe. » 

354. 7>n tiebe (Sott mu| unS boi^ tc^t lieb 
^aben, bafi et immet in fo fc^Iec^tem Settet )tt 
und f ommt. 

355. ^ci) einem tlcincn giebci glaubte id) einmal 
beutlicl) ciii5U)cl)en, boB man eine Bouteille 553affcr in eine 
Bonteüie ^in oerioaubeln föuuc burc^ bie nemiid^e 



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151 



:lUctl)obc mie man eine gigur in einen Xriangel öer- 
tpanbelt 

8r)(>. '§tc inlaiiben lutI iiiii ein Kf)öncr (^eift ^ii feptt 
mü))c man ctma^ iiebeilic^ leben, uttb gleic^fam bai^ @eiite 
i^mit Derborbenen @itteit fett machen. 

357. fLpoüo tierlaiiote Dott ben üinioo^neni %>eio^ 
bte tlttf(öfung etned ^roblemd aitd ber (^omettte trat bie 
$eft ouf^u^atteit. SHe Vufgabe toax: bie ®eite beS 
bop))eIieit Äürfet§ au% ber @ette be8 emfntt^en ftnbcn. 

lö äi^enn ^eutjutact mancf)er 3iaDt in ^euti(l)Inii^ aiie inlc^c 
5iiu\ja5e oorgelegt mürbe, tva^ mürbe d^baiui ein ^poc^- 
meifer ^agiftrat bc|d)tienen: öermut^lid) bem ;^inimel bie 
^ac^ an^eim^uftellen unb bie $eft au^rafen laffen. 

358. äöenn ^IpoUo mandjer Stobt nur bie Aufgabe 
15 Don ber ^ifedtion be§ SBiitcfetö aufg&be, fte muften ftc^ 

auf i)idcrettott evgeben. 

359. ^og 5ut9etleit ftutfd^ unb $ferbe utib ba^u 
get^ört einem Spanne ^ufätlt, ber nic|t etnmat mit 2 S>^^nn 
biöibiren tan, ^at micf) niemals befrembet unb nod) meniger 

20 gctrancft, ]o mcnig c5 niivli befrembet, ba^ mau uui ^jIdci) 
SBürfeln G unb 1 jn glcidjer ;^eit luerfen fan, aber biitte 
ein 3)?ann, ber bie Sßett Don ber elenbeften ©eite beftiinbin, 
ic^ meine Don ber ^cite bei* ^.Hniürctten unb S^^pijiH^tten, 
angefet)en i^ai, ber ba glaubt, bie greuben biejer Jäheit 

^ befte^en in einer öerjärtelten (Smpftnbung unb fräncflid)er 
SJcrnunfft, ^ätte ber mie ?)ori(f fc^reiben fönnen, ba§ mürbe 
mtd^ befrembet unb gehftnctt l^aben. ^ mad^te bie SEßinter« 
reife in ber Zfyit mit einer (impfinbung auf, bie ftc^ fo 
mürbe in Sorte au^elaffen ^aben, menn t^r iemanb burc^ 

»eine grage ober fonft einen ^ntaß Öufft gemocht hättet 
i'inh Diul) luefe Siebgen luiD ^iminntiogen Slinber ber 
^['^enfdienfenntniu, ber Sßeif^t)eit unb ber populären '4>f)ilLis= 
jopljie, unb bu ^aft bic^ geirrt, ober menn )ie eö nid^t 



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152 



®. ®^r. Lichtenberg. 



jiiib, im^ Ijilfft Dir bann iKeujdHMifcinituifi iiub ^eig^eit, 
tpenn fie biet) fo bolb nneber öerlciBt, baB bu eine 8prac{)e 
fü^vft, bie nidit? ait^ ein finbi)c^c§ latten ift; nun ift meine 
gan^^e <pofnung ba^in, bev id) meber reid^ nod) )d)ön bin, 
iij^ backte itod^ am (Snbe burc^ ^fal^tung unb iSki^^ett » 
ein @iü(! in mit finben, ba§ id^ auffer mir nic^t finben 
tan, aber fo ift auc^ biefe^ eiteK, unb (jöitgt bon bem 
^igcnfinn einer mir nnbefonnten firafft ab. 60 fieng id) 
an >)U le^en, loö ba§ 33ud), unb nie erinnere id) mic^ ein 
^udj mit ]0 tiiel S^eniiiitiuiig ^uöemadjt 5U IjaDcii. 9?id)t 10 
etma nt§ mun id) bincS ^ud) fierne pciemadit f)ätte, 
jüBberu e^ mar mir ai^ ivenn id) bev 3?alnlicit iiMci)tT= 
gegeben unirbe, id) fanb bie !föeiÄ()eit ui biejem ^Öud) eben 
fo nu^gebrurft, nne bie Siebe in ben fleineren S5?errfen 
biefe^ 3d)rifftfteücr0. Wttint grcube f)Qtte nid)tC^ )d)Qben^ i» 
frol^e^ in ftc|, fonbem ei^ mar me^r bie ^erul^igung, bije 
berienige fü^lt/ ber bieten mü^fomen Serfud^en 
auf einmal an ber ^uflöfung feined ^robtemd ift. 

jgacobi l^fttte ber fogenonnte ^d^ter ber (9ra|ien 
bleiben mtJgcn, id) bätte i^n nid^t bcnetbet, er fönte» 
^lorid ]et)n; unb icii [)atte iiicuicui Mnitcilaub (Slücf 
tlo)Dinn\lit , aber ^^I)ilu]iipt) unb ^änbler muu er 
mit md)i ^nqleiffi iiun fonnen, ober ict) beHage mid) 
ii^^n He "^.iialui, benii md)t^^ Derlei)!) id) ifir meniger, 
atö bie 4^ermap^rL"»biten. ^ielie eö für unmöglich, 86 

unb fanb mein Urt^cil burd) ein fo grofe^ (^empcl 
beftätigt, bedtoegen mad^te id) bie SBinterrciie mit einem 
^^(jindgen ^u, mit melc^em noc^ !ein ^uc^ 
gemad^t l^abe. 

5>iefe ©önger ber greube Reiften aHeS finfter mod » 
^Btoftrengung foftet, ober maS il^rer finbifd^n Scmunfft 

3U fd)ir)er faßt, jmar ,Mendid) menjd)üd), aber fie mürben 
ftd) f(l)aiucn fLdd)e ^iiu]c laut ^11 lagen, menn e^ mdjt 
j[Lnn au'« einer 8d)iüad)e be^ ^ei^^^^^^i'^ 9J?obe itäre, )otdhe 
^ gfiYiibc lA>eiiu^ be-^ i^eben^ ^u nennen, itiib fich babuiil) ^ 
^tiicii ^Kaitgelö au ä)iättuUd)teit uuö nieujd^lic^r 




153 



860. Sad ^ilfft bod lefen ber tltteit, fobalb ein 

3)?enfd^ ben Stanb ber Unfd^utb ctttmol Derlo^ren ftot, 
unb RIO er ]^inftet)t überall leiii 3i)]tc:u mieber erblicft, 
baf)er urt^eilt ber mittelntäfiiot .*^U^if ei- fei) leicht mie 

5 ^ora^ 511 fcf)reibeiT, lüeil [er | für leidet l)ä[t beffer 
fc^rcibeiT, niib meil biefe^? beffer 511m llngtüff fcijlec^ter 
ift. alter mau tuirb (üorau^gefejt, baß mau mit bem 
tlüer weifer njerbe:), befto me^r öerlie^rt man bie ^ofnung 
beffer 5U fc^reiben aB bie ^Uen, am @nbc fielet moti; bn^ 

10 ha^ i&Lä^miuA aSed fd^öneit unb rid^ttgen bie 92atur ift, 
bafi mir biefed Maa^ aUt in und trogen, aber fo über« 
roftet tiott Sorurt^eilen, t>on SSdrtem mo^u bie ^Begriffe 
fehlen, t)on falfd^en Segriffen^ bog fid^ nid}t§ me^r banttt 
meffeu lä^t. 

13 361. Über ba§ ß^fetc^genitd)t ber SS^iffenfdjafften in 
!5)eutfd)lanb. ^(nrebe eiiie^ Teutfdjeu au feine Üanbec- i^ente. 

trette unter eud) auf, meine tl)euerften Vanbc§« 
Icute, mit einem ©ifer für bie ii\)xt unfereö ^aterlanbeS, 
bem id) unmögltci^ länger miberfte^en fan. roeiß, unfere 

20 fRepublicf ift eine fret)e fWepublid, unb mir gel^orc^en ben 
^at^fc^töffen Don ^tviin, $atte unb Böttingen nur aX^» 
bann »enn fie bem natürUd^en SXaal^ bed fd^dnen unb 
rtdjtigen bai$ ber befte ^l^eil bon und in ft(^ trägt gemäg 
ausgefertigt finb, unb öerefjren fie nur infoferne old 

20 fic Vliiöicfvnuiiu Der 5.^orfd)rifftcn Der 'Jüuuv jiub, bie UJir 
Uli Uli fm unfere gii^H'^-'^ii^ erfeniicn. So menig id) alfo 
Don meiner Seite bei) einer foldien Ueberjeui^imu] bie 
*5Jlbfid)t ()aben fan eud) kijxcn ober (^kfej^e X)ov^\i^ 
fc^reiben, fo gemiB bin id) and) überzeugt, ba§ i^r uou 

Bober eurigeu t)txitt)i)m merbet, bag ic^ euc^ meine (^t^ 
banden über ben jei^igen ^uftanb unferer 2itteratur mit 
einiger ^Q^eit Dortrage. Ol^nerad^tet id^ über^keugt bin, 
bo^ jjeber ^enfd^ mit fernem (Eintritt auf biefe SBett 
j^ugleid^ bad Siecht befommt, ^u fagen mie fie i^m au^ 

So fie^t, id) meine frei) @i^ unb Stimme in bem Slat^ über 
3i*rt^um unb 2Baljil)eit, \a o^neradjt biefe§ gleic^fam feine 



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154 



[B 8Gl-äG7 



©c^ulbigfeit )o lange er fic^ ntc^t jelbjt belügt, ober 
ber ©clobe ber (^efinnungen eineä anbem ift, o^ncrad^t, 
fogc ic^, c§ mit unter eure $fü(^ten gehört bieienigen ju 
l^dren, bie ^orfd^Ittge ^um )6eften ber SRepuMic! tl^un; fo 
toUL id^ eud^ bo(| ^ubor fagett, n>er id^ bin, tt>ie meine 0 
^auptgeftttnungett be{d)affen fxnh, um btejentgen, bie tovfy^ 
tigere ^inge 511 t^un t)abcn, a(8 bie ^ogen ctiteS WiU 
bürncr^ an^ul^ören, fo balb al§ möglicf) au^ ber Uueiits 
fil)lo|ien^eit ^ie^cn, in meieret fie fid) üiücid)t bcfinben 
iDerben, ob fie bieje ^ebe anhören foUen ober itic^t/ 10 

362. (:?(tiv^ ber ^Iniufung an bie ä)tu)e:) 

^aiS beine ©d^aml^afftigfeit betriff, guted a»äbd^n, 
fo fe^ nid^t att^u getvtffenl^afFt, rebe mie bu ^ betidEft, id^ 
t)crf|)red^c, fein untDÜrbige^ C^r foll ei^ |e bemel^men, ic^ , 
laffe bir biefer ^bfid^t bad gon^ gfetb Don 3)ingen w 
offen, bie man gerne t^nt unb aud) lU'rne fagt, aber ^üte 
bid| bei) 'ikiliift meiner greunbfd^afft cUuag fc^ma^en, 
n)a§ mnn fieber nnb Ieirf)ter mit ?litftaub tljut al§ mit 
^(nftaiib fagt. Tciin tinfjc, ba§ loaö bu mir er5ä5tflt gemiß 
Don einer ober aud) uoü ^^mct] T^ainen ge()ört uierbcu mirb, 20 
beren greunb{c^af(t ic^ ^ö^er {c^üj^e ol^ bie beinige. 

863. dkt^aniel )Bee pßegte 5U fogen: It is not 
easy to write Uke a madman, thongh it ia very eaay 
to write like a fool. 

364. 3fft c8 benn fo unre^t ha% ber Sl^enfd^ mieber » 

burc^ bic uenilidje '^jforte jur ^di ljiuaus?gelji Durc^ bie 
er ^incingefünimen ift? 

865. ^erjuc^e in $a^quiUen unb anbern {c^erj^afften 
(Sd^riffteu. 

566. (äottmärt^, 6i(^kDftrt0 (Godward. (gmift). ao 



867. mt %tp\ti mti^n t>on ber (SW btd auf fie. 




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B S08-87SJ 



155 



368. Wlii ^ugläubevi! in (Böttingen muö man nie 
glauben e§ auf regclmägiöc Iiiptituta 5U bringen, fonbern 
man [mug] fic^ immer \u.ä^n fortzuhelfen fo gut man fan. 

369. & giebt mf)l menig ^^afitncn, bie fo fe^r öcr* 
sbtenen in bem Tempel bed guten (^efc^macf^ aufgefteSt 

}u werben, wftl^renb otö fie bet Bender mit gleii^em Siedet 
an ben ®a!gen fcfjtägt, atö ber 9la^me bed englifc^eu 
Sumn0. @o btd ^oS^eit bet) fo biet attifc^em m% 
t)erabfc^euung§roürbige ^eleibigung ber 9J?ajeftät in einem 

10 beneibcui'iUcitljcn iHiu^inud, .Sienntni» Dey lüienfd^en auf 
bie ruc^lofefte ?(rt i^iränduug i()rcr S^ed^te gemiöbraudit, 
otte Baubeiei)eu ber ^ercbfamfeit nufgebütcu ein (^efpenft 
feiner i^orfte düngen, ben 5^e)potiemuc\ lierbaiiiun, eiiien 
©ifer für bie (£onftitution ber, iiienn er allgemein loerben 

w folte, iftrcn Untergang unöermeiblic^ mad)en mürbe, biefe^ 
^atocfterifirt bie Briefe biefe^ in allem ÜBetcad^t auffer« 
otbentUc^n SKanned. 

370. fprec^e je^o nic^t mit Syrern m^, bct 
offe9 ^u bemftntetn U)eig, fonbem mit ^l^rem @^miffen 

«ofprcc^e id^. 

371. ^Duin meife ja fetbft faum mie man ben dt, mcr 
IDtff e-? einem Uerbenrfen, ba^ man fid) eine (£1)re barau^S 
tnac^t, menu man ginftecniffe auS ben Xafeln berechnen tan ? 

372. ^a6 bie Arbeiten be^ ^eifte§ aud^ ben Siörper an* 
ssgreifen, pflegte er $tt fagcn, fönne er beutUc^ boran fpüren, 

ba| er, wenn er S^perifd^e ©tdbgen fd^neibe, off t fo mitbe 
tDÜrbe, afö menn er Stangen für feine Soumfc^ule fpi5te. 

373. S^TC Stebe. 

Tiainx id)eint un§ 3tei-blicl)en gleidjjam ticjunnige 
30 llnterfud^nngcu ^n uerbieten unb mit öi"9ern auf biefe§ 
SBerbüt 511 Deuten, benn \v(\i> meinte fie anber§, ba fie un§ 
fo bübete, bag mir nic^t einmal miffen ob mir eine 8eele 



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156 



(iJ. e^i. Sic^tenberg. 



[B 373-375 



^öben, aiv biefe^S, baf5, ba e§ n?(f)t etnmal nDtf)ig ift inu^ 
jelbft fennen, Diel menigec nöt^ig fe^c mijfen 
mag bie unDernütiffttQen X^iere, bie Steine unb bie Sterne 
finb. ^ie erften ^KRenfc^en {ü|ten, mir auc^ menn mir 
(&ütQtn^ fykhm, fte maten ^tTteii, mit bencfen und bag 5 
mh meldte rnftven, benti ba| mir mürdtiil^ ®^fe ^fiten 
fotteit, bad ge^t tf;eili^ megen ber SRenfd^en, t^eitö mcgeit 
bcr SBetben unb aucf) jum 2;§cil megen ber ©d^afe felbft 
nic^t meljr an. Un}cve geinbe iancii bie meifteu unter 
un4 l^ätten ba§ ''^>iilucr nirf)t cifuiiben, aber bic gröften 10 
S[l^enfd)en ber altern ;]cit l}aben es ja aud^ nic^t erfunben 
unb maren boc^ grojc :^eute. 

374. S)a5 bü^ öJenie eine 5lrt bon .Slrancf^eit ift ^at 
$(£rr Un^cr fo bortrefflid) in feinem ^^Irjt bemiefcn, ha% 

jemanben grauen {olte fic^ biefe geföi^Uc^fte ber D^erben 16 
fttattft^iten ^ münfii^, unb bie beneibentoürbigfte Station 
unter bem äRonbe, vd^ meine bie engltfd^e f)ai biefeS anc^ 
erlannt, benn einer i^rer berül^mteften Sloturforf^er, ber 
grofe öiU ^at einen ^^ee erfunben, bcr baS 9?ad^benrfcn 
öertreibt, ein fidjever 33emeift baj] biejer grofe (^eift ba» 20 
9^ac^bcncfen für eine Scf)Uiad)()cit geljalten l]at. *ü(üein 
bnfür finb nur Tcut]d}c aud) bie 3>erad)tung bes» leid)t 
bal)inriefclnben 03a liiert^, unb beö harnuntifc^en ^sta liäner§, 
biejec^ Hebel reijt immer me^r unb met)r in ^eutjc^tanb 
ein, aüe§ mitt ^eute ju tage bencfen, fogar auf bie dan^el » 
nnb öonbmercter breitet fid^ biefeg Hebel au^, )^^}^ 
^ fc^ott mie im Xraum, ba| berdnft, 0 ber @(^anbe! 
mein ftd^ 6inmegbendknbeS Satertonb anfangen mirb 5U 
glauben, in ber Sftang Seiter ber Stationen fönte ein Siebgen 
bie (einige ni(^t um eine Staffel ^ö^er bringen. ao 

375. *i)lnrebe. 

Bieber fletuer i^oit, ^ulbrcid)c d^arittinnen, jpoc^^ue^renbe 

$erm! 

Unfer mit SOt^rtl^en ge5iertei^ di^nm^i^r unfere mit 
Silien beftedtten ^are, biefer Silienftengel ben tc^ ina» 



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B87Ö] 



meiner 9fiecf)ten fcftmencfe, mürben fc^on bie ^}ib\iä)i unjerer 
äufammcnfuiiiit uerrat^en, n>enn man e§ aud^ nic^t an 
ber nnöciüöl)iUiti)cu .^^eiteifeit ber ältcften C^efid^ter unter 
un^, nn ber in (Tiipviidje 39eid)Iid)feit lucQgefd^molt^enen 

6 9?ertiofität innies» (^an^^cn ^()un^, inib an jener Uennev* 
inäfügcn (^ebancfenlofiofeit je^en fönte, bie fo nöt^ig [finbetj 
bie greube bwrd) äffe ^oren ein.yifaugen, fo boB nidjt fo 
öiel tjerlo^ren gel^t. qIS man in ber $öffe, ober in ber 
©tubietfhtbe eine» S)?e|fünft(erd ftnbet. feiern l^euie 

10 ein i$eft, imb bctner Sffymhz, l{)etttf41atib, fe^ e§ ge^ 
fproc^en, biefe Herne Serfoittntlung fetjcrt eft ofifein, ein 
geft baS titmaU bie SScft, ja bie gan^e 9?Qhtr feticrte. 
(aber fvcijlid) Ijuitc uum tiamal^^^ nud) nidjt öcii ci3elfti:n 
t>c^- Veibcv 5U einer ^)icd)enmQ)d}iue ober 5U einem 

15 Si)ULHiivnien Maftcn c^elnnmiit, e^^ umr nod) lange üor ben 
Reiten, ba mon anfieng indei^ ^i3hit unb 3.)ien]d)en]d)ene 
^ieffinn unb 9kröen Äxanrfijeit (^enie 5U nennen, tur^ 
lange öor ber 3eit ber 9?ac^tgeboncfett unb bec SDlonb»» 
tafein. ?(d^ fie finb ba^in, bie gnibenen 3eiten, m bie 

2oS&ntmet feine ^51fe auf ber SSBeibe unb ber ebenfo 
ünbttd^ unf^utbige ®eban(fe, in fanffte Sorte gelletbet, 
feine nt&rberifd^ (SviM 5U fürchten ^atte, bie S&ntmer 
finb ,serriffen, unb bie Siebling^finber roeid^cr Beeten, bie 
lUebgen £ ^^leunbe, Uerjeti^et mir bau id; an einem 

85 Sreuben ^ag ^^läuen iieri}ief5eu miiji, trerben je^o Uini 
ber (Xritid mie ^iger bei)anbelt.j 3rf) meine bay .soirten= 
feft, ba§ geft ber 5yreube, ber tdnbel üben :^iebe, unb ber 
Unfc^ulb. Söit feiern e§ ^eute yun i) mal, aber, tl}eucrfte 
Sreunbe, (er tocint) Dilteic^t aud) nie ipieber. D ^mor, 

80 C i()r (>ira^ien, erbarmet euc^ ^ermanieni^, ba ^ernunfft 
unb 9tod^tgeban(fen, nnb (Geometrie gegen un§ aufbred^, 
l^fft unl^, ober tvir ^nb aKe berlol^ren. Wix felbft ^aben 
feine Stoffen, atö ©c^er^ unb Sreube, unb Unfd^utb, unfere 
ft(agen ftnb unfd)nlbige Siebgen, eherne SKanern atterbingd 

96 in ber orbentlic^en SBelt, aber weniger al§ ^löfe in biefer 
mfe^rten tief bencfenben. 

S^i jc^eiut bemegt, t^euerfte greunbc, 0 loic ein 



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158 



^old) faijit ec- mir burd] mein .*per^, bojs id} eure nur 
ber greubc offene Seelen fo marteni muß, aber icf) niug 
e§ cuc^ fügen, felbft an biefem ^ag fnn td) e§ uid)t Der* 
fci]iuiiqen : ^ie 5?ernnnfft, bie mir in iinfei-n ^IMiimen reffe In 
5u fuljrcn tilaiibtcn, öic mit unö unter 9iüjcu jctjiunimevtc, 0 
in äJ^^rtl^enmälbc^en fic^ cmpfinbfam trancf, bie bn^ Oiic^t» 
fd)eib unb bie Schnur mit einem Siüen Stengel öer» 
taufc^e, bie ftatt i^rer Qaf)itn [unb] mi^fttfd^ algebratfc^ 
Sefd^tDöniitgeit tuottüftige Somttit feuf5te, biefe fyd ftd^ 
unfern Seinben gefd^Iagen, biefe Serrät^erin fomutt nun 10 
\>on lOerltn unb Böttingen t)er, fdimendi t^re grouentiolle 
ga^ne über un^ bie mie bie SJäl^firaße am \)oi)m 4^immel 
flattert, D ^mor uub ade ©ra^ienl 

1771. 

376. ^) & begegnete mir ni<j^tö atö eine ftrdte unb u 

bie ^abe tob gefc^Iogen, ctnmnt rn^te ic^ unter einem 
S3aum einer :Dtotl)burft toegeii aa^, lUl^ id) badjtc irie id^ 
fo faß ob e§ auf beni Tlivini üüu Biaudieid^ |o fc^ön 
fe^n tan als auf meinem ^iac^tftu^L 

377. Steuer äSorfc^lag ade neugebo^me SRftgbd^enM 
)U erfäuffen. 

378. Discours be^ einigen Silbern einer Laterna 
Magica Raiten. 

379. gielbing*) parap^raftrt bie SteUe bei^ ^ora^ 

To secanda marmora S5 

Xiocas sab ipsum fanus: et sepulchri 
Immemor, strais domo« 

unnodjafjmlid^ alfo: Tou provide the noblest materials 
for buildiug, when a pick az and a spade are only 



^) ben 10 Junii gefeljen, beu lJi«i getdirieben. 80 
') %om Süueö. T. I. Book II (^a^). VIII am iSttbe. 



Becessaiy; and bniid hoiueB of five handred by a 
handred feet, forgetting that of m by two. 

380. Professor Philosopfaise extraordinarise. 

381. fan iiidit aiicv 91111(3 ridjtig fci)n in 

5 Söelt ttiei( bie äÄenfc^en iioO) mit iöetrügere^eii legiert 
loctbeu mü)jeiu 

382. geber ift ein 50^ann öon ©runbfö^en, feine 
Semunfft ift ber älionaw^ feinet '3t)ftemg, fein 9)?en)c^ 
fan tioit Statur fo fe^, tDetl er in btefer ^elt ber befte 

IC ift, unb biefe je^tge XBe(t ifit auffer t^rem natürltc^n 
Suftonb. 

883. (5S tljun mir öiele Sachen m^f), bie onbern 
iiui kijb t^un. 

384. Über bie grage ob man oiid) ^erftorbene 
uMitglieberu t)on ^ilcabemien machen tönte? 

385. SBorfc^Iag ju einer ®e)ettfcf)afft ©eförberung 
be§9^omnnfd)reiben§, fd^icft Öeute au§ bie ß^^ararftere fammeln 
foUen, fte fc^iden 9lebeni^arten ein, S^oradtere, Sluc^e. 

386. ^efer SRonn tl^Ite aUe^ fe^r gerne mit, 

» t^n nic^td foftete, unter otten aber SompUmente, betetbigte 

nicmonben, loenigften^ ttjufte man e^ iiid)t, liattc aUc^eit 
eine liebreiche SDJine nnb feine ^efd)eibeii()eit umr fo proß, 
baf^ fie in bei Stimme }oc\av an bac-> flätiHd)e grauste, 
er pajfirte bei) uie(cn !L'cuteu füv tugenM)aift unb bei) 
20 ben ineifteii für tieinuti)iii, fur^ er mar luni ber Hrt l\ntte, 
bie nuiii )ü ^iemüd) ^ufig antrifft, uub bie man in ixiu}- 
lanb mit bem ^^a^men sneaking rascals beel^ren pflegt. 

387. Sa Majest^ trda Yoltairienne. ^er Sönig 
bon $reuffen* 



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160 



[B 888-S9& 



388. ttJarf ottedet) ©ebancfcn im ^opf ^eruni 

bi§ cublicl^ folgenber ol)etil)iu Uegeu tum. 

889. (5r erfd)ten an biefem ^act gait^ neu gcflctbet 
unb ^iemtid) (jeitei, bie Üeute iDunbeiten fic^, wo er 
^cr I^Qtte; aUein e^^ ift roa^rfc^einlid), ba§ er in feinen 5 
guten Umftftnben ein (S^apttal im Gimmel gejantmelt l^atte, 
tt^oDon ^utDetlen gan^ unertoartet bie gntereff en einfamen« 

390. ?^ein mv er eiqentüt^ nir^t, allein er t)erfhinb 

i}od) LUC cSluuft, menn ci ei- i^cDuijtc, ^uiucilcu auf feineu 
91ebenmenjc^en 5U reiten. 10 

391. i^i t)ütte fü menig ä)iac^t über fic^ felbft, bag 
er nicfft einmal über fic^ bringen fönte feinen ^tod 
in eine geiDiffe ^dt feiner ^tube 5U (teilen, mie er fi(^ 
bod^ botgenommen^ fonbern menn er noc^ ^ufe !am, 
fo gieng er an ber (Sät botbe^ nnb ed mar t^m ge» i& 
nteinigtic^ 5u unbequem t§n avi& ber $anb (äffen 5ü^ 
er an ein anbereS Snbe ber @tube gefontmen mar. 

392. Söa§ für eine (Siitbccfuiui luaie e§, njenn mau 
(S^eiftcin 9(cfttiittät neben finite, ha]] \k nur t()äten, tt)a§ 
fie lüürrflic^ tl)uu lüütten unb auc^ fönten, menu fic meniger ao 
nac^löffig mären, biefe 9?oc^(ä)figfeit ftur^te bie ^egentin 
^nno in 9lu|Ianb, unb mad^t bajs mancher lieber bettelt^ 
ald arbeitet, unb ift ber Anfang j^u allem 92ic^tdn)ttrbigen. 

898. The Epitaph of Colonel Charters'). 

Here continuetU to rot 
The body of Francis Charters, 
Who, with an nndefatigable eonstaney 
And inimitable üniformity of Life, 
Peraisted 



^) 2)iefer '^lan \mx einer ber luTrmlitcnon ?!}?enfdH'n feiner 30 
3eit. ^lrbnti)not ift ber S^erfaffei ber (i)raliid)iiif£ bic uutei 
feinen ^J)2ei)ier)iUifen eine uor^ügUc^e StcQe einnimmt. 



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B m-m] 



161 



In spito of age and infirmities 

lu the practica of every human vice 
Excepting prodisfality and hypocrisy ■ 
Eis insatiable Avarice exeiuptine: him from the first, 
$ His matcbless impudeuce from the second, 

Nor was he more Singular in undeviating Pravitj 
Of his tnanners, than successfal 

Iii aisenmiUatiDgr wealth: 
For withont trade or profession, 
1<} Without trust of public money. 

And withoQt bribe wortby service 
He acquired, or more properl y created 
A ministerial estate 
He was the only iieidoii of bis tiiue 
15 Who could cbeat wiUiout the mask ot Honesty, 
Retain his primsevai lueauuess when possessed of 
Ten tboQsand a Year 
And having dayly defler?ed the gibbet for what he did, 
Was at last condemned to it for what he conld not do 
«I Oh indignant reader! 

Tbink not bis life useless to mankiod, 
Provideuce counived at bis execrable designs 
To give to alt r as;e9 a conspicuous 
Proot and example 
S6 Of liow siiiall EHtiiiiation is exorbitant wealth 

In the sight of (Jod, by hiä btätowing ii on 
Hie most nnworthy of all mortals 

394. (5)rabirf|r i ff t auf 4^^rrn ^B. 

80 mb lecitiit inii)t mti)i, 

bart ift 
t)ici Iicqt Iciuabcu 

3. e^riiiüp^ — 

tro^ feine« patrioitid»en 6tnne9 
35 mtfft eine ttnt^oloaie htx ^eutf^en, 

M ein 3)eutfc^er. 

inax ein Sinngedicht, 
benn 

40 @r biadjte ben flügflen (Einfall beu 



he was twice coinlenmed for rapes, and pardoned, 
but the last tiuie not without impriäunment in Newgate 
and large confiscations. 

LtUeraturdenkroale 123. 11 



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et jemals ^atte 

(5r ftnrb. 

n VHoh xMmtl^x üergTiffen- 5 
iiiib stDeifelti md^t 

bofe 

€r an iencni lai^e auf beffereS i^a^rier 
toiebec aufgelegt ivecbeti loüb. 

395. @¥a&f(^rifft auf $rofeffot ^. lo 

S)tefet Meine (stein 
bet bie Slfc^e bed ^rofeffor ^. ^ev eittfc^Ueftt 
würbe ein ftol^ec SDiarmor 

fei)n 

unb mit gotbenen Settern oon i^m » 
ft^rec^en 

wenn biefe 9lf(^e atö \it noc^ befeelt 

woc 

im @tanb gemefen m&te aOed 

5U fc^retben SO 
»aS fte f^teiben tooQen 
toorgab. 

39(5. ^iae§ fiel) §(5rr ^. im Gimmel lüünfc^t, 
ift nid)t fotDo^l bad (^lücf in ^ibra^am^ ol^ üielme^r in 
^t>ibd 8c^ood getragen 5u werben, um i^m SRammlerd » 
unb ftlo)ißo(fd Oben recittren fönnen. 

397. aXit SBefdircibungett, bie \o gut finb atö ^-^olj^ 
jc^nitte. 

308. @cf)Ie(]^te 8d)vifftj"tcUer finö up i] ad) lid) hk- 
jciiiiiicn, bic il)ic ciin Utiiieii Ojcbaiicfen mit S2?ovtc!i ber aa 
guten 511 faiicn tvacl^tcn. (.*oier i'"t bic Woicind)^^'» 
&x'ö%t oljiic *$törcfe, bie un§ jmai eine ;kntlaug 
lachen machen tan, aber getDi^ am (Snbe äftitleib 
audpre|t.) Routen fic, tuo^ fie bentfen, mit on« 
gemeffenen Sorten fogen, fo mürben fie aU^eit ^ums» 



^} ^rlequin. p. 48. 

I 



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N 

beffen be^ öoul^en etjuas" beitragen mt> für bcn ^e* ' 
obac^ter mercfiDürbig fe^n. 

399. ^in Tlam, bei: gut {(^reiben tDill, \üU, fo öicl 
er lau, au|er aUem medio resistente fd^retbeit, unb bIo$ 

• fic^ hwcd) bie Statur ber @a(^e leiten (offen. 

400. 3)te(^omöbien finb, noc^ bcn ®eiftlic^en, lantcr 
sEpicle, tüo ^cber nur J)inge^t um om (Snbc menigftenS 

in (^cbaucfen iiut einer 8abincvin inctijulaufni. Unb fie 
^abcn fo gar unrecht nic^L £üib jelbft tan e§ niC^t 
10 läugnen 

Soilicet ex illo sollcrTinia morf theatra 

NuDC quo^ue ioriuodiä iubidio^ia inaueut.^) 

401. ^)iät^)cl. 

(tx morb in äti^iq gebogen; ber ®to(( etneS 
ufiontgd ber Qritten, unb bod SBunber ^utfc^Ianbl». 
sater tft biet? 

^ u f l ö I II n g. 

Unter ben XoDten loar ^eibni^, unter beu ^eben^s 
btgen ifi ed ^äftiier. 

90 402. fe^e nic^t ein roarunt nur berientge Mann 
betnnnt nverben fott bejfen gä^igfeiten burc^ biet Sdrmen 
unb Sd^immer ]^&rbar unb [ic^tbar merben, ber nic^t i^r 
eigen ift. ^leyanbctö diente mar ein Siutrfe, ber in ein 
^^3ulber Wnt^a^iu fiel, t)ai aufflog unb 'Jliicii beben iHad)te; 

25 unfcr rvüucfe fiel neben üorbet) in§ feud)te, icl) fagc nur 
moö l)Qttc ba§ für eine (£*rfcl)iitterung geben fijnnen, wenn 
er auf ba^ ^^^uluer gefallen wäre. 

403. ©ein (£t)ararfter foü jeiu (^^rengeböc^tniß )et)n, 
mid^ büncft ba§ ift öiel gejagt wenn e§ wa()r tft Sebcr, 
so ber ben SKenfd^en weiter fennt, atö ber 9{aturgefcl^icl^t« 

*) Artis amatoriae über I. tH3. 

11» 



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164 



0». (Sfyc. St^tenBecg. 



(B 408-407 



fd)reiber, ober bev i()m iif)nüd)e 9J?oraIift, ber befdjreibt, 
oftne bo^ 9[J?e)iev Qzbiauii)m, roirb mir bieje§ einge* 
fielen mujjca. 

404. 3)er (^efc^id^tfd^reibev (^unrfel^ brauet nicftt 
^ibtiot^ecfen ober^rd^iocn burc^furf)en, allein er iitu| s 
bafur bie 9}^atcrioUeii boju au§ ^encfmälern jufammeu- 
lefeit, bie fc^merer 5U be^onbedt fint), bie 511 lefen ethe 
eigne l^unft erfotbert i^tüc^e ^abe ic^ gebtaud^t, ber 
eine ift ein $eruquenmaci^er, Don meld^em ®nn(fet einmat 
€c^Iöge befomnten, nnb ber anberc ein Secfer in beffen 10 
,*pau)e er öffter§ meiere au§t()eilte. 2)er ^erüqiienmarfiev 
ift [e^r befecft, babci) einförmiii unt> ciuijalt Mo^ aiitdij- 
Itc^c SocfieH, ber ^^-^ccfcr Ijiiuiccicn lieBt fiiij ßut, erja^U 
florissaut, fc^eint aber partt^e^ijd^ 5U fe^n. 

405. ()atte ein paar Stunben jugebrac^t, um 15 
einen guten @ebanden über bie ^()inefi)d)e ^auer 
^aben, unb mar 5U bent (Snbe bie P^^fifd^^ ntoralifc^ 
unb metapl^l^ftfc^ bur%egangen.') 

406. <£ar( ber 12iL bertl^eibigt fi^ mit einigen 
feiner IBebienten be^ SBenber i^cicn etliche tonfenb so 

^aiiitfdiarcn. (Sin (I^inefer caflrivt fic^ in feinem 30^"* 
gafjr um fid) 511111 2clni)eu 511 ncvfaiifen mie 33cU Don 
Unterm oiu) er^äljlt. iiin cngliidjcv 'IVntrofe im ysa{)i 
1771 )d]ueibet ficf) mit einem '-IH'Lib '.Utc]]er ba^> d^did] 
Dom ^^Irni gleic^ iiber bem Seiend imß ()cnnn ab, luid)t 2» 
ben ittnoc^n auf bem ^nie eut^meQ unb mirft bie $anb 
in^ SWeer, blo^ meil i^n nne er fnc^t feine $anb örricrte. 
SBeld^ed toon btefen 3^*^ mürben <&ieam Uebften getrau ^ben? 

407. fßon allen äRorbtl^aten finb nur biejenigen 
auSgefommen, \)on benen man etmad tpei^. m 

fie Ift rJOO englifc^e 9)ieilen tong, ^uiDetlen in X^älcvu 
80 ^uß f)0(i), fonft auf [teilen ^i\ttt nvt 16, über bte glttfie 
gelten ^el9 eta^pen Don ^ögen. 



I 



niniti-7AH bv 



165 



408. ^ic befte ^olitirf ift bodj lunl) nid)t für bcn 3^=^ 
ftanb t)on (Europa, m& ein guteS Barometer für baSäBetter ift. 

409. ^aufbrübecUc^et unb d^affeeic^tDefterltd^ 

6 410. Sl^r, bie i^r bieje^ entmeber al§ $ä(fgeti ober 
nfö ^ocffKipier Dott eurem SSitd^^ftiibter ermatten merbet. 

411. Ofingefe^r 14 Sa^rc t)or feinem ^ob geriet]^ 

er in einen fel^r ücrbvüf3lid)en ^rpcef^, cv betraf niel)r 
% fciiic^^ efirüdjen ^laiiicii^, ben if)nT ba» öffentlic&e 
10 ^erücljt als Rlöger grabeiueg ftreitig machte. 

412. ^unde(S Sebeu mug Dou ^iuten angefangen 
luerben. 

413. Unter oHen 53ilbern, bie ic^ ^abe finben 
fdtinen, gleid^t i^m feinet beffer, otö Sßad^mub, m er 

iftauf bem %fjxon fijt mit be^ben Xrmen in bie ®eite ge« 
ftü^t, unb fi^ ben !5nig(i(i^en t$eberbu{d} oom @ultan 
.^"^uffetn nitf ben Slopf fe^en läf^t, in :pnntr)ot)'§ historical 
accoiint of the british trade over ihv caspiaii sea. 
\ olüiiie II. p. 180. 9?ur mit bcm Unter)d)ieb, ha]] man 

20 fid) bet) ^inidctn ebeiifo m]\ic\ einen "^aii, al» ein 
Tinbcm bcnrfon ]nu\i 3cinc "i)iaic faii etipa§ nad) bcv- 
jenigeii corriiiirt meiben, bie eine Ü-affiopda in ^DoppeU 
ma^er^ ^iltlaö ^at. Uebev^anpt {o tt)ie 9[)2ad)mub§ ©e|id)t 
etiDQ^ üon bem perftfc^en Siger an fid) ^at, fo §atte 

aftfhtniield äJ^^ine etmad bon bem ^annöDertfd^en 

414. <Et fa^ 5umeiten na^ ber ®r&ntK ifm, bie 
bai^ ^nndiierifd)e bon bem Sanbe fc^eibet from wbose 

boruc uo travellcr returns. ! 

I 
I 

415. Symboium; oue God uud oue coat. j 

-t* 



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Anhang. 



Aus dem Kt ()ag fi u /, e i a g. 

1. ']>t)iüpf lunt ä)iücet)ümeji, .Nocinrid) ber 3^or|(ev 
unb ^^-riebrid) ^inlliclni lion *!)3reuffcn bereiteten bie Armeon, 
bte t^ce 8ö^ne gvogen (Eroberungen brauchten. 5 

2. W^an tnug fid^ bie 99^en{(l^en nad^ t^rer ^(rt uer« 
binblicj^ motten, ni^i mä^ ber unferigen. 

3. ®te Keife bie ic^ @. 42. angefür)tt ^abe enthalt 
p. 94 eine (^jö^tung bon ber ^et^rotiifirung bed ftönigd 

bou 93?QburQ, bie fe^r rü^renb ift unb au§ welcher fic^ lo 
ein Xiauerfpiel machen liefe. 

4. ^\vo ^iftorien au» lylaftner^ il^unbe. 

1) 3n ^Öcipjig mug ber Professor Eloquentiä auf 
iebe äRogifter Promotion ein iBateinifc^ed @ebic^t Derfetttgen, 
n)onnn er fo niet jur @$re bed $(^m Magister^ er^ft^lt is 
all möglich ift nnb gemeintgUc^ bon aDen GoUegiis 9lad)ricf)t 
giebt bie er gehört l^ot. 9^un ^otte ein gemtffer Magister 
bamal§ bie ^Iftronomie bei) hau D_ ^"»fiiuS gehört, 
^ev Professor Eloquentiä, MSrr .... füute ba§ SSort 
'ilftvonoinie iiictjt in beii lateiniiilieii ^8tx^ bringen uub 20 
bod) luplte er bicfen llniftoiib eiiLnUiiien, io fieng er fo 
nn i.üib erlaubte fid) babuvd) and) ^iinleid) megen ber ^er^ 
meibung bed :ü$orted mit 5U entfc^ulbigen 

JmigiQS in tenebria qn» non fas dicere traetat 

2) Sttftner, @ellert unb einige anbere ^erfonents 
giengen einmat ^ufammen f|>a|ieren unb bie iRebe tarn 

barouf n?a§ ieber für ein ^mt in ber SKepublicf am 



\ 



Diniti^pH (Zonale 



K.A.^m %i^})oümtsL * 167 

(id^ften kfleiben tnoltc. ^er fromme (Geliert fogtc mit 
fetner ^etltgen Unfd^ulb utib o^ne hai mmbefte ^tge §tt 
ntetnen, fein gröfteS Sergnügen mürbe fe^n junge Srouen«' 
^immer $unt S^eftanbe borjuberetten, rml fififtner babe) 
»mar, ber e9 übetoü anbro^te, fo mufte ftc^ Seifert ein 

5. ®§ giebt ein ^prüd^lport im ciu^lijcijeu, ba§ (jcißt: 
er ift biimm um ein 9^orr 5U luerben. (S^ ftecft je^r 
biel feine ^emerdung ^terinn. 

10 n. 9fffc§ gelernt, nic^t um eß ju geigen, jonbern um 
^ ^u nu^en. 

7. Diefeö ift mit jenem einerlei). Mi^. 3)icjcö ift 
Don jenem himmelweit Derfc^ieben. SJerftanb. 

8. 8(uf )tf)x entfernte ^tnge auf eiuinal 5U !ommen 
15 unb bann im folgenben ^n geigen, ba| boc^ ein d^fammen« 

^ng ba5mifc^en n^ar, biefe^ ifü einer bon ^oriAl^ Griffen. 

9. ^§ befonbere ftati beS allgemeinen, proprie 
communia dieere, (^änjebiebftol ftatt ^iebere^, biefe^^ ift 
ba§ (Clement be§ ^u§brucf§. 

20 10. ®rft bie imtüilid^en Söetrac^tunqen gcmadji el)c bie 
fubtilen fommen, unb immer üor allen fingen erft toerfud^t 
ob etmoä gan^ fimpel unb natürlich erflärt merben tijnne, 

11. populär wie federt, 8^ate^pear unb ^ogart^. 

12. 1>ie fc^önfte ?[rt ber fronte ift, eine Sad^e; bie 
96 flar mci)t üeitl)eiÖigt merbeu tan, ^u üertl)eibigen mitO^rünben, 

bie tyoü fat^rifd^r liBitterfett finb, l^äufig Stetten ^n citiren 
unb {u erüftren. 

13. 9Jlon fott öffter^ baSienige unterfuc^en ma^ bon 
ben 3Renf(|en meift bergeffen wirb, wo fte nid^t l^infel^en. 



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168 



[K. A. 13- la 



unb UKK- jo icfir nt? bcfaimt angenommen mirb, baß cö 
{dnec Untecjuc^ung oie^x tpert^ geachtet mirb. 

14. ^uc^ bie aliergemeinften ^inge mürbe ieberman 
anberi^ oudbrutfeit, menn et feinem etgenen inbttoibuellen 
®efü]§t folgen mtit, biefeS gefd^ie^t fetten bot einem» 
gemiffen reifen Witt, bo man metdt, baft man fo gut 
ein 9)}enf(!^ ift, atö 9lttoUm ober att bet ^ebiger im 
5^oif ober ber Hmtmann unb oüe unicre SBorfal^ren. 
S^afeSpear ift eine '^lobe bauun. 

15. !i>iUeid}t ift bicfeö nur i)uid) eine beüci^^igc lo 
@en)0^nt)eit üon Minbficit an in mir so entftanbei!. 'J^ac^ 
für ^lu^fid^ten lüuiben luir befornmen, menn mx nnjer 
Kapital öon SBn^rtjeiten einmal öon bemjenigen entblofen 
fönten, 1üq§ i^nen nic^t fomol^I tt)e{entU(| ift atö ))telme^t 
and ber dffteren SBieber^olung ^umäd^ft. is 

16. ^e gemeinfien SOteinungen unb mad ieberman 
offt für oulJgemac^t ^öft berbtencn offt om meiften unter* 

ind)t 511 lucrben, aber luni .{ipeifeln bagei-(en nuift mau 
aU;>>eit bebencfen Avancflin \ac\t Expenuunis and 

observations on Electrjrity i'onboii 1769 4^" |». 4H9: iO 
II" propose our obji'ctious niodoily, we sluüi tho' 
mistakeu deserve a ceusure less severe, tbau wbea 
we are both mistakeu and insolent. 

17. ^an frogc fid) jelbft, ob man fid) bie fleiuften 
Sachen erüären fan, biefed ift ba9 einzige SRittel ftc^ ein s» 
related @9ffem 5U formiren, feine ^äffte erforfii^n, 
unb feine Secftüre fic^ nü^lid) 5U matten. 

18. ^ie .^unft alle Tincie red)t tief unten anzu- 
fangen, unb eine grage in tüujenb unteigeoibnete 
Verfällen. ao 

— 

\ 

■ 



Anmerkungen.') 
A. 

Die BezeichDUDg der A pborismenbücher mit den laufeuden 
lateiniscbeu Buchstaben A bis L stammt von Lichtenberg^ 
* selbst und er pflegte in peineii bandsehriftlichen Aufzeich- 
nungeu auch selbst so daraus zu zititreii. Vom dritten 
dieser Bücher (C> an findet sich der betreffeude Buchstabe 
regelmässig auf dem Deckel, vereinzelt auch aul der ersten 
Seite, vermerkt; bei den ersten beiden Büchern ielileu die 
Bezeichnungen A und B, was daher rühren dürfte, dass 
Lichtenberg erst mit dem dritten diese durchgängige 
Numerierung einsu^hren beschloss und die beiden in Ge- 
danken nitgereehneten Vorläufer eigens zu bezeichnen ent- 
weder vergass oder nicht für notwendig hielt. Jeder Zweifel 
darüber, da^^s die hier abgedruckten Bücher diejenigen waren, 
die er im stillcü als A und B zählte, hl ausgeschlossen. 

Zu A geliöirn fünf kleine Heftcbeii in Oktavformat 
ohne Umschläge: das erste umfasst 28, das zweite 24, das 
dritte 20, das vierte 16, das fünfte wieder 20 Seiten. Diese 
Hefte, deren Grensen oben im Text durch Trennungsstriche 
angedeutet sind, erweisen schon durch das genau gleiche 



Ich sitiere Lichtenbergs Schriften, wo nichts andres 
hemerkt ist, durchgängig nach der sweiten, tou den Söhnen 

veranstalteten, auch die Erklärungen zu Hogarth umfassenden 
Ausgabe in 14 Bänden (Göttiugen 1^44— die dort 
fehlenden wissenschaftlichen Arbeiten nach der von Lichten- 
bergs (''oOiaer Bruder und Kries besorgten Aufgabe der 
„Physik alibchen und mathematischen Schriften'' in 4 Bänden 
((jöttingen JöO.j— IM06, zugleich Band (5—9 der ersten Ge- 
samtausgabe), die Briefe nach der von Schüddekopf und 
mir herausgegebenen Sammlung (Leipzig 1901--190d); die 
mit „Nachlass** heieichneten Zitate beziehen sich auf mein 
Buch „Ans Lichtenbergs Nachlass'* (Weimar lft99). 



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170 



AnmerknDgen. 



Format ihre Znsaajmeugehürigkeit. Obwohl keins von ihnen 
mitten im Satze abbricht, so spricht 4och manches tiir die 
AnnabiDe, daaa der ursprttiiffliche Bestand Ton A nicht ▼oll« 
fltftndig erhalten ist: das der dironologischen Folge nach 
älteste Heft trägt vorn in der rechten oberen £ke ein 
kleines y, das auf ein jetzt verlorenes a und ß anrückweisen 
BDüss; auch schliesst sich die Chronologie der erhaltenen 
Hefte Diit Ausnahme der beiden letzten nicht so eng und 
glatt au eiuauder an, dass man nicht das einstige Vorbanden- 
sein eines oder mehrerer dazwischenliegrender Hefte von 
ähnlich kleinem Umfang für wahrscheinlicher halten müääte 
als etwaige längere Pansen der aphoristischen Niederschrift 
und Produktion. Was eTentoell hier fehlt, mftiste aber schon 
ziemlich früh in Verlust geraten sein: denn schon die erste, 
gleich nach Lichtenbergs Tode veranstaltete Ausgabe der 
Schriften bringt keine Aphorismen, die in so frühe Zeit ge* 
hörten nud in dem hente vorhandenen Irnndsehnftlichen Be- 
stände nicht enthalten wären. Ein weiteres Heft i^leiehen 
Formats, das eine grosse Zahl von Lesefrüchten und Exzerpten 
aus den Jahren I76n li^Tl, aber nur ein paar verstreute, 
im Anhang mitgeteilte eigene Gedanken enthält und den 
Titel Ki^e *A»al9iiia£ sowie das Motto „.ViiUa saliis M2o, 
pacem TE poscimus amneis'* (Vergil, jleneis 11, 3B2) trägt, 
bat nichts Eigentliches mit den Skni A rasammensetienden 
Heften zu thun und bleibt besser davon gesondert. 

Während alle übrisfen Aphorismenbücher unverkürzt 
abgedruckt werden, Itabe ich es vorgezogen aus dem Inhalt 
von A nur eine Auswahl vorzulegen. Alle ßemerkuntren 
aus dem Gebiete der reinen und anc:e\vanrlten ölatheiuatik, 
der Physik und Meteorologie, der Astronomie und der übrigen 
Natur Wissenschaften, ferner alle Zitate und Exzerpte sowie 
einige gans uninteressante Notiaen sind beim Abdruck 
fortgelassen worden; jedoch ist in den Anmerkungen 
genau darüber Bericht erstattet. Erst von Buch B 
an scheidet Lichtenberg Wissenschaftliches und Nicht- 
wissenschaftliches in seinen Aufseichnnngen und swar 
gleich in voller Strenge. 

Zur leichteren Übersicht der Chronologie gebe ich liier 
ein Verzeichnis aller derjenigen Stellen von A, welche eine 
mehr oder weniger genaue Zeitbestimmung enthalten oder 
ermöglichen: 

1) 12: Baspes Leibniaausgabe. erschienen Herbst 1764 
(das Titelblatt zeigt die Jahresiahl 1765, Kftstners 
und Baspes Vorreden sind vom September 1764); 

22: Hinweis auf die Abhandlung von den Charakteren 
in der Geschichte (Nacbhus S. 7), vorgetragen 



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Aumerknagen. 



im historischen Institut am 80* Jannar 1765 

(ebenda S. 183); 
zwischen 33 und 34: 1. JoU 1765; 
35: 4. Juli 1765; 

2) vor r)3: 8. Mai 1766; 

zwischen 54 und f>5: Mosers Kelit^uitiu, eiächieaeu mit 
der Jabresiahl 1767 wabnebeinlieh Herbst 1766; 

swiseben 60 und 6t: ausgelassene Bemerknog vom 
Oktober 17GG; 

iwischen H7 und HS: aasgelassene Bemerkung vom 
29. Dezember 17C)6; 

3) enthält keine ZeitbestiminnTie: (es ist nicht iiumöEflich, 

dass Heft 3 zeitlich vielleicht vor Heft 2 eia- 
zuordneti ist; ich habe es jedoch vorgezogen, den 
über zweijährigen Abstand zwischeu Heft 2 und 4 
damit zn überbrücken); 

4) vor 115: 5. November 1769, sowie iwei ausgelassene 

Bemerkungen vom VJ, NoYembemnd 7. Deiember 
1769; 

ö)jror 123: 25. Februar 1770; 

swischen I M nnd 125: ansgelassene Bemerkung vom 

7. März 1770; 
zwischen 125 nnd 126: aasgelassene Bemerkung vom 

18. Juli 1770; 
swischen 129 und 130: ausgelassene Bemerkung vom 

7. Augast 1770. 



Vor 1 findet sich eine matbematische Aufgabe: die 

Linie zu finden, in der dem Auge zwei aneinanderstossende 
Flächen ^Heieh o^ross erscheinen oder ein bestimmtes Ver- 
hältnis zu einander zeigen. 

1. Lichtenberg liebt es durch Vergleichuugeu, die aus 
dem Gebiete der Älaüiematik oder Physik hergeholt smd, 
zu verdeutlichen und mathematische und physikalische 
Termini geiü ausäerhiilb ihrer urapruiiglichea (jeltungasphäre 
aa verwenden; vgl. noch 15. 16. 24. 28. 32. 47. 52. 60. 69 
Anm. 70. 72. 89. 104. 106. 108. J09. B 110. 116. 162. 266. 
267 und Schriften 3, 18. 224. 4, 256. 13, 1H5. 14, 116. 
Schon seine erste gedruckte Arbeit, am 4. August 1766 
im Hannöverschen Magazin erschienen, handelt „Von dem 
Mutzen, den die Mathematik einem bei esprit briui^en 
kann" (Schriften 3, 53): sie bespricht, um darzuthuu, dass 
die Mathematik es mit der ,,Schäferuatur" in der Kraft 
(jleichuiääe zu liefern aufnehmen könne, die büdiiche Ver- 



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172 



AmnerkuDgen. 



wendnnj]: der Ausdrücke weniger als nichts, Asymptote, 
Gleicliuug, Momeut, Grösstes uud Kleinstes, mittlere Richtung 
der Kräfte, Scbwerpnnkt»M Wir haben in dieser Vorliebe 
im allj^emeinen wohl nichts andres sn sehen als eine 
psychologisch leicht erklärliche Ühertra^^uiig seiner Berufs- 
Vorstellungen samt ihrer Fachterminologie auf andre Gebiete, 
die durch die Tendenz der damaligen Philo!?o] hie auf 
mathematische Methode und Betrachtungsweise naturgemäss 
noch vermehrt wurde: vgl. aher auch Meyer, Switt uud 
Lichtenberg S. 79. Auch sein Lehrer Kästner hielt, ohne 
aber Lichtenbergs Aufsatz zu zitieren, m der Göttinger 
deutschen Gesellschaft am 26. llärs 1768 eine Bede „Über 
den Gebranch des mathematischen Geistes ausser der 
Mathematik** (Vermischte Schriften > S. 364). 

Nach 1 folgt (ine etymologisierende Bemerknng 
(fiAner-" in ^Anerbabn. Auerochs" werde „wild" bedeuten 
nnd die Namen „Auerbach, Auerstett" damit ansammen- 



^) Ich bemerke zu diebem Aufsatz folgeudr^s: der 
,gro8se deutsche Messkflnstler'* c^. 55) ist Kästner in seiner 
,f Oratio de eo, quod Hudium matheseoß facit ad virMem*^ 
idi ttiugen 17Ö7) und der Schrift „Ober den Wert der 
Mathematik, wenn man sie als einen Zeitvertreib betrachtet ' 
(Göttingen 175!', wiederholt Vermischte Schriften ^ 8.333); 
Wolf (8. 55) ist der bekannte Philosoph Wolff (. Anfangs- 
gründe aller mathemati'5rheu Wissenschaften , Halle 1710; 
Auszug aus den Anfau^^sgründeu aller mathematischen 
Wii'benschaften'*, Halle I717): die ^Freundschaftlichen Briefe" 
(S. 5G) sind von Gleim (Berlin l74ü und I7ÜU); das Zitat 
8. 56 ist ans Kästners Sinngedicht „Die Algebra der Stutser'* 
(Vermischte Schriften* S. 194); zur Asymptote (S. dH) vgl. 
noeh Schriften 4, 35; S. 59 Anm. sind uatftrUch Homes 
Grundsätze der Kritik (1, IX) gemeint; der aquosus Orion 
(S. t)l) stammt aus Vergils Aeneis 4, f Miuellius ;8. 61), 
Sehiilrektor in Rotterdam im 17. Jahrhundert, vertasste 
eine Keihe eaeishrückenartiger K»>mnientare zu antiken 
Autoren; Schwenter (S. tiv) ist auch der Verfasser der au 
gleicher fcieile erwähnten „Ddiciae physico-mathcmaticae 
oder mathematische und philosophische Erquickstunden*' 
(l^ftrnberg 1636); die Steile ausOlarkes ,^Uers canceming 
ihe spanish natum^ (S. 6./) findet sich S. 275 der mir allein 
sngänglichen deutscheu Übersetzung; das Üreignis, auf das 
der Schlusssatz (S. 62) anspielt, kann ich trots Budoif 
Schlössers freundlicher Hilfe nicht nachweisen. 



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A l.OJ 



Anmerknngeii. 



178 



bingeo), dann eiue Bemerkmiiir filier die West-Ost-BichtUDg 
der Kircben und eine gleiebgfiltige Notis 

2. 3,8 itnfer ^erflanb aas unfre Stunft 

3. Vgl. zu 12. 

4. Physio^nomische iiiui pai bogiiomische ßemerkuiig^en ixe- 
hörteu, wie Lichtenberg selbst sf>äter in der Autipbysioguomik 
(Schriften 4, 12) bericbtet, seit seiner ersten Jagend sa 
seinen Lleblingsbeech&ftigtinjsren nnd spielten eine grosse 
Rolle in den drei im Oöttinger bistorisehen Institut 176^ 
nnd 1766 vorgelesenen Abhandlangen über geschichtliche 
Charaktere, von denen nur die erste erhalten nnd Xachlass 
S. 'A geflnickt ist; vgl. noch 18. 'M 79. und meine 
kurze Skizze der Kntwicklung von LicbtenberßfS pbysiogno- 
miscben Anschauungen im NacIilasR S. ?ir>. — Seines Besuchs 
in liedlani. dem berühmten Loiidouer Irrenhaus, im Oktober 
1775 gedenkt Lichtenberg Schrifteu 10, i4tj,- auch das in Celle 
i^vgl. Naehlass 8. "Jb i nnd Anm. 2) kannte er woU aas 
eigener Anscbaanng. 

Nach 5 folgt eine Bemerknng aas der Optik nnd eine 
aas der Mechanik 

6. Die Anekdote von Pythai^oraa erzählt Diiwenes 
Laertius 8. 12. - Keplers Armnt ist aiuh der Gegeu.staud 
eines Sinngediclita von Kästner ^Vermisciite hchriften^ S. Kj; 
Tgl. auch S. 322). 

7. 4,19 nacb betrug gestrichen na4 bo nach ©tunbc 
gestriehen für 

5. 4, '^ itr.b anr^ beim 29 nach fic pfestrichen lofben' 
Auch in Erxlebens Anfangsg:rüiideu der Natnrleliie 

(* ^ :V2] wird die Eigenschaft der Elastizität allen Körpern • 
zugeschrieben. ,.aber man nennt diejenit^en Körper ins- 
besoüdie eia:5tibch, bei denen sich dies Yeiiiiügeu besonders 
bemerken lässt*; vgl. ferner Briefe 2, 275. 

Nach 8 folgen swei mathematische Bemerkungen in 
lateinischer Sprache, dann eine Bemerknne: über die Be- 
stimmnng der Helligkeitsgrade krummer Flächen und eine 
darauf zu begründende Analysis der Sc hatten — Nach 9 
folgt der sich an die letzterwähnte Berraciitung anschliessende 
Sata: ^ie[e X^eorie uom 8(t)atten« \d tueuig fie auc^ ^njang^ 



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174 



Anmerkungen 



(A 9-1 i 



beit ^a^lern nü^ftd) fc^einen mag, tan DiQeic^t Dielet Don bett 

itomcnlofeiT 5d}önl)eiten nufflörni, bie nm U> offt nn ^]0?eifter= 
ftiicfeii bi'mevcfnt, beim biife jinb offl iiiclitö als ^?ät)ciuikien 511 
bei einen SBüijr^eit, bie Juir iiid)t beftiminen fönneii, aber beim od} 
allzeit mercfcn, tvcnn fio nid)i ernicbt ift; dann eine Bemerkung 
über Eiächemuugtu bei einer gewiääeu i3eleuchtnDg eines 
Wfirfele und ein wohl fragmentarischer Vergleich eines 
mathematischen Kitrpers mit einem Spiegel. 

10. Goguets seiner Zeit sehr gefeiertes Werk „De 
Vorigine da loia, des arte et des acimces et de leurs progrH 
chez les anciens peuples'' erschien zuerst Pari« I7n8. Lichten- 
berg ]pL^ es vielleicht in der deu^ scheu Ubersetzung des 
Göttiuger i'iofessors Hamberger (Lemgo J7t)U -l76ij; die 
sitierten Steilen linden sich dort 1, Jbü. 264. 

12. G.2$ nach (ir gestrichen nonnt 

Die „Oeuvres philosophiques latines et /i an^oises de /eu 
mr. de LHbniz, tiriea de ses mamuerüs, qui ee eottfervent 
dmis la bibUothique Toytüe ä Hanwre* (Amsterdam nnd 
Leipzig 1765) waren die erste Ansgabe seiuer philosophischen 
Werke, die überhaupt erschienen ist (vgl darüber Fischer, 
Geschichte der neueren Philosophie 3^, ^^l9); sie wurde vou 
dem damaligen Bibliothekar BAspe besort^t und von Kästner 
durch ein empfehlendes Vorwort einereleitet. 8ie enthält 
nur sechs .Schriften, darunter an erster Stelle die grund- 
legenden „Aoiirmiioc essais sur 1 1 ntendement humain \ an 
letzteres. die oben besprochene „f^istoria et commendatio 
linguae characfenBticae vmvenalis, quae nmul tU am 
inveniendi et judieandi^* Die von Uchtenberg siemlich 
wörtlich zitierten beiden Sätze finden sich dort S. 536 und 
535. Fttr die fibrigen heisst der Urtext folgendermassen: 
jjQuod quaererem nova in nnaquaque sctentia, nt primum 
eam nttingebam^ cum saepe ve vulgaria quideni satis 
percepissem . . v.t ??f (mte quieacerem, quam uhi eujtisqtie 
doctrinae ßUras ac rudices essem rhnatus et ad principia 
ipsn pervenissem, Wide mihi proprio Marie omnia, quae 
tractabam^ invenire licereP* (6. 5'{5): „itaque nme nihil 
aliud opua e»t^ qnum ut eharaderieiica, quam maiior . • . • 
conaiitwitwf^ (S 538); „lopai sunt curumartB in fuHUa et 
sujpentitiota* unde nata est cahbaia quaedam mdgairia a vera 
Umge remota , , . . et Hngua quadam nova, quam aliqui 
adamicam, Jacohus Bohemus dis Natursprache vocaV" (8. 5.io ; 
.,Joarhimus Jnngius Lubecensis vir est ptnuis nnfus etiam 
in ipsa GermanUi, sed tanto fuit jiidicio et capai itutt' animi 
tum late patente, . . . (S hM), Auch im Ki^m 



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A 12.18] 



Anmerkuageu 



175 



AnaliJ-fiai findet sicb S. 20) eine Spur der Lektüre von 
Raspes T.eibniz: Lichtenberg hat sich dort die Bemerkung 
ttber den als Kind blind gewordenen Mathematiker Schönberg 
(Oeuvres S. 63) exzerpiert. — Leibnizens Idee einer Universaf- 
sprache auf philosophischer Basis (vgl. darüber Fischer 
8. 13. 37 und jetzt auch Meyer iu den ludogennauischen 
Fonchnngen 1V,276) bat Lichtenberg eine Zeit laug emstliob 
beschäftig; vgl noch 8. 46. 56. Die Begeistening fflr „nnsern 
grossen Weltweisen" (vgl. auch Schriften a, 90. 4, 22. 5, 81) 
teilte er mit seinem Lehrer Eftstner, der 1769 eine eigene 
„Lobschrift" auf Leibiiiz heraH^^ab. — Eigene Lektüre 
Böhmes wird durch die obige Erwähnung, die mir Leibniz 
nachgeschrieben ist, nicht bezeugt; erst in späteren Jahren 
trat Lichtenberg ihm bewundernd nahe, worüber vorläufig 
auf Nachlasa b. 9 verwiesen sei. — Mit Juugius hat sich 
bekanntlich später Goethe, übrigens ohne Leibnizens Urteil 
m kennen, intim beschäftigt; vgl. seine Naturwissenschaft- 
lichen Schriften 7, 105. 

Nach 15 folgt eine Bemerkung ans der Mechanik. 

IH. 7,1 ■, nach dinbeu g^esti leben unb ist die genauere 
pbysikaliscbe Begrüiulnng des KunstStückcbeus nebst zwei 
erklärenden Figuren ausgelassen. 

Die Ermittlung der unbestimmten Integrale ist die 
eräte Auigabe der Integralieciinung und das genaue Gegen- 
stück zn der Bestimmung des IMfrerentialquotienten, der 
Fundamentalaufgabe der Differentialrechnung (vgl. j). 

Nach Id folgt eine Bemerkung ans der Optik. 

17. 7,28 nach bie gestrichen principe nach berjenigen 
gestrichen bie 

Nach 17 folgt eine Bemerkung über Verhältnisse in 
der Natur, die weder arithmetische noch geometrische sind, 
und die daraus sich ergebenden Schwierigkeiten ihrer Analyse. 

18. 8,19 nach fe^en gestrichen unb $ei(^nett t« am 
Scbluss der unerklärte Zusatz: Viele hi/rn. 

Gedruckt Schriften 2,7. — Die Worte „jeder, für den 
ich eigentlich schreibe^* >^,2t) zeigen, dass wir es hier mit 
einem Stück ans einer Ausarbeitung zu thun haben, die für 
ein Publikum bestimmt war. Am nächsten liegt es au die 
verlorene Fortsetzung der Arbeit über die Charaktere in 
der Geschichte (Naehla^'^s S. o) zu denken, die genau in diese 



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176 Anmerkungen« 



(A 18-21 



2eit iftUt und deren vordere Hälfte, wenn ich Lichteubergs 

Disposition recht verstehe, von den psychologfischen, ethischen, 
ästhetischen und physioguoiuischeu Erfordernissen des histo- 
rischen „ Malers» (8. b) handtlu sollte; in einer solchen 
Erörterung könnten nnsre Sätze wohl eine Stelle gefunden 
haben. — Die Würdigunii^ des Laokoon beruht auf Winckel- 
manns Darlegungen in den Gedanken über die Nacbahmuug 
^er griechlscheii Werke S. 24 Nendrnck nnd in der üeeehiohte 
der Kunst des Altertums 8. 242 LeRsing; vgl. auch Jueti» 
Winckelmann und seine Zeitgenossen 2-54. 

20. 1^,34 erschien aus fiöven 

Das Zitat aus Kousseaus Emil in der nächsten Nummer 
legt die V' ermutung nahe, dass auch unser Satz durch dieses 
Werk und zwar durch die Erörterungen über Taschenspielerei 
im Eingang des dritten Buches angeregi lät. 

Nftck .20 folgt eine Bemerkung Aber den abacua 
-des Pytbagons als „artige sinnliche Vorstellang nnsrer 

VerDunftschlttsse'' (Siv fprec^en 5($: in btefer :peq»enb(fulärcn 
heften aüe ^teljac^e t>er Qat)[ o, nun aber liegt in biefer 

.^ori^onial 3?cit)e üfad)e lUJcr ^']iofeni non I M, nl^'ü ift ba^s 
bfadje bcr 5, ta wo |ic^ biefe bel)bcu ^lieitjen cinaniicr i)md)(reH,?,ei!. 
2)iefe§ tft bie einjachtte 3^^d)nung neu öec 5l>eröieicl)unij un|eier 
3i>ten. IXnb mürbe eine *i)?nct)al)uuing biefet (i;iuiic^uuig in 
anbfin 2i^i|fen|d)Qffien )et}c iiu^^tul) itijn, luenu luic ijier (^rabe 
be)timnien tonten, bie nicbt bie ^2luöbe^nung öotaueje^jeu}, 
darauf eine Er&hmng ans dem Gebiete der Idiosynkrasieen 
und Idiopathieen, das Lichtenbergs Beobaehtungsgeist immer 
sehr angesogen hat i vgl. noch 1^. 49;: S)m (drunb m» 
pgeben Don ben lunnberbaren (^nipfinbnnflen bte uerfc^iebene 
!L*ente üerfpüvcn, luenn fie fcf)en baf} man mit einem fd)arfen 
4)iefter tobe Äo^lcu icl)iicibet, ober Älotiien tauet, obci' mit emewi 
{c^atjen ^U\\&c an mmn lou^en ^Uin fc^ueiben anfängt. 

21. 9,0 auf aus bnrauf gcfü[l)rtj 

Gedruckt Schriften 2,6. — Rousseau sagt an der an- 
geiührteu Stelle der Originalausgabe ohne die pointierte 
Fassung des Gedankens, die Lichtenberg gehört, vom Dialog 
•der Ammen mit den Kindern: „Quoiqu' eUes prononcmt ü 
moü, c€8 mota sont parfaitemmt inutUea; ce n'est jpoint le 
sen» du mot qu*Us entendmt, maia Vaceent dont U est 

Nach 21 folgt eine Bemerkung, der Umstand, dass 
man sich des Wortes .mal" immer bei Vermehrungen bedient> 



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A 2l-2«J 



Anmei'kuugeu 



habe manche Leute auf den wunderbaren Gedanken gebracht, 
das8 die Sätze der Multiplikation von der Multiplikation in 
Brüchen uumöglich gelten könnten, „ein artiger Einfluss 
einer Sprache auf die Meinung" (Michaelis' Arbeit „Be- 
antwortung der Frage von dem Einfluss der Meinungen in 
die Sprache und der Sprache in die MetnQn9en*< (Berlin 1760), 
die Lichtenberg im Naehlaas S. 7 erwähnt, war von der 
Berliner Akademie preisgekrOnt worden; vgl. Hamack, 
Geschichte der königlich preussischen Akademie der Wiesen- 
schalEten 2, 

22. 9,it^ nach &thanden gestrichen je[igt] 24 nach 
ouc^ gestrichen baö le^tere 

Lichtenberg verweist 9,i6 auf eine BrOrterung in seinem 
Anftats von den Charakteren in der Geschichte (NachlassS. 7.) — 
Ober Lichtenbergs dialektisches „gnan'' (9,it; anch i2,g. 

15,7. 16,31. 19,24. 22,16. 36,16. 39,19.21. ^0,31. 51,30 83,27. 

87,21. 94,10.13. 111,1. 123,22. 124,20. 125,22) vgl meine Be- 
merkung im Nachlass S. 187. — Linnes bekannte Worte 
lauten: „Lapides crescmit, vegetabiiia cresmnt et mmnt^ ani- 
maiia crescuntf vivunt et amtiunt^ (Fhüoaophia botanica S. 1). 

Nach 22 folgen swei Bemerkungen ans der Mechanik. 

23. Gedruckt Schriften 2, 9. 

24. Hier wird ein IVIoment in der Entwicklung der 
oigauischeu Körper erkauut, das Lamarcks Begriff der 
Anpassung vorwegnimmt ( vgl. Haeckel, Natürliche Schöpf uugs- 
geschichtet S. 101). 

Nach 24 folgt eine geometrische Aufgabe, nach 25 eine 
Bemerkung ttber das Augenmass bei entfernten Gegenständen. 

2(5. 10,17 nach nierben gestrichen nur 19 nach @[el 
gestrichen jiub 

* Gedmckt Schriften 2, 189. — Eine fthntiche Ver- 
teidigung des Esels findet sieh ein paar Jahre später in der 

Bede zum Andenken Knnkels (Schriften B, 23); vgl. auch 
zu B 98 Anm. Vielleicht waren die Scherze, die im Don 
Quijote mit Sanchos Esel getrieben werden, die Veranlassung 
die^^er Betracbtnng; seine er-^te Lektüre dieses Komans 
veile^ift [jichtenberg selb'^t ( Si hriften b, 'J'2) ins Jahr 1765, 
in daä auch unsre Stelle gehört; vgl. auch Nachlass S. 7. 

Nach 26 folgt eine Bemerkung Uber das statische 
Moment beim Tragen schwerer Gegenstlinde. 

LltterataideiikiDsIe 128. 12 



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178 



Anmerkungen. 



[K 27-30 



27. Ge<iriickt Schriften J, 114. ^ Neben Phaedriis J i )a 
bat Lichtenberg besonders die Erörterung im Jon ;>.)4a. b 
im Auge, wo es beisst: „ol iMkonotol ovx e/uf^ova ovxeg ra 
%«Xa ftiXij ravra Troiovcty, aXX* knetBav ifißctatv eU rriv 
a^jitoviav xo« Bis tov ^d'twv .... tutl ov ti^otb^ov oloe t« 
notetVj X^iv o,v ip&eos f9 yu r^iat ttai ixf^tov y.ai o vovs ur^xir* 

avr^ it^^* — Das englische Zitat kann ich nicht nach* 

weisen. — Über Lichtenbergs eigene hier durchklingende 
Erfahrung im Versemachen vgl, meine Zusammenstelhin:]:en 
im Nachlass S. 236. — Über „Lüsten" (10,30) vgl. Griuui], 
Deutsches Wörterbuch 6, 1329; mehrere Belege bieten die 
Briefe der Frau Rat (Schriften der Goethegesellschaft 1, 13. 
16. 63. 4, 251. 273. 3Ül). — Die beiden erwähnten jungen 
Mathematiker waren GOttinger StadieugenommlaGhtenbergs: 
Georg Simon Elttgel, der spfttere Professor in Helmst&dt 
und Halle, war dort 1760—1765. worauf er bis 1767 die 
Kedaktion der gelehrten Artikel des Hannöverschen In- 
telligenzblatts führte (vgl. Briefe 1. 2 und Hoche in der 
Allgemeinen dentscheii Bioirraphie 16, 253;; für den Grafen 
Friedrich von Hahu, den späteren Liebhaber der Astronomie 
(vfirl. über ihn Fromm ebenda 10, 360;, muss man dajs gleiche 
annehmen, obwuLi Lisch ^Jahrbücher des Vereins für 
mecklenburgische Geschichte 21, 84) es bestreitet. 

28. 11,13 fdfttoer mad^en'ans t)ec»imtt 
Lichtenberg denkt an die Lehre der Stoiker von den 

dStufo^a nnd an die Abstraktheit ihres moralischen Stand- 
punkts, der sich nicht zu einer auf den konkreten Einzelfall 
anwendbaren Sittenlehre ausbilden lässt. 

20. 11, >6 nach ü6ernatiii(id)e gestrichen bei ^[eligion] 
Gedruckt Schriften 2, 151. 

Nach 29 folgt eine Bemerkung ans der Optik, an- 
knttpfend an einen Sats Ealers in seinem Anftots „Brincipes 
g$niraux du mouvement de» fluides^* in der Bistaire de 
Vaeadimie rayale des sciences et beüea lettrea 1755 S. 303. 

30. Der abgesehen von der rationalistischen Auffassung 
sprachhistorisch zweifellos richtige 8atz ist ein Anssprnch 
des Naturhistorikers Christian Wilhelnt HütTuer 1 vi,4. über 
ihn Briefe I, 403 und Pütier, Versuch einer akademischen 
Gelehrtengescbicbte von der (leorg-Augustus-UniversitÄt zu 
Göttingen 1, 1Ö4. 2, Ö4j, der sich viel mit .Sprachen be- 
sehttfttgte. Er war einer yon Lichtenbergs ältesten Gtonem 
in Güttingen; ihn sowie seine Sammlungen und seine 



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A ao-Mj Anmerkuiigen* 179 

Bibliothek charakteriaiort Goethe in den Annalen von 1802 
(Werke 35, IBO Weimaritche Ansgahe); rgl. noch 90. 

Nach 30 folgt eine gleichfalls auf Büttner lorHok- 
gehende meteorologische Bemerkung Uber Seeatürme, 

32. 3d. Gedruckt Schriften i, 137. 154 

34. Erst ganz neuerdings hat mau auf die von Lichten- 
bergs pathognomisch geächäriteu Süiuen bemerkte weit- 
gehende Bedeutung der Ansdracksbeweguugeu gebührend 
sn aehten angefangen; vgl. besondere Wnndt, Völker- 
psychologie 1, 1, 52 nnd Delbrück, Grundfragen der Spiaeh- 
forschnng 8. 48. 

rj,27 breite fid) aus {and mit 28 nach unt^ermut^et 
gestrichen nieber 

36. 13,27 udcli (^ott gestrichen angebt 

37. Gedruckt Schriften 2, 154. — Die Predigt zur 
popularisierenden Verbreitung besserer Kenntnis der Natur* 
und Welteinrichtnngen benutzt zu haben wird Lichtenbergs 
Vater nachgerühmt, der besonders gern astronomische Gegen- 
stände mit Begeisterung: seiner Gemeinde anf der Kanzel 
behandelte; v^l. die Skizze seines Lebens in Strieders 
Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und öchriftsteUer- 
geschichte 8, 16. 

38. 14,1 grofen Strid^e aus Oerter 

39. Gedruckt Schriften 1, 137. 

41. Lichtenberg hat folgende Worte Plutarchs im 
Leben des Themistokles 1 1 im Auge: „ip lois tyäiai . , . . 

42. 15,5 nach 8itppi' sfestrichen mondöe 7 nach ^^l tiein 
gestrichen ob ni^t i» ciiciibi aus auefiil)rt lu uub — ii durch 
Kringel unlesbar gemacht, vielleicht im Hinblick auf Gt>. 

44. 45. Gedruckt Schriften 1, 115. 154. 

46. 15,88 nach {ommt gestrichen me^x 

47^50. Gedruckt Schriften 2, 9. 1, 10. 155 

12* 



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180 



AnmerknngeiL 



[A eo-H 



Nftch 50 folgt eine mathematische Aufgabe: ans der 
ungleichen Grösse zweier Seifenblasen, die skh Tereinigen, 
die Grösse üires Bertthmogskreises sa bestiiiiiiie&* 

5t. Gedruckt Schriften 1, 11 Das „unten" 17,.>3) 
ist nach dem vorhandeneu Material an Handschritten nicht 
zu bestimiijeu. ein weiterer Grnnd für die oben S. 170 auf- 
gestellte Annahme von dem Verlust einzelner Hefte. 

52. 17,2» Ueiuer aU durch das mathematische Zeichen 
ausgedrückt. 

Vor 58 Huden nck swei Bemerkungen, ein £xserpt 
eines Anftotses über die sogenannte Tanuitelkrankbeit ans 
ünzers Wochenschrift „Der Arzt** 6, 241 (vgl. über sie 
sn 53) und eine Notiz über das erstaunliche Zahlengedächtnis 
eines Bauern Buxton in Derbyshire aus dem Gentlemans 
magazine vom Februar 17ö i (vgl. auch Unzers Arzt 6, 257). 

5rr 1H 7 nach Irabitton gestrichen mit0[ct4eüt] ssnaeh 
* wie gent riehen ba» ^iPii[Iüei;J 

iu Unzers Arzt 6, 286 findet sich ein Brief, der den 
obigen Einwand gegen den Materialismus weitläufig aus- 
einandersetzt und mit den Worten schliesst (S. 2ööj: „Wenn 
nnn dem al8o48t, wie kann sicli wohl ein Offroy de Lsmettrie 
einfallen lassen, dass der ganm Henseli, das ganse Tier, 
eine blosse Maschine sei und sein Bewusstsein selbst in der 
Maschine yerborgen liege? Wie kann sich ein Greis noch 
für denjenigen erkennen, der er al? ein Jüngling war, da 
ihm doch kein Teil von allen denen mehr übrig ist, die 
sich vor Zeiten des J üiit!:lings bewusst gewesen sein sollen, 
und wie können sich die neuen Teile des Greises für den 
halten, der ehedem von ganz andern Teilen für sich ge> 
halten wurde?*' Diese Wochenschrift Unzers (12 Bände, 
Hamburg 1759—1764) hat Lichtenberg in diesen Jahren 
gans oder doch grösstenteils durchgelesen, wie eine Reihe 
von Ezserpten im Ki^sjA^ual&sias (vgl auch Schrifken 3, 113) 
beweisen; das interessanteste davon, ein anerkennendes 
Urteil 1 nthers über die Schaaspleie, habe ich im Nachlass 
8. 19^ mitgeteüt. 

Nach 53 folgt eine Bemerkung aus der Optik. 

54. 1 '^,23 nach ipiUhiljilic^ gestrichen 'o\\ntn so mec^cmifcl^ 
aus natüvlic^ 



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A M-66] AnnMrIniiigsiL Igl 

Üb«r den Trödler und Antiquar Knnkel, dessen hier 
mm erstenmnl und swar als eines noch Lebenden gedacht 
' 1, Yfi^ an B 98. 



Nach 54 folgen drei Bemerkungen, eine lateinische 
über die Bildlichkeit naturphilosophischer Begriffe und ihre 
Formelsprache, eine über Heinrichs IV. von Frankreich Ge- 
lassenheit, mit der er sich die Wahrheit sagen Hess, nach 
Mosers Keliqnien S. 278 (auch im Ki^as 'Aftakd-eiai begegnet 
ein Ezierpt ans diesem knn vorher (19. April) in den GOttmgi- 
sehen gelehrten Anaeigen 1766 8. 369 oesproehenen Bndie 
und einige ans „Der Herr nnd der Diener^) nnd eine Uber 
die Tarantel nach Vogels Medizinischer Bibliothek 3, 321 
(derselbe Band wird auch im Ki^s 'Aftakd'tia^ einnnl aitiert). 

55. Gedruckt Schriften 1, 186. — Eeimarus' berühmtes 
Buch „Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Tiere, 
hauptsächlich über ihren Kunsttrieb, zur Erkenntnis des 
Zusammenhangs zwischen dem Schöpfer und uns selbst** 
war raemt Hamburg 1760 efselnenen; er bat den Terminus 
ffKnnsttrieb'' geprägt (vgl. Grimm, Dentsehes WOrterbnch 
5, 2731). 

Nach 55 folgen drei Bemerkungen, eine über eine von 
Mögelin konstruierte Uhr nach Schwenters Mathematischen 
und philosophischen Erquickstuuden 8, 26 (vgl. oben 8. 172 
Anm.), eine über Karainbau unter Berufung auf Buerhaaves 
Eletnenta chemiae 1. 893 (auch im Ki^ag ' Afia/Jh-mi sind 
Schriften Boerhaaves zitiert) and eine aus der Elektrizitäts- 
lebre. 

56. Gedruckt Schriften 2, 151. — Vgl Meyer in den 
Indogermanischen Forschungen 12, 277. Es sei hier auch 

anf die geistreiche Behandlung sprachlicher Dinge in 
„Lorenz Eschenheimers empfindsamer Reise nach Laputa^ 
(Schriften 2, 199; vgl. auch Meyer ebenda S. 264 ) hingewiesen, 
die allerdings erst einige Jahre später, jedenfalls nicht 
früher als 1768, wo Sternes Sentimental Joumey erschien, 
geschrieben wurde. ^) 



^) Zu diesem Aufsatz, yon dem sich eine Handschrift 
niebt erhalten bat, kann iob nur folgendes, allerdings meist 
Frageseicben, beibringen: statt »Lagoda* ist nattIrlicA 
übereinstimmend mit Swift «Lagado'* xu lesen; die Namen 
Lorenz Eschenheimer und M. 8. (S. 199) kann ich nicht 
weiter belegen; die Bedeutung der Düferentialsymbole 



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182 AmnerkiiDgeii. [x m-«7 

Nach 50 folgen vier physikalische Bemerkungen. 

59. 19,14 nach man gestriehen nidit gar ^[u] 
Hier hat Lichtenberg die polemischen AosfÜhruDgea 
Leibnisens ge^n Locke im 10. Kapitel des 4. Buche der 
Nowveaux eamna sur Ventendement humain Im Auge. 

(iO. Die Steile aus Leibnis ist mir nicht gelungen anf- 
sofinden. 

Nach 60 folgt eiue vom Oktober 1766 datierte 
Beobachtung über ein vieifüssiges Wassertierchen. 

61. 19,81 nach toa^ gestrichen mir 

Nach 62 folgt eiue Bemerkung ttber die Sonnenwftrrae. 

03. 20,13 nach iinfeiit gestrichen fe^r 22 So^te aujS SReUett 
üedrackt Schriften 2, 151. 

04. 20,29 nach ^ang gestrichen eine si 'Sbeic^äfftigungen 
ans ä2if)en[4)afft 

Nach 04 folgt eme Bemerkung über den Einfluss der 
Sonne. 

65. 21,8 nach bie gestrichen eine 
Gedruckt Schriften 2, 152. 

Nach 00 folgt eine lateinische Bemerkung Aber 
ichwmunendee Eisen. 

67. Die angeführte Stelle findet sich in Meinhards 
Übersetzung von Home, Grundsätze der Kritik 1,1; der 
* Verfasser beginnt mit ihr seine Erörterungen: vgl. noch 
70. 74. 95. 96. 98 und Schriiten 3, 59 Anm. - Den Sinn 
der beiden deutlich geschriebenen Buchstaben am Ende des 
Satses Termag ich nicht au enträtseln; sie kehren andi 85 
wieder. 



(S. 199) aufzuhellen int mir selbst unter Beihilie mathematischer 
Kollegen nicht gelungen, zumal auch eine Anfrage im 
Jahresbericht der deutschen Mathematikervereinignng 11, 157 
erfolglos blieb; die Uniyersalkurbelmethode (8. 200) stammt 
aus Swifto Gulliver 3, 5. 



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A 67-71] 



Anmerkungen. 



188 



Nach 07 folgt eine fragmentarische Notia Aber eine 
im 29. Dezember 1766 gemachte Beobachtung. 

68. Gedruckt Schriften 1, 125. 

Nach 68 folgen zwei Notizen aus der deutsohen Über- 
aetsang von HasBelqvists Reise nach Palästina S. 162. 147 
(auch im Ki^s 'Afial&eias Wird sie sweimal sitiert). 

69. ^Häufiger Verbranch,'' sagt Jakob Orimm, Deutsche 
Grammatik 1, 1053, „nützt die Formen gewisser Verba ab 

und zugleich ihre Bedeutsamkeit, indem er flie sinnlichen 
Eindrücke des Begriffs z\i leerer All£^eineinlieit verflüchtigt. 
Die Konjugation kommt aus dem Gleise und gleichsam Be- 
wusstsein ihrer vollen Entfaltung." — Die schwedische Form 
kannte Lichtenberg wohl durch seiueu Freund Ljuugbeig 
(vgl. über ihn zu 117). 

Nach 68 folgt ein Zitat ans Beccarias „schönem Bach* 

„Dd delitti e delle pene" (die Stelle findet sich § '6b Anm. 2; 
das Bach wird auch Schriften 3, 98 auerkennend genannt): 
„Dove i confini di un paese ai aummtano in maggior ragione, 

que non la popolazione di esso, wi il hisso favorisce il 
despotisino, si perchc quanfn gli uotuini sorio piu rari, tanto 
c minore Vindustria; e quanto ^ minore Vindnstriü, e tanto 
piu grande la dipendenzn delln povertä dal fasto, ed ^ tanto 
piu dijjicüa t men temuta la remiione dtyli oppressi contro 
H oppressori'* ; dann heisst es weiter: ISSenn alfo D ben 
3)ei»^otiSm, p bie 1Bo((trei(^igfeit L bte O^röfte M Sanbed ht^ 

beutet, fo luirb lief) D nerl^alten loie ^, bQ8iflD = A ~ fel)n, 

iDü A ben beftiinmten ^lOi'i^b cine§ L'nnbe^ bebeutet. Sirb 
p = U, fo miib ber 5)e^poti5iHUv uncnblid), bn^? f)eiHt, lucnn 
allein in einem Üaiib bin, ]o tan idj auianijeu \va^ icli luiü, 
ttnb wirb L =^ 0, fo wirb bie Uutermürfigfcit unenbüd), biefeg 
ift eine ^(eidjmtg für ben Qettelftanb. 

70. 2:^15 nach nid|t gestrichen ob is nach ber ge- 
strichen um 

Shakespeare trat wohl Tvichtenberijf damals dnrch Homes 
Buch besonders nahe, das seiue ästhetischen Beispiele mit 
Vorliebe seinen Dramen entlehnt. 

71. 22,21 ftnbl ift 

Gedrackt Schriften 2, 6. — Vielleicht ist der Oedanke 
dnrch Homes eingehende Bechtfertigung der Monologe 



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184 



Amnerkmigen. 



[A 7t-77 



(Grundsätze dei' Kritik 2, loS- 27ö) angeregt; ausführlich 
orientiert Uber die gftoce Streitfrage die Abbandlnng DOseli 
„Der dramatiscbe HoDolog in der Poetik des 17. und 18. Jabr- 
hnnderts nnd in den Dramen LesongB** (Hamborg und 
Leipzig 1897). 

72. Gedruckt Sebrilten 2, 152. 

73. 22,31 baH unS fc^toer aus tute \d)mct ed und 

74. Zwei Werke Ledermüllers (vgl. über diesen damala 
bertthmten Mikroskopiker Hess in der Allgemeinen deutschen 

Biographie 18. 117) können gemeint sein: „Mikroskopische 
Gemüts- und Augeneri^^ötzuuef' fNürnberg 1761— 176'2, neue 
Ausgabe 1765); ^Versuch bei angenehmer Frühlingszeit die 
Vergrössemngsgläser zum nützlichen und angenehmen Zeit- 
vertreib anzuwenden'' (Leipzig 1765 . Lichtenberg schwebte 
wohl auch der Titel der Zeitschrift der Gottschedianer 
-Belustigungen des Verstandes nnd Witses« Tor; vgl. anck 
222. ~ Ronsseans Worte an der angeHlbrteii Stdle lauten: 
„Le goüt est en guelque maniere le nwaroscope jugement; 
&e8t lui gut met Us petits objeta ä sa portee et sea op^ottons 
cammencentf oü s'arritent ceÜes du dernier." 

75. 2H,i7 for aus für ans baju 
Gedruckt Öchnlteu 2, 153. 

7B Piatos dahingehende Erörterungen finden sich in 
der Bepublik ö, 451c; Lichtenberg kannte aber wohl unr 

ihre Erwähnung bei Rousseau, wo es in einer Anmerkung 
zum zweiten Kapitel des ,. Discours qui a remporfe le prix 
ä Var(uh'/ine de Dijon en Vannee 1750" (Exzerpte daraus 
finden sich im Ät/va» ' Aua/.O'tias) beisst: „Lea lioinmes seront 
toujours ce quil plaira aux femmes: si vom voultz donCf 
gu'üs deviennent grands et vertuevu), apprenez aux femmes 
ee que i^est que grandeur d^äwe et v&rtu. Les riflexUmSt 
que ce sujet fouirmt et que Flatcn a faitea autrMgf 
miriteraient fortd^Ure mieux dStteloppees par unejphtme digne 
d^icrire d'aprls un td mattre et de defendre ime st grande 
cause." — Von Fordyce erschienen ..Sermons to young women*^ 
London 1765. das Jahr darauf auch in deutscher Übersetzung 
unter dem Titel ..Predigten für junge Frauenzimmer^ (be- 
sprochen in den Göttingischen gelehrten Anzeigen 1767 ä.777). 

77. Gemeint ist der Eingang von Bonsseans „Biponte 
au rai de Fotogne, duc de Lmrrainef eu ol^ervationB swr la 
r^onse qui a 6t£ faxte ä so» dieeawra**. 



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ATM] Anmerkiuigen. 185 

78. Über Dante und Vergil handelt Meinhard, Versnclia 
über den Charakter und die Werke der besten itaiieniBchen 
Dichter 1, 45. 

^ach . 78 folgt eine Bemerkung über das Mikroskop^ 
70. 24,81 nach i|i gestrichen auffet bem ^aü \tib\i 

♦ 

80. 25,11 tüomii ty )ic^ aus luaiQU^ 
Oedmckt Schriften 1, 137. 

Nach 80 folgen eine aknstiaehe nnd eine arithmetische 
Bemerkung. 

81. 25,18 nach an^umenbett gestrichen obet gleii^fte ge 
(iedmckt Schriften 1,222. 

84. Durch Abreis^^en beschädigt. 

Am Schluss scheint ein Name zu fehlen und es handelt 
sich woiil um ein Zitat; in Homes Grundsät/.eii der 
Kritik, woran man zunächst denken würde, da dort der 
metaphorische Spracligebraucli eiugelieud beliäudeit ist, findet 
sich die Stelle nicht. — Die bisher bekannten ältesten 
literarischen Belege der übertragenen Bedeutung Ton 
„Triebfeder** (vgl. Heyne, Deiches Wdrterbuch 3, 1042) 
sind jünger als die obige Stelle. $ 

85. Durch Abreisfen beschädigt. 

Ober die beiden Bachstaben am Ende vgl. au 67. 

SO. Gedruckt .Schritten 1,154. — Eine ähnliche Vor- 
stellung kehrt B 316 wieder. 

87. Von Lichtenbergs Seelenwandemngssystem ist sonst 
nichts bekaiini; vgl. aber die spätüreii Apliurismen Schriften 



Nach 87 folgen eine meteorologischey eine mathematisehe 
und wieder eine meteorologische Bemerkung. 

88. 26,17 in aus jr, nach ift gestrichen btefc gröftc 
^umme befielt aud ben $ofttit>en Z^tilm vi e9] fte (auf 
„Summe" bezogen'^ 

Vgl. den ganz ähnlichen Gedanken in Kästners Ver- 
mischten Schriften' S. 306. ' 



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186 



Anmerkongen, [a 60-qb 



89. 27,3 nach Beftänbige gestrichen i\t 

90. 27,15 nach anbete gestrichen 0ff[t] 

Pope vertritt die sitierte Ansiclit im Enay on man 
1,233; weitere Zitate ans dieiem Dichter finden sich B i45, 
Schriften 9, 104. 112. 10,3. 140. 144 208. 11, III. 14,147 
wid Briefe 2, 182 (auch einmal im Ki^s 'Afu€ld'ei«g). ^ 
Über Bttttner vgl. xn SO. 

Nach 00 folgen vier Bemerknn<rpii . eine über den 
Hausbau des f'hryganeenwurms, eine über die Verwandtschaft 
von Magnetismus und Elektrizität, eine über das mntuassHche 
konietenartige Ausstrahlen von Dtinsreu aus „Geruchspolen" 
der Körper, wodurch nnsre GerucliHempÜiidungen entstehen, 
und eine über das Verschmelzen verschiedener £mpfindimgen 
in ein „Mittel der Empfindung**. 

91. Gedruckt Schriften 2,G. — Zur Beurteilung der 

gleitenden Reime vgl. Minor, Nenhochdemtsche Metrik* 
. 401. ^ Von altdentscher Lektüre Lichtenbergs, wobei 
man wohl weniger an mittelalterliche hichter als an solche 
des JG. oder 17. Jahrhunderts zn denken haben wird, ist 
sonst nichts Genaueres bekannt. 

Nach ?M folgt eine darwinistisch anklingemle Bemerkung 
über eine trüber in Göttiugeu beobachtete vierUissige und 
flügellose Hühnerfamilie: (fin 33eioet6 baß baö ^yeber )Sie\) mit 
unter bw nii^,[i]en -iljieie tjel)öit. nuv mit bem Uiuiiu-fitcb, bau 
)ie 2 öuüf jui Me fiufft befomuitu b^bcn, \o mie mau öie ouße 
her ©änfe 2öaffcr S^ügel nennen tönte. 

Nach 02 folgen sechä Bemerkungen, eine über Archi- 
medes' Erfindung des nach ihm benannten hydrostatischen 
Prinzips, eine über einen in Kassel geftbten „neuen politischea 
Griff** (die Soldaten mttssen bei der ungenügenden Löhnung 
und dem Arbeitsverbot sich an die „Aufwirieriunen" halten 
und so deren Herrschaften ausbenten), eine über einen 
bequem zu durchspringeTideu Schacltt durch den Mittelpunkt 
der Erde, eine R\m der Mechanik, eine über die von den 
Insekten um eine i.ampe beschriebene krumme Linie sowie 
deren Berechnung, endlich eine aus dem Gebiete der Sinnes- 
phjsiülügie. 

93. 2cS,a nach hic geätricheu '-l^ui^iljcUeu 



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▲ «8*99] 



Anmerkangen, 



187 



Naeh 03 folgen aine mechaniacbe und eine optische 
Bemerknog, dann eine Notis, daea die Leute In Dorlar an 
der Lahn last alle rote Haare hätten. 

04. 28,9 fuc^t ans ^ält lo naeh Andrews gestrichen baft 
Gedrnckt Nachlass S. J90. — Fieldiui^s ausführliche 
AuseiiiHüdersetzuTie: über das Wesen des ! ächerlichen an der 
zitierten stelle bej^nimt mit der Definition: ,yTkeonly source 
of the true ridiculuuSf as it appvans to ?ne, is affecfation^*; 
auch B 285, Schriften 4,213 und Nachlasa S. 25 wird Joseph 
Andrews erwähnt. — Den von der Fliege gestochenen Orgon 
kann ich nicht nachweisen; die andre Stelle steht in 
Wielands Werken 15, 22 Hempel. 

95. 28,21 beonttuottet aus erfljärtj 37 nach bag ge- 
strichen offt nach oinfi^afitcftc gestrieben niQn[d)nin!; 

Die Stelle üudet sich bei Home, Orandaätze der 
Kritik 2,58. 

90. Die Steile steht bei Home, Grundsätze der Kritik 
1, 14. 

97. 29,13 erweisen aas entn)i(!e[(n] 

Nach 97 folgt eine fragmentarische sprachliche Be- 
merkung: ^ie *ii>orte ftnb eine \Hrt non ©iidiftabcurorfienhinft 
für bic natürlichen ß^it^en ber begriffe, \velA)c in ÜH'bchrben unb 
Stellungen befielt, bie Casus ber (Hub[tantiiien finb bie goidieu; 
dann eine Bemerkung über zu erfindende Zaiilzeichen, die 
herumgedreht die Hälfte bedeuten sollen, und eine Notis 
über die sympathetische Bewegung der Tagend aas Homes 
Gnmdsfttxen der Kritik 1, 80. 

98. Die Stelle bei Perrault, dessen ^ParallHedes ayicims 
et des modernes" (Paris 1688-96) Lichtenberg wohl am 
ersten gekannt haben dürfte (vgl. uaniher Justi. Winckelmann 
und seine Zeitgenossen - \, 137). kaim ich nicht nachweisen; 
Home, wo er von der Mode handelt (Grundsätze der üntik 
1, 89), nennt ihn nicht. 

Naeh 98 folgt der Sata: ^ie fonbetbare (Smpftnbitng, bie 
14 ^obe, wenn mii einem fpi^igen :3nfiruinent gegen bte 
flttgen )U folgte? 

Nach flO folgen drei Bemerkungen, eine über die 
Annahme einer die JUichtsohwiugungen i'ortpflanaenden darcb« 



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188 



Anmerkiiiigaii. [l M-ua 



dehtigniacheiideii UaAorie, eine «u der angewandten 
Mechanik nnd eine über die „Gestalt der Versapfung bei 
dem magiaclien doppelten Krena^. 

102. „LaufseiP (30.i2) fehlt in Grimms und Heynea 
Wörterbüchern: vq^I. Schönaich, Die ganse Ästhetik in einer 
NnsB S. 207 Neudruck. 

Nach 102 folcreTi drei Bemerkungen, eine über Sinnes- 
werkzeuge der Tiere, eiue über die mathematischen Kegeln, 
die ein Schneider, der einen Lappen anflickt, in Ausübung 
bringen muss, und eiue über die krummen Linien des 
Yogelflngs. 

103. 30,21 {tattfinbet ans tft 

l^aeb los folgt eine geometrische An^be. 

105. Gedruckt Schriften 2, 154 

107. 31,i& tan ans foD ig fönte] fönte ^ edlärte ana 

fönte 

Sa vage ist der bekannte, im Schnldgef&ngnis gestorbene 
englische Dichter, dessen Werke mit Biographie Johnson 
heransgtib und dessen Schicksale Gutzkow in einem Trauer- 
spiel bearbeitet hat; nicht unpassend stellt Lichtenberg ihn 
mit unserm Johann Christian Günther zusammen. — Newtons 
mystisches Alterswerk, die ., Observatiom upon the propJieries 
o/ Uaniel aiuL the apocalypse of st, J ohn*^, erschieii nach 
seinem Tode London 1733. 

109. 31,28 nach BptaHm gestrichen unb olfer 32,2 idd^t • 
fo befc^Qffen ans beftimmt 5 nach geben gestrichen unfece 
^eclinotionen 9 im qonteinen Seben ans in bec $^ilofop|ie 

Gedmckt Schriften 1, 314. 

110. nach liianne^ gestrichen be)tiinmen 1? nach 
Ironi^eien gestrichen bie 20 ber — 27 . . . • durch Kringel 
fast ganz unleserlich gemacht (chemische Versuche, die mein 
Kollege Lndwig Wolff anf meine Bitte snr Wiedergewinnnng 
der nnter den Kringeln befindlichen alten Schrift anstelit^ 
erwiesen sich leider als resultatlos; auch mac|t ist nieht 
sieber gelesen) 83, 1 nach ^iüionen gestrichen ftürben 

In dieser Galerie «schlechter Fürsten, deren Schlnss- 
bemerkong natürlich üngiert ist, hatte auch Lichtenberg» 



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▲ 110-iie] AnmerknngeD. 



Landesherr, Georg III. von England, eine Stelle gefonden, 
ist aber später infolge persönlicher liebenswürdiger IJr^ 

lahrungen wieder eliminiert worden. Die ^Einleitung ins 
Xommerzienwesen" habe ich, wenn überhaupt ein bestimmtes 
einzelnes Werk gemeint ist, nicht ermitteln können; eine 
deutsche Übersetzung von Pommiers' .Vart de s'enrichir 
par Vagriculture^ ist in den Göttingischen gelehrten Auaeigea 
1768 8. 518 besprochen; Otto von Münchhaasens Zeitschrift 
„Der Havmter** erschien Hannover 1762—74 (vgl. aneh 
Briefe 1, 21). 

Naeh 110 folgt eine Bemerkung ans der Mechanik, 
dann eine ttber das Mikroskop. 

III. Das Bild dürfte auf Piatos Darlegangen im 
Phaedrns 246a zurückjofeben: Lichtenberg entnaUm es in 
dieser Fassnng wahrächeiniich einem Aufsatz in Unzers 
Arzt 1, 3Ü9. 

Nach III folgt eine Bemerkung über das Mineralreich 
als Vorratskammer der Natur: 3)te Sc^roere, ^inbe, bte 
Säuren finb, [o reben, bie 6tampf BKafc^inen butc^ bte bec 
@tof bearbeitet toirb. 

113. Gedruckt Schriften 2, 7. 

114. 33»2ö ein ans bec ao nach ift gestrichen Ditteii^t 

V^or 115 finden sich sieben Bemerkungen, eine über Lage 
und Bewegung derijonnenstäubcben, eine über das Auschiessen 
der Salze, eine über das Flie^enlernen, eine über liegen im 
Wasser durch Niedergeheu schwererer Wasserteilchen, eine 
auf Ljungberg zurückgehende vom 12. November 17GÜ über 
die Möglichkeit „die Bilder in der eamera obicura anf dem 
Paj^er stehen bleiben an machen", endlich aw« (die zweite 
Tom 7. Deaemher 1769) über Nordlichter nach Mitteilungen 
Banmauns, Kästners nnd Xresohos. 

115. 34,2 ^te '^elt ans Unfre (£rbe 

Nach 115 folgt eine Bemerkung aus dem Hamburgischen 
Magasin 10, 78. 

116. 34,8 nach un9 gestrichen tUtne 9 nach tüt)Ien 
gestrichen in nach gfeme gestrichen Ratten 10 nach babuvdd 
gestrichen uiKeic^t 

Gedruckt iSchriiten 1, 125. 



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190 



Anmarkmigmi. [a uft-in 



Nach 116 folgt der Sato: Sohalh ttvit mit nnfem 

tnifroffopifdien foiuo^l al§ anbeut Seobad^tiuigen üBev^aupt auf 
befonbm diegeimäfttgfeiten fommen, fo fönnen mix ftcf)erer glauben, 

bon tt»{r un# einem (tennnen (^nbc nät)prn, af§ fo fanpe mm-^ noc^ 
^'incie Deriüirrt crifhehtcn. Sobolb üenaöge ber (iinrictjlung 
eüieö 5SeiTf^? fein (^)nmD meM" ba ii>, mnmm biefcr JJieil anbev^ 
foö beict)üi]cii ieini, aU bcr anbrc, fo niüfien tic einerfcD 011^?= 
fc^cn^ bic icdi5edii]U c^ü)iali bei iMeiieu-CSeflen i]i luuljl bae k.;,ie 
tDAfl wie bet) i^nen old Siesten ^öufem tDa^rgune^men ^aben, 
foltett tDir no4 toetter im ®a49 Hne Steflelmöfigfeit entbedto, 
fo märe fie t^ermutl^li^ beti Lienen felBft gleichgültig. So (figt 
{t4^ bei) manchen Steinen nid)t§ mel^r entbeden, tveil fie Me 
Sorrat^Slftäufer bed etofiS fmb; Tgl. nach Ul. 

(17. 'U.'] nach l'tMcr gestrichen offt 

i-e lruckt 6cbiitteii 1, 37. — Dass »eiiie Gedanken 
schon auf der Schule sich mit dem Selbstmord beschäftigten, 
erzählt Lichtenberg genauer in eiuer Tagebuchnotiz vom 
23. Juli 1<71 (Nachlass S. 144): er Terl^ dort den ersten 
Oedaiikeii daran in den Winter 1758, kann sieh noch bis 
ins einzelne der betreffenden Situation erinnern und erw&hnt 
eine dem Rektor Wenek eingereichte schriftliche Verteidigung 
des Selbstmords, gfewiss dieselbe, auf die hier an- 
gespielt ist. Alis dem Jahre 1TG9 stammen auch ein paar 
hierherg:eli*)iii^e Einträge im K^xi^ 'J//^</..'>t<«s, ein genaues 
Exzerpt vun iu)U^^eans Darlegungen über dies Thema iu 
der Neuen Heloise 3, 21 mit augeknüpften kurzen Kemer- 
kungen und ein Hinweis auf ein Buch Robecks „Exer- 
citatio phü09ophica de evloytp tluyu>yl wve morie volunttuia 
phihsopkorum et bonorum mromm^ etiam Juäaeofrum «i 
christianorum'^ (Rinteln 1736), nach dessen Vollendung der 
Verfasser sieb wirklich tötete. — Jons Matthias Ljungberg 
aus Luiul in Schweden (1748 — 181?>, später Firifinzrat in 
Kopenhagen <]ev intimste von Lichtenbergs Studienfreunden, 
war seit Ostern 1766 Student der Medizin in Göttin ü:en; 
vgl. noch 120. B 78. 253. 288. 331; zu seiner Würdigung 
vgl. Briefe 1, 6G. 337 und besonders die eingehende Charak- 
teristik im Tagebuch vom 18. Juli 1771 (Nachlass S. 143).') 



^) Die noch in den Briefen 1, IV geäusserte Hoffnung 
anf Wiederanffindnng der höchst wichtigen Briefe Lichten'* 
bergs an LJnngberg mnss ich ieider wohl jetst als trügerisch 

erkennen. Nicht nur haben mit Hilfe von Freanden in 
Schweden angestellte Nachforschungen nichts ergeben, son- 
dern es hat sich ancb im Nacbkns von Lichtennerirs Sohn 
eiu Stockholm, den 2^. September 1841 datierUtr Brief eines 




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▲ 117-1S0] Anmerkungen, 



— Zu dem Gedanken an den Tod vgl. anoh das in den 
Briefen 1, 394 abgedruckte Stammbuchblatt fftr Moors« 

Nach 117 folg:en zwei Bemerkuntren, eine über die von 
Lederraüller (vgl. zu 74) behauptete Durchsichtigkeit der 
Nerven und eine über die Elastizität der Dünste. 

118. 35,17 emi^funben ans gelegen 

119. Gedruckt Schriften J,88. 

Nach 119 folgt eine Bemerkung über die verschiedene 

Reizbarkeit des Auges durcb die Farben, anknüpfend an 
eine im Ä7o«.-,* 'Auald'eias exzerpierte Äusserung Jb'rauklins 
in seinen Experiments and observations on electricity S. 47(). 

120. 35,34 \\t aus ^et&t 

Gedruckt Schriften 1,1^4. — Über die Gedanken vor 
dem Einschlafen vgl. auch Nachlass S. 58, wo gleicbMs auf 
Selbstbeobachtungen J^avaters Bezug genommen wird. — 
Über Ljungberg vgl. zu 117. — Heinrich Bernhard Esswein aus 
Zwingenberg verlieas mit Lichtenberg zusammen im Herbst 
1761 das Parmstädter Gymnasium; vgl. auch '}')''. Tn der 
grossen Charakteristik der Freunde im Tagfebuch vom 
18 Juli 1771 (Nachlass S. 141) kommt er nicht vor; vgl. 
aber Briefe 1, 160. 161. 

Nach 120 folgen zwei Bemerkungen, eine über den 
Begriff der Organisation nach Bonnet (auch im Ki^» 
^Afiulx^sta^i einmal zitiert) und eine, die hier mitgeteilt sei: 

Sine vSeiffenblafe, bie angezogen wirb, jum (J^jempel üon einer 

ele(ltri[d)eii 9?ot)re, hetommt eine (i"l)|öninac (^V'ffalt, bie Itmtic 
?tre ifl bcr ^Köliro .^ucjefc^rt, eine iold)e (^eftaU betoiumt ül^ugefabr 
bev iDäifcrii^lc Iheil imferer (Svbe n^H^" ^3?onb ju; eine 
icf)aununeiibe ^iiful luirb fiel] ctcnialli mil eil)eben, nun n6cr 
föniicu luir mu3 lun-flcUcn mir fcbiudiiinieu ouf einem fe^v üuuiien 
ä)teei bt])en '^obeu bie Soniic i)t. ßin Fluidum roaS e§ auc^ 



Obersteü im Geniecorps, Me^ei, gefunden, wonach Ljungbergs 
bandschriftlicher Nachlass, der nach seinem Tode in die 
Hände seines Bruders gekommen war, nach dessen Tode 
grösstenteils vernichtet wurde, da bei dem Hangel jeglicher 
Verwandtschaft „awc?m motif ii' existait pour cmserver cette 
correspondance particuliere^\ Damit sind die wichtigsten 
ürkundeu für liichtenbergs Gi^ttinger Frühseit unwieder- 
bringlich verloren. 



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192 AnmerkiingeD. fA lao^ui 

für cine^ fei)n mag moc^t biefc^ ?Keer qu^, [gestricheo toiHeic^t 
ift etwas ö^nlk^ed] unfere gegenmärtiae (hitfemung ift bix 
f|)edfif(^en Sc^meete MefeiS Flnidi %m&% bicfed fast lunt üon 
fcembeit mt^ie^ettben Ihäffteit in eben biefe e^fdrmige @)eftoIt 
gezwungen wecben, ober toenn man ni^t fo n>ett ge^en miOt 
fo bcndfc man öon bem ganzen ^eer rjnfttre nur berjenige 
fR'xrxQ um melcfien ipir benim feegeln 9?ciütonif(^ ober dartefianifj, 
fo läßt fid) [bie f'rortrürfung be^ Aphelii ,aus bor 'icncötqleicfjen] 
barau« begreiflich mad)en ift [aus Sie finb] eine Jyiut 

biefe^ ^Hingförmtgen Weexc^, öiüeic^t gegen ben "äDiittelpuncft be« 
3ugö aüer (Someteii ober menigftenS ber nocöften, biejer DiitteU 
punctt hm tro6 einer [grastrichen fe^r] fc^einbor unregelmöftgen 
Cgestriehen Bewegung] Sage ber Crometen 8abnen eine fe^ 
regetmäfige Sewegitng (eben, fo um unfere Ohrbba^n »ie ber 
9bmb um mtfere (Sroe. 

121. Gedruckt Schriften 1, 98. 

Nach 121 folgen fünf Bemerkungen, eine über die 
Durchdringlichkeit der Lichtteilchen im Anschluss an Hallers 
EUmenta physiologiae f), 443 (auch im Ks^as 'AfiaX&eiae 
«uerpiert), eine Uber das PttnUelenproblem, eine Aber die 
deh an nngepntite Lichter ansetienden Kohlen, eine weitm 
Aber dne Farallelenproblem nnd eine über die scheinbaren 
Bewegungen der umliegenden Dinge beim Fahren. 

122. y,Nof to knma, where a thing is, is ten timea wan$ 
than loasing it quite'* heisst es im Nachläse S. 146/ 

12H. 124. Gedruckt Schriften 1, 115. 2, 129. 

Nach 124 folgen yier Bemerkungen, eine über den 
Heliotropismufl der Hyasinthen, eine über das Aussehen 
^ner vertrockneten Eochsalaiösung, eine vom 7. M&n 1770 
über Schneefiguren und eine über eine Fensterscheibe als 
Kiniaturbild der meteorologischen Erscheinungen. 

125. 37,27 ftottern fprubeln sind zwei Seiten sp&ter 
nachgetragen _>i) nach '■IiUhtei gestrichen finb 
Gedruckt Schriften I, '6 IS, 

Nach 125 folgen drei Bemerkungen, eine über den 
Unterschied von „rar" und «Yor* nach BOdikers Neu ver- 
mehrten Grunds&tsen der deutschen Sprache 8. 575 (vgL 
speriell Haumer, (reschichte der germanischen Philologie 
8. 186), eine über die Notwendigkeit der Lehre vom Unend« 



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A U5-180] Anmerkaugea. 193 

liehen für den Begriff der geraden Linie und eine Tom 
13. Juli 1770 über die Dicke eines Fferdehaars. 

12«. 87,34 öor ans für 

Die Stelle in der IHas 5, 443 lautet: ywTo, 
TiiyfUirjs fu'txu^ajo TVTd-ör o-rlnadr'-, der Znrücktretende 
ist also Diomedes und nicht Apollo , ein Missverständnis, 
das wohl sicher Lichtenberg, nicht Pope, der das Origfinal 
vor sich hatte, zuzurechnen jst. — Zu „Kaupenstand* (88,3) 
Tgl. Schönaich, Die ganxe Ästhetik in einer Nnss S. 113 
Nendmck und Grimm, Dentedies Wörterbuch 8, 300; die 
dort sitierte Stelle ans Hialler sehwebte wohl Lichtenberg Tor. 

Nach 126 folgen zwei Bemerkungen, eine über die 
Verwendung Ton längeren Worten statt des Sekandenzfthlens 
bei astronomischen Beobaohtangen nnd eine ans der 
Jü.ecbaiiik. 

127. 38,18 nach bic gestrichen au%ema(^t] 
tiedruckt ächrif&en 1, 53. 

Nach 127 folgt eine Bemerkung über den Tau als „ein 
Beschlagen der Luft"*. 

128. Gediuckt Schriften 1, 138. 

129. a6,3u nach boc^ gestrichen 3Sorte itnb 33 naoh 
'8elbftgetü^l gestrichen bo^u 

Gedruckt Schriften 1, 155. 

Nach 129 folgen awei Bemerkungen aus dem Gebiete 
4«r astronomischen Optik (die erste vom 7. August 1770). 

130. 39,13 nach %xi gestrichen fft 14 nach bem ge* 
«trieben männlichen 

Gedruckt Schriften 2, 9. 

Nach i;>0 folgen vier Bemei kuiiL^eii, zwei g-eoinetrisrhe 
nnd zwei über Wahrscheinlichkeitsrechnung; die letzteren 
sind als Vorstudien zu Lichtenbergfs Pros^ramm beim Antritt 
seiner Göttinger Trofessur im Jahre li7U „Betrachtuugen 
über einige Methoden eine gewisse Schwierigkeit in der 
Berechnung der Wahrscheinlichkeit beim Spiel au heben** 
(Physikalische nnd mathematische Schriften 4, 1) ansusehen. 

Litteraturdeukmule 123. 13 



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Aamerkangen. [a i8i-ia> 



ISl. 89,18 to&te ans iffc 2s nndk bocQ gaatriehen meittt 
er gleid) 

Gedruckt ScbrifteD 1, löö. 

Nach Itn folgen zwei Bemerkungen, eine geometrische 
und eine aus der Wahrscheiniicbkeitärechnntig mit Hinblick 
auf Lamberts Kosraoloerische Briefe S. 14 (desselben Ver- 
faääerä jSuoum oryanun wird eiumalim A'^^a«, Amüli'tia^ zitier tj. 

132. 39,24 nacb itstorbept^ic^en gestrichen %bnm 

Nach 132 folgen neun Bemerkungen, drei aatronomische» 
eine über das yerschiedene Trinken der Tiere, eine stereo- 

metrische, eine ans der Mechanik, eine über Unregelmässig- 
keiten der Mondbewegnug, eine arithmetische, endlich eine 
logische. 



B. 

Hit B beseicbne ich ein Qnartheft Ton 163 Seiten (die 

Seitenzahlen gehen nnr bis 153, aber vou 121 springt die 
Paginierung irrtümlich auf 112, so dass die Zahlen 112 bia 

121 doppelt verwendet worden sind) in doppeltem blauem 
Papieriimscblag. Von den beiden vorderen üni'^chlas^blättern 
trägt (las erste auf der Vorderseite den oben abgedruckten 
Titel; die Kückseite ist leer. Auf der Vorderseite des 
zweiten ist folgendes eingetragen: 

^ü(^er toelc^e $^rr ?rdt)^) unb td) mit einanber 

burct)tH'lef eil l)aben. 

1) The bath— guide h^^. 2)q^ iöuc^ bat grofen ^^ctifall 
ciljaften, ber ^i^erfaffer beifet ^Inflij unb jlubieite 
anno i?67 noc^ in ^^ambiibge.^) 



^) William Irby, Sohn des Lord Boston, hatte seit 
Herbst I76Ö in Güttingen studiert; als er im Frühjahr 1770 
nach England anrttckkehrte, begleitete ihn Lichtenberg 
dorthin. 

,,The new Batk guide'\ eine zimdende Satire anf 
das englische Badeleben von Christopher Anstey (vgl. über 
ihn Dh f'umary of naXimml Imgraphi/ 2,'i^). erschien !7»>'r.. 
Eine ausführliche Analyse giebt Sidney, England and thc 
English in the eighteenth Century 2, verl ferner Briefe 1, 
5 und Archiv iur das Studium der ueueieü Sprachen 90, 3U 



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B] 



Aumerkuiigeu. 



195 



2) a Letter of Lady Jane Gray to . . . 4;^.') 

3) tbe Travels of Commodore Byron S^^.^) ^iefe [aus 

feincj 55efle5eiit)eiteu würben luigiaiiblic^ ft^einen, 
ipcnn fie nid)t ein folcfter ^ann er^eölte. 

4) The bistory of Eiw II Volnmes 122!^.'') 

5) The History of Henrietta by the Aathor of the 

female Qnixote II Volmnes 12">_o^) ttortrefflid^. 

6) Anson^s Voyage round the world*) (isolo:) 

7) The Memoirs of Lieutenant Timberiake.^) (solo) 

8) Roderick Random.^) 

9j a Voyage to the East Jndies ia 1747—48. ii^onbon 
1762.») (solo) 



Keate, An epistle front Lady Jane Gr ay tn Lord 
Guil/ord Uudley, suppontd to haue been writtm in the Tower 
afew days before they mffered, London 1762. 

*) Die Belsebeschreibnng John Byrons, des Grossvaters 
des Dichters (vgL über ihn Dtctionary afnatumaH biography 
8, 161)» erschien London 1768 unter dem Titel ti^^e 
na^altwe of the honourable John Byron, contai7img an aceount 
of the great distremes suff'ei'cd by himself and kis companion 
on the coast of Paiagonia from 1740 tili thrir '/rrival in 
England 1746'- au^tührlich besprochen in den (iuttiugischen 
gelehrten Anzeii^* n 17G0S, 242). Er begleitete I^ord AiiHon 
auf semer Weltuuidegeiüug, litt an der VVeatkiiate Fatagouieus 
Scbiffbrnch, kam nach Chüoe und war dann lange in spanischer 
Kriegsgefangenschaft. 

*) Dies Buch habe ich nicht nachweisen können. 

•*) ^.Benfietta hy the author of the female Qwixote", 
London 1758: ^TJie female Quixofe or the adventures of 
Arabella^', London 1752. Verfas.seriii beider Werke ist 
Charlotte Lennox (Tgl. über sie JJictiomry of national 
biography 33, bO). 

Die berühmte Reisebeschreibung Lord George Aiisous 
(vgl. über ihn Dictionary of national biography 2, 31) er- 
schien unter dem Titel „ Voyage round &e toorld in the 
yeeara ITW-'U^ London 1748. 

•) „Mern'firs of lieutenant Henry Timberlake,** London 
1765. Der Verfasser leitete eine Expedition zu den 
Cberokeeindianern und eine Gesandtschaf t dieser nach XiOndon 
(vgl. Dictionary of nathotoj Inoqmplnf 56, 401). 

') Roman von Smoilet, er>rliiHiien London 1751. 

^\ Verfasser dieser aiioiiyüieii Reisebeschreibun^. deren 
Schauplatz vor andern St. Helena, Java und Cauton ist, 
ist wahrscheinlich Noble. Bin paar Aaszüge darans finden 
sich im Ki^^ *AfiaX9'Btas\ vgl. auch Anhang 3. 

13* 



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196 



AmnerkttngmL 



10) Soocoon.^) solo at Gotha.-) 

11) SRtcbel« p^ilofo»! Sibliot^crf.») at Gotha solo. 
It?) Yoricks sentimental Journey.*) solo, mdi ber beutfc^en ' 

Ueber^etuing bed ^^tm ^obe t)on Äkffuig bucd^^ 

gefeiten. ^; 

13) 2)ct neue (^iiiil 1. Xfjeif.*^) ein uortrefffii1)e^ '^uc^, solo. 
14; Ääftner« (Sammlung üon JJioitejungen in ber beutfc^en 

öiejeUjdjafjt.') 
15) Trittram Shandy Life ^ight VoliiineB.*> 
Die Rllekieite enthillt ansaer ein paar belangioaen Notimi 
eine Bemerkung über eine italienische Übersetzung von 
Hailers Gedichten durch Abt Soresi (vgl. darflber Hallen 
Gedichte S. CDXXVIIT Anm. f) Hirzel), die ans den Göttin^i- 
gcheu gelelirteii Anzeigen 176^ S. 1 063 exzerpiert ist; das be- 
treftende btück ist am 22. Oktober 170^ ausgegeben. Die 
beiden hinteren Umschlasfblätter sind bis auf die Vorder- 
seite des ersten leer; diese enthält ausser einigen Bemerkungen 
über Aussprache englischer Namen und einigen Bttchertiteln 
(darnntar „a podut Edition of BxAiktiiB'^) folgende wohl von 
Lichtenberg seihst stammende Verse: 

Sar ^Irglift unb betrug. 

^cr Ipricfler in bem ft^mar^en Siocf 
W\\ ^iauflcn ftatt bcin ^rommelftocf 
^en %vXx ftatt Xtomuiel f^lug. 



0 Von Lessing, erschienen Berlin 1766. 

'-) Die Zeit dieses offenbar läng:ereTi Anfenthalts 
Lichtenber<^s in Gotha bei seinem Bruder Ludwig Christian 
läsBt sich nicht genauer bestimmen; nach Briefe 1, 5 wäre 
mau versacht ilm in die Osterferien des Jahres 1769 au 
▼erlegen. 

^) Erschienen Halle 1768—69. 

^) Von Sterne, erschienen London 1768. 

^ Sie erschien anerat Hambarg nnd Bremen 1768. 
Im Vorwort des ersten Bandes berichtet Bode über Lessings 
Interesse nnd Teilnahme an seiner Arbeit; Tgl. auch 
lächmidt, Lessin^T" K ß74. 

Der neue Emil oder von der Erziehnni^ nach be- 
währten ürundsätzen'' (besprocheu in den Guttiugischeu ge- 
lehrten Anzeigen 17t>9 S. 33) erschien P'rlansren 176H: Ver- 
fasser i:*t der I76H nach Güttingen beruiene i'hilosoph Feder 
(vgl. über ihn Pütter, Versuch 2, 164). 

^) .Einige Vorlesungen, . in der königlichen tentschen 
Gesellschaft ssu Göttingen gehalten, ' Altenburg 1768; vgL 
auch Otto, Die dentsche Gesellschaft in Göttingen S. 89. 

^) Von Sterne, erschienen London 1759— 1>7. 



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B 1-5] 



Anmerkingeii, 



S)et Paffe offt mit Unaehnlt 

Statt ®ti3cfin mit bet Sauft ben f^uii, 

3?ie I f^l^^^ I Xroninicl, mi^. 

Catches and glees (merry soogs). 

Es ist eine Paraphrase der Verse aus Butlers Hudibras 1, 1 1 

^mid pulpit. tirn/ft ecclesiastic, was beat tcith fist in sttad 
a 8tick'\ die im tiü. Stück des Spevtator zitiert werden; 
vielleicht wurde Lichtenberg ebeu durch diese Abhandlung 
über den falschen Witz zu dem Verdeutschungsversuch an- 
geregt (vgl. auch Eabeuei, Sämtliche Schriften 6,20). 

Ich eebe wieder ein Verseiohnis aller detjenigea 
Stelleii, wdche für die Chronologie des Aphorismenbaches 
Yon Wert sind: 

Titel: 11. Juni 1768 (doch wohl das Datum des T^;eB, 
an dem die Benutzung des Buches begann); 

23: Leasings Autirniarische Briefe, erster Druck, abge- 
schlossen 25. August I7üö (Sämtliche Öchriften 10, Iii 
Anm. 1); 

45: Bibliothek der elenden SKribenten Stück i, erschienen 
zur Herbstmesse 1768; 

47: Georg Jacob! Eanonikna in Halberstadt» Deiember 
1768 (vgl. anm Datnm die Anmerkung); 

59: Comtitutio unigenitm^ Rezension darüber vom 
12. Januar 1769 (vgl. die Anmerkung); 
78: Ende Februar 1769; 
109: 16. April 1769; 
nach 137: 2. Mai 1769» 
vor 138: 3. Mai 1769; 
161: Venusdurchgaiig, 3. Juni 1769; 
210: 10. August 1769; 

233: 12. September 1769 oder knrs nachher; 

250: Jacobis Gedieht »An die Grftfin von . . . datiert 

12. Oktober 1769; 

259: November 1769; 
333: 2. Dezember 1770; 
338: 10. Dezember 1770; 
vor 376: 1771; 
376: 11. Juni 1771; 

402 : Wiederbeginn der Arbeit an Kunkels Leben, zweite 
Hälfte Angnet 1771 (Nachlass a löO). 



1, 43,2 nach i^ni ein Wort unleserlich gemacht. 
Vgl. denselben Gedanken 200 und Schritten 2, 206. 

5. Zu diesem Vorwurf I^ouhours' vgl. auch Thomasius^ 
Von Kachäkmung der i'ianzoäeu S. oi Neudruck. 



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Airaierkiiiigeii. 



[B 7*9 



7. 44,1 oacb 9Bdt gastrieben t>ott einer fottbent ©eiie, |te 
(oben fi4 

8. 44,7 ans @o lo vor 3)ie gestricheD 3tt ber ii So 
offt mein (l^eift am wenn i(6 

Bas lateinische Vorbild, das natilrlieh mit dem berttcb- 
tigten, 1721 hiDgerichteten Cartonche nichts zn thnn haben 
kann, habe ich unter den Gedichten George Bncbanans nicht 
anlfinden können. 

9. 44,14 nach faqt ein Anmerknngszeichen, dem aber 
keine Anmerkung" entspricht 22 nach folgte gestrichen vhcn 
2\ }nci( abei aus unb metl nun 20 nach ^'eirf]tinfeit gestrichen 
Wütdlic^ ^inab 45,5 nach ©efarUncn gestrit heu heran 

Zu diesen Betiacbtimgen über Wilke gelwiren uoch 
11. 13. J9, vielleicht, auch 10. 12. 14. 15. Ihr GegeDätaud 
ist der 1776 verstorbene Magister der Philosophie in Leipzis: 
Christian Heinrich Wilke, X'erfasser einer grossen Zahl 
mathematischer, landwirtschaftlicher nnd sonstiger Schriften 
(Ihr Verseicbnis giebt Mensel, Lexikon der Tom Jabre 1750 
bis 1800 verstorbenen tentschen Schriftsteller 15, 149), der 
seiner polemischen Schriftstellerei wegen in Halle und Leipzig 
mehrfach mit der Justiz in Konflikt geriet (vgl. Neue 
Halliscbe gelelirte Zeitungen 17GI1 S. 80); über seine Fehde mit 
Klotz, gegen den er Hamburg 17HM ..Moralische Beiträge zu 
der Klotzischen Bibliothek der s( lionen Wissenschaften" ver- 
öffentlichte, vtil. Hausen. Leben und Charakter Herrn Klotzens 
S. 30. Die Umbildung des Xameus berulit auf emer Au- 
gleichung an den Namen des damals viel besproebenen eng- 
Qscben Ftibliaisten John Wilkes (vgl. über ihn Schriften 
10, 182 Anm. 12. 214. 13, 61 und £HcH<mary of national 
Uography 61, 242), dessen Leben (eine „Geschichte des be- 
rühmten Engelländers Johann Wilkes'' ist iu den Göttingischen 
gelehrten Anzeigen 1765 S. 1243 besprochen) allerding-s wohl 
nur die Konflikte mit der .Iiisti^üfewalt als \ ergleichspiuikte 
darbot; über die weitere Ausnutzung dieser Parallele kauu 
man nicht einmal Vermutungen tiaben. Auch Schriften 
3, 22. 42 wird Wilke erwähut, iu der Anmerkung allerdings 
fislsch identifisiert. — Die an Anüng zitierte Stelle ans 
Liscow tndet sich im Bescblnss seiner Schrift Aber die 
Vortrefflichkeit und Notwendigkeit der elenden Skribenten 
(Sammlung satirischer and ernsthafter Schriften S. 573); 
Lichtenbero- zitiert sie auch Schriften 1, 239. Sonst erwähnt 
er Liscow noch in, 45. 180. 285 und Schriften 8, 23; 
ein paar Stellen änden sich im KS^as Afiak&üat exzerpiert. 



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AumerkimgeQ, 



199 



— Wilhelm Christian Justus Chrysander, Professor der 
. Theologie in Rinteln, dann in Kiel, veröfT^ntlichte Rinteln 
1767 ,,Neue8te Erbaiunigsstnuden", gegen deren Seich tigj-keit 
in den Neuen Hallischeu gelehrten Zeitungen 176? S. iSlH ein 
Liscow auf den Plan gerufen wurde. — Von Klotzens Freunde 
und späterem Biographen Karl Renatus Hausen kann Lichten- 
berg mehrere Schriften im Ange gehabt haben: er gab 
Halle ITS/'-eS eine „AllgemeiBe Bibliothek der Gesehichte 
vnd der einheimisdien Hechte " (vgl. Antikritikiis 1, 307. 
348), 1768 in einer Zeitichrift eine Biographie der Königin 
Christine von Schweden, Halle 1769 eine Schrift „Von dem 
Einflnss der Geschichte auf das menschliche Herz" heraus. 
~ Die „kleinen Geister" (44, ao) stammen aus Liscows Polemik 
gegen Pbilippi (Sammlung 8. 167). — Zu „ Wilkes and liberty'-* 
(4i,;io; vgl. (iO und Briefe 1, f>. 8. 203; ausführlich handelt 
von den durch Wilkes iiervoigerulenen ünrulieu Siduey, 
England and EnglM in the eighteenth Century 2,1U7. ^ 
Die aneh 27 erwfthnte Sage von liaximilians wnnderbarer 
Bettung auf der Martinewand lernte Liehtenberg wohl aus 
Branns .^Welttlieater**, oder ans Fugger -Birckens „Spiegel 
der £hren des Erzhauses Österreich*' kennen; vgl darüber 
Bussen in den Sitsungaberichten der Wiener Akademie 116, 
1, 455. 

10. 45,14 nach auf gestrichen eine 17 nach eai gestrichen 

Ober Lisoows Gegner Johann Emst Philippi vgl. die 
ansfabrllebe Brdrternng bei Litamann, Christian Lndwig 

Liscow S. 48 und Kaweran, Knltnrbilder aus dem Zeitalter 
der Aufklärung 2,73. — Das lateinische Zitat, das Motto 

von Gottscheds Kritischer Dichtkunst, stammt aus Horazens 
Ars poetica !()9. — Die Neuen Hallischeu j^eiehrten Zeitungen 
redigierte l7üÖ— 71 Klotz; vgl. Hausen, Leben und Charakter 
Herrn Klotzens S. 14* 

11. 45,26 nach um gestrichen entföeber nach ntenfc^lic^ 
gestrichen ober übermen[{c^U(4] 27 übermenfc^lic^ ans über« 
nat[üxm] 

Dieser Beleg von „Qbermenschlich** (45,2?) ist den 
kürzlich in der Zeiteobriit für dentsche Wortforschnng 1, 
'6. 369. 2, 8u Yon verschiedenen Seiten her znsammen* 
getragenen hinansnfttgen. 

12. 45,84 nach gleichen gestrichen galten 

13. 4(i,4 nach on gestrichen 45 



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200 



Amnerknngaii. 



[B 18-ie 



GenaamB ttber die hier angeliUirte englische Fla^- 
Bcbriit kann ich nicht angeben — Ober die wichtige No. lö 
der von Wilkes nnd Chnrehill seit 1762 heransgegehenen 

politischen Zeitnng The north Brifon vgl. Dictionary of 
natvmal biography fM, i l t ; in der zu 9 zitierten Rezension 
der Göttingischen gelehrten Anzeigen beisst es von ihr: 
„Sie beweiset es, wie weit ihn seine Leidenschaften treiben 
konnten*'. — Wilkes Schritt gegen Klotz ist zu .4 nach- 
gewiesen. 

15. 46,17 nach Gemittet geBtrichen 5un)eilen is fü^It 
man ans ift nton so f4einen ans nt^mtn 

Oedmckt Schriften 1,267. 

16. 46,25 Tor $rop^ettj($e gestrichen ^oettfc^er SBttcf 

2^ bni aus bcnen 47,3 --j g^estrichen (sollte wohl durch 47, „m ?„» 
ersetzt werden i 23 vor Magistri gestrichen 'D^ncfirtdit üon 
20 bct aus einer 28 nad) aus auö 33 ecriie aus decrite 
85 vor le gestrichen on a iniprit?ii a soigneusemenf evitS 
ans ne trouve pas mentiomie lea recits des aus les 37 tles 
ans Ics 

Teilweise gednickt Schriften 2, 62. — Eine ,,Biblio. 
graphie der Bücher mit fingierten Titeln" hat, worauf mich 
August Saner aufmerksam macht, Hayn in der Zeitschrift 
für Bücherfreunde 3, 1, 84 gegeben. — Abbts Schrift „Vom 
Verdienste'* erschien zuerst Berlin 176rt — Die Jenaer 
deutsche Oesellschaft war 17?^ ^^ei^rüiidet worden; vgl. 
Wolff, Gottscheds Stellung im deutschen Biiduugsleben 2, 6, 
— Mit dem ,.in Erfurt gefundenen Brief" ist entweder 
Eiedels „Brieiwechäel mit dem Autikritikus " (Halle ITüä) 
oder eher Oleichmanns „Memento mori an den Antikritikne'* 
' (Erfurt 1768; vgl. Nene Hallische gelehrte Zeituigen 1768 
S. 543 nnd Deutsche Bibliothek der schönen Wissenschaften 

2, 361) gemeint. Die Hauptmitarbeiter an dem Lübeck 
17fv^~69 erRcbieienen „Antikritikus ' waren die Brüder 
Wichmann, Christian August, Magister der Philosophie in 
Leipzig, und Gottfried Joachim, Pastor in Zwätzen bei Jeua; 
Lichtenberg erwähnt ihn noch 88 Variante. 98. 140, Schriften 

3, 22 (WO die Anmerkung falsch ist) und Nachlass S. 70. 241 ; 
vgl. zum Antikritikus noch Nene Hallische gelehrte 
Zeitangen 1768 S. 295. 313, Deutsche Bibliothek der schönen 
WisBMisehallen 2, 107 und Biedels Philosophische Bibliothek 
1, 84. 3, 174. 4, 134. — Den „Separatisten B.*" (47,e) ver- 
mag ich nicht genauer zu bestimmen ; sollte Bahrdt gemeint 
sein? — Wielands Komische Erzählungen waren 1765, die 
Geschickte des Agathon Frankfurt und Leipaig 1766—67 



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AiiiDerlinuigen. 



encbienen. — Über den Fobs dM TatikanifiMshm Apollo 
handelt Winckelmans, Geschichte der Kunst des Altertama 
S. 126 LesBing; vgl. auch Justi, Winckelmann und Beine 

ZeitgenosHeü ^ 'J, 17. — Christoph Angnst Heumann, der als 
Professor der Theologie 1764 in (Töttin2:en in hohem Alter 
gestorben war, hat in einer Eeihe von Sammlangen eine 
unglaubliche Anzahl meist kleinerer Abhandlungen über die 
verschiedenartigsten Gegenätäude veröffentlicht; ein genaues 
Verzeichnis derselben giebtPfltter, Versuch 1, 27; vgl. auch 
191 und Briefe 2, 144. — OerBtenbergs „Tändeleien'' waren 
Leipzig 1759 erschienen. Man erinnere sich der stark ttber- 
schätzenden Besprechung, die Lessing in den Literatnrhriefen 
(Sämtliche Schriften S, 71) ihnen angedeihen lioBS. 

17. 48,6 mecben] tüixh (Lichtenberg hatte „Kritik" statt 
^Kritiker" im Sinne) 2ü flüiiitigfle aus leichte 27 unjeren 
9tad)[ku aus unjere ^Jieben üieatuu 

Gedruckt i:^chriften 1, 268. — Ich rechne schon diese 
Nmnmer an den Beobachtungen Uber den «GeiBt dieses 
Jabrhnnderts'^t die 18 erwähnt werden nnd an denen auch 
20. 22. 25 und vielleicht 21 gehören; es scheint» dass sie in 
einer Gegenüberstellung des Genies und des „unglücklichen 
Schriftstellers" gipfeln sollten. — Über Hagedorn als Kunst- 
kritiker vgl. besonders Justi, Winckelmann und seine Zeit* 
genossen ^ 1» 325. 

19. 49,s nach Wan gestriehen fe^t bie 9 nach $erfon 
gestrichen ettna gav 11 vor Cber gestrichen ^onte tKIg^iieti 

Kach dem zweiten Absata ist wohl auch das „W . . s" 
im ersten „Wilkes" aufzulösen. — Mit Philippis «Märtjrer- 

geschichte" ist die Reihe der Satiren Liscows gegen ihn 
gemeint (.vgl. oben zu 10^; im besondern hat Lichtenberg 
wohl die Definition der bösen Skribenten (j^ammlung 8. 211) 
im Auge, die sich auch im Ks^ae 'Autdd'eias ausgezogen 
findet.^) — Die zahlreichen polemisch - satirischen Schriften 
des 1771 in Konstanz verstorbenen Josef Anton von Bändel 
fährt Mensel, Lexikon 1, 170 auf; vgl. aneh Goedekes 
Gmndriss^ 4, 30. 

20. 49,L>o fe\in ans lücrben 21 mit JHcd)t aus in bcr ^fiat 
24 her mei)te X^eil bei* aus bie meiiteu 50,3 nach (Einfalt 

*j Die beiden andern dort zitierten Stellen, die von 
den Ochsenkäuieru und die von den Höruerii des Altars, 
entMtammeu gleichfalls den ersten Satiren gegen Pbilippi 
(Sammlnng S. 190. 209); die letstere hat Lichtenberg 
Schriften 4, 298. 13, 44 wiederholt 



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202 



AnmerkimgeD* 



gestrichen fenne» « stell moflen gestrichen gegen e nftcli 

roeitrr g^ef trieben n>enn 12 nach tiiürcflid^ ofestrichen nridi 
IS tniae aus aber bie 22 unter au« über nach roeidjem ge- 
strichen nichts 

Gedrnckt Schriften 2. 21. — Zur Nachahiuiins: des 
Horaz vgl. auch Schriften 4, 198. 6, 282. Wie hoch ihn 
Liehtenbeig als Dichter stellte, ergiebt sieh ans Sehriften 
4, 240. State ans ihm sind sehr tönfie:: vgl. 10. 2i. 73. 154 
379; Aabang 9; Sehriften 3, 72. 4, 196 246. 251. 310. 6, 
281. 473. 9, 8. 9. 16. 206. 10, III. 192. 217. 253. 269. 13, 
7; Briefe 1, 108. 212. 282. 383. 391. 401. 2, 181. 233. 211. 329. 

'21 nO. nach Q^tiit gestrichen geiüi'tet 
(ieüruckt Schriften 2, 161. 

22. 50,28 nach meiften gestrichen Crifginal- CjJcnic«] 
51,14 nach fie gestrichen burc^ le üüibci}fticid)en laftcn 
aus an^ufe^cn 17 bevjentge tJrromme ans ber'S^eoIog ig nach 
her gestriehen hae u nach ®ott gestrichen fe^n so nach 
ntc^t gestrichen immer folg [?] .52,i aud ans an 7 f^mic^ 
ans litten 15 nach fid^ gestrichen meiter t9 tl^rem ans 
bem 25 nach bie gestrichen (i)efta([ten] nach beiten gestrichen 
firti T am Schluss: (Sie^e bie gottfe^ung unter p); ein solches 
Zeichen tehit jedoch. 

Zum Eingfans: vgl. Schriften 3, 6. — Bogatzky ist der 
bekannte Hallehche Pietist, Verfasser des ^Giiideueu Schatz- 
kftstleins der Kinder Gottes'', das ein Lieblingshnch der 
Fran Bat war (vgl. Goethes Werke 20, 312. 23, 236 Hempel) ; 
v^l. anch Nachlass S. 47. — Ooeses in Hambarg gedenkt 
Lichtenberg noch 2Sö, Nachlass S. 19 — 51 and Briefe 1> 32. 
63. 299. 3ö^. 374. 375. 2, 222. 

23. 53,14 nach erfle gestrichen ein 22 nach ^aOe ge- 
strichen Vcfnnn^^ tUiefo ^cBinfl^ t^riefe aiittqiiattf(^en ^w^all^ 
aus igesLriLheii .^»ambuiijcrj ital)Berü(^e pnuitegirte neue $>am- 
burciei- Ijeititiir, X^dl; 11:»; 116; Ii«; 120: 131- 182 135 (hier 

» erschienen zueidt die Nuramern i— 5, 9 uud al von Lessings 
Antiquarischen Briefen; vgl. Amtliche Schriften 10^ 230). 

Dieser Oedanke eines satirischen Plutarch wird 26 
andeutend weiter fortgeführt. — Heinrich IV. besiegte die 
katholische Ligue am 14. Kärs 1590 bei Ivry und trat am 
2:1 Juli 159.'] zum Katholizismus über, worauf sein Haupt- 
gegner Karl von Guise, Herzog von Mayenne, sich ihm 
unterwarf: am 14. Mai 1610 fiel er von Ravaillacs Mörder- 
haiiil. — W'mckeluiaims Konversion fand 17ü4 statt; der 
Maler Zanetto Casanova geuoss seines freundschattiichen 



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B 23-861 



Anmerkungen. 



Umgaugö iu Rom und wurde später von ihm trotz des ihm 
gespielten Betrages mit den antiken Gemälden uach Dresden 
empfohlen {vgl Jnsti, Winekelmann and seine Zeitgenossen* 
3, 303; der Vergleich mit Gnise ist nieht recht dentlieh); 
am 8. Juni 1768 wurde er durch Arcangeli ermordet. — 
Karl XII. fährte, statt den Sieg von Narwa auszunutzen, 
seit 1701 einen mebrjäbrio^en Krieg* mit Polen, der erst 
durch den Frieden zu Altranstädt am 'Ji. Sepreniher 170B 
beendet wurde; am 8. Juli 1709 schlugen ihn die Russen 
bei Pultawa, worauf er in die Türkei (nach Bender, nicht 
nach KoQStantiuopel) flüchtete; auf einem Erobsrungszug 

fegen Norwegen wiirde er am 11. Dezember 1718 vor 
rederikshald erschossen. — Der dnreh seine Fehde mit 
Lessing besonders berühmt gewordene Klotz war nach karxer 
akademischer Thätigkeit iu Jena von 1762—65 Professor der 
Philosophie und Altertumswissenschaft in Qöttingen gewesen 
nnd dann nach Halle berufen worden (vgl Fütter, Versuch 
1, 186. 2, 56). Lichtenberja; hat ihn in seiner 'Töttinger Zeit 
persönlich gekannt und nennt ihn in der milde af)wäefenden 
Charakteristik Briefe 1, 76 seinen Freund, dessen P^ild er 
zeitlebens in seiner Stube hängen haben werde; im Ki^ag 
^AftaX&ßiae hat er sich folgende Stelle ans Barmanns 
AnH/dotzius exzerpiert: „II est bien faU d*me taiüe grande 
et robuste, commeHla nature Vavoit faitpaur itre renommisü; 
c'est ainsi qu'on appeUe ä Jena un hom me, q^d powr %m sol 
est jn-ef a hattre aver <?on frere et ä lui couper la gorge^^; 
sonst erwähnt er ihn Schriften 3, 4'2, Nachlass S. 2*2. 23 
und Briefe 1, 1()4. 176. iSem plötzlicher Tod am Silvester- 
tage J 7 1 J passt nicht Übel in die Parallele hinein. — „Prudens 
/uttiri temporis exitum caliginosa nocte premit dem" Horaz, 
Oden 3, 2y, 29. 

24. 53,26 nach etft j^estriehen mit l^unbett gemacht ^ahtn 

25. 53,34 nach ^^emercfungen gestrichen unb fublilen 
nach atö gestrichen ein ss füfftet ans lichtet 

26. 54.0 Siiffnet aus ^vifc^er (der französische General 
Fischer wird auch Schriften '^, 98 erwähnt; vgl. über ihn 
Ersch und Gruber, Aiigememe Enzyklopädie 1, 43, 355) 

Nikolans Graf Lnckner befehligte im siebenjährigen 
Kriege ein Hannöversches Husarencorps gegen die Franzosen, 
trat aber nach dem Kriege in franzdsische Dienste, in denen 
^er es bis zum Marschall brachte; er wurde in der Schreekens- 
zeit guillotiniert. — »FU." war. was Lichtenberg- wohl nicht 
wuaste, Leasings Hauptchiffre in den Literaturbriefen, wie 



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204 



Anmerkiuigeik. 



(6 



Nicolai hezeugt hat; y|trl. Sämtliche Schriften 8, 2 und 
Werke 9, 13 Hempel. — Der österreichische Feldmarschalt 

Johann Leopold von Bärenklan (vgl. über ihn von Janto 
Allgemeine deutsche Biographie 2, 59) seicbnete aich 
1737-39 im Türkenkriege ans. 

27. Über die Sage von Maximilian vgl. oben zu 9. 

28. 54,18 WteätcaM ah^cmhdt m ßoxpcx Utmäitet 
Eulen ^Jifechamca 8we motua sciehHa analytice exposite^ 

erschien Petersburg t736. — Karl Pauli war akademischer 
Tannoeister in Göttiogen; vgl. Flitter, yersnch 1, 309. 2, 3M. 

Hl. DieRes auch und als Motto des A])horisraen-* 

bnchs C wiedf^rkehrende Zitat ist dem 6. Stück des Spectator 
entnommen, wo es heisst: ,J laj/ it doim thertfare for 
a rultf that the whole man is to move together'^'. 

.S2. Belege für »gnte Hant^ giebt Grimm, Denteches 
W5rterbiieh 4, 2, 708. 

:u Vgl Keimarus, Allgemeine Betrachtungen üb«r 
die Triebe der Tiere S. 372. 

3.5. 55,14 nach f{c^lt erestrichen eiq entließ n naeh iml^ 
gestrichen nui au» iiulji i)i auä [lub 
Gedruckt Schriften 2, 162. 

36. Es sind wohl swei wirkliche PersOnlichkeiteii 

gemeint, die nachinweisen schwerlich gelingen dürfte. ^ 
„Schleifen lassen!* war eine Zeitlang in Göttingen üblicher 
Studentenmf als Nachahmung des ausrufenden Scheren- 

schleiferB: ve:l !]oeb 'm; und Schriften 41. — Über Rost 
und seine Involeu Dichtungen vgl. Goedekes Grundriss ^ 4, 12. 

39. Gemeint ist wohl der methodistische Prediger 
Whitefield (vgl. Ober ihn Dictionary of mtionäl liographu 
61, 85), der auch Schriften 3, 120. 10, 175. 14, 154. 157. 
162. 163 erwUmt wird. 

40. Friedrifh Lndwig Allgeier ans Darmstadt, ein 
Schulkamerad Lichtenbergs, starb am 'Jö. Mai 1767 im Alter 
von '22 Jahren als Student in Göttingen an der Schwind- 
sucht; mit pbilos ipbischer Rube sah er dem Tode entgegen 
uud verocbied mit den Worten: ,,En cxituruni ex hoc mundo''^ 
(Scblichtegroll, Nekrolog auf das Jahr 1799 2, 108 Anm.). ~ 



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B 40-46] 



Anmerkungen. 



Das sitierte Gedieht war Tielleiefat von Lichtenberg selbst; 
«ndh Schriften 4, 52 wird der Auferetehnngstag aki der 
«groeae feierliche Morgen*^ beaeichnet. 

41. 56,27 nach 92ebel gestrichen ]clh]i 

Gedruckt Nachlass S. 192. — Za Lichtenbergs hoher 

iScbätziiTig Wielands, in erster Linie seiner Schilderungen 
weiblicher Schönheit, vgl. besonders noch t)4. 78. 250. 259. 317 
(das Einschmeichelnde der Wielaudschen Mnse ist gewiss 
nie glänzender erewürdigt worden), Schritten 3, 9. 10. 81. 84. 
5, 94 und Brieie 1, 217, — Zur ^ciiiusswendung vgl. 
Schriften 2, 241. 

42. 56,29 nach ^lut gestrichen Don nach baS gestrichen 
man bur^« 

48. 57,2 nach fc^on gestrichen lange 4 nach on ge- 
strichen ihe (80 steht im Original) 

Das Gedicht findet sich bei Swift, Works 24, 39 
Sheridan; über der ersten Strpphe steht tfBecitaHvo'% am 
SchlnsB ffDa eapo^. 

44. Das Gedicht stellt bei Swift, Works 24, 71 
Shendau, die deutsche Übersetzung bei Jb^iuiander von der 
Linde, äcberzhaite Uedichte S. 203. 

45. 57,33 einem tinferer beften ans uiiieiem Original 
Das erste Stück der „Bibliothek der elenden Skribenten'* 

eräcliieü Erauktuit und Leipzig 17ÖÖ, wahrscheiniich zur 
Herbstmesse (vgl. Deutsche Bibliothek der sehdnen Wissen- 
schaften 2, 551 und Briefe deutscher Gelehrten tLß Slots 
1, 146); ihm folgten bis 1771 noch sechs weitere. Über die 
verschiedenen Verfasser der einzelnen Stücke fehlt genauere 
Kunde: nach Meusels Angaben wäre das erste von Riedel, 
das vierte von Wilke; an andern seien Gl eichmann und 
andre Erfurter Sciiüier Kiedels und Wieiands beteiligt 
(Heinse nennt er wohl fälschlich unter ihnen). Die von 
Lichtenbere: bemerkte Nachahmung Liscows, die sich schon 
im Titel ausspricht, geht durch das ganze erste Stück: man 
beachte a. B. nur die fingierten Todesanseigen Ziegras 
und Wichmanns (S. 37. 3ö; vgL Liscow, Sammlung S. 441) 
und das Register (S. 47; ygL jQscow, Sammlung S. 32). Von 
einem „Oberappellationsgericht" zu Zwätzen, einem Dorfe 
in der Nähe von Jena, handelt der erste Aufsata (S. 1). 
VgL noch 8ö. 96. 



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206 



Anmerkungen. 



4(f. 5<^.ii nach bcr gestrichen c^:< 

Eine zuaammeufassende Charakteristik Friedrich Just 
Riedels fehlt noch immer. Hier hat Lichtenberg wohl nur 
die Jena 1767 erschieueue , Theorie der schönen Künste und 
Wissenschaften' im Ange; vgl. aber auch oben S. 196 nnd 
ferner G4. 78. 92. 

47. Georg Jacobi wnrde im Dezember 1768 Kanonikus 

in Halberstadt (dies Datum hat Scherer Zeitschrift fftr 

deutsches Altertum 20, ^^^B rirhtig^estellt). Lichtenberg 
kannte ihn von seiner Göttinger Studienzeit 1 768— Iii) her 
persönlich: vjtI. noch 178. 243. 250 .H5^< und Schriften 8, 11. 
91. „Spauier • heisst er wegen seiner Halle 1767 erschienenen 
Übersetzung der Komanzeu des Gongora. 

48. 58,2 L jenen aue bte[fe] 

4fl r^R. r f^nf aus licBt 59,6 nach tlinßcn gestrichen 
^aju flcbt mir iüici unb lobacf, ^^?fcif' ? mir aus iöiec 
8 SJier iinb mctne§ 93uttler!& aus iöuller, leil^ mir boinc 

Dies satirische Gedicht auf Göttingen und seine Be- 
wohner setzt sich 51 fort; 56 tritt der Plan vorübergehend 
in eine Phase prosaischer Formung m der Art von Thümmels 
Wilhelmine; über eine spfttere Faseiug in Versen vgl. unten 
SU 17 i. — Johann Heinrieh Gr&tzel war Besitser einer 
grossen Eamelotfabrik und einer Walkmühle, früher aueh 
Oberkommissar der Universität; vgl Müller, Versaoh einer 
kurzen malerischen und charakteristischen Beschreibnng der 
berühmten Universität Göttingen 8. 7 und Pütter, Versuch 
1, 11. — ,.Kas8i)i1hl' hiess eine „lancfe Strasse zwis<;hen 
lauter Gärten innerhalb der Stadt" (^lüller S. 5). — Über 
die breiten Steine der Göttinger Strassen vgL Meiners, 
Kurze Geschichte und Beschreibung der Stadt Göttingen 
S. 142. — Dieser nicht sehr wohlklingende Versuch (68,34) 
ein Beimwort auf .Menschen'' sn finden ist den von Schmidt^ 
Deutsche Beimstudien 1, 24 gesammelten hinzuzufügen. — 
Moses Gumprecht, Schutzjade, betrieb in Göttingen den 
grössten Geld- und Wechselhandel; vgl. Briefe 1, 24. 87. 
107. 308 und Meiners S. 197. — rSo Fhoehus or samt 
friendly mnse info Rmall poetn R07ig infuse, ivhich they at 
.seroufJ haiid rch tarnt throuyh reed or baypipe verse for verse'* 
sagt Butler im Hudibras 1, 521. Lichtenberg erwähnt oder 
zitiert ihn auch 192 und Schriften 3, 33. 120. 9, 17. Ii5. 
157. 10, 107. 13, 24 . 51; vgl ferner oben S. 196. 

50. 59,13 nach bie gestrichen if)re ^lrä[ffle] 14 nach 
2)inge gestrichen in le nach bie gestrichen \\^ 



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B 50-56] 



AiimerkuBgeii. 



207 



Vgl. Reimarus, Die vornehmöteii Wahrheiten der 
natürlichen Relißfion S. 593. 612; dies Buch wird auch 
Scbritttu o, 112 geuaunt. 

51. ö9,2s ©trammatt ans Üx roar 24 fKmgen ans 
Wi 8c^fäi^crn in ans mit 29 nach in gestrichen &een[be] 
Nordbeim und Nörten sind beliebte Ausflugsorte bei 

Göttingen. — Wacker war Wirt der Krone, des damals ersten 
Göttinger Gasthofes, Frankenfeld Wirt der Universitäts- 
gchenke in der Barfüsaerstrasse; vgl. Briefe 1, 317. 202. — 
Zum Stieteituss des Mars Tgl. 16« 

53. Lohenstein kommt sonst bei Lichtenberg nirgends 
Tor; dagegen erwähnt er Hofknannswaldan Öduriften S, 9 
und Naehlass 8. 47. 

54. 60,t> ^e^itn ans ^otpex u bad 9iefultat aus ben 
^]D2tüoIpuncft bei: ^bcen ij nach unb gestrichen tJietIt ficf) 
bell! iinnlr en I u nach ^^exfonen gestrichen bte nach ^enn 
gestrichen mv 

Die Auffassung des Genies als K.raiikheit vertrat 
Unzer ; vgl 374 und die Anmerkung. — Mit „K . . . . r'* 
ist natürlich Kästner gemeint; zu Lichtenbergs Urteil über 
ihn TgL besonders 64. 73. 78. 98. 141. 235. 316. 401, Schriften 
42. 4, 327. ö, 150 nnd Briefe 1, 54. 59. 95. 239. 317. 2, 
37. 38. 334. 365. .B68. 370. 

55. 61,2 aber ans unb exit 

til,4 am Anfang: 3" P- 20. 2 [= 491 r, ■^ugunqö 
fölicb luni (il)re iinb (ivcbit aus C^Hcb ber Wroi'en, iLunntt fte 

xajen, wenn ber i6 nach i^uifd) ^^^estriehen ober menn euti^ 
btefeS nt^t ^etra^tungdmögin geiiu^ flingt S4 rettet ans ftre[bt?] 
36 einem aus jetnent 62,i befejter ans nnbefei^ter & nach bie 
gestrichen ^noc^en 6 nü[d)t ans roirft ans rimdit nach btefer 
gestrichen 6cite ^)ofnun9§nonen aus blü^enben 

Über das Gossenrecht, wonach jeder, der mit der linken 
Hand an der Oo<ise bero^ing, ausweichen musste. die Veran- 
lassung zahlreicher JJuelle, vgl. Beiträge zur Statistik von 
Göttingen S. it»4. — Über Wacker vgl. oben zu 51. — Auf der 
Göttiuger Bibliothek befand sich ein grosses Modell eines eng- 
lischen Kriegsschiff, das Ptttter, Versuch 1, 247 ausführlich 
beschreibt, nnd ein Portrait des Freiherm von Mfinchhansen» 
des berühmten ersten Kurators der Universität; der letztere 
Wird anch 131. 349 nnd Naehlass 8.69 erwähnt (vgl. über 



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208 



Attmerkangen. 



[B 56-6i 



ilm Ptttter, Versuch 1, 14. 2, 12), — Die beiden erwähnten 
BUderwerke sind Lipperts ,,Dacfyliotkecat*' (Leij^sig 175Ö 
— f)6) und Hamiltons „Antiquifes etrxisques, rirccqnpf^ et ro- 
niaines^^ i Neapel ITfifi — 67); vgl. auch Justi, Wmckehnanü 
und seine Zeitgenossen^ 1, 332. 3, 842. — „Beaetzt" von 
Personen (ö2, i) fehlt bei Grimm, Deutsches Wörterbuch 
1, 1619. 

57. 62,11 etned ans x>tn ans fRoi 

„Legres ist der grosse Praiwos, der die Perücken- 

macherkunst in ein System gebracht, eine Perttekenmacher- 
akaderaie errichtet und die Kunst Haare zu legen beinah 
zu einer neuen freien Kunst fremacht hat*' heisst es im 
Ki^ag ' Äftald-eiag) vgl. auch Biographie univetidU 23, ö5ü. 

5S. Worauf sich diese Bemerkuug bezieht, habe ich 

uichL ermitteln kauuen. 

m 

59. yyTJnigmitiM d«i filtM^*^ waren die Anüeingsworte 
der von Clemens XI. im September 1713 erlassenen Bulle 
gegen den Jansenismns; Liehtenberg kam wohl durch eine 
am 12, Januar erschienene Rezension der ( iöttingischen 
gelehrten Anzeigen 178^ S 41 über ein die Bulle betrefFenrles 
Werk auf den vorliegenden Gedanken. — Der Hamburger 
Jouriialist Albrecht Wittenberg wird auch III. 173 und 
Nachlass S. 120 erwähnt; vgl. über ihn Werner, Ludwig 
Philipp Hahn S. 125. — Über Moser vgl. oben zu A nach 54. 

60. über ,»Wilkes nnd Uberty'' Tgl. oben zn 9, snm 
^roast heef Briefe 1, .Hl 8. 2, 279. 

ttl. 62,3g nach ^arnfjagnet gestrichen Raffet 

Nach Ol folgt eine Bemerkung über Luitblasen in 
Barometerröhren. 

62. 63,1 nach fc^ietbt gestriehen in 
Die Anfaugsbachstaben kann ich nicht gann sieher 
identifizieren. Darf man schon au die Chiffem des ersten 

Oöttinger Musenalmanachs von 1770 denken, unter denen 
ein F. wie ein S erscheinen (vgl. Neudruck S. 109). dann 
wäre unter S. -lakob Friedrich Schmidt (vgl. ^^oedekes 
Orundriss- 4, rmd Redlich, Versuch eiue?^ Chilfernlexikous 
S. 24) zu verstehen, wälirend P. noch nicht sicher gedeutet 
worden ist. Der Zeiiiuuikt wäre etwas friih. da nach 
Weiuhold, Heinrich Christian Boie 8. 22 der Entschluäs zum 



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B 6t-68J 



ABmerkmigeD. 



209 



Almanaeh erst im Sommer 1769 gefasst wurde; aber Lichten« 

berisra Charakteristik passt auf die Ode „176:V' (Neudruck 
S. 48) und besonders auf den Dialog t,lienelaiia und Helena'* 
{ebenda S. 66) recht gut. 

(>3. Über Bülingsgate vgl. Schriften 9, 125 Anm. 13, 
22 und Briefe 2, 313. 

64. 63,17 nach tccommenbircn gestrichen um '^ox- 
1(^rifftcn aus '-öefeljlc n philosophante aus phüonophiqiie 
22 nach uiciflen gestrichen ab[?J 25 nach wa^ gestrichen 
rote 9(6ra^am$ a sancta CIara*d ans ^bra^amif(Qer 29 ®ti( 
«OB @d)rifftftellem 

Über den Einfltus Tonngs auf Deutschland vgl. die 
Abhandlnng von Barnstorff, Youngs Naehtgedanken und ihr 
Eiufluss auf die deutsche Literatur, Bamberg IÖ95. ~ Von 
einem ,,Augsbnrgischen Publikum** spricht Lichtenberg in 
ähnlichem Sinne Schriften 3, 7. — Abraham a sancffi Clara 
erwähnt Lichrenber<^ auch Nachlass il. — Keisken Über- 
setzung des Demosthenes und Aeschines erschien Lemgo 
1764 — o9. Lessing wirft ihm in eiueni Briefe an Heyne 
vom 2S. Juli 1764 vor „den edelsten Bedner in einen nieder- 
trächtigen Schwäteer, die Suada in eine Hökerfhtu verwandelt 
SU haben'* (Lessings Briefe, Nachträge S. 8 ; vgl. aber Lessings 
Werke '20, 1, 312 Hempel). — Gnihstreet wird häufig bei 
Pope, Swift, Arbuthnot und im Spectator aU Wohnsitz der 
kleinen Autoren, der Schriftsteller rles anonymen Klatschs 
und der Verleniiilunu^ erwähnt; näheres giebt Klöpper, 
Englisches KeaUexikon S. 1325. 

Nach f(4 folgt eine Bemerkung über den Begriü der 
Parallaxe, die S. 250 nachgetragen ist. 

96. Unter den Mitgliedern der Göttinger deutschen 
Oesellschatb ist nur eins, dessen Name mit H anfängt und 
das demnach hier gemeint sein muss: der Professor der 
Oeschichte und Beredsamkeit Johann Philipp Murray (vgL 
über ihn Ptttter, Versuch 1, 179. 2, 55); Lichtenberg hatte 
1766 eine Ode auf seine Hochzeit gedichtet (vgl. Briefe 1, 2). 

67. 64, , nach Wcficftter gestrieben fönte mon u fic] cd 
Gedruckt Schritten 1,212. 

üS. Dieser Nedauke ist iu der Rede aut Kunkel 
^Schriften 3, a », verwertet. — Faust erwähnt Lichtenberg 

Litteratardsnkiule 183. 14 



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210 Aimerkimgeii. [B 68-71 

Doch urifi ijchriften 3, 162. II, Ib; Baco aennt er 
Schriften 3, 71. 5, 195. 

9B. Die Qoette, der dieM ZiUt eiitw«B«B isl, liabe 
iek nidit aulfiiideii kSmen. Bas OrigiDal befand sich nach 
einer Basdbemerknff Ton Lichtenbergs Sohn in den Tiendger 
Jahren noch in lenieiB Beaita, ist aber jetst Bieht nithr 
▼orbandeii. 

70. Gediu(;kt Schriften 2, 162. — Mit «iieser Bemerkung 
beginnen die ^laterialien für die von Lichtenberg geplante 
Theorie des Tiiukens, die den Titel „Pinik'' erhalten sollte 
und llker die er «dbtt in der Vorrede m smeoi 1773 henie- 
gegebenen „PntriotiBcben Beitmff cor Metbyolog^e der 
Deutschen* (Schriflen 3, 70) berietet In den Zusammen- 
hang dieses Plans gehören femer 73. 154. 232. 259. 324. 
337. 342. 348, vielleicht anch 17d. 241. 25&; Tgl. ancb 
Schriften 3, 34. 13, Ö3. 

Nach 70 folgen zwei Exzerjite aris Lesöings La ukoon 
über körperliche Schönheit urui über die Abhängigkeit Vergils 
von Pisauder (vgl. Lessing, Sämtliche Schriften 9, 22. 34). 

71. Dieser Gedenke wurde spftter im Anfang des 
„Schreibens an einen Frennd** (NacUass S. 117) Terwendet; 
TgL ancb 171. 

72 P^.- uach Tie gestrichen (rmfpfinbungl 
T'f er ihr «ie.schichte de?» Wortes „Heimweh" hat jüngst 
Kluge m der Zeitschrift für deutsche Wortforschung 2, 234 
gebandelt: dem dort (S. 2Uj^ aus Lichtenbergs 1^ riefen 1, 150 
zitierteu Beleg ist der vorliegende etwaä ältere beizugesellen. 

73. 65,10 naeh $ora^ gestrichen nnb nach ^uftnein 
gestriehen bae fiub fie aUe n nach steint gestrichen über alle 
26 nach Stob gestrieben p $receffen se nach AmbasMdm 
gestrichen unb 

Zu Lichtenbergs Schätzung Sternes vgl. noch 82. 127. 
243. 264. 282. 316. 317. "'^^l, Anhang 8, Schriften 3, 11. 
11?. 11'^. '->19. 277. 278. 4, 108. 5, 1"). 2f)0. r>. 4.^7. 12, 2-i,S 
und Briete i, 24. öl-». 219. 224. 240. Aut eine Periode 

grosser und kritikloser Bewunderung folgt während der 
zweiten eugliächeu Keiäe ein Umschwung, bewirkt durch 
nachteilige Berichte Aber Sternes Charakter, der an einer 
Periode mit Kritik gemischter Anerkennung ttberleitet. — 
Zu dem Urteil ttber Gleim Tgl. noch 180, Schriften 3, 10. 



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AnmerknngeB. 



211 



4, 30'-^ und Naciilaas S. 140. — ,.am sjte divite'' stammt 
aus Horaz, Episteln 1, 15» 19; vgl. noch 154. 

74. 75. Gedruckt Schriften 1, 165. 9. 

70. Die zitierte Stelle betrifft den Kaiser Septimiufl 
Severas und findet fdch bei Herodian 2, 9, 2. 

77. r>8.i7 nach il^crmögen gestrichen \o inüibe ji nach 
%a(\Q gestrichen fo ^icmltrf) 67.3 bcftänbig ans ^eit feinet 
£ebcnv? : nach u gestrichen ein la nach erhabenes gestrichen 
unb 11) nach put gestrichen genug 21 ntebrigei; aus ttef[etj 
22 ^offt aus fiir(t)tet 

Oedmckt Schriften 1,3. — Die Stelle von der glttckliehen 
Liebe auf Idcbtenbergs sp&tere Fran Uargarete Kellner sn 
beziehen» wie Grisebach (Gesammelte Studien S. 40 Anm.) thnt, 
verbietet schon eine Erwägung der Chronologie: Margarete 
war damals 10 Jahre alt. Wir wissen nicht, welche beiden 
weiblichen Personen hier gemeint sind, werden aber kaum 
fehlirehen, wenn wir in der zweiten das 7^' so enthnsiastisch 
geleierte Mädchen wiedererkennen, das auch dort als 
^Schätzerin von Munterkeit und liebenswürdigem Leichtsinn" 
(68,u) bezeichnet ist; eine weitere Vermutung gebe ich 
Q&ten zn 166. — Zn dem Gedanken an den Tod vgl. oben 
sn A 117. 

78. 67,33 S?innn6etg durch Kringel unleserlich gemacht, 
ebenso 68.15 6ö,t nach mxb «festrichen offt n nach ^rufl 
gestrichen unb jetjn \d^im aus mar 

Den 8])äter hinzugefügten „Herrn S." halte ich für 
fini^nert und glaube, das» wir hier einen wirklichen Brief 
Lichtenbergs an seinen intimen Freund Ljungberg (vgl. über 
ihn oben sn A 117) vor nns baboDy znaammen mit 1^33 den 
einzigen erhaltenen Beet der Korreapondens. 

80. 69,7 bet ane {ebeö 

81. 69,9 ^Olam ans ^ö[nig] 

8'2. 69, if, nach fan gestrichen ba ntuf? 
Gedruckt Schriften 1, 269. — Sternes Buch ist auch 
oben S. 196 aufgeführt. 

.83. 69,27 nach 8ie gestricben bad 2$ nach sufanbte 
gestrichen nod) ntd)t erhalten b[aben] 39 nach {e^o gestrichen 
)utü(t nach ^abe gestrichen je^t so nach gestrieben att^ 

14* 



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212 



Anmerkmigeii. [b st-es 



Zu dleMDi Briefe gehOrt TieUeicht 87; ein „Vetter* 
wird «neh 136 erwiluit. — Nep«r (Napier) liette Reolien- 

. Stäbchen zur mechanischen AnsfÜhrnng von Multiplikationen 
nnd Diviiienen erfnoden, die er dann durch die Logarithmen- 
rechnnng ersetzte; Lichtenberg erwähnt sie noch 372, 
Schrüten 5, 319. 6, 459 nnd l^achlaae S. 17. 

85. Der Petersburger Physiker Georg Wilhelm Richmanu 
(vgl. fiber ilin Stieda Allgemeine denteeke Biographie 28, 
442)' kam am 6. Angnet 1753 bei Versnchen mm Beweis 
der Identität des Blitzes und des elektnschen Fenkens dnreh 
einen Blitzschlag seines filektrizitätszeigers ums Leben; 
TgL noch 87, Schriften 3, 220. 4, 14 nnd Kaohlass S. 241, 

S7. 70,j8 ettüQö üerfuc^e aus au clecftrifc^eii (Jyperimeuten 
madje iy nach gestrichen bei) meinem '^viej so nach 
ic^ gestrichen uei jud)cnj 3;^ j'agen aas jagen miS 

8S. 71,3 £f) — 4 bie ans ^aS t^un fie ja fonß ni^t 
fügt ic^, unb ftecfte mit ber 7 nach Baumen gestrichen meiner 
15 nach icf)nitt gestrichen v^^i^'f^)«"" 2i^orten ^jpeijte^ 3tücf 
Semper ego pp [aus ^lueijtei: unb Astupet ipsa sibi 

(baö elfte tjatte id) felbft ge^efftet) bind). 9lbcr, iagte ba^ Ätnb, 
tno finb benn bie aubern 5>öSgen. Tic anberen jagte ic^, unb 
fol) glaube id) inel 511 einfältig für eine iBcrglei^ung etne^ 
SRäbgend von 6 Sauren mit mir nu^, bie anbent, ^briftinc^en, 
onftoortete ic^ fc^on imb faft 311 fpat fttr eine offenl^er^ige 
Bepliqne, biefed finb nur bie §»«9 «ßaggen 21 nach onbent 
gestrichen batte iä^ toot ein |>^ofopl§ifcbeiS ^ud) binben laffen, 
baft ic^ ni^t gerne t?erftiimmeln nach ^uc^binber gestrichen 
t7or ein gerctffeS )7l)ilofop^i[f4edJ 22 ein ^^Uofo|)^if4ei^ 
aus ben ^^Inti dritifii^:? 

Lichtenberg spricht von dem zweiten Stück der 
-Bibliothek der elenden Skribenten-" ( v^l. oben zu if» auf 
seinem Titelblatt wie schon auf dem des ersten findet sich 
swischen dem Motto „Semper ego audüor tantum^ 
nutiquamne reponamf^ (ans Juvenals Satiren 1, 1; die 
erste Hälfte dieses Hexameters tragen anch die Stücke 1—7 
nnd 9—15 des ^ Antikritikns" als Motto) und den Worten 
„Zweites Stück" das Bild zweier Hasen mit Eselsohren, von 
denen der eine deiu andern einen das Hasengesicht mit Aus- 
nahme der Uhren ju ein menschliches verwandelnden Spiegel 
vorhält, mit der Überschritt „Asfupet ipsa sibi- nach (Jvids 
Metamorphosen 8, 41«). Das Stück enthält (S. 48) eine 
ausführliche Erklärung dieses Titelkupfers; seine Dedikation 
ist an Klots gerichtet Das sedujährige Mftdchen ist 
DieteridiB Tochter Christine. 



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B 89-98J AiunerkuBgen. 213 

Hf^. Mit dem „Herrn N.* dfirfte keine bestuninte 
Persönlichkeit gemeint sein. 

00. ^Wirrstroh" fehlt in Heynes Wörterbuch; Sa&ders 
führt es ohne literarischea Beleg auf. 

91* 72,1 nach bent gestrichen in 

Den Gegensati «wischen Nftehahmung und Naehbüdwig 
der Alten bespricht Herder in den „Fragmenten über die 
nenere deutsche Literatur^ (Simtliche Werke 1, 383). — 
Den Nachahmer Winckcimanns kann ich nicht identifizieren. 
— Die Naive tat der plattdeutschen Sprache wird auch 
Schriften 6, 2üH Anm. rühmend besprochen 

92. 72,20 aus 4)A)d)5uel)renbcr |)err 21 vor Sir gestrichen 
Ol^e [gestrichen bag] auSbrüc!ltd)6n ^efe^C bed ^ubltfumS an 
®te fc^teiben^ mtb o^ne bofi fic^ (benn !ennt mi^ 
nt^t einmal:] fonbem nur alleht and »al^rer 23 nach f^altt 
gestrichen äl^dne ^orfa^en )uaren allezeit qute e|rlt(6e Seute 
unb td5 tncift mein i^atcr mürbe fic^ freu[en] 27 nach i\i ge- 
strichen tcf) TTocf) immer qiit recfite t)aht fommen fi)iineit 
30 nach 3Ba^r^eit gestrichen jrt)vcibcn nach fud)c ge- 
strichen fage ^umeilen ein 2)ing ^me^mal nach ^umeikn 
gestrichen aud) 

Riedel gab Jena 1768 eine Schrift „Über da» Publikum, 
Briefe an einige Glieder desselben'' heraus; anf diese be- 
sieht sich der satirische Entwurf. — Zur Ostennesse 1767 
erschien das oben zu 46 aitierte ftsthetisehe Werk Riedels. 

93. 73,5 0ttt aus fein langfani e nach oUehie gestrichen 
benn 7 nach pp gestrichen &ott s nach Einenge gestrichen 

t(6 moftc 

Gedruckt Schriften 1, r> — Derselbe Choral Flemings 
wird mit seiner starken subjektiven Wirkung auf Lichten- 
berg auch Schriiteu 3, 283 erwähnt. — Die am Schluss 
erwähnten beiden Lieder kann ich nicht genauer nachweisen. 

95. 73,23 nnt»erwattbt ans unDttcmbcrt «os unDetmetdt 

96. Die Stelle findet sich in Apolejns' Metamorphosen 

9, 14. 

98. 74,6 totjcn ans i^roben ^to[f] 7 53c(iriffen aus 
Watorialien 20 ^)lvt aus 9}Jct§obe fid) 21 Denatnpti aua 
entuiietben nach ec gestrichen ^toax 22 ^tnifc^en aus mit 
fid} aus i^m 



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214 



Aumerkangen. 



(B 98 



Jonas Kunkel, Trddler und Antiquar in der Gothmar* 

Strasse in Göttingen, war im Dezember 1768 gestorben. 
Dass Lichtenberg an ihm nicht nur humoristisch- satirisches 
Interesse nahm, zeiijt die Bemerkung A n4, die noch bei 
seinen Lebzeiten aufgezeichnet wurde. Nach seiuem Tode 
wurde er für Lichtenberg lange Jahre hindurch eiue Art 
}:ii^ätaiIiijation8punkt für satirische Gedankenreihen und 
hnmoriatiiebe SiofftUe. Zwei Pläne schwebten ihm Tor, 
TOB denen nnr der eine mr AnsfQhning gekommen ist^ 
eine Gedächtnisrede auf den Verstorbenen und eine Lebens- 
beachreibnng. Die i,Bede dem ABdeaken des seligen Runkels 
gewidmet, in einer Versammlung von Studenten gehalten, 
worin vieles zur gelehrten Geschichte der letzten Monate 
gell irii^es vorkommt'*, niedergeschrieben im Frühjahr 1~H9, 
istuacii einer jetzt verlorenen Handschrift gedruckt Schritten 
3, 20.^) Das Leben Runkels, das im Stile der englischen 



^) Zu dieser Rede bemerke ich folgendes: über Tobias 
Hayer (S. 'iO) Vgl. Pütter, Versuch 1, 68, über Heilmann (S. 2ü) 
J, 37, ttber Oraii (S. 21) 1, 201. 2, 66, Uber Bntschany (S. 21) 
1, 204 ; Christian Friedrich Schmid (S. 21), Professor der 
Philosophie in Leipzig, dann in Wittenberg, veröffentlichte 
Leipsig 1766 „La phüosophie de Vhwtoire de feu Vabbi Botin 
critiquee**', über Wilke und Wichmann (S. '22) vgl. oben sa 
9 und 16; die Stelle über den Esel aus den Göttingischen 
gelehrten Anzeigen 1767 S. 784 (S. 24) findet sich schon im 
Kion^ 'AuK/.ih.taii B.nBgezogen (vü:1. auch A iii i : des Chemikers 
Johannes Kunkel von Löwenstern Frankfurt und Linz 1679 
erschienene „Ars vitraria experimeiitalis oder vollkommene 
Olasmaeherknnst*' (8. 25) wird ebenfalls im Ki^ 'Aftal&eiae 
einmal sitiert (ftber den Verfasser, den sweiten Entdecker 
des Phosphors (vgl. Schriften 4, 290), vgl. Ladenburg All- 
gemeine deutsche Biographie 17, H76); die S. 33 zitierte 
Stelle ans Butler findet sich im Hndibras 2, 1, 69; über 
den Plan einer ,,FiiJik" fS, ;M) vgl. oben zu 70; der Ver- 
gleich des Trinkens mit der Liebe (S. M) begegnet auch 7:i; 
die Bemerkung über Empedokles, Faust und Bacon (S. 35) 
stammt aus 6H; die Wendung „zwischen dem lihein und der 
Donau'' (S. 36) findet sich anch 32; das lateinische Zitat 
(8. 39) stammt ans Horas, Episteln 1, 1, 60; tiber den 
Stndenteumf „Schleifen lassen'' (S. 41) vgl. oben zu :-<6; die 
Stelle über Runkels Witz (S. 42) ist eine Umarbeitung von 
9» ; die „Briefe skurrilischen Inhalts" (S. 42), eine satirische 
Schrift Klotzens oder Riedels, erschienen 1769; über die 
„Bibliothek der elenden Skribenten'' TS. 42) vgl. oben zu 
45; Paoüs {ß, 43 j glanzvollste Zeil war seine Verteidigung 



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B 98- 101 J 



Anmerkuugeu. 



Bnmoristen gehalten werden sollte und an dem Lichtenberg 
die folgenden Jahre und noch im August 1771 schrieb 
(vgl. Nachlass S. ist nie voileudet worden; nur der 

fragmentarische AufaTijr einer Art Vorrede ist nach einer jetzt 
verioreueu Haadschrifi Schiiiten 3, Jö gedrucki worden.*) 
In den Bahmen dieser beiden Plftne gehören ferner 99. 
m 101. 1 10. 115. 118. 121. 131. laS. 140. 141. 142. 145. 
147. 151. 153. 188. 190. 191. 195. 197. 251. 402. 403. 404. 
411. 412. 413. 414: mit grösserer oder geringerer Sicher- 
heit wohl auch 104. 117. 120. 123. 155. 15G. 158. 161. 165. 
172. 186. 187. '.^17 ?39. 251. 257; es ist wahrscheinlich, das« 
auch bei mancher andern mit einfachem ,,er'* eingeführten 
humoristischen Bemerkung Kunkel vorschwebte und dass 
sie in seiner Charakteristik verwertet werden sollte. — 
Diese Betrachtung ist in der liede aut Xunkel (Schriften .i, 42) 
in Umarbettang verwertet worden. — Über die „Bibliotbek 
der elenden Skribenten" vgl. oben so 45. — Klotiene Fehde 
mit Burmann bespricht Hausen, Leben und Charakter Herm 
Klotzens S. 4 ; über die mit Wüke vgl oben sn 9. — Über 
den „Antikritikne** vgl. oben za. 16. 

90. 74,2, nach 9iebe gestrichen weift ed si f«ljti 

mÖ0te aus ludie 75,2 jeigte aus äcinen liefe 

Gedruckt Schriften 3, 18. — Über die Gedächtnisrede 
auf Kunkel vgl. oben zu 98. 

100. 7r)au nach (Ic gestrichen tönit is nach [e^en 
gestrichen uub 

Das Vaterunser als Zeitmass begegnet aucii 141. 264. 

101. 75,28 ks atäres manquent ans tnanquent toutes leg 
autres (die erste Lesart entspricht der des Originals) 

(iedrockt Schriften 3, 18. — Der Verfasser der „Oeuvres 
du philosophe bienfaiamV' (Paris 1765) ist der KSnig 
Stanislaus I. Leszcsjnski von Polen; die sitierte Stelle findet 
sich dort 4, 72. 



seiner korsischen Heimat gegen die Franzosen in den Jahren 
1768—69; über den „Antikritikns" (&43) vgl. oben zu 16. 

'1 Ein im Nachlass erhaltenes ungedrucktes Blatt teile 
ich unten zu 1 in mit. Zu dem gedruckten Fragment bemerke 
ich folgendes; die Bemerkung über den Sitz des point 
(Vhomieur (S. löj setzt 135 voraus; die Stelle vuu der „guten 
Haut • (^S. 16) verwertet 32; zu ,^kysice vom Adel** (S. 16) 
vgl. Nachlass S. 119. 



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216 



AnmerkaDgeo. £B 102-110 



102. 75,31 ber aus in bem 

Dieser (regensatz von Re^eiaterung imd Ent^eisterung^ 
ist Schriften 10 verwertet. — Leeiiwenhnek ist der 
berühmte Entdecker der Blntkörperchen, der Spermatozoen, 
der Infusionstierchen und der Spiralgefässe der Pflanzen; 
vgl. auch Briefe 2, 283. 

76,17 nach beffett gestrichen gon^em Siop\e iin[b} 

18 nach feigen gestrichen unb 

106. 76,19 nach Wttilm geatricben fo 

108. 76, 2S man aus wix 

Der Gedanke kehrt auch 249 wieder. 

109. 77,3 nach (iJlürfjecIiafeit gestrichen [uft ba» fiub^ 
tuQS eine c me aus ni^t nach unb gestrichen fo 

110. 77.9 nach id^ gestrichen neitlii^ 18 ntcftt ^inretd^t 
ans }U htr^ fällt is nach bie gestrichen matf^ematifd^e?] 

19 einer gan^ gemeinen gefunben Sunge aus einem Unterofficter, 

ober tioit cinoin ficfiinben fvtt^vmnnn, olfo 21 nach Sprad)rcfir§ 
gestrichen für einen fletncn itatiihiirm 2u einem öerftQubIid)eit 
aus ^-}5aii)er 27 anjugcben aus bejtinimcii 28 gute iJefer 
aus rfiriftlid)? 5)er|3en ho nuiB aus fan 78, 1 nach gestrichen 
qU tinc 5 \o iaug aus bieje» bie ^xabc aus ber 2urc^me|jer 
ber c ^mifd^en aus \)on 9 nach t^un gestrichen Leiter 

Wegen der inhaltlichen Anklinge im Eingang sei hier 
ein ungedracktes Blatt zur Vorrede des Lehens Kunkels ans 
dem Nachlass mitgeteilt, das sich vielleicht nnmittelbar an 
Schritten 3, 18 anschliessen sollte: 

Set) fiaBe c? Wühl ^inan^ig mal auf ber ^^icfe t^rr bcnt 
l^hcnber llior iicrfuc^t, wenn idö [gestrichen einen Cfirctel] mit 
einem Radius üou 60 f^iifen einen Givcfel um mic^ [gestrichen 
l^erum] nl^j ben ^3!)?tttelpuncft bejd^rcibe, )o fan mid) fein ^\\ii)d) 
ineljr Derflel}cn, ber aufjer biejem ^ircfei jieiji, ul) nuitj )ü laut 
fprec^en, al^ ic^ tmmeic fan unb wiH. ^em giöften $rin^en 
ber (^rbe [ans Don (Sutopaj, menn er fuft na4 ber Sangente 
Docbe^ ritte, getroute td^ mir jebe [ans bte betbfte] Oo^rl^dt in9 
®efi4t in fagen o^ne bafe ^ [aus biefed] für biefen $rin^ett 
im getmgften mel^r fet)n fotte, al» menn id) einmal, !)tntett 
in meinem 'J^ctic. beS iRoc^t^, gegen bie ^l^aiib ^^n gestrichen 
gefe^rtl/^ H^bact^t ^ätte. ^Ifo einmal \Ux allemal eine ^ebe 

^'i „When he is in his hed, It is^ face turtied to tJie wall 
in a ^rivy Council with himsel/" Naciilass S. 141. 



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B 110] 



Anmerkimgeiu 



baxaaü machen, biefed gteng nid^t an [aas baju f^aht tc^ 
{eine fiunge]; id^ !an fd^on bev ^nufrtpreffe nt(^t me^ etile 
beeren, too anbete oefünbete fieute noc^ mit il^er fiunge (am 
ber ^t^iie] ouAtDmmen, {gestrichen id) bebtene midi if)rer] aber 
fte fet) mir au(^ nur, goit^ befc()etben, [gestrichen ol<S] ein 
©prac^ro^r [au8 eincd 6pra4to!^r§i unb nijt fgestrichen ai^] 
ein Jnftrument [aus eiiie^ Snftrumenteöj nirtueSc '^Üliicgcniunrt 
meiner in meinem 'aus unferem beulirf)en] ^aterlanb beiptvcfen, 
biefe^ i[t bie Urfaie luaruni id) biefc* 5öercfflen ^abe brucfen 
lofl'en. [gestrichen '^luc^ i]t fonjt feine Sitelteit ba^inter.] (Sine 
^efriebigung irgenb einer eiteln ^egierbe ift nic^t ba^inter. 
SDenjenigen Xvieb, ber mit einem gemiffen onbent ftc^ [gestrichen 
au(^ gemeiniglich] in ben Reiten bed erften 16artd regen pflegt 
l^abe \di ^toax fe^r früh bei) mir t)erfpürt, id^ meine ben trieft 
©üdjcr .^engen, Igestrichen tdh ^abe i^m aber allcjeit wibcr* 
ftanben] aber nllc.^cit bemfelben mit einer [aus fo(fcf)er)] Stanb= 
f)afftigteit luibcifianben, bie id) Mb meinem ^^lut nnb tjalh ber 
fleißigen Sefung non ^i)ilippi'^ D(\1rti)icr (^c)diicf)tc*) ^^nfc^veiben 
mufj. [gestrichen '^Iber nun tan id) mid) faum mel)r tjolten, 
nun finb eö ^clju gan^^er ^üt)vc ba id) ein ©ebidjt in ^efornetern 
in ber @4nle f^tieB, unb ha9 i^ bamaU fflt eben fo \6i'6n ^ie(t» 
M bie Aeffiobe, bie i4 mir 5um SRufter genommen hotte, 
o^nexa^tet mein (S^ebidhi nur bic ^efchreibung eined jHt(^en« 
garteniJ »or, boS olfo mit ber SOJeffiabe fid) gor in feine 5Bft* 
gleid)iing ;\ief)en liefj. ^äre nnfer Sonaö Ä^uncfel nicht geftorben 
ober bie ??ad)UU'It nid)t fo über feinen (Srebit fieriicfatlen, fo hätte 
ich t)iIIoid)t, luie bie i!cutc reben pflegen, meine ^Nnnnfernfdiafft 
mit inö C^)inb genommen.] ''^liabann nad)bcm bei' .'pnbeitvbnrger 
giiebe unferm i>aieilanb bie 9iu^e wieber gcid)encft t)atte, nnb 
nun in ben Q^emüthern bie Siebe ftch gebntcft ju fehcn luieber 
anfmochte, bie $ofien noch fieipsig unb ^^roncffurt mtdber ficheter 
[gestrichen mürben] nnb bie Setleger mieber [gestriehen in 
beff ere;' .^a^Ibarev unirben, fur^ [gestrichen mmo 17G3] in biefem 
grtühling füt bie beutfche 53itteratur, mo fo oiele ^inge feimten, 
bie je^o grofe unb ftnrcf finb. ba feimten aurf) nnf meinem 3rf)rei6 
^iult allerlei) l^ebancfen, ^4>(ane ja (intiDÜvfen nnb ^^3rojerfte ^u 
^4^roiccften, aber id) habe fie nie önfgefteHt [aus nicht aufbringen 
fönnen , fie finb afle oeiborrt. Si^enn feine 3"f|iiilition geiuefen 
wäre, fagte (i^eruanteö, bann hättet il)i crft meinen 3)on Cuiyote 
fchn foUen. n mir jemanb bie ^rocefe [aus peinliche 
®etidhtd] S^ofÜeu a»e5QhIen motte ~~ bann, ^od)juehrenbet $err, 
motte idi einrnot eine ©at^te f^teiben. ©(^lei^l^anbel mit bet 
SSalhv^eit su tteiben, baju ift meine 6titne ju offen unb 



1] Vgl. 128. 200 und Schriften 2, 205. 3, 8. 8a 
Vgl. oben su 19. 



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218 



Anmerknngen. [g iio-i» 



bentfct — Hber [m itnb] ift benit Me fBa^r^eit ContrelMnde? 
fbt^it Uv Gimmel m benffen @te (in! i gestrichen oui» 
nt4i§ nichts toirb, uitb bag 2 mal 2 4 ift !an man je|t auf 
me^r ald 40 Stötten Don ^)eutf(^Ianb ttbexoQ um ein billiget 
ä V« Lonisd'or öffentlich unb privatim bemonftrirt mit unb o^ne 
'^^t'rfucf)c l)a6cn.l a^a«6^ wir ücrfte^en einanbcr nfcfit, ic^ 

meine ber 3nf3 au^ nid)iö lüirb nid)tS prarfti)d) fiir biejed 
ober jene» individuam, Statt, öof ober Sanb be^anbelt, ba# 
2 mal 2 t>p in bietem ober jenem ^a\l für bn§ 6et^ beatbeiiet, 
baiauf Ijafjten '^Jibgabeu, mein ^ai, bie uucrieglid) finb, fo lang 
man fie mit bec ^ibbe ettteS t}rei)gebo^rnett lOi^enfc^en 
fagen mill. [gestridieD Sott bre^ '^ogen im fftattufcn^t Don 
einer fie^mfilligen (Sriitnetustg mu6 bor Serfaffer in fft^ler«! 

?(uqenBfi(fen mieber abrechnen 3 pro Cent für bie Itc^e 

üanbe§ JHctitcrnnt^, ipcntgftens 5 für ben .^Grrn uon .... weil 
er ane§ iv!i, 1" proneTit für ba? donnftorinm ober "Sannftrafif-- 
fteuci, bann nod) \üt bie Dicastena l^ionuer-^ilbgaben jufammen 
8 pro Cent, ^m @nbe bleibt bem ^^crfaffer ein faltet un= 
fdinmcf Raffte« ^inci, ein Capnt mortnum v>on einer Satnre übrig, 
büi: fein ^Iccnjd) mei)r aur !)cuiei und beulen tan, bei nur 
über 200 X^aler ^efoibung bot, nnb maS tft ba$ für eine 
©atl^re, bie [gestrichen nur unter] fc^on ba auf^()tt, menn 
alle 92arren in ber ®elt nur eine "SRaäit üon 200 X^Iern l^ätten; 
bie rechte foltenoc^ um 800 [aus 8000] i^aler l)ö^er anfangen*).] 
5S)ort mögen fie (ieqen in meinem ^$ult, libri anici auf meine 
2eben^'3^'iti ^i"^ mögen fie in ifner natürficfjen Okftalt 

erfrti einen, luenn ii)r i^erfaffer ba ift, luü iörob unb ctnia-5 ba^u 
iaua barüber] nidjt me^r gefpeifet wirb, unb roo ^-Bai)le üor bem 
5!"rieu2) efimaf« fo fid)er ftnnb, baf^ biefcr allen 9)iutt) uerlot)reu 
l)aben füU jciuüi^ä etiüaö luibet jcneii unternehmen. 3)ati idi 
gier einem träncflic^en @rebit eined greunbed einen ^Umofen 
jumerfe, mit einigen Seigren für ben .... 
— Den Ursprung des lateinischen Zitats kann ich nicht 
nachweisen. 

Dies Bild braucht Lichtenberg auch sonst gern; 
vgl. z. B. 124. m and Briefe 2, 178. 

IIS. 78,15 baö aus ein 
. 

Vgl. 132. 183. 
^) Bayles Hauptgegner auf protestantischer Seite in 
den nach der Aufhebung des Edikts von Nantes entstandenen 
Streitigkeiten, der auch seine Anklage als Gottesleugner 
▼eranlasste, infolge deren jener seines philosophischen Lehr- 
amts entsetzt wurde. 



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B 114-184] Anmerkmigen. 



114. William Faucitt stadierte i7G7— 70 in Göttingen; 
vgl. aaoh Briefe 1, 14. 15. 

115. 78,82 naeh l^diriifef gestrichen unb bie 24 a(fi> bet 
Bender aus nidix gut nach wenn gestrichen 14 25 itt ans auf 

27 nach ^^ünbet ^restriclien tnrtualitrr pfammflt gebunben 
2» mocalijc^e ^öetcac^tungen aus (^^amdtei; 

117. 79,2 nach ^JÜlann gestrichen an bec 

118. 79,6 bie ans manche 7 üecfte^en aus [pr[ec^en] 
10 SubBtawUva am nm^naj 21 tneig aiu toüfte 24 nach 
Srau geetridien fage it^ fe(bft gefügt |aben bie eine grceuitbMafft 
eber ift erzeigt ^aben 

Die deutsche Obersetzung von Osbecks „Heise nach 
Ostindien und China-' war Rostock 17fi > erschienen; unter 
einer Reihe vou Exzerpten daraus im Ki^as 'Auakd'eias 
ündet sich auch diese ötelle. 

119. 79,33 gudt aus ^eigt ftc^ 

Gednickt Schriften 1, 166. — Daaeelbe Bfld findet rieh 
Schriften 3, 8 verwertet. 

120. öO,i-4 Ve7itilator aiia ^Mcrf) ir, ber iaxm' Soibot 
aus ben langen ^olbalcn 10 nach bei etwas gestrichen. 

1*21. 80,18 nach fie gestrichen [td) 20 nach pfQd^uIogifc^en 
geetridien bet)fammen 21 nach 92a|e gestrichen otö 29 nach 
allemal gestrichen bie ©[ättigung] 30 ift ans mar 81, 1 i^or^ec 
ans Dot bem 

Zur Hälfte gedruckt Schriften 1, 126. — Sallust im 

Leben Catilinas 15 sagt nur ganz kurz „Citus 7})orln, modo 
tardus iticessus'' ■ Die physiognomische Verwertung dieses 
Zu^es dürfte schon in der verloreneu Abhandlung über den 
Charakter Catilinas bei Sallust aus dem Jahre 1766 vor- 
gekommen aeiu^ vgl. darüber Nachlass 8. 3 und oben zu A 4. 

122. 81,14 nach entmebev gestrichen fielet man i» naeh 
ein gestrichen beft [?] 

123. 81,2^ nach ieinc ^gestrichen ^-öegterbeu 30 gebogen 
ans jurücfgel)aUcii 82,2 edialtcn aus j:;e[iiu')nnenl 

Über die (xenesis der ersten Liebe und ihre Wirkungen 
handele Liuliteuberg auch Schriften 3, 8. 

124. 82,11 naeh tnourut gestrichen anzutreffen ift aas 
flettt 15 nach ftidftt gestrichen balb 19 9Ba]^|etten ans Sebten 



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220 



AnmerlniiigBii. (b i9i-im 



aus ^icg[eln] 23 nach trat gestrichen be})ei ofö bu felbft 
25 ^ate^Ü^ntttd ans @ejaiigbu(^ 

Die beiden oft sitierten Stellen ans CSorneille finden 
eicli Horace 3, 6 und Cinna 5, 3; rar enten vgl. Waniek» 
Gottsched und die deutsche Literatur seiner Zeit S. 140. 
— Rambach gab Breslau 1769 ein „Katechetisches Handbuch 
zur Erleichterung des Unterrichts der Kinder in den Land- 
schulen'' heraus, daa Lichtenberg auch Briefe 1, 232 erwähnt, 

125. 80. ar. nach t)ahm gestrieheu untei Ö3,4 nach gc^t 

gestriclieu ^uiüdjieljt ' 

127. 83,16 nach ei^e gestrichen ig naeh dem enten 

Ziczac gestrichen befannt mochte 19 am Seliluss fo ol^ngefel^r 
mit einer im Zickzack gehenden ScMaTigeniinie. 

Über die Zieksackmanier vgl. Trietram Shandy 6, 40. 

12s 83,-'<> nach )v\xh geötriclien rtf^bnnn 
Vgl. die etwas modifizierte Verwertung dieser Be- 
merkiine^ oben S. 217. — Die ersten drei Gesängre des ^Messias** 
eröcliienea 1748, Liciiteubeigs Geburt üei ins Jahr 1742; 
das führt auf die Jalire 1754 nnd 1756. — Über die Bei- 
wörter ale Ssthetiaehe Fordemng vgl Waniek, Gottsched 
nnd die deutsche Literatur seiner Zeit S/142. 

130. 84,5 nach 8eite gestneben menn s naeh fce^ 
gestrichen |es[ttm] 

Uli. Gemeint ist wohl Otto von Münchhausen, der 
Verfasser des Hausvaters (vgl. oben zu A JIO); vgl. noch 
Briefe 1, Jl. 22. 47. 50. 51. 59. 71 und Leise witz in der 
Allgemeinen deutsehen Biographie 23, 7. 

132. 84,26 bad (SonppoTium ans ben ©uperitttenbentot 

29 Den aus 5U 

VgL oben S. 218. 

133. 85,1 obpv aus ^cuie s nach ober gestrichen in 
utctttem ilopf i» nach aud) gestrichen webcr niemals aus 
iemald itodi aus ober 12 nach bod gestrichen gan^e 

Vgl. oben S. 218. 

184. 85,25 nach ^emerder gestrichen ben tilttfUi^en 
Derselbe Gedanke kehrt 266. 316 wieder. — Zu 

«Bemerker** (86,25) vgl. Grimm, Deutsches WOrterbnch 

1, 1460. 



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fi 186.148J Anmerkmigaii. 221 

135. 86,4 nach bel^ gettrielieii einem 
Vom Sitz des point d*honneur spriobt lichtenbeiff auch 
Schriften 3, 15. i), 50. 10, 27. 

130. Öö,8 ^eine aus i^ine 

137. 86,2ö erfennt aus finbet 

138. 86,29 meiere aus bie so brauchen ans foujen 
„Dongkftinier«* (87,0 '«^Ut in Grimms ond Heynes 

Wdrterbttchern. 

139. „HanareBt*" (87,4) fehlt in Grimms und Heynes 
Wörterbüchern. 

140. 87,1;^ ivax aus i\t 

141. h7,oi nacii gnmier gestncheü unb nach i^m 
gestrichen ab 8Ö,i um bic aus tu bei 1-2 nach loax etwas 
gestrichen. 

Gedruckt Schriften 1, 269. — «mathematisch* als 
Terminns Knnkeb wird Schriften 3, 39 besprochen. 

142. 88,23 nach fie gestrichen ftd) 28 boc^ aus wcntgften^ 
brüEicv über bruntet mo, aus auf bcr Seite 31 üon einem 

abjdieui idu!! Umjang aas fo abfc^eulic^ gi^oB sa nach oUetn 
gestricheu bad 

Zu „helles lettres'' und „Beruf vgl. die Eede auf 
Kuiikel Sciiiifteu V>, 3U. 43. 

145. 89,19 fte ans bie leitete meiter ald ans über 
ti bie (Seele M ans bet feelige 22 blieb ans fte^en 23 an^ 
gelaufen maren aus anlief 

„Not one looks backivardf onward still he goeSy yet never 
looka forward further than his nose"" sagt Pope im Essay 
on man 223, 

14«. 89,27 Sin 5)eutf(t)ei ans 4)(Srt23idpnaini aber aus nffo 
Das zitierte eng-lische Buch kann ich nicht näher uach- 
weisen. — Über Wichmanus ..Autikritikua" vgl. oben zu 16. 

147. 90,3 nach meiere gestrichen allzeit e nimt ans 
machen 10 etnen (allic^eii ans ben l^ä[6n(tften] 

14S Georcf Christoph Silberschlai?, ein Bruder des be- 
kannten Berliner Theologen, gab Berlin 1768 MAosgesuchte 



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222 



KloHterbergisthe Versuche in den \^'is3enschaften der Natnr- 
lehre und Mathematik" (besprochen am ^. Juni in den 
Güttingiscben gelehrten Anzei^i^en 1769 S. 620) heraus; ein 
aadre« Werk tob ilini wird Schriften 5, 124 erwihnt. — 
Ib der ABmerkoBg werdeB die ergötslichen CrassOeiaeheB 
MiBSTerstSadBine dentscher Namen satirisiert. 

149. 90,30 in — si Serftanb aus abudoe 

150. Vgl. 180 und die BezeichauDg „the ionian girl^ 
im Nachlass S. 141« 

151. 91fi7 nach bie gestrichen toenn 

Nach 15T folget: Barrhfs. '^^adhan^: Kommerzienrat 
Backhaus war ein Kleiderstoff häQti 1er in CTöttiugeu am Markt 
Cygl. Nachlass S. 118, Briefe 1, 13 und Meiners, Knrze Ge- 
schichte und Beschreibung der Stadt Göttingen 6. 193). 

152. 91,20 nach 1765 gestrichen i(4 vM n biefe Seit 

ans bieje^ 

Über Lichtenbergs Erlebnisse in dem ernannte!! Zeit- 
raiiiTi l^t nichts bekannt; man darf annehmen, dass ein 
laebesroman mit im Spiele war (vgl. 77 und die Anmerkung). 

153. 91,24 (£^aratfier ans Qiiq 2s n)eld)e ans bie so ba: 
burc^ ans luobnrdi 9?,6 nach nö^tettn gestrichen atö tute htt^ 
mengen Zt^itten, tvo bie Eeete für jeben 91ffecft einen Befonbern 
ßo|9f)»n^ f^at, tttib bag Vergelte, aile de pigeon, crepe unb 
a la rose is nach t6m gestrichen fo i4 nach leicht ge« 
strichen ^dtte 

Das lateinische Zitat kann ich nicht nachweisen. 

154. !>?.2r> bet Wenfd) aus auf tnelcber bei iirofte Ibeil 
her 'iDttiijdjcii öie ^q^u 21 Kineö iicbciu^ aus feiner 2ebcn^ 
Untftfinbe in to>eld|rc ans 100 24 er ans man 28 ober ans 
ou[^] 31 nach Puffere gestrichen anfiaffenb 33 nach bem ge- 
strichen ber 

„8pe8 dwes'* ist ohen an 78 nachgewiesen. 

!.■».*> Der ancb 317 wiederkehrende Gedanke ist 
Schritten .i, y verwertet. — ])iis i^anz Wielaiidisch klintrende 
Zitat kann ich auch mit Bernhard Seufferts liiUe wörtlich 
nicht nat Ii weisen und es scheint frei zitiert zu sein: am 
nächsten stehen Stellen wie Idris 3, 14 und Agathon 2, 4. 5. 
— Ober .^Jahrtansend^S das Wieland zuerst im Agathon 
hranchte (das Zitat steht bei Heyne, Deutsches Wörter- 



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B 156-166J AnmerkangeD. 



223 



buch 2, 24Ö), vgl. iliuur und Sauer, Studieu zur üuetlie- 
phüologie S. 210. 

157. „kakochymiaeh'* gebraucht aaeh Wieland, Werke 
31, 28 Hempel. 

15S. „So wie der Oenusa nuser selbst und das wahre 
Veri?nügen in der Rube des Geistes und des Korpers zu 
erlangen ist" beisst es bei Winckeliimün, Abbaudlung von 
der Fähigkeit der Kiüpiindun<^^ des Schönen in der Kunst 
und dem Unterricht in derselben S. 13. 

159. 93,13 nach umlä^eln gestrichen !5nnen 

100. Der Scblnsegedanke ist Schriften 6, 34. 91 weiter 
anageführt worden. 

161. Nach dem Veuusdurchgang vom 8. Jani 17Ü9 
folgte erst wieder einer am 9. Dezember 1674. 

162. Apsidenlinie beisst die V' erbindongslinie der beiden 
ftneeereten Punkte einer elliptischen Planeten- oder Kometen- 
hahn; sie fSllt mit der grossen Achse der Ellipse ansammen. 

16S. 93,2i nach bag gestrichen in btefe 

164. 94,3 naeli aiirf^ gestricheu j'^b'-rnfan^??] 

Die Stelle findet sich bei Wiiickt Imauii. Abhandlung 
von der Fähitrkeit der Empfindung des Schonen in der Kunst 
und dem ünteinchL m derselben 8. 25. — Die von Lichten- 
berg gemeinte Statne in Herrenhansen ist die Eolossalstatne 
der KnrfQrstin Sophie von Hannover, der Mutter Georgs I. 
von England. 

165. Der damals berühmte Kupferstecher Wille wird 
auch liachlass S. 77 genannt. 

100. 94,1- am Anfang vide eine ?(nmerrfung p 7 1 
[= 176] 24 nu^j aus an)|t'i 95. lo C^ünfiUngc aus fiieb[liiii]cj 
27 Sät aus Zic 28 jungen 3iu^crö aus jür junge 3m^er 
her aus fux 

Zum „Lexidion für junge Studenten*^ gehören ferner 
169. 175. 176. J80. - Zu „Krone" vgl. oben au 51. — 
„Laudesvater** belegt Kluge, Deutsche Studentensprache 

S. 1f"^4. — r.O ^^f^^i pradcritos re/erat si Jupiter annos^ 
heisst es bei Vergil, Aeneis üOO. — Lorchen und Justine 



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224 



Amnerknngeii, 



fB 166-m 



«md oiFenbar die Namen sweier von Lichtenberg verehrter 
Mftdehen; nnr Hochzeit der letzteren, der „umian girl*, 
die sicher auch HO gemeint ist, echrieh er 1771 mehrere 
Gedichte (vgl. Nachlas» 8. 141). 

107. 96,2 ^at man aus ift 

Die Regenwetter des Frülgahrs 1769 sind auch im 
Nacblass S. Ii? erwähnt. 

168. 96,7 maäitn ans üotfteQett 

lO^V 9^,1 icfieint aus fdiriücn ''otl 

Cranz ei'zälilt in seiner Historie von Grönland S. 231, 
dass die doi Ligen Bewoliuer ihre Streitigkeiten durch das 
gegenseitige Absingen satirischer Gedichte auf einander 
ausfecbteu, wobei der Zuhörerkreis zu eutscheiden hat, wer 
sich für besiegt halten mnss; ans Cranaens auch Schriften 
4t 161 erw&hntem Buche finden sich im Kimig ^Aftald'Bint 
einige Ansctlge, darunter die vorliegende Stelle. Ebendaher 
entnahm sp&ter Jean Paul die Anregung an dem Titel 
seines Erstlingswerks, der „Grönländischen Proaesse"; ygL 
Werke 40, HO Hempel. 

171. 9ü,:i7 mein aus bcr 97,6 ^ier aus nur s nach 
fc^on gestrichen S)Qfür ja^Ifl 3)u in aDem fo {£^öu [aus Co fc^ön!)] 
SBiec t:^o(er t)tec unb ^mcn^ug 6)ro{rf)en lo bort aus l^tet Dom 
ans bed ih jur @^ur rote aus fo xo\z baö 20 ®ie ans (Sd 
2ftTor ^edan(}t gestrichen Unb 29 tiach Ilnb gestrichen ma% er 

Von diesem Gedicht, das sich l?i fortsetzt, ist eine 
erweiterte ümarbeitTiug gedruckt im Nachlass 8. 117, auf 
die hier verwiesen sei; vgl. ferner oben zu 49. — Zur 
ersten Zeile vgl. 71. — .Vaterstädtchen" (96.'>!)) fehlt in 
Grimms und Heynes Wörterbüchern. — Die 5 —8. Zeile 
zitiert Lichtenberg tseibit am G. Mai 1784 Ameiuug gegen- 
über (Briefe v, 125) mit der Einftthrung ,,Haa hat hier ein 

altes Gedicht auf die Stadt, darin heisst sie — Über 

die Göttinger Würste vgl. Meyer im Euphorion 8, 706; über 
die breiten Steine oben zu 49. — Fütter, Versuch 1, 313 
giebt vier Thaler als Immatrikulationsgebühren an. — Der 
Leipziger Professor Crusius auch 311) veröffentlichte 

Leipzig 1747 seinen ,.Weg zur Gewisaheit und Zuverlässig- 
keit der men?»chlichen Krkenntnis". — Über Picander (üenrici) 
und Menautes (Hunold; vgl. Goedekes Grundriss- 3, 352. 335. 

172. 97,83 nach xoa^ gestrichen bem 

Bossiegel war Buchh&ndler in Göttingen; vgl. Briefe 
1, 312. 315. 817. 357. 360. — „Schmahlens Laden" hiess nach 



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B 172-lSOJ 



Anmerkuugen. 



225 



dem früheren Besitzer das Dieterichscbe Haus, in dem 
Lichteuberg wohnte; vgl. Meiners, Kurze (ieschichte und 
Beschreibung der Stadt Göttingeu S. 133. 

17;i. 97,39 fleifftcu aus )(^i)u)ieu 98,4 nach öUBÖ^tt 

festrichen 2)en ^äbgen giebt er lauter )Ben^ [aus Um jebeS 
^äbgen mirb ein Sett(] £em [gestrichen ormcn] Sefer ntc^tö 
<i(g falten [ans iro<f(nen)} Nonsense t ruft man ottft ans 

Unb boc^ fragt SeHm ift ift getoi^ aus nit^t 

Jacobis parodistisches Gedicht ,,Di6 Nachtgedanken" 

erschien Halber^^tfidt 1769; vgl. darüber Martirj. TTnofedrnckte 
Briefe von imd au Jacobi S. 7 und RaHsohoff. [ ber Jacobis 
Jugendwerke S. 31. — Zu der Bemerkuiii: über Witten- 
berer vgl. III. — Die 5. und i\ Zeile zitiert Lichtenberg 
6cliriiteu 2, 206 mit etwas abweichendem Aufaug. 

174. Mit „Herrn B." kann wohl hier wie 186 Variante. 
394. 396 nur Boie gemeint sein, mit dem Lichtenberg etwa 
1771 näher bekannt wurde und blieb, bis der physiognomische 
Streit beide für immer trennte. 

175. 98,16 bad Uebel ans ber S^l^Ier 28 nftch allen ge* 
strichen 30 feine Sefrtebignng fn<iit ans heftest .m nach 
ftt^t gestrichen biefe ^Inn^i^erung aus ^nmerdung 32 finniid^ 

aus im 'i^leuffern f{d)tbar nach ^.^erc^nilgen gestrichen em= 
pfinbet i^v ^9,5 nach bev gestrichen geneigtefteu nach beÄ 
gestrichen S3acc^u§ 6 bei" aus üon 

Über „Kostbarlichkeit^* (98,27) vgl. Grimm, Deutsches 
Wörterbuch 5, 1861. 

17(i. 99,ö am Kaude ad 68 [— 166) 9 bie aus i^re 
10 nach geljabt gestrichen Ratten 

„Imminuerent frontes Umhis** findet sich bei Amobins 
in der angefahrten Schrift 2,41 ; die Stelle ist bei Winckel- 
mann am angegebenen Orte der Anmerkungen Über die 
ii^eschichte der Eanst des Altertums zitiert. 

180. 99,26 nach jemat)!^ gestrichen Ihijcre 29 Epoque 

Itus 3eit 100,10 Icidjt aus be^[nal}e] n Win)n\ aus ®[ra^ien] 
15 oUen aus beu meiften ^ nach bie gestrichen Men[ner| 
22 nach ^uudt gestrichen perfice te 27 2)tefer aus Hin foldier 
29 nach ijieigung gestrichen al^; 1 (\c(\cn aus für 101,g bie 
aus uiclcfie 7 aus feine 3eelc Aiiiuft aus ^JDiiibinfeit <» nach 
bcv gestrichen )id} n nach ^it beigen etwas gestrichen 
l>or ans für 

Litteraturdenkr?ule 123. 15 



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Anmerkungen. [b iso^ieo 



^.Sottvies champetres^^ ist der Titel einer Satire Liscows- 
gegen Philippi (Sammlaug S. 423). — Zu den „Fnuentimner^ 
predigten'* Tgl. oben sa A 76. 

181. 101,16 finb aus ift "Ueäiiü^ aus ein ^et^fel 

182. Gemeint lat der eiste Band der Abteilung ,yGemmae" 
des Musmm ßormtinum; die betreffende Nummer seigt eine 
auf dem Stier reitende Europa. Dieselbe Gemme bat Liebten« 
berg wobl Schriften 9, 37 im Auge, wo er dem Jnpiterskopfe- 
„Majestät und Ernst mit Umständen gepaart, die mit beiden 
▼üUig unvereinbar scbeinen" zuscbreibt. 

IS.'I, 101,23 nach ninn ö^estricheii nf^or 

Das Zitat folgt dem Texte des Erasmus, wo allerdinga 
,,minimui)r' für das vielleicht nur verschriebene ,,nunnmim\ 
ätehtj heute liest mau nach den Handschriften im Ludus 
de morte Claudii 9« 2 nur: ^filini, inquit, magna res erat 
deim ßeri; jam, fama, mimum /«cmH**. 

184. 101,28 nach fönte gestrieben man niefgen] 

„Tres enitn ernnt mulierculaei st quid vdlent conari^ 
infirmissirfiae, sciliret contra nns^ quibus, nihil alwd^ 
virilis sexua easet*^ heisst es in Feti'ons iSatyricon 19, 4. 

185. 101,ai nach naiiivlid^e gestrichen ^etl)obe 

186. 102,11 nacb ^nber gestrieben ober u er [e(bft au» 
ber ^(Srr SB. [vgl. oben so 174] 

Diebertthmte Passionsmusik „DerTod Jesu", komponiert 
▼OD Graun nach einer Dichtung Bamlers, erschien zuerst 1760. 
— Der zitierte Choral ist von Albinos. — »»DOrrsocht'^ 
begegnet auch Schriften 4, 235. 

187. Dieser Gedauke iiehrt 200 uud Schriften 2, 205 
wieder. 

180. i02,2s bie (Statne mag ans ed mag bie 

190. 102,32 no4 unb Überhaupt, wo 103,i nacb 
$ofe gestrichen nt(f)t nacb er gestrichen anberd 2 S^lüffel« 

lücfier ftiis.SlTiLipflörficv ]r- rtcfeficr. ans iiffaiint n nachJRogcntropfcn 
gestrichen unb ba> luav cv fd)iüauuuen gan^ aubere (£t mar 
u jeiite Vlb)td)t ans feinen ^^ll>brurf 

Das Bild der Cassiopeja von der 27. Tafel in Doppel- 
ma^ra Atlas coelestis (vgl. noch Schriften 9, 60 Anm.), das. 



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Annerinnkgen. 



227 



aneh 413 als Portmit Knokela erwibBt wird, gobe ich hier 




101. 103,29 eitii^ev aus emed 104,ii bin ans ^a6e 22 am 
Schluss vide p. 81 [= 195] 

Die Fortsptzimc!: dieser Instruktion bilden 190 und 
— Über Heamana vgl. oben zu 16. 

19'2. lU i,io nach fdimecft gestrichen ba§ nach fcfittier 
gestrichen üUj 105,5 l)ici aus cijüic^ i i nach uui> gestrichen 
laben 

Lichtenberg hat wohl Wasers Hambnrg nnd Leipzig 
1765 erschienene prosaische Verdeutschung von Butlers 
Hudibras (ygl. Goedekes Grundrisse 4, 213) im Auge. 

193. i 05,14 nach i^u etwas gestrichen le bec aus ein 

1«4. Gedruckt Schriften 2, 109. — Zu dem Bilde vgl, 
Schriften 4, 62. 9, 175. 

105. 105,22 am Rande p. 79 191] 106,^« nach 
Cßireitomaikia gestrichen Gesneri 12 nach X^eologif^e ge* 
strichen ^ttc^er 

Gesners „Chre^omatkia graeca^ erschien Jena 173 J. 

190. 106,14 su0lei(6 aus ^alb 

15* 



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228 



Anmirkinigeii. [b i97-*200 



197. Über Ptttter vgl. Pttttar, Versoch 1, 142. 2, 124; 
Uber Bdlimer l, 187. 2, 122; über Meister I, 147. 2, 37; 
über Ayrer 1, i:v2. 2, 35; über Selchow l, 152 2, 73. — 

Von den nichtoföttiügischftn .Tnri^^ten ist Grotius bekannt; 
Gmpen behandelt Frensdorff Allgemeine deutsche Biographie 
10, 60, Heiaeccius Stintzing ebenda 1 1 , o6 1 ; über Estor 
Tgl. Ersch und Gruber, Allgemeine Enzyklopädie 1, 37, 302. ~ 
Der Homerkopf fmdet sich auf den f iteiu der Bände von 
Kicolius Allgemeiner deutscher BiblioUiek. 

109. n Yorik traveati" begegnet anch Nachläse S. 241. 
— Einen „FirgUe travesti" Hess Scarron Paris 1648— 52 
erscheinen. — Der auch im Ki^m 'AuaVhiag erwähnte 
Mannheimer Konsistorialrat Schwarz (vgl. über ihn Goedekes 
GruntirisH^ 4, 7'»^ veröffentlichte Regensburg 1743 — 5 t eine 
mit einer Vorrede (Tottschuds versehene Übersetzung von 
Vergils Aeneis, „ein Hiiuptstichblatt der schweizerischen 
Angriffe auf die Gottschedache Schule ' (Dauzel, Guttäched 
nnd seine Zeit S. Md)^ eine nene Auflage davon war 1761 
erschienen. 

200. 107,27 nach ®e(c^rfamfeit gestrichen tu diom 32 nach 
biefe gestrichen ^^[egtevbeu] 1I)8,l nach reben gestrichen auc^ 
über !üiiiien ans fontc 12 bcr ©tabt aus 5ioni ]■>, nach 
cublid) gestrichen untev u nach ^rfiulen gestrichen .jtt 
2u ^oni! aus Oiieftalt 22 nach gestrichen jäne 23 nach 
man gestrichen jnnifcilcn?] 21 beiinuai aus eben bo^ ober 
aus unö 25 au«5e()itii aus uufullen 32 nach \o etwa^ gestrichen 
84 fic^] man 35 nach ^offt gestrichen bad 37 e9 ans 
nach bog gestrichen cd hm ^ebrau^ bte p^eitt Seelenfräffte 
il^m eine Sit non linder ^anb tt^ntben Seelen ^iiffte fo 
10!), I iSkmüt^e ans C^^e[[?] & nach gestrichen 30 bid 
9 @tnfid)t aus ^enntnig 11 nach (tieftet gestrichen unb 
flttbirtc 

Eine Umarbeitung dieses Entwurfs ist das Fragment 
,.Beitriii,^e zur Geschichte des . . . (Schriften 2, 203), dessen 
liandüchriit verloren ist;^) vgl, auch Schriften 3, Ü. 7. — 



0 Zu diesem Fragment bemerke ich folgendes: zur 
Kurbelmethude von Lugado (so ist statt „Lagoda" zu lesen) 
(S. 205) vgl. oben S. löl Anm. 1; zu der Stelle vom 
Gedächtnis (S. 205) vgl. 260; zn „halbköpfig'' (S. 205) 
vgl. 187; die S. 206 sitierten Verse stammen ans dem 
„Schreiben an einen Freund'' (Nachlass S. 120; vgl. auch 
173); die Yameos (8. 206; vgl. auch Schriften 4, 228) sind 
ein sttdamerikanisches Volk, dessen Schilderung durch 



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B 200-211] 



Anmerkungen. 



229 



Der Spanier Mendoza, der Verfasser des bekannten Schelmen- 
romans ^Lazarillo voti Tornief?", war eine Zeitlang Gesandter 
in LissLiboD. Woher Lichtenberg die auch im AVo^^-,- ' AfiaXd'eias 
ohue Quellenangabe notierte Anekdote entnahm, habe ich 
nicht ermitteln können; in Diezes Übersetzung von Velaz- 
qnes' Geschichte der spaniscben Dichtkmut findet sie sich 
nicht. — Zorn folgenden Sats ygl. 187. — Über den ,»Trieb 
Bttcher zu zeugen" vgl. oben S. 217 Anm. 1. ^ Zn dem Sati 
Ton der linken Hand vgl. 1. 

202. 109,20 Rien^ Monsieur aus 92i(^t£ 

203. 109,21 2^cutfdjer aus Sron^oB 

205. 100,29 nach %tdt gestrichen bte mit Me si nach 

IJier gestrichen ^cJ) münzte, Sreunbc 

Über Lichtenbergs Beschäftigung mit dem Selbstmord, 

die nach seiner eig"enen Angabe im Angust J769 und den 
folgenden IMonaten besonders intensiv war, Tgl. 25S. 333 und 
oben zn A 117. 

206. 110,13 nach mir gestrichen gicid^ ii nach e^e 
gestrichen td^ 

208. 110,21 ber nemli(^en aus ein» 25 nach (Sin^;»fiiibung 
gestrichen irenrtpftenö] nach nad) gestrichen memgftenl^ 
^temiic^en ^u^fii^Iag aus S)i:itt^etl meinet 

200. Welches Glied der gräfliclien Familie Kettler. die 
damals Kurland beiitäiiöchte, hier gemeint ist, Yeruia*^' icli 
nicht anzugeben. 

210. 110,31 nach bem gestrichen $rorec!t[or] 32 ^ielt 
ans fptadi 111,3 nach i^m gestrichen ju fein[em?er?l 

Gedruckt Schriften 2, Ifi?. — ^ir Francis Glerke. 
Anefnnt JTGO in Göttingen als Student ininuitiikuliert, war 
nächst Irby (vgl. oben S. 194 Anm. I) Lichtenbergs intimster 
Freund unter den studierenden Engländern; vgl. Briefe 1, 
75. 94. 194. 195. 199. 220. 249. 275. 368. - Über den 
Theologen FVrtsch, der auch Briefe 1, 63 genannt wird, 
vgl. Pfitter, Yersnch 1, 124. 2, 72. 

211. 111,6 aaecle^ ans am 

Lacondamine auch im Ä7/«<- 'AfiuXd-eiag erwähnt ist; die 
Wendung „oz/tniiun contrd omnes* (S. 20b) begegnet noch 
Schriften 3, 67 und ISachlass S. 22. 38. 



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230 Anmerkimgeii. [b ais*» 

212. lll.u Diel ans einen l^alben Zfjaln 

213. llJ,i6 jtii|»fetfte4er ans SlaHer 

215. 111,22 i^r ®elb aus tl^nen fein ®clb geben 

Das lateiniaehe Zitat stammt aus Ovid, Bemedia 
amoris 91« 

216. 111,25 nach bie gestrichen me^r 26 (inbercv aus 
ber aubereu 28 unb aus fo fan man 2d [inb ^cd^jel aus 
^ifignatiottett nemteti naeh matt gettrichen offt 

217. 112,2 gen)tffen ans beftänbigen 8 meggeblieben ans 
milBgeblieben 11 nach ben gestriolieii atmeit . 

218. .,ffe had .... upon my soul as tmder a skin too, 
XL'he7i ever I touch Baskervilles MütoUf I shall think of thee, 
dcaresf star** heisat es äbülich im Nachlass S. 146. — Uber 
den Buchdrucker Baskeiville in ßirmiiigliam, desaeu Miltou 
ntent 1758 erschieu, \gL IHctumary of natimäl biography 
3» 361; Lichtenberg erwfthnt ihn noch Briefe J, 201. 
m 234. 

218. 220. Qednickt Schriften 2, 63. 

221. 112,2« erft aus balh bet) aus 29 nach ^4^iin,5cn 
gestrichen genügen luuibc nach cnMic^ gestrichen ber Cicisbeo 

helj aus gebrau djt aus gebogen 

Über diesen Hellwig habe ich nichts weiter ermitteln 
ktanen. 

m 

222. Piurodie des Titels der bekannten Zeitschrift der 
Qottschedianer y,Boli>8tigiingen des Verstandes nnd Wities'*. 

■ • 

223. Uber den gestorbeiieu Göttinger Arzt und 
Privatdozenteu Grau vgl. Pütter 1, 201. 2, Ööj Lichtenberg 
ironisiert ihn auch Schriften 3, 21. 

225. Der Anfang des bertthmten Hamletmonologs (3, 1) 
Wird auch Schriften 4, 266. 323 seherahaft Terdreht. 

228. Il3,ji mit Sorgfalt ans rnc^t fibetaC 
Gedruckt Schriften 2, 135. 

229. 113,26 in ans ein paar 2s nach ^mueiien ge* 
strichen unb 



X 



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e S80-S88J Anmerkitiigeii. 



280. Isaak tod Colom Dadoa (vgl. Ober ihn Pfttter, 
Yennch 1» 193. 2, 190) war Professor des Französischen in 
Göttingen. Lichtenberg erwähnt ihn noch 235 und Briefe 

1, 3^ .iOf). 2, 4^). ;S23; über seine Zugehörierkeit zur dentschen 
Gesellschaft vgl. Otto, Die deatscUe Gesellschaft in Göttingeii 

233. Gedruckt Schriften 2, 104. — Über den Mathe- 
matiker und Astronomen Tobias Mayer, der vorzüglich darch 
«eine Mondkarte bekannt wurde und dessen Schriften Lichten* 
berg später heransgab, vgl. Pfitter^Vennch j, 68. LichtenbeiK 
erwähnt ihn noch Schriften 3, 20. 4, 192. 193. 233. 299 und 
Briefe 1, 173. iU. 177. 178. 186. 205. 210. 232. 

234. Gemeint ist Friedrich Wilhelms Ii. Braut Frie- 
derike Luise von Hessen-Darmstadt, ihre Durchreise durch 
Göttinijeii und der Durchgang der Venus wurden durch 
Epigramme Kästners und Gotters im Musenalmanach für 
177U S. 12 Neudruck in Parallele gestellt. 

235. 114,29 ein — Encyclopedique ans eine (Snc9cIo)>äbte 
Uber Colom vgl. obea zn 280; er gab Gotting en 1755 

TiLe ginie, la polite»8et Veaprit et la dtlicatease de la langue 
frnvraise^ heraus. — Der Mathematiker und Astronom 
Lowitz (vgl. Pütter, Versuch 1. lOo) war von 1755— (jo 
Professor in Güttingen; es wird wohl auf sein „Second 
(Troisieme) avertissement 8ur les yrands gb^bes terrestrcs et 
celeftfefi (ou la societe cosmographique rend anupte au public 
du retardctnent de cet ouvrage/"*, erschieueu Nürnberg 1749 und 
1?:)4, angespielt. — Über den Staatsrechtslehrer Achenwall 
Tgl. Ptttter, Versuch 1, 149. 2, 37; seine .Staatsklogheit 
nach iliren Grundsfttsen'* erschien zuerst Göttingen 17G1. 
- Weber las über philosophische und mathematische 
Disziplinen; ve:l. über ihn Pütter, Versuch 1, 172. *J, 52.— 
Der Physiker Hollmann (vgl. über ihn Pütter, Versuch 1, lti5. 

2, 49) ist wahrscheinlich auch J^T iremeint; vgl. noch 
Briefe 1, 239. 248. 2, lb8. ™- „Der Greis-' war der Titel 
einer von Patzke Magdeburg 17fi2— 159 herausgegebeueü 
Wochenschrift; vgl. Kawerau, Kulturbilder aus dem Zeitalter 
4er Anfklämng l, 40. — f^Monumenti anüdn inediH** gab 
Winckelmann Rom 1767 heraus. 

236. 115yK über überflüffig gestrichen \^on 

238. 115,11 nach T^nlofop^ie gestrichen 
Gedruckt Schriften 1, 105. 



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232 



Anmerkungen. 



[Ii :i4u-2ö;i 



240. Auf welche Ai.cKdote von dem Maler Lebrun sich 
dieser Satz bezieht} habe ich nicht ermitteln können. 

245. 110,7 nodj einmal aus luieber 

247. Das Testament setzt sich 249 fort. 

248. 116,18 ^eg ans tel^iigt 

249. 117,16 nicgt mitnehmen aus ta kffen 32 nach 
S9avonteter5 gestrichen au§ 33 nach mt^x gestri chen ^enn 

mtc^ lieb ^atteft luo 118,6 Sat)ri^eun aus iuid)ttge ^oot 
9 nach !!!?t o-estrichen (SS ifl leid)t luenbcn afeer befto 

fclilniinu'i IUI unv i,* imclnMO gestrichen inovqrn am linnde 
der i>eite die Z' iehuuui? einer Milbe mit dem Zusatz a miU 
Zum zweiteu Satz vgl. 108. 

•i.iO. 118,17 nach glaubt gestrichen lein 27 nach u6er= 
^eugcn gestrichen beut nach bem gestrichen baS £tc^i bec 
äSevnuiifft ans aOe Raffte bev @eele ft4 si einec t&nbelnbeit 
ans für eine tänbelnbe S4 ^erf^mel^enben aus aufgelöfften] 
nach ^emunfft gestrichen unb 119,5 nach bie gestrichen 
40 gut auf ^^etrad)tung fid) grünbet old 6 vicfetiger au^ feiitev 
8 nach luivb gestrichen babiud) unter einem aus in 0 cr= 
ftidt aus ausarten nach erfticft gestrichen bic isiiebe luirb mx\ 
einigen o^ue biefen üort^erc^cnaiuincn 5j?inter Xauid) unb eine 
[aus einen! c^etpiffe ,^ärilid]c Etiquette . vgl. Schriften 9] 

Zum iiiiugaug vgl. Schriften X JU. — Jacobis Gedicht ..An 
die Gräfin von das anch Schriften 3, 11 erwähnt wird, 

trägt das Datum „Halberstadt, den 12. Oktober 1769« und 
«rachien nicht lange darauf mit diesem Datam auf dem 
Titel; sur Sache vgL Martin, Ungedruckte Briefe von und 
an .Tacobi S. 8. 24 und Scherer Zeitschrift für deutsches 
Altertum 20, 336. — Man beachte den Vergleich Wielauds 
mit einem Merkur drei Jahre vor dem Erscheinen von 
Wielands Zeitschrift. 

251. Das Leben Kunkels sollte also einen Index von 
der Art erhalten, wie ihn Liscow seiner ersten Schrift gegen 
Sivers beigab (vgl. Sammlung 8. 32) und wie ihn die 
^Bibliothek der elenden Skribenten*' nachgeahmt hatte (vgl. 
oben nu 45). 

2&8. 120,18 gehörigen aus fleiiten 19 nach mfltbe ge- 
strichen ^tt 



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s 85S-2d9) AniDerkaiigeii* 



23a 



Qedrnckt Schriften 1, 5. — Im allgemeinen ygh die 
inhaltlich ähnliche Anseinandersetzung im Tagehuch vom 
Jnli I7T1 yaclihs? S. 141). — Über Ljnne^ber^ nnd Esswein 
vgl. oben zu Ä 117 un<] — Karl Philipp Ludwig Eymea 
war ein Darmstädter Schulkamerad Lichtenbergs, der im 
Herbst 176o als Htudent nach Göttiugen kam: Lichtenberg 
charakterisiert ihn eingehend Nachlass 8. \V2. — Sechs 
Söhne eines Eamraerrats Wächter besnchteu zu Lichtenbergs. 
Zeit das Dannstädter Gymnasium; waleher hier gemcJnt 
ist, weiss ich nicht; Tgl. Uber sie Briefe 2, 242. 243. 

255 Wer mit „H^rru V:' gemeint ist, habe ich nicht 
ermitteln können; ygl. auch oben an 62. 

206. 120,32 barf ans !an 33 nach bringen gestrichen 

257. Sokrate?i erzählt die Geschichte in Xenophons 
Symposion 1, 4, 27, aber von Kritobulos selbst, nicht von 
einer Schwester desselben; er sagt: y^lyot tStma^ vno d'ii^iov- 

Twoi Se^ryaiyog tov ra mfiov TtXstov ij Tiitrte ^fU^s SSa^av 
Mal ii' TiJ xec^iq iSoTifo y.riafiu ri iSoxoi i^ iyetr.'''' Mit dem- 
selben Irrtnm wird die Anekdote anch Schriflen 5, 30d 
erwähnt. 

258. 121,10 iie ans r§ is nach luir etwas gestrichen 
Gedruckt Schritten I, b3. — Zum Selbstmord vgl. 

oben zu 205. 

250. 121,28 $affat« ans tegelmöfige 33 fein — 34 treibt 
ans Me lleinen faffattoinbe tü^en 122,4 nach oline gestriehen 
bad 8 btefen ans jenen 10 nach ^HUionen gestrichen ^enfc^en 
bin 12 nach a(d gestrichen mic^ 11 übet' bte aus üon ber 

17 feinem aus beni 20 burrfi aus übc[v] 22 nach (^eftlbe 
gestrichen niiffblitfieit] r nach 33eiiicnnnn gestrichen fein 
S2 nach i^cttjeilt gestrirlieu in ein leincii'C^ jlelere^ ^eben 

(■remeint sind wohi Lacailles Paris 1757 erschienene 
,,Ä8tronomiae fundamenta l — Die Stelle von den Passat- 
winden ist Schriften 3, 5 verwertet.*; — Das englische Zitat 



*) Hier sei angeschlossen, was ich zu deu nach einer 
jetat yerlorenen Handschrift Schriften 3, 5 gedruckten 
„Dienbaren . Betrachtungen ffir jnnge Gelehrte in Deutsch- 
land, hauptsächlich auf Universitäten*', die in den Desember 
17G9 gehören, zu benierkea habe: zu den Eingangssätcen 
(S. 5) vgl. 259; die „Paradoxen Wünsche" (S. 6) kann ich 
nicht nachweisen; zum Anfang des Absatzes S. 6 vgl* 22 ^ 



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234 



Anmerkungen. ib m-iu 



Stammt aus Hamlets Mouolog 3, 1. — Zu der Bezeichuuug 
,,Flanet'* für ein weibliches Wesen vgl. die ähnliche „Komet** 
in den Tagebnchanfieicbnnngen Ton J771 im Naeblau S. 140. 
144. 145. 146. 147. 149. 259. — Die Stelle Über Wielft&d 
ist Schriften 3, 9 verwertet. — Zn der Wendnnii; von KOrnern 
nnd Gefilden vgl. anch Naebiass S. 24. 40. 

260. 123,1 55et) unfrem fntft.^eilinciT aus Iltifor früfi-^cTtiac^ 
2 fjäiipncn a^iB {jäufige^ 4 nach für g:e8trichen WcDact)iiiiß 
r, uacli füt)ten gestrichen ba ift offi uu[?] ä anjangen aas 
neu 9 niicf) aus fei bft felbft aus auc^. 

Gedruckt LScliriften i, 64. — Die Stelle vom Gedächtnis 
ist Schrillen 2, UOb verwertet. 

264. 123,18 nach ^oricf^ gestrichen in her f&ttt 20 ®tem« 
njortfn ans £)bfe[toatonen] 

Oednickt Hchrilten 1, 271. 

265. 123,33 nach dem zweiten nt^td gestrichen im Selbe 

20(1. 124,9 nach jcbcni gestrichen 9}?enfcf)cn m nach 
nid)t gestrichen in einer aU9oni[einen) 17 nach [mb gestrichen 
unb 21 bic(e ans biejeö nach mau gestrichen für 125,1 ieiciji 
aus fdimcr 5 %ax aus luiebcr 

Gedruckt Schriften 2 23. — Zu der Stelle vom 
natürlichen und kUnatlichen Menschen vgl. auch 31ö. 

267. V^bfio nach geföQt gestrichen gefatte n nach 
<l$efellfd)afft gestrichen ift etioad billiger aU bk giufe ade ans 
oUed 12 nach ^httel gestrieben um m ua.ch bem gestrichen 
<Beban<fen nach Qkbandta^ gestrichen f prmirt 17 fein Ülßoment 



aar Geschichte der Barbarei (S. 6) vgl. 200 nnd die An- 
merknug; an der Stelle von den Löchern (S. 8) Tgl. 119; 
SU der Bemerkung üher den Trieb Bttcher zu schreiben (S. 8) 
Tgl. oben S 217; zu der Stelle von der £tiquette nnd dem 

Wörtertausch (8. M v^r]. 250 Lesarten; S. 9 verwechselt 
Lichtenberg, der den Ausdruck ,,Schwiiid^^ncht der \'eruunft** 
auch Schritten 4, 315 braucht, wohl llotniaQüswaldau mit 
Giinther, dessen Stelle über die „Schwuidaucht <im Verstände*' 
bei Grimm, Deutsches Wörterbuch U, 26öl zitiert ist; zum 
Genuss seines eigenen gelbst (S. 9) vgl. 155 und die 
Anmerkung; an Begeistemng nnd Entgeisternng (S. iOj 
▼gl 102; die Lorensodosen (S. 11) erw&bnt Lichtenberg 
«vch Schriften 10, 163 nnd Briefe I, 210« 



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B 267-889] Anmerkiiiigeii. 235 

aus bad ^^omeiU be^ (^ebandeutf m nach bcbauuen geätiiclieu 
tdnne 

268. 125,27 nach mai geBtriehen mi^ 126,$ nach ^xud 
gestrichen \t[^x] 

269. 126,6 toifien aas fagen 

273. 12C,ui nach lÜafien^^ e^estricheu aiuunü[mmenl 
Shaftesbary erwähnt Lichtenberg soiiät nur Schriften 

6, 2;:. 

274. Oedrnekt Naehlass S. 121. 

275. Daaeelbe Büd kehrt 2d3 wieder 

Nach 275 folgt der gestrichene Anfang einer Be- 
merkung; Man tan Don einigen i&äj^en be^ (£aEte[iui^ nic^t 
jagen .... 

277. 127,& nach iimbii gestrichen glauben 

278. 127,9 nach fmliata gestrichen mu 

Die sitierte Stelle steht in Aristoteles' Poetik 24, 9. 

'J7». 1:^7,11 Unterrid)t geben aus unternMiicn it nach ha^ 
gestrichen §[til ?>i ftubieren aus lernen um aus bie Hunft 
Sü(^er nach fie gestrichen lernen jolten bie Sinnet '^11 nn'h'en 
128,1 nach ®ebnncfe lyrestrichen iLelbfi] 6 nach jicl) gestrichen 
fo »enifl flefunbefte aus befie t einen moralifchen ChyLus aus 
ein niüiali]"d)ti: ^lut beieiteu aus bearbeiten aus ijcrauvbnngen 
fan ans tönte 

Über den berftchtigten Bftnber Mandrin handelt ans- 
ftlhrlich nach Mitteilungen Saners Wyplel in seinem Programm 
„Die Geschichte des Käubers Lonis Mandrin als Qnelle 
snr Ahnfran" (Wien ii)UU). 

*2S0. 128,12 nach lutr aestrichen Dermittelft cifu-r ";l''tiicti5 
ntai'd) 1 1 nach uiorben gestrichen ift biefe^ 10 wirb aus iveiöen 
19 nach aniMihiaen gestrichen fi5nncn 

„anpiuckeu" (.128,13) iehlt m Grimms und Heenes 
Wörterbüchern. 

2S2. 129,11 afletn ans fonbem 23 baran ans babe^ 
„77ic cmtinuation of fhe sentime^ital joumet/*^ erschien 
London 17b9, ein Jahr nach dem Erscheinen von Sternes 



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A]iin«rkiiiig6ii. 



Werk; Verfasser dieser der Zeit nach ersten der vielen 
Fortsetsnngen war Hall-SteTanson. 

284. Gedruckt Naehlass S. 121. — Über „Schnurre" = 
„Sicherheitssoldat'', das Lichtenberg auch Briefe 1, 28. 3t 
braucht, ys^I. Giiimn. Deutsches Wörterbuch I4t4 und 
Kluge, Deutsche Studenteusprache S. l2o: einen älteren 
Bele^ bringt Kleemana Zeitschrift für deutsche Wort- 
forschung 1, 48. 

285. 130,2 ^öt^e ans Q(ö|en le nach toiberlegcn ge- 
strichen ^enn fte boc^ nur btefeS unterlieBen 19 nach ivoburc^ 

gestrichen fociar 20 forten aus urtT)eiIcn nach ^nrfiarcl) 
gestrichen \mb ba§ ipotten bcr (iJcmütlö^-'^* ftc^t aus fic^t, 
IDO es!' 34 nach sStoIt^ gestrichen äunml nach in gestrichen 
fetitcr 8elb[ftüher3eiiqiinq] 35 nach glauben gestrichen baS 
i^ccl)dltni6 131, nach biefe§ gestrichen ifam 9 nach bie ge- 
strichen jungen nach ^X^eologen gestrichen 8ie bauen i^re 
29 lutb toirb ans ober ift 

Gedruckt Nachlass S. 200. — Diese BetmclitiiDiir voA 
292 sind Vorstudien zn Lichtenbergs ins Jahr 1770 fallender 
Satire gegen das Gutachten der Göttinger theologischen 
Fakultät betreifend Ooezes Kampf siegen die üusittlichkeit 
des Theaters, die ich im Nachlass .8. 1^. soweit sie sich 
erhalten hat, abgedruckt habe.M I ber die Veranlassung 
dazu und den Verlauf der Angelegenheit habe ich ebeudort 
S. lOü eingehend gehandelt, worauf ich hier verweisen kann. 
~ Pastor Adams, eine Fi^r ans Fieldings Roman Josepb 
Andrews, wird auch Schriften 4, 213 und Nachlass S. 25 
erwähnt. — Liscows erste Satire gegen Sivers (Sammlnnf^ 
S. 1 ) ist gegen dessen Exegese der Passionsgeschichte ge* 
richtet 'vgl. im allgemeinen Litzmann, Christian Lndwie: 
Liscow S. .36): Lichtenberg nennt irrtümlich die OüeU" 
bamng Johannis. 

286. loJ,35 vor 5ic gestrichen Tiit nach jebtv ge- 
strichen einen 

287. 132,3 über aus roe[gen] 

Gedruckt Nachlass S. 121. — In Robert Boyles W^rk 
„Tentamina quaedam physiologica^* findet sich & 40 ein 

^1 Zu meinen Aiiuierkuiigen habe ich nur einen kleinen 
[Nachtrag zu geben; die S. 44 erwähnte „Erfreuliche Nachricht 
von einem evangelisch -lutherischen autodafs'^ ist, worauf 
mich noch der verewigte Badolf Hajm anfinerksam gemacht 
bat, von Ahbt (Vermischte Werke o, 1). 



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8 887-901] Anmerknngen. 237 

„Tentamen aUerum de eo^^erimentist qiMe non sueeedunt^, 
Lichtenberg erwähnt Boyle noch Schriften 5, 298. 304. — 
Mit den Sternchen dürfte der alte Physiker Hollmann gemeint 
«etn; ygi. äber ihn oben m 235. 

288. Gedruckt Nachlass S. 122* — Über Ijimgberg 
Tgl. oben zu A 117. 

290. Gedruckt Schriften 1, 39. 

292. 132,22 am Anfang i>. Iii. §. 3 [« 285] 26 nach 
toaS gestrichen lie^t 'u ein ans 6eQ einem 133,? nach (£rnft 
gestrichen (meine ^32eugievbe ^at mic^ iiod) nie foüiel auf einmal 
gcfoftei:) 25 nach Vd^i gestrichen unb id^ bin überzeugt 
26 nach |o gestrichen muß er beben rfen ba^ "inn • nach 
träre gestrichen bajolb)'! 134,2 nach Ücutc gestrichen )uiö 
4 nach ober gebtrichen jal]"d)e H)eologi)c^e aus pbtloi'op^ijc^c 
20 nl^ i^ie aus luie 21» nach ^ufaljien fi^estrichen möchte 

Gedruckt Nachlass S. 202. — Der erwähnte Komet ist 
der grosse, vom 8. Angiut bis 1. Dezember 1769 sichtbare, 
dessen anch Goethe in den Mitschnldigen (Der jnnge C^oethe 
1, 201) gedenkt. 

203. 134,..i nach fiirf^ gestrichen fie I)atten ein '-Bec^ältni^ 
gegen eiuanber n^ugefä^c wie ^reunbfc^afft uub ^tebe 

294. 135,5 3" — Ii^n ö^ii'l^^'" jo öicl 6 Unb — 
SBege^n aus Unb fo niel .siiafft [ic be^^c^n! 

Gedruckt Nachlass 6. 122. — Vgl. die Kritik dieses 

Epigramms 325. 

295. Diese Bemerkung ist nicht klar; ist das Bichsfeld 
IVegen seiner Zugehörigkeit zu dem katholischen Mainz 
genannt? In dem satirischen Gedicht Schriften 101 werden 
„Eichsfelds dieux de poche"" erwähnt. 

290. Gedruckt Nachlass 204. 

297. Gedruckt Schriften 2, 78. 

298. 135,is vor 80 gestrichen ungefunbe ^etminfft 
19 übevaE ans be^ aflei; Ü^elegen^ett 

299. Gedruckt Schriften 2, 151. 

301. 135,27 ein aus bie ao finben ans ^ie^en 



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288 Anmerkaitgei). [B m-m 

S02. 136,8 gefunbett ans Befofmmeti] 

30H. 136,6 nach bencfen gestrichen 3>cn(fcn ift 7 niAh 
iinb gestrichen biefeS 

304. 805. Gedruckt Schriften 2, 44. 6. 

«iOO. 136,27 nach gut geätricheu an 137,3 nach 
neue gestrichen 6et[ten] 

Gednickt Nachlass S. 198. 

807. Den Ursprung dieses Zitats kann ich nicht an* 

f eben; ans Lanrembergs oder Easpar Abels Gedichten, an 
ie man zunächst denkt, ist es nicht entnommen. 

308. 137i6 zu Mo\ii die Anmerkung; Gentsis (iapitd . . • 

:iOÜ. J 37,11« nach ^e)eu gestrichen iiaiuueu 20 nach 
^ann gestrichen aber 

Gedruckt Nachlass 8. 204« — Der Ausdruck „gesalbtes 
Wesen** kehrt Schriften 3, 103 und Nachlass S. 47 wieder. 

310 Die Stelle findet sich in der angefahrten Schrift 
GIceros 1, 6. 

311. Über Crusius Tgl. oben zu 171. 

313. 137,29 ©ebancfen aus bende« 

314. )3S,& nach $(berfl(auben gestrichen unb (S^emc^n^eit 
nach regierte gestrichen UebrtgeniS maren hie ©egenben bed 

Senbed 7 gegen aus fü[r] 15 nach ^efeUMofft gestrichen 

]^att[el fdjiuart^e aus fdiiuar^e^ 

Gedruckt Nachlass S. 15. — Weitere Bruchstücke zu 
dem geplanten Roman „Christoph Seng:" sind 315 und die 
Nachlass S. H>. rredvuckteii drei Anfzeiohniingen; ich 
habe dort S. I00 ausiührlich Uber diesen dem Sommer 1770 
angehörenden Entwurf gehandelt. M — Zur Erwähuuug des 
Schneebergers vgl. Nachlass S. 11. Mir scheint diese Parallele 
jetzt doch (vgl. ebenda S. 188) ein zu weites Anseinander- 
rficken der beiden Pläne in chronologischer Hinsicht 

^) Über den ersten, Nachlass S. 11 abgedruckten 
Erztiilungsentwurf vermag ich nichts neues beizubringen; 
nur sei wegen des Oberförsters auf Schriften 3, :^0.5 und 
Briefe 1, 11 verwiesen. 



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B S14-SI7] 



Anneikuigei. 



bedeoklicb m naebea. — D«& Amdrnek „schwane Stund«* 
belegt GriniD, Denteebes WOrterbudi 9, 23 IC inerst an» 
SehiQers B&ttbein. 

315. 138,24 nach luiU gestrichen buräi nach 
er gestrichen ihren J? ^gattion nach L'kbijabei; gestricheu 
unter 31 nach ireniacn gestrichen aliu-flivtien 

Gedruckt NaLhlasri S. lö. — Gemeint ist die P»yche 
auB Wielands Agatbon. 

316. 138^4 naeh tc^ gestrichen in bcn 3tunben gefcbrieben» 
in meieren man ßenteiniglidj pbilofopbüc^e ^^üdier nid)t i^u 
fdireibcn uflegt, flan^^ [an^ gri^ftcn tbcil:^ ' ! ümft aus 
geiüijbniiit - ftätte aus ^abe nach ^tidn gestrichen ^nelnnbfen] 
10 irttl aus iDÜrbe w önbcrt aus ucr^cinbertl is uach iUobe 
gestrichen unb i; nach fijnte gestrichen JfJ) i^iU nl^bonn 
bujibeit gegen ein^ üeiiuenen, id) Ibje ha^ 9iälMei ouf 19 e^ 
ans einsial 20 ans 3ebo d)] nach SRenfdjen gestrichen 
je^o 21 naeb 9iec(t gestrichen baj^u l^ämeit machen, ol$ 
8eefal^xenbe 9(fttoitoinen [ans b!e ^ftroncnien auf 34iffen| 
24 nach .^ufammengcnommen gestrichen 3o fafnen tuir babin 
iiTib Millionen fcglen ben böc^ften 3}?a|ien blinbling* nart) 
07 nach grestricheu nur fo ?>i brüber aus mehr ,4 bieier 
nütürlid]c IW'ufdi aii^< er 14^.; nach cf^? gestrichen luie 
6 9iicfc aus ^Kiifo ;^ uach bei gestrichen eui^uiulj jm 3itunnoncu 
aus .SUänten nach ttjun gestrichen fie ift ba^ memento 
mori biefe aus biefen ae. nach er gestrichen luadjft lila nach 
einführen gestrichen ober 2 feiner ans fein tlKenfd) ans fein 
SnbiDibnum 4 nach fet^n gestrichen tfhe] s nach (Smpftnbnng 
gestrichen einer le uid^t aus uerborben 

Die Verrede habe ich Nachlass S. 15 irrtümlich anf 
den. .Plan des ,,rhristoph Seng;" (vc:l. oben zu 814' bezog-en. 
— T'ber ia« Piio:li^f"he Zitat vgl. oben zu 31. — Lichtenbergs 
Urteil über bwedeuborg erhellt aus Schriften 5, 7-1. Die 
hier erwähnte Bemerkung ist schon im AVo«.- \\irr(L%mi 
aus seiner „Doctrina novae Hierosolymae' exzerpiert. 

317. 141,26 in bie feintge ober einee anbem ans bie bet 
meiuinin äl^nlic^ feigen muB 27 mitten in bem ^enujj [einer 
aus in feinen 28 nach er gestrichen offt nach augenblicflicö 
gestrichen [eine r^i meine tnnntft nid)t ans luolle b''-iuegcn 
nidit jagen ?.:-\ bn? ift ans ich meine nach tpclditji gestrichen 
eö 142,.-. bei aus einer nach fid) gestriclien in ^ in meldier 
aus geqen meld)e u nach bunt gestrichen nvnne n baben 
aus finb if, nach ocit gestrichen üon nacii utu gestrichen 
ner [ (c^ ebene J 

Gedruckt Nachlass S. lt)3. 



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240 Anmerkaugen. [b si8-8S8 

« 

SIS. 142»2a naeh paaxm gestrichen fönitett 

319. 142,32 lüclcfie aus wefc^eS 

^rit . . . ist jcdeufalls Jastiae gemeint; vgl. über 
sie obeu zu lüG. 

320. Ressegaire war ein französischer Sprachlehrer in 
Göttingen i vgl. Pütter, Versuch 1, 30ö. 

322. Lichtenberg denkt wohl an die von Plutarch im 
Leben SoIoiib 20 berielitete» allerdings auf Athen und nieht 
auf Sparta gehende Bestimmnng: «to kxaarov fir^vog 

ivn^X&vuv navTto^ t/J ^nixlrj^wj tov hißotna^^ Tgl. anch 

"die genanere Ansfflhrnng in Plntarehs AmaUnvm 23. 

323. Gemeint ist wohl der Göttinger Repetent und 
spätere Giessener Professor '1er Theoloq-ie Johann Christoph 
Friedrich Schulz i vgl. über ihn Pütter, Versuch 2, 92. 

324. 143,9 nach audj gestnchea ofjt 

325. 1 I.M3 imch (^piavamm: 116 [= 294j lö nach 
ijamcmie^:^ gestrichen üerfiiLijien] 

Gedruckt Naohiass S. 122 Anm. — Die Bemerkung 
besieht sieh anf 294. 

326. Das Zitat ist ans Hamlet 3, 1, wo es Polonins sagt. 

327. 14 ), 20 gan^ aus ganzen 23 nach Seutc gestrichen 
Seih unb ©cele felbft nid|t au-snenommen. %tx ^aucr benett, 

ofinc iVL triffcn, bafj er beitcft, inir fiubiite lUDÜen bencfen, luiffcn 
t§> fü fctiv taH u'ir bencfen, baß luiv ^iiucilrn ^^x ftir lauter 
wiffeii iiidu bcucft'ii fonnen. C ^shr iiuilieiuigen ^äd^reibev \t\i' 
(tdicr tnoü' 24 biubiitct aus gegeben l^at 25 ^änben aus 
'^Uuicu nach jo gestrichen über 

328. 144,27 nach becfen gestrichen (Sine 3cic^J^un9 lüürbe 
bie @Q(^e nod^ beutli^er ma^en. 26 nach $»aitS gestriehen 
te(^t[^] 29 |)au8 ans $euei 

Gedruckt Schriften 2, 162. 

Nach 32S folgt eine unleserlich gemachte Bemerkung, 
vou der nur noch der Anfang zu entziffern ist: So unftc 
liat bio '?iatuv ba^? aut-jenetjme bem toMid^on ct'foat . ..: die 
dann erkennbaren Worte „Scheidewand**, ^langsamer 6trom^ 



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B 898-842J Anmerkungen. 241 

^Blat", „70 Jahre'' beweisen, dass es sieh um eine frühere 
Steuiig des ersten Satses yon 329 handelt 

320. 144,31 nach ifi gestrichen fo 33 brücft aus hvftj^t 
34 nach bencft gestrichen ft(^ i45,t nach ^emofratie ge- 
strichen in mir fpf^ft ' ic^ ans allcS • rent^'n^, ans Seii^'^er 
4 nach ppit gestrieben mir :, nach ^Vinuft j^estricheu ifäc^criic^ 
1 e» aus 3ic, mit nach eg gestrichen Üine ^eiiten^. 

^0. Die beiden Sprecher M. und 6. kauu ich nicht 
identifisieren. — Znm Inhalt vgl. Anhang 6 nnd Sehrifteu 
6, 485. 

331. 145,20 8utterDöge( aas @4metter(inge si nach ba| 
gestrichen fic( 

332. 1 45,2s nach jpi)ie gestrichen f|)(ele 

333. 146.^ vor ??un gestrichen 3""^ (MM ^abc. id) 
Teilweise gedruckt Schriften 1, 38 Aiim. - Über die 

Korrespondenz mit Ljungberg vgl. S. 19ü Anm. 1. — Die 
Stelle ans Hamlet findet sieb in dem berühmten Monolog 3, 1. 

Mach 333 folgt eine unleserlich gemachte Bemerkung, 

die eine frühere Fassung von "l.'U zu sein scheint ; es sind 
nur mehr einzelne unzusammenhängende Worte zu ent« 
Ziffern. 

14ö,iö nach dem zweiten bie geätrichen tuU 

897. Vgl. die Auseinandersetzungen Schriften 8, 71. 

388. 147,4 nach nt^t gestrichen ein 7 ^or aus ^ormeCt 
nach unb gestrichen bev 9 ^ing aus ^^ter 

Vgl. Goethes Bemerkung über ^rJiimsical im 11. Bnche 
von Dichtung und Wahrheit (Werke 76 Weimarische 
Ausgabe). 

340. 147,18 vor Zic gestricheu iStnn bic 21 beu iejjigen 
fahren Iaj)cii aus uuu bciu ie^igen abiueic^en 

. 841. 147,85 nach nt^t gestrichen felbft 
„sumsen'* (147,32) begegnet anch Schriften 4, 302. 5, 120. 

342. 148,2 nach Sinnen gestrichen einen ^'^^^^^ 
s nach auf gestrichen bie 4 auffällt aus leuchtet uub aiie^ 
litterfttnrdtiitoale 12& lt> 



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242 Anmerkan^n. [b 94M» 

bur(ftftTÖ6mt, boH babeti [aus babjjivd) atfe§ fic^ ju einer] 0 fhenpfte 

ans nnirrifd)fle 7 nach ober gestrichen a\\^ w nach fiatfe 
gestrichen kurl^ 12 nach Oiaufdi gestrichen lebe 13 nach 
jebem gestrieben 6in[bni(fl 11 rooüüfltnt ^ aus |?!)tfo'fot>fiifffierl 
16 üeruauien aus lanpc arbeilenben 19 niä^i burjten tonten ans 
uiei geixuncfcn I}Qbeu 

SI4. 148,82 etner ans metnei; $4 naeh mtc^ gestrieheii 
atifang«^ 149,i nach geigten gestriehen ben hu 7 nach immec 
geitriehen bitrd^ la nach t)erfhtintneit geBtiicheii »at^eit 

H47. 149,26 tood fi4 ^cr enq)fiitbU(^e ans für ben em« 

l^finbiu^en 

34S. I49,:<n fetter aus biffet 

Über „raädgiää ' vgl. Paul, DeuLbciies Wörterbuch S.3ö8 b. 

849. 150,1 naeh Siebe gestrichen loel^e in bet Secfamm« 
Inng nach llnbendfen gestrichen il|ted s Serfammlung ans 
<^efettf4afft 9 toüten ans toben 

Der Universität skurator Münchbansen (vgl. über ihn 
oben zn f)H) war am V6. November l77<> jT^^torben. — 
„An bringer ^ (1 0 «i ) iu dieser Bedeutung lehlt in ürimms 
und Heynes Wörterbüchern. 

350. 150,13 an {teilen Segen aus in ben %l)äUin 19 er 
ans bet flogen 

Die hier erw&hnten Worte fehlen in Grimms and 
Heynes Wörterhflchem. 

353. 150,25 naeh %|)oftel gestriehen $i>ftel, ft[?} 

354. Gedruckt Schritten 2, 44. 

:^55. 150,29 nach einmal gestrichen ba| so SBaffer 
auä '^kin 

Gedmekt Sehriften 1, 10. 

357. 151,6 verlangte ans gab 12 nach befi!61ie6en ge- 
strichen bfittctt i4 ^öre H f4on 

:15S Die Bisektion des Winkels erwähnt laohtenherg 
auch Schriften 2, 204. 

859. 151,17 nach 2)öfe geötriehen ba§ ®Iti(f -1 nach 
aber gestrichen bei 26 nach fönneu gestricheu \o 152,4 nach 



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B II59-S68} 



ADmerknugeD. 



243 



ba^in gestrichen ic^ 7 eitel aus lüdjtiig?] s nach ab gestrichen 
@o lag ic^ lü nach Sliä^t gestrichen be^roegen we'ii id) jd^kc^t^ 
gef^ttebene xi 9itf6 ans Wiättx ^ugemac^t ^ätte ans j^umadje 
IS nach tofirbe gentrieheii bte mid^ oerlaffen (atte in biefem 
Sßndi aus biefed Sitd)d 15 ^atte aus mar n nach ber ge- 
strichen }idf is tft aus fte^t 31 'i}(nfti engung aus ftr S^^^ 
33 nach ficf) gestrichen offt 30 baiuvcf) aus bitrc^ ein n- iregcn 
be^ 0113015 aus liegen boii ^\^(<":Tir;e! nach lüib ^estrich^Ti 'iinirbe 
Jacobis Gedicht ,.Die Wiuterreise* war Düsseldorf i7ü9 
erschienen; vj^l. darüber Martin. Uu^ediiickte Briefe von 
uud au Jacobi S. 10 und Rauäohoff. Über Jacobis Jugend- 
werke S. 37. — Ober Jacobi als Dichter der Grazien (so 
nennt ihn aneh Wieland, Werke II, 154 Hempel) handelt 
jetit ansftthrlieh Poniesny, Orasie nnd Graaien in der 
dentschen Literatur des 18. Jahrhnnderts S. 217. 

360. 153,5 nach idjjeibeu gestrichen mebi ».uach i'c^iciben 
srestrichen al§ §ornt^, ba# ift unpeföbr 10 luic er felbfl toglic^ 

jdjiciben g beflu aus \) uach hau geätncheu man 
(Gedruckt Schriften 2, 15. 

361. lf>*lir, vor Über j^estrichen Stiiitnie eine§ 3Biffen- 
fc^offten aus (^ele'irinnifeit nach !^eute gestrichen im u einem 
3)eu(t^"cficn] 24 nach unb [.'^»strichen wir na< h deai ersten 
bcr gestrichen 'i'catur j- nach allein gestrichen eiU'nnen qI§ 
so nach euriqcn gestrichen mit nach jcbei gestrichen 
fre|i)e?J uach i)Jien jd) gestrichen fo wk er nach fSelt 
gestrichen fommt 84 nach oudftebt gestrichen ^ugleidb ae feine 
S^ttlbigfett ans Ri>tbtg 154,2 nach tft gestrichen o^netacfttet 

ai\o, fage i^, ntdit [gestrichen gegen] nötbtg ^ötte 3 nach 
t& gestrichen bte ^[ßicbtj 4 nach bte gestrichen einige 
6 nach .^atiptc)ennnui!tv^^^ gestrichen ^tt 7 iOlitbütf^tt^ aas 
SX2itbrubei'§ 't lie ans rjir 

Zu dieser Kede i,^ehürt uoch 378: vielleicht sind auch 
die wahrscheinlich ziisauimengehörigen Stücke 362 und 175 
nicht ganz davon zu trennen, die die Umwandlung des 
Plans nach eiuer mehr humoristischen Bichtang kennaeiehnen 
konnten. 

362. J54.if, nach bie gestrichen fid) nach lagt gestrichen 
lajfe 18 nach icas gestrichen fifb nach Ieid)ter gestrichen 
tl^ut a\§ jagt iljut aus ttiiin 19 jagt aus jagen fönte Xtnn 
roii'ie aus So mußt mijien 2u gehört aus geiejen 

363. Die Herknnft dieser Äusserung Lees (Tgl. über 
ihn IHetionary of national Inography 32, 364) kann ich 
nicht genauer nachweisen. 

16* 



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244 



AinerkniigMi. 



IB 366-875 



386. „Gfodward^ findet sidi bei Swift in einem Briefe 
an Pope Tom 26. Jnli 1728 (WbrÄrs 17» 200 Sheridan). 

369. 155,4 fo fe^i ans mit fo btel ^fte^t nach fel^r 

festrichentn 6 aufgeflellt ans aufge^encft ? nach bed gestrichen 
efattnten u IMndttitg ans jur ^43eCeib{gittt0 is nach toürbe 
gestrichen ift 

Gedruckt Schriften 1, 261. — Die Briefe des Jnnius 
(über den Verfasser Francis vgl. Dirfvmary nf national 
biography 20, 171) erwähnt Lichtenberg auch Briefe 
1, 225. 371. 

372. 155,25 tx ans man 

Oedrnekt Schriften 2, 55. — Ober die Bechenstftbchen 
Nepers vgl. oben su 83. 

$73. 155,29 nach gletc^fam gestrichen auf^uforbem 
80 nach toerbtetett gestrichen babur4 cm[ bie[e§ Verbot aus 
darauf ni nach kitten gestrichen bafe mv nn^ um folcfte 
S)inge nic^t betiimmern foflen meinte [ie anber-5 aus will fic 
anberd fügen ba aus loenn ss biibete aus gebiibet ^at 

374. 156,18 nach 9?aturforf(f)er gestrichen 5>ßrr m nach 
Staltänei» gestrichen aber 8t^abe ba§ man 27 nach jdjou 
gestrichen im diauQ Seiter aus öeiter 

Von der krankhaften Natur der Gelehrsamkeit und 
des Genies handelt Unser im Arat 1, 339. 4, 418. 5, 60; 
Tgl. anch 375. — Uber den Naturforscher nnd Ant John 
Hill vgl, Dictionary of national biography 397. Seine 
Uncture of apleenwart betreffend hat sich Lichtenberg im 
Ktoa^ WiKtl^ytuf ' eine Notiz an*? dem London rhronicle vom 
18. — 2u. November 1766 exzerpiert, in der es heisst: „it 
restores the mind to peace^ relievea it from the eontinual 
thinking on one subject'', 

375. 156,35 nach beiledteu gestriciieu aßerfettS 1 57,'j 
fünftlei^ aus .ft^äftnerS aus (£ulet§ n nach ^^lut gestrichen 
Üieji'iun is hach 3Jionb^ätafehi gestriciieu luie bie Sämmeic 
3« mörbertfcde ans rauberi[fc^ej 27 nach gteube gestriohMi 
unb 28 6 ans 10 nach mal gestrichen no4 immer eine fo 
Heine ^eifammfung nach tniebev gestrichen O ^eutfc^Ianb, 
as nach Un[d)uib gestrichen unb 34 nach fmb gestrichen oluti 
fo :,(; nach üerfe^irten gestrichen öer[?1 nach bcncfeubcu 
gestrichen ilSett 158,4 nach mii gestrichen nur y nach biefc 
gestrichen ift b[ei)VJ lo :8ermt^ectn aus U^ngetceue?] 



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9 8?fr-899j Amnwkiiiigeit 245 

Das mit Myrten gesierte Zimmer erinnert an den 
myrtoDgesehmfiekten HaimonNMl io Jaeobii 250 erwfthntem 
Gedieht Lilien v&d Lilienetengel fehlen« soweit ich sehe, 
in dem Apparat der Anakreontik Jaeobis. — Die ersten 
Mondtafeln wurden von Euler nnd Hall«y, Terbessert von 
Tobias Mayer herausgegeben. 

Die am liaude ötehemie Jahreszahl 1771 schemt etwas 
zu spät eingesetzt zu sein, wenn mau nicht den Dezember 
1770 für UDgewüiiulicli li uclitbar auBemei kuugeu halteu will. 

376. 158,16 rtil^te aus )tun[b] 

379. Lektüre des Tom Jones bezeugt das Tagebuch 
▼om Juni 1771 (Nachläse s. 140). — Die Horasstelle findet 
sieh in den Oden 2, 18, 17. 

Nach H79 folgt eine gestrichene Bemerknng: Siefbing 
orbnet bie dismal, sorrowful, sad and serious, im beutft^en 
fönte ivoU an hex 6tefle Book III chap. I fo über^ejt 
[meiben}: S^i ^efic^t gieng Don bem Untrdftlic^en jur )6etrübniB# 
t>on .... 

380. 381. Gedruckt Schriften 2, 103. 151. 

382. T^ber den Philosophen Feder vgl. Pütter. Versuch 
2, 164. Em Urteil Lichteubergs über ibu üuUet sich Briefe 
2, 28; vgl. auch oben S. 196 Anm 6. 

383 Oedruckt Schrifteu 1, JO. 

385. 159,iti iUoijdjlQg ju einer aus (^iuc i? nach ^Jornon* 
fc^reibenft ein Anmerknngsceichen, dem keine Anmerknnv: 
entspricht. 

SSO. 159,28 nach glänzte gestrichen fut^ u nach bei) 
gestrichen Scuten tugenb^afft aus einen Xugenbbafften 
Gedruckt SchrifICHi 1, 154. 

388. Ein Ähnliches Bild kehrt Schriften 5, 297 wieder. 

382. Anoa Leopolde wna, Begentin von Russland für 
ihren minderjährigen Sohn Iwan, Gemahlin Anton ülnV'bR 
von Braunschweig, wurde 1741 durch eine Verschwörung 



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Anmerkniigeii. [b sm-»^ 



SU Gamten der Bliaabet entthront nnd mit ihrem Gemahl 
und ihren Kindern interniert Oehtenbergs Kenntnis dieser 
Yorgftnge entstammte, wie Exserpte im Ke^as 'AftaXi^aias be- 
weisen, Ton Mansteins Hamburg nnd Bremen 1771 er- 
scbienenem „Beitrag znr Geschichte Russlands, vom Jahr 
il'27 — 1744", den er iu Humes enfi'lischer Ubersetzung 
ffMemoirs of Rus^ia^ ^ eingehend besproclieu m den Göttingi- 
sohen gelehrten Anzeigen 1770 S. 354 j las. 

393. 160,27 statt undef atigable hat das Original inflexible 
28 nach inimitable gestricnen cam [?\ mfirmities aus 

infirmity 

Diese Grabschrift, die Lichtenberg in deutscher Über- 
setzung Schriften 9, 106 mitteilt ond bespricht, hat er 
durch Popes Anmerkung zu seinen Moral essays 3, 20 
kennen gelernt; vgl. lemer Schriften 9, 105. 17ö. 219. 10, 20. 

16},3<i ^ciitfd)ev aus ^JJten[d) nach 2)eutfd)er ge- 
strichen ba!8 gtöBe luaö et je untt'nuibni war ntc^t niel | 
^in ©mngebic^t ss tuat ein 3niiuiebid)t aus IdBt fid^ | mit 
einem Sinngebt(^t öcrflleic^eu 162,,^ bejjeicö aus befferem 

Diese sowie die folgende Grabschrift sind natürlich 
fingiert. — Ich mOchte trots der beiden falschen Vomameni 
die anf ungenauer Kenntnis, wenn nicht auf absichtlicher 
Entstellung beruhen könnten, Boie (7gl. oben zu 174) für 
das Stiohblatt dieses Scherses Ii alt en und auch 896 auf ihn 
beziehen. In der zweiten Abhandlung gegen Voss sagt 
LichteiiberfT von dieseTii und Boie: ^8ie wurden bald Freunde, 
weil der eine immer Oden rezitierte, die der andre vielleicht 
nicht nnsferne liörte" (Schriften I. 321) Über seine Neigung 
zum Voi lesen vgl. noch Weiuhold, Heinrich Christian 
Boie S 26, über die Abhängigkeit seines Talents von Vor- 
bildern ebenda S. 278. — Der erste Band von Schmids 
Antholo^e der Deutschen war Frankfurt und Leipzig 1770, 
der zweite 1771 erschienen. 

395. Da man wohl au einen Göttinj^er denken iniiss. 
so kann nur der Bibliothekar und Literarhistoriker Dieze 
(vgl. über ihn Püttei. Versuch 1, 197. 2, 57).. in Betracht 
kommen. Er hat fast nichts Eigenes, nur Übersetzungen 
Terüffeutlicht und schon Putter äagt an der ersten der 
sitierten Steilen mit Besug auf seine Vorlesungen ftber 
Xsthetik und Kunstgeschichte: „Zu beiden gedenkt er mit 
der Zeit eigene Handbücher lU liefern.^ Auch sonst be- 
handelt ihn Lichtenberg ironisch; Tgl. Briefe 1, 2. 2, 138. 
142. 283. 



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B 8M-41S] Anmerkiugeii. 247 

806. Über Boies Begeistemnff IQr Ramler und Klopstock 
Tgl. z B. Knebel, Literarischer x^acMaes and Briefirecheel 
2, 99. 112. 

398. 162,34 nii^prcHt aus au^ uuä pxt\^X 

Teilweise gedruckt Schritteu 2, 6. ~ Die aus Moser 
zitierte Stelle, die mit andern aus derselben Abhandlung 
ausgezogenen auch im Ki^ag ' Auald'aiai; notiert ist, findet 
sich in den Sämtlichen Werken 9, 87. Lichtenbergs hohe 
Verehmng HOeere erhellt ans Schriften 5, 26. 6, 278, 
Nachlara S. 154 und Briefe 1, 157. 292. 367. 380. 391. 

400. 163,6 nach lauter gestrichen 8atnnifc^e 9 nach 
lan s^estrichen fo etwad fagen ntd^t nach gestrichen felbft 

401. 163,14 nach gebot)ren gestrichen wax 
Gedruckt Nachlass S. 194. 

402. 163,21 nach Sät iiieu gestrichen ftct)tbar 23 ^^lejanberS 
aas (Sari bei» ZSl^ 

Die hier wieder einsetsenden Bemerkangen zam Leben 
Ennkels (vgl. oben zu 98) sind nach der Tagebuchnotis 
vom 21. Angnst 1771 (Nachlass 8. 150) jedenfalls in diesen 
Monat sa setsen. 

404. 164,6 ^Materialien aus 3ü[ge] 9 t)on roel^ent (^^micfel 
ans bei* einmal Q^uncfelu lu nach befommen gestrichen §at 

405. 164,33 am Schlass eine kleine Zeichnung einer 
solchen Etagenbrtlcke. 

400. 1G4,22 bott ans d' 

Bell d' Antermonys Paris 1766 erschienene ,^V&yageB 

depuis St. Pctersbotirg en Russie (Inns diverses confrees^ 
lernte Lichtenberg-, wie Auszüge im Kioa^ 'Auuiü-eiag 
beweisen, zuerst aus einer Bezension in den ^euen üallischen 
gelehrten Zeitungen 1766 S. 641 kennen. 

407. 164,29 ftnb aus töimm 

408. 165,1 nach nt^t gestrichen fo ntel 2 toad ans M 

413. 165,23 nach nne gestrichen fic^ 

Das Bild des Sultan Mahmud aus Hanways Werk, 
dessen zweiter London 1762 erschienener Teil den Titel 
„Tlie revolution 0/ Feraia'* trägt, gebe ich hier wieder: 



248 



Anmerkungen. [l «18-410 




-- Das ßild der Cassiopeja ans Doppelmayrs Himmelsatias 
ist oben zu 190 reproduziert. 

414. Das englische Zitat stammt aus Hamlets Monolog 3, 1 . 

415. Diesem Worte durfte der bekannte Wahlspruch 
Saladins zu Grunde liegeu, deu auch Lessiug im Nathau 2, 2 
▼erwertet liat (ttber ieine Quelle vgl Sämtliche Schriften 
3« 492), wenn man nicht etwa an die Symbolik in Swifts 
Märchen von der Tonne denken will; vgl. auch die Travestie 
Schriften 10, 40. 



Anhang« 

über das Exzerptenheft mit dem Titel Ki^as 'AfiaXd'eiae 
vgl. oben 8. 170. 



3. Gemeint ist das oben S 19.') Anm. 8 uachgewiesene 
Beisewerk. — Zur Sache vgl. Forster, Sämtliche Schriften 

2, 4ai. 

4. Za „sich leiden*' (167,5) vgl. Grimm, Dentsches 
Wörterbuch 6, 664. 



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AakMigj Anmerkimgeii. 249 

5. Vgl. B 330 und die Anmerkung. 

8. Vgl. oben zu B 73. 

9. Das lateinische Zitat stammt ans Hon», ArsvoeHm 
128; Tgl. auch Sohriften 4, 196. 

11 Auch Schriften 4, wird Gelleit wessen seiner 
Allgemeiu Verständlichkeit gelobt und deswegen den Genies 
gegenübergestellt. 

14. Gedruckt Schriften 1, 186. — Zum Inhalt vgl. 
B 316. 

15. Oednickt Schriften 1, 98. 

♦ 

16. TeUweise gedruckt Schriften 1, 98. 

17. Qedrackt Schriften 2, 134. 



64*. ^avüllnyc, batjon cttt ©rempel an iinfcrcm 
eiiiciiiii 2eib, man l)a(te be§ ^^Ibeiibi: bet) Sterneiüjeüem 
ipimmel fein ©cfic^t jo fe^r in bie 4>i.Vf;e, ba§ e§ Oe^nal^ 
]^ori5ontai licncn !ommt, fdjticfe ba§ eine iJluge 5U 
unh fe^e tua^ für @tenie bie ©pi|e her 92afe berül^rt, 
atebann fd^Iiefe man bei» anbete unb betrad^te nun, tna^ 
ffit ©teme bie S^afe, bwr(^ baS juerft gefc^Ioffenc Singe 
gefeljcn, bcbccft, ber 33ogen be§ gröftcii (Iivc!el§ ^ttjifdjeu 
beu bcljben Steinen ift bie ^i^saraUnje ber Dtajen Spi^e, 
tränt bet) furzen ^Jtajeu nic^t leicht über 90*^ unb htt^ 
grüjeu niemals unter 40^ 



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Register. 



1. Begrister der Schriften uud Entwürfe Lichtenbergs«^) 



Beiträge zur Geschichte 
des»** B 2n0*. 

Beobacliiuügeii zur Erläu- 
terung der Geschichte des 
Geists dieses Jahrhunderts 
B 18. 

Betrachtungen über die Ge- 
scfaichte des Herrn Wiilces 

B 9. 

ÜetrariitungeJi über einiii;e 
Methoden eiue gewisse 
Schwierigkeit in der Be- 
rechnung der Wahrschein- 
lichkeit heim Spiel zn 
hehen A 13U* 

Briefe an Ljnngherg B 78. 

Buch (Vorrede und I) B 316. 

Christoph Seng B 314. 

Hienbare Betrachtungen für 
junge Gelehrte in Deutsch- 
landt hauptsächlich anf 
Universitäten B :>d9*. 



Disputation für den Selbst- 
mord A 117. 

Einteilung des Publikums 
B 133. 

Epigramme B 274. 284. 287. 

288. 294. 325. 
Erzählung B 200. 
Erzählungen, Fragmente ron 

B 314* 

Fragmente B 290. 

Gedicht liher einen Ettchen* 

garten B HO*. 
Grabschriften B 86. 204.394 

395. 

Kunkel (Leben und Rede 
zu seinem Andenken) B 98. 
110*. 

liCxidion für junge Studenten 
B 166. 

Lorens Eschenheimers em- 



'} Bin Sternchen hinter der Nammer 8<^1 anaeigeii, 
dass nnr die Anmerkung gemeint ist. Wo für einen Entwarf 
mehrere Nummern in Betracht iKommen, ist nur die erste 
genannt nnd die Anmerkung za ihr gieht weitere Ansknnf t. 



X 



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Bagiflter. 



251 



pünddame Reise nach 
Lapnta A 56*. 

Hiäsionsberichte aiuDentach- 
land B 83. 

Pinik B 70. 

Prophetische Blicke in einen 
Messcatalogum vom Jahr 
1868 B 16. 

Bätael B 4i>l. 

Reden B 205. 344. 349. 361. 

Schreiben an einen Frennd 

B 49. 171. 
Senfischreiben des Pnblici an 
Herrn Professor K. in £. 
ß 92. 

Testament eines Studiosi bei 
seinem Hintritt ans diesem 
Stndentenleben B 247. 



Über das Gleichgewicht der 
Wissenschaften in Deatsch- 
iand B 361. 



Vergleichuugen berühmter 

Männer B 23. 
Verse B 8. 40 49. 51. 80. 

166. 171. 173. 
Von dem Nntzen, den die 

Idathematik einem bei 

esprit bringen kann A 1*". 
Von den Charakteren in der 

Geschichte A 22. B 121*. 

Zwo Schriften die Beur- 
teilung betreflPenrl. welche 
die theologische Fakultät 
zn Göttingen ilber eine 
Schrift des Herrn Senior 
Goeze gefällt und dem 
Dmck übergeben hat 
B 285* 



3, Penonenre^ister« 



Abbt B Hk t;4. 

Abraliam B 'JH. 

Abraham a ^ancta Clara B b4. 

Achenwall B 235. 

Addison B 31. 316. 

Albinns B 186. 

Alexander der Grosse B 40'2. 

KA 1. 
AUgeier B 40 
Amor B 375. 
Anakreon A 56. B'l73. 
Anson S. 195. 
Anstey S. 194. 
Apollo A 126. B 16. 56. 70. 

189. 357. 358. 
Apulejns B 96. 
Arbnthnot B 393. 
Arcangeli B 23. 



Aristoteles B 200. 278. 
Arnobius B 176. 
Ayrer B 197. 

Bacchus B 15 r. 175. 324. 
348. 

Backbans B 151*. 

Baco B 68. 

Bärenklau B 26. 

Bahrrlt (?) B 16. 

Bande! B n). 
I Baskerville B 218. 
I Bayle B 110* 
: Beccaria A bif^''. 
I Bell d'Antermony B i06. 

Bode a 196. 

Bdbme A 12. 

Böhmer B 197. 



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252 BegiBter. 



BoerbaATe A Ö5^ 

Bogatsky B 22. 

Boie B 174. lSß\ 394. 396. 

Bossiegel B 172. 

Bouhonrs B 5. 

Boyle B 287. 

Breithaupt B 120. 

Buchanan B 8. 

Büttuer A 30. 30*. 90. 

Burmann B 98. 

Butiar B 49. 192. S. 196. 

Byron 8. 195. 

O.; J. B. B 16« 

Caesar B 120. 
Cartouche B 8. 
Casanova B 23. 
Cassiopeja B 190. 413. 
Catiüua B 121. 
Cervantos B 110*. 
Charters B 393. 
Chrysander B 9. 
Cicero B 121, 310. 
Cinna B 124. 
Clerke B 210. 
Colom ß 230. 235. 
Corneille B 124. 
Cranz B 169. 
Crusiuä Ü 171. 311. 

Dante A 78. 

David B 396. 
Demosthenes B 64. 209. 
Descartes A 120*. B 275*. 
Dieterich, Christine B 88. 
Dieze ß 395. 
Ditton B 43. 
Dominiens B 164, 
Doppelmayr B 190. 413. 
Doris B 180. 

Empedokles B 68. 
England, Georg III. yon 

A 110. 
Esswein A 120. B 253. 
Estor B 197. 



Enler A 29*. B 28. 375^. 
Eymes B 253. 

Faucitt B 114. 
Faust B 68. 197. 
Feder B :;82. S. 196. 
Fieiding A 94. B 26b. 379l 

379*. 
Fischer B 26*. 
Fleming B 93. 
FU. (Leasing) B 26. 
Förtsch B 210. 
Fontenelle A 53 
Fordyce A 76. 
FraTikenfeld B 51. 98. 
FraDklin KA 16. 
Frankreich, Heinrich IV. von« 

A 54*. B 23. 
Ludwig XV. von A 110^ 

GeUert B 91. 180. KA 4. 11. 

Oerstenberg B 16. 

Gesner B 195. 

Oleichmann B 16. 

Gleim B 16. 73. 173. 180. 

Goeze B 22. 285. 

Goguet A 10. 

Gottsched B 78. 

Grabeuäteiü ß 98. 

Grätzel B 49. 

Gran B 223. 

Graun B 186. 

Gray, Jane S. 195. 

Grotius B 197. 

Grupen B 197. 

Günther A 107. 

Gnise B 23. 

Gumprecht B ^9. 

Guiikei, vgl. Kunkel. 

Hagedorn B 17. 
Hahn, von A 27. 
Hali«SteTenBon B 282. 
Hamilton B 56. 
Hanway B 413. 
HasBelqyist A 68^ 



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Begister. 



Hansen B 9. 
Hebe B 315. 
Heineccins B 197. 
Heinrich T. KA 1, 
Helena B 315. 
Hellwig B 221. 
Herder B 91. 
Herodian B 76. 
Heiiieii-Kassel, FHedrich n. 

Ton A 110. 
Henmaun B 16. 191« 
Heyne B 235. 
Hill ß 374. 
Hippokrates B 223. 
Hüi>-arth B 127. KA 11. 
HoUmaün B 235. 287. 
Hüiiie A 67. 70. 74. 95. 

96. 9Ö. 

Homer A 126. £ 197. 278. 
Horas B 10. 20. 23. 73. 154. 

360. 379. KA 9. 
Hussein £ 413. 

Irby S. 194. 

Jacobi B i ;. 17 3. 243. 250. 359. 

Johanu B 49. 

Johannes A 107. B 285. 

Jimgiiis A 12. KA 4. 

Jnnios B 369. 

Juno B 17. 

Jnpiter B 182. 

Jnrien B j K l* 

Justine B 166. 319. 

Kästner B 54. 56. 64. 73. 

78. 98. 141. 172. 224. 235. 

316.- 375*. 401. KA 4. 

S. 196. 
Karl VI. B 197. 
Kepler A 6. 
Eettier B 209. 
Klopstock B 62. 77. 110*. 

128. 396. 
Klotz B KJ. 13. 14. 23. 26. 
. 27. 38. 98. 



Klügel A 27. 

Kritobnlos B 257. 

Kunkel (Giinkel) A 54. B 98. 

99. 101. 110*. 115. 118. 

121. 131. 140. 141. 145. 

147. 151. 171. 188. J90. 

191. 195. 404. 412. 413. 

Ii«, e. M. B 349. 
Lacaille B 259. 
Lamettrie A 53. B 325. 
Laokoon A 18. 
Lavater A 120. 
Lebrnii R 240. 
Ledermüller A 74. 
Lee B 363. 
Leeuwenhoek B 102. 
Legres (Bildhauer) B 164. 

— (FHseiir) B 57. 
Leibnu A 9. 12. 56. 60. 

ß 149. 172. 401. 
Lennox S. 195. 
Lessing B 17. 23. 26. 27. 64. 

292. S. 190. 
Lichtenberg'^ (Brüder) B 253. 
Linde, von der B 44. 
Linn6 A 22. 
Lippert B 56. 

Liscow B. 9. 10. 19. 45. 110*. 

180. 285. 
Ljungberg A 117. 120. B 78. 

253. 288. 333. 
Löwenstein, Fürst you A 1X0« 
Lohensteiii B 53. 
Lorcheu B 166. 
Lowitz B 235. 
Lucinde B 294. 
Luckuer B 26. 
Lnther B 197. 



M. B 36. 330. 
IL, G. G. B 16. 
Mahmnd B 413. 
Mandriu B 279. 
Mars B 51. 

Maximilian L B 9. 27. 



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Begaster. 



Mayer B 233. 
Mainhtrd A 78. 
Heister B 197. 
Menantes B 171. 

Mendoza ß 200. 
Merkur B 250. 
MiltoTi H eiU. 218. 
Mögeim A. f>5*. 
Möser B 398. 
Moöer A 54* B 59. 
Moses B 308. 

Mftnehhanseii (Enrator) B 56 

131. 349. 
— (Schriftsteller) A 110. 
Mnrny B 66. 

A ^5. B Ö9. 
Neper B 83. 372. 
Newton A 75. 107. I2u*. 

B 16. 259.292.316. KA 14. 
Noah B 120. 
Noble S. 195. 
Nolten B 23.t. 

Orgon A 94. 
Osbeck ß 118. 
Otto I. KA I. 
Ovid B 66. 215, 400. 



P. ß 36. 62. 255. 
Paria B J7. 
Pauli B 28. 
Perravlt A 98. 
Petroniiis B 184. 
Philipp von Macedonien KAi. 
Phiiippi B 10. 19. HO*. 
Picander ß 17J. 
Plaro A 27. 76. 11 I.B 73. 316. 
Piutarch A 41. B 3i2. 
Polen, Aufifust III. von A 1 10. 
— , Stanislaus 1. von B 101. 
Pommier A 110. 
Pope A 90. 126. B 145. 316. 
Praxiteles B 200. 
Prenssen, Friederike Luise 
TOD B 234. 



Preussen, Friedrich II. von 

B 387 KA 1. 
— , Friedrieh Wilhelm 1. tob 

KA 1. 
Pütter B 197. 
Pjthagoras A 6. 20*. 

Rambach B 124. 

Kamler B 396. 

Raspe A J2. 

Bavaillao B 23. 

Reich B 98. 

Reimams B 50. 

Reineek, von B 237. 

Reiske ß 64. 

Resseoraire B 320. 

liichiiiaun B Hb. 87. 

Riedel ß lö. 45. 4ti. 64. 76. 

S8. 92. 98 S. 196. 
Rost B 36. 

Bousseau A 21. 74. 76. 77. 
Bnssland, Regentin Annn tob 
B 392. 

S. B 78. 330. 

Savage A 107. 

Schmahl B 172. 

Schmidt B 62. 

Schnetter B 237. 

Schulz B 323. 

Schwarz, Üeithold B 302. 

— (Schriftsteller) B 199. 

Schweden, Karl XII. Ton 
ß 23. 402». 406, 

Schwenter A 55*. 

Selchow ß 197. 

Selim ß 173*. 

Seneca B 183. 

Septimius Severus B 76. 

Shaftesbury B 273. 

Shakespeare A 70. 84. B 60. 
225. 259. 316. 317. 32«, 
333. 337. 414. KA 11. 14. 

Silberschlag B 148. 

Sivers B 265. 

SmoUet S. 195. 



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Register. 



255 



Sokrates B 2fLL 

Spanien, Karl III. von A HO. 

Stephan B 171. 

Sterne B 2iL 82. 12L m 

m 2M. 282. 316. 317. 

359. KA 8, S. m 
Strammann B 
Swedenborg ß 316. 
Swift B A± 4± 4!l 366. 

Timberlake S. IM, 

rnzer A 5iL ^ B qI. 374. 

Venns B 319. 

Vergil A 78. B 166. 199. 

Vogel A 

Voltaire B 54. 387. 



Weilburg, Fürst von A IIIL 
Weisse B m 
Welwood B 2^ 
Whiston B ^ 
Whitfield B 39. 
Wichmann B liL 88^. 

Wieland A B m 4L 

ß4 2Ü m IMl 2ML m 

:vl5. 316. 317. 342. 
Wilke B 9. IL liL 98. 
Wilkes B 9. 13 LL 6a 
Wille B lÜlL 

Winckelmann B 16. IL 23. 

SL m m 126. 23fL 
Wirth B m 

Wittenberg B IIL 123. 
Württemberg, Karl Eugen 
von A im 

Xenophon B 257. 



Wächter B 253. 
Wacker B aL otL 
Weber B 23Ü. 



Young B 6L m 375. 



^ Sachregister. 



Aberglauben A 23. IZ 



par coniplaisance und aus 
Leichtsinn B 316; ver- 
feinerter B 314. 
Absicht erweckt Vergnügen 
A LL 

Abstraktion von Fertigkeiten 

A IL 
Abwesenheit B 346. 
accidens einer Substanz 

B 338. 

Actricen, zugleich sprechende 

B 226. 
Adam, alter B äL 316. 
Adel B 149j der Seele B 223. 
Adept B 317. 

Adern, Schläuche der B 349. 
Apfelmädchen B 367. 
Ästhetik, praktische A IB. 
Äther, moralischer B 124. 



affaires de guerre auf dem 
Parnass B 38. 

Affe B lüb; in Spiritus B 301 ; 
und Mensch B 103. 336. 

Affekt, tierischer B 13 7, 

Affektation B 22. 

Affekte A ^ lOTj wirken 
auf den Körper B 12L 

Affektiertes Quelle des Lä- 
cherlichen A 94. 

affirmative nescire A 5. 

aimer par compagnie A 98. 

Akten und schöne Wissen- 
schaften B 292. 

Aktivität B 316. 392. 

Akzent Seele der Bede A 2L 

Akzise auf der Satire B 132. 

alltägliche Dinge B 22. 

Almosen B 249. 

Alten, die A 18. 28. B 20. 



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256 



Register. 



22, m 9L 360; ihr Genie 
B 2fL 

Altertums, Stadinm des B 2LL 
Amoretten ß 359. 
Amt und Lebensart A 23. 
Amtmann B 316. ä:^ 14. 
Anakreontiacher Dichter A56. 
Analysis A 109; der Gedanken 
A IL 

Anatomen des menschlichen 
Herzens B 316. 

Anatomie A 63j des Ge- 
dankensystems B 285. 

Anbriuger B 349. 

Angenehmes und Tötliches 
B '626*, 

anhaken, sich an die Welt 
B 2f)8. 

Anpassung A 24. äl^. 

anplackeu B 280. 

antephysica B 14 L 

Antichrist B 16. 

Antikritikus B 16. ÖSL 146, 

Antiquare B IM. 

Apoll, Vatikanischer B liL 

Apostel B 325. 353; zu Pferde 
B 5j5. 

Apotheose B IM. 

Appetit und essen B 3. 

Apsidenlinie B lfi2. 

Arak B CLL 

Arkadisches Ding, gutes B 33. 
Arm, aufgestreifter gesunder 

B 2üiL 
Arme B 2iB. 
Armeen KA L 
artitiziell lieben B IßiL 
artitizieller und natürlicher 

Mensch B 316 
Artischocke B 36. 
Assemblöen B IL 2011 
Astronomen, seefahrende B 

316; verwegene Aussichten 

der B ML 

Astronomie im lateinischen 
Vers KA iL 



Atheist xrtz' eioxfjv B 285. 
Athenienser lernen lateinisch 

B 

Atome, moralische B 1 1 .5. 

Attischer Witz B 369. 

aufdunsten B 2ü9. 

aufi^elegt, zu nichts B 102. 

Aut'wärterin B 16^'-. im 259. 

A uf war terinnenlist und Philo- 
sophie B 259. 

Augen B ITj Perspektiv und 
Mikroskop B 54. 

Augen des Geistes, In sich 
kehren der B 263. 

Augenmass A 211 

Augsburg B 16. 

Augsburger Währung B 64. 

Auktionsgebote mit Büchern 
B 23L 

Ausdehnung in Raum und 
Zeit B 112. 

Ausdruck, sein Element Ä^^9i 
mimischer A ?9j sprach- 
licher A 62. 12ä. B 82. 
KA 14. 

AusdrucksbewegUDgen A 34. 
8iL 126 

ausfüllendes Geschlecht B 
316. 

Ausfüllteile A 86. 

Ausgewachsene B 54. 

Auslage, reelle für Lebens- 
regeln B 249. 

Ausschlag B 317; moralischen 
Gewichts B 208. 

ausschlagen B 2. 

ausschweifen, im Vergnügen 
B TL 

auswendig lernen B 94. 
auszehren trotz vielen Essens 
B 2ÜÜ. 

Babylonischer Turmbau B 

m 

hackside, moralische B 24. 
Bäcker B 404. 



Beg^ister. 



257 



Bären im Winter B 213- 
halancement von Vergnügen 

und Schmerz A 
balancieren, anf der Nase 

A Ih. 
Ballast B 2aü 
Bann B 285. 

BaunstrahlstenerBllO*. [2lL 
harathrwn B 9. 
Barbarei ß. 220, 250. 285. 
Barometer B 2iiL 408. 
Bart, erster B 110*. m 2liü. 
Bauer A 12L B 6, 327*; 

uiedersächsischer B 91. 
Baukunst, italienische A 113. 
Becher, elfenbeinerne B Z£L 
bedeuten und sein A 105. 
Bedienung ß 8iL 
Bedienungen, Massstab der 

A äfL 

Begeisterung B 1D2- Iii. 
Begriffe, Ursprung der A 9. 
Begriffssprache A 3. 
Beharren B 149. 
bei, bey B 243, 
Beistimmung notwendig B 

Beiwörter B m 

bekannte und unbekannte 

Grössen A 104. 
Beleidigungen des Verstandes 

und Witzes B 222. 
belesen B 2£L 
Belesenheit B 22. 
hdles kttres B ML 142. IM. 

292. 

Bemerker ß IM, 
Berlin B 361. 375. 
Beruf B 142, 

Bescheidenheit B ÜIL 386. 
besetzter Mensch B 5fi- 
Besoldung B 1Ü2, m 
Besonderes statt des Ali- 
gemeinen KA ± 
Beates A 2. 
Betonung A 89, 

LitUraturdenkmale 128. 



Betrachtungen, moralische 

ß 115 : natürliche und 

subtile KA UL 
Betrachtungsliebe, nacht- 

eulenmässige A 117. 
Bettelstand A 69*, 
Bettler B 281. 
Beweise durch Exempel A 4L 
Bibel ß m 197j mit Bildern 

A 29. 

Bibliothek, Göttinger B 56. 

121 ; verwachsen B 1 08. 249. 
Biene und Spinne ß 1 L5. 
Bienenzellen A 1 1 6*. 
Bildbarkeit B 2h. 
Bilderschrift fürs Ohr A 125, 
Bildhauerkunst B 137. 
Billingsgate B 63. 
Biographie von hinten B 412. 
biographische Materialien B 

404. 
Bischof ß 6L 

Bisektion des Winkels B 358. 
Blasen mit Neigungen A IQÖ. 
ßlumenfesseln ß 375. 
Blut, dickes B 375. 
Bogen, Mädchen gewachsen 

wie ein B 78, 
bon sem ß 17 L 
Bortenhut B IM, 
bouteille B 2^ 24L 2M, 25L 

342. 

bowl of punch H 169. 
breit, für einen einzigen Platz 

zu B '241L 
Bresche, gegen eine, mar- 
schieren B 345. 
Brief und Rede A 2L 
Brod und Ehre B ML 
bruit, point de B 203. 
Buchbinder ß 88, 89, 
Buchdruckerstöcke B la 192. 
Buchataben B lii8i 
BuehstahenrechenkunstA97*. 
Bücher B 22, 4_L 2L 82. 
127; abmattende B 15j ihr 

12 



258 Reg 

GeltUDgszirkel B 1 IQ; ju- 
ristische 197; schreiben 
B 2m 295: theologische 
B 195^ Trieb sie zu zeugen 

B 110* m 2oa 

Bursch B'56. 

Busen B 78j warmer elasti- 
scher B LL 

Buttervögel» verdammte B 
331. 

Cfimpiis martiuSf All6e beim 

B m 

Caput mortuum B 110*. 124. 

casum setzen B 191. 

Champagner B tiL 

Charakter A ifi. 92j natür- 
licher B IM. 

Charak tereigenschaf ten,Grup- 
piening der B 147. 

Cbarakterigtik, allgemeine A 
12. 4iL 56i der Schrift- 
steller B 52. 

Charitinnen B 375. 

Chinese kastriert sich B 406. 

Chinesische Mauer B 405; 
Sprache B 118; Zeichen 
B 

chrestomathia B 195. 
Chrie B äL 

christlicher Künstler B 1 37. 

chylus, moralischer B 279. 

cicisbeo B 175; der Justiz 
B 22L 

Coeurdame B IL 

common aense ß 201. 

conduite und Weste B üfi. 

consequmce, von, sein B 1 33. 

constitutio unigenitiiS B 5^. 

contrebande B 279. 

corpus juris B 197. 

cos turne B 134; des natür- 
lichen Menschen 316. 

crimen laesae majestatis 
A 



ister. 

Cyprische Weichlichkeit B 
375. 

Cytherens Günstlinge B 1 6fi. 

Dämmerung, weichliche B 

Damen , Tournuren unsrer 

B 164i zwei B 362. 
dames, pour l'usage des B 18. 
Dank und Verbindlichkeit 

B m 

Darmstadt: Adler B 253. 
dasein r= empfunden werden 
A IIK 

debitum naturae reddere A 58. 
Dedikationen sind Ideale B 

m 

Definitioneu, wahrhafte All l. 
dehnen, sich, beim Wachsen 
B 2i^ 

Deklination des Hutes B 289. 
dekliuiereu, philosophisch A 

m 

Delisches Problem B 357. 
Demokratie, verfluchte B 329. 
denken B 374; aus Trieb 

ß 303; Freiheit zu B IM. 

316; ohne es zu wissen 

A i2L B 327. 327* 371; 

ohne Worte A 3j und 

sprechen B S2. 
Denker B 316. 
Denkungsart, Generelles der 

ganzen A 50. 
despotisch regieren B 314. 
Despotismus A ß^L B 292. 

369; geistlicher B 285. 
Deutlichkeit A 124. 
Deutsch B LL 92. 
Deutsche B 5, 3(1 374 ; mischea 

französisch ein B 230. 
Deutsche Gesellschaften B ilL 

ßfi. 2m 292. 301; Katho- 

liken B 5i Kritiker B 17; 

Sprache, Reinheit der B 300. 
Deutscher Hexameter B 128. 



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Register. 



259 



Diarium, astronomisches B 

Dichter A B 6^ der 

Grazien B 359; Respekt 

gegen A 7K 
Dichtkunst, 3Iänuliches und 

Weibliches in der A IHO. 
Differentialrechnung A L 4L 
Diminutivchen B m m 

2511 359; holde B 
Diminutivideen B 250. 
dividieren, über sich A 2L 
doctor jubilatus B iL 
Dörrsucht der Seele B 

m 

Dominikanerhabit B 1B4. 

Doppelbier, geistige Ver- 
einigung mit B 171. 

Dorfmädchen, gutes elasti- 
sches B 41 . 

Dreieinigkeit A ßü. B 285. 

drucken B 

Drnckerpresse B 1 10. 110*. 
291. 

Du sagen, zum Hund B 333. 
Duell B lüfi. m 
Dukaten auf einem Tisch 

B m 

dumm B 330. KA 5, 

Dummheit, Mittel gegen die 
B 314. 

Dnngkärrner B 

durchgehen, physisch, mora- 
lisch und metaphysisch 
B 405. 

durchgreifen , durch einen 

Stein A Ü2. 
dursten ß 342. 

Ehe zwischen Vernunft und 
Einbildungskraft B 27L 

Eherne Mauern B 375. 

Ehre B 169; eine Besoldung 
A 75j und Brod B Hlj 
und Rock ß AK 

Ehreugedächtnis B 403. 



I Ehrengedächtjiisse sind 
Wechsel ß 2iÜ 
Ehrgeiz und Misstrauen 
A Ah. 

ehrlicher Name B 411. 
Eichmass des Schönen und 

Richtigen B 360. 
Eichsfeld B 295. 
Eifersucht , Deutsche und 

Chinesische B 1 1H. 
eiförmige Gestalt einer Rech- 
nung A 2L 
Eigenschaften des Gemüts 
A lOIi der Seele A 109^ 
I der Substanzen A SiL 
j Einbildungskraft B TL 2d^ 
271; klare ß lv3j schöne 
i B 317; verzärtelte B 
Eindrücke, vereinte Wirkung 
verschiedener ß 
> Einerleiheit des Menschen 

I B m 

einfältig , edel einfältig 
schreiben B 2<1 

Einfalt, edle und unge- 
I künstelte B 2LL 
I Eitelkeit B 2iK 
: Elastizität der Körper A Ü 

empfindende Substanz A 

üL 

: empfindlicher Mensch B 347. 
Empfindlichkeit A til: mo- 
ralische A I2jh saufte B 
j 342. 

' empfindsam, sich, trinken 

; B 375. 

! Empfindung A 120: noch 

nicht aufgeklärte B 316; 

und Ausdruck A ti2. 79; 

und Gedanke B 2ÜtL 317; 

und Vernunft B 207. 
Empfindungen, böse A 51j 

Genuss der B ihh. 317. 
Erapfindun^ssystem B 316. 
endlich und unendlich B 
I Engel, Philosophie der B 

17* 



260 



Register. 



Engländer B - HQ. 60; in 
Göttingen B 368; ihr 
Latein B 2111 

englische Krankheit B 17; 
Nation B 374. 

englischer Matrose B 406. 

Entgeisterung B 102. 

Entzückung, künstliche B 

Enzyklopädie, allgemeine 
B 141; der Spitzbuben- 
streiche B 221, 

Erbsünde B 22^ 

Erfahrung 3 359. 

Erfurt B i£L 4dl 

ErkenntniB, Tafel der mensch- 
lichen B 14L 

erklären, sich etwas KA 12. 

Ernsthaftes lächerlich machen 
A 95. 

Erzeugungstrieb A 1 30. B 

123, 20a 
Erziehung A fiR. 81. 
Esel A 26; Beifall des B 240. 
Etagen, drei, des Leibes 

B 389. 
Etiquette B 250*. 
Etymologieen, witzige B 151* 

im 351. 352. 353. 
.Eva B 367. 

Exemplare, Anzahl der B 

24Ä 

Experiment, kostbarstes elek- 
trisches B ÖL 

Fabellehre, heidnische A 63. 

Fächer. Flut mit einem, auf- 
halten B 329. 

Fahrzeug mit unsrer Glück- 
seligkeit an Bord B 249. 

Fakultät, juristische, medi- 
zinische B 292; philo- 
sophische B 264. 285. 292; 
theologische B 285. 292. 

Favoritneigung unsrer Vor- 
eltern B ÜL 



Feierabend der Vernunft 

B 342. 
fein B 390. 

feine Köpfe, Feinheit B 25. 

Felleisen B m 

Fenster B 163; Platz am 

B IL 24^ 
Fertigkeiten, blinde A 11. 
Festtagsprose B i 73. 
fett machen, das Genie mit 

verdorbenen Sitten B 356. 
Feuerordnung B 328. 
Feuersteine im Magen B 

229. 

fides irnplicita B 280. 
Findelhaus des Verstandes 

und Witzes B 146. 
finster B 359. 

Finsternisse berechnen B 371 ; 

voraussagen B ML 
Fisch weiber in London B 63. 
Flasche B 23. 
Flöte blasen B 200. 
florissant erzählen B 404. 
fluctuans sub pectore B 153. 
Flüche B 385. 
Flügel der Seele A HL 
Fluidum A 120*. 
Fluxionstierchen B 246. 
/bcM« des Witzes B 259. 
Folter A 52. 

fond unsrer Wissenschaft 
A 124 

forma anaglypto-diaglyptica 

B m 

Formel A 89. 
fortgefahren B 149. 
Frankreich, Thron von B 376. 
Französisch B 195. 
Französische Locken B IL 
Franzosen B aü. 58^ ßlitz- 

B 195. 
Frauenzimmer A 26. 
Frauenzimmerpredigten A 2ß. 

B im. 

I Freigeist B 2L 



Eegister. 



261 



Freiheit B 166; zu denken 

B m 316. 
Freude B 375; Fest der B 

375; Sänger der B 359. 
Freudenfest der Seelenkräfte 

B 342. 
Freunde B 22- 
Freundschaft und Liebe B 

293; und Wein B 2£i9- 
Frieden, Hubertshurger B 

110*; und Krieg B 285. 
Friedensartikel, über die, 

konferieren B 179. 
Priktion A 28j moralische 

A 32. 

frisieren, sich selbst B 283. 
Frisur harmoniert mit dem 

Gesicht B IM. 
Frömmigkeit B 309. 
Fromme B 22. 
fromme Possen B 205. 
Frucht, gesunde und welke 

Reife einer B 2fL 
fruchtbarer Punkt im 

Menschen B 316. 
Fürst, negativer A 1118. 
Fürsten A 110; ihre Gunst 

A im 

Füsse B i2L 284. 

Funke im Pulvermagazin 

B 402. 
Funktion A 24. 



Galagedanken B 281. 
Galten B 
Gallier B 374. 
ganz Gefühl ß 2üa 
Gebet B TL 

Geck B 134. 186i ^er Stutzer 

ß 

Gedächtnis B 2ßCL 

Gedanken A m 114. B 262- 
22iL 341. 388; Analysis der 
A 72j kindlich unschuldige 
B 375; und Körper A r>Ä; 
Moment der B 2tii ; nackend 



sehen B 341 ; Passatwinde 

in den B 253. 
gedankenfliehende Kraft 
B 313. 

Gedankenlosigkeit, kenner- 

massige ß 375. 
Gedankensystem B 258. 280. 

285. 

Gedankenzwang B 139. 
Gedichte als Komplimente 

ß m 

Geduld , abgelaufene , auf- 
ziehen B 245. 

Gefängnisse A 4. 

Gefallendes und Schönes 
A 98. 

Gefilde geistiger Lust B 
25a. 

Gefühl A 6L HL 129. B 28. 
260; des neueren Künstlers 

A m 

gefühlvoller Mensch B 12. 
gegenwärtiger Augenblick 

A dß. 4i 
Gehirnfibern ß 253. 
Gehirnteile, symmetrische, 

unsymmetrisch B 51. 
Geist, grosser A 1Ü2. B 22. 

374; hungern lassen A 85; 

eines Jahrhunderts ß 18; 

schöner ß 2Ü. 356. 
Geister A iß2. ß 344. 392; 

grosse ß 25. 301; kleine 

ß a 303. 
Geistiges im Körper A lÜlL 
geistlich-kurfürstlicher Weg 

zur Ewigkeit ß 4. 
Geistliche A 32. B 400: zu 

Pferde B 58. 
Geistlichkeit, Pranger der 

B 285 

Gelehrte A 22. 92. B 2L 
22. 23. 25. 2ia. 2ß5. 327; 
und Kopisten B 301. 

gelehrte Anzeigen, Göttinger 
B 171_i Hallische B lü. 



262 Register. 



gemein machen, sich mit sich 

selbst ß 278. 
genera , Speeles , individua 

A IL 90; von Begriffen 

Geuie A lOL B il. 22. IM, 
285. 356; der Alten 
ß 25 ; gemeines Studenten - 
B 115j grosses A L 12. 
m SIL B 22j gutes ß 282; 
eine Krankheit ß 54, 374. 
375; poetisches A 2L 

genus surnrnuyn ß 22. 

Genuss ß 175; geistiger ß 
317; seiner Empfindung 
ß 155. 317; seiner selbst 
ß 15S. 201; tierischer und 
platonischer ß 23. 

Geographie A b8. 

Geometrie ß IM. 375; Ur- 
sprung der A 10. 

Gerechtigkeit ß 1^ 

gesalbtes Wesen ß 309. 

Geschmack A 73, ß 26{L 
2fifL 285. 292 ; falsch zärt- 
licher ß 186; feiner A HL 
90; guter B 23; Missionen 
zur Verbreitung des guten 
ß 83j Regeln des A 97j 
Tempel des guten ß 369; 
Werke des A iS. 

Geschöpfe ein Netz, keine 
Kette A Q£L 

Gesellschaften B 2Ü2. 266; 
de Propaganda puritate 
linyuae yermanicae B 300; 
Deutsche ß ÜL tifL 'dM. 
292.301; gemischte ß 267 ; 
ökonomische ß J6; zu 
Beförderung des Eoman- 
schreibens ß 3^5. 

Gesicht fühlen A 18; und 
Gefühl A ßZ 

Gesichter B 54. 6L 

Gesinnuugensystem B 154. 

Gesuchtes ß 20. 



Gewicht, moralisches B 2DÖ. 

Gewissen, gutes ß 333. 

Gewohnheit A 32, 

Gilde ß 292. 

Glanduln ß tiL 

Gleichung A *; der Dinge, 
wahre A 4L 

Glieder ohne Absicht A 25. 

Glück A ilTL 

glücklicher Mann B 316. 

Gönnerabgaben B 110*. 132. 

Göttingen: ß Ifi. 22 84.. 361. 
375; Albanerkirche ß 233; 
Berühmtheiten ß 121; 
Bibliothek B 5ß. 171; 
Deutsche Gesellschaft B 
tiß. 230i Duelle B liüL 
Engländer ß 368; Jacobi- 
kirche ß 320; Juristen B 
197: philosophische Fakul- 
tät ß 285. 292; Hegen ß 
167; scharfe Ecke ß 56; 
theologische Fakultät B 
285. 292. 

Gosse ß hiL 

Gott A 5^ ß 22. 34. 5a 93. 

253. 2fifi. 285. 415; der 

Liebe ß 354 ; pränumeriert 

A 4L 
Gottwärts ß 366. 
Gouverneur B 237. 
Grazie, stille weibliche B 250. 
Grazien ß 375; Dichter der 

B 359; namenlose B 180; 

Vertrauter der B 186. 
Griechen B 64. 132. 
Griechenländer ß 1^ 
Griechisch B m 13L 
Griechischer und modemer 

Mensch B 22; Wuchs B 12. 
Grönländische Duelle B lti9. 
Grösse ohne Stärke B 398; 

unbestimmte A 47. 
Grösseres A iü3. 
Grösstes A 43. 88. B 266; 
und Kleinstes A 14. 



V 



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Kegister. 



263 



Groschenmesser B 333. 
gross und klein B 190. 
Grosse, der B 321. 
grosser Mann B 3 JB. 
Grnbstreet B M. 
Grün B IM. 
Gmmmet B 22A. 
Grundideen A 12L 
gut, es ist A 89j schreiben 

B 316. 399. 
Gymnasiast B 166. 
Gymnasium B 2Ü£L 

Haare der Weiber B 55j 
richten sich nach den Be- 
gierden B 1 .^H. 

Häschen B aß. 

halbköpfiirt B lÄL 2Ü£L 

Halle B m 2iL 361. 

Halle, von Geistern bewohnte 
B 344. 

Halstuch, verrücktes B 109; 
verschobenes B 317. 

Hand, letzte B 290 ; linke B L 
200; neugierige B 2b2^ 
rechte B L 5Ü. 210. 

handeln, mit Meinungen B 

Haudwerksbursche A 75. B 56. 
Hannöverscher Fuchs B 413. 
Harlekin B äfi. 
Hasen B JÜ2. 
Hauptspritze B 349. 
Hausarrest B 274. 
Hausgesicht, majestätisches 
B ISlL 

Haushaltung, in die B 172. 

Hauskrenz B 92. 

Hausrest B 139. 

Haut, gute B 

Hebrad, Hobrad B 350. 

heiliger Geist A ߣL ß 285; 

Sünde wider den B 292. 
Heimweh B 22. 
Hemmrad, Stützrad B 350. 



Henker, sein eigener B 212. 

Hermaphroditen B 359. 

B ermaphr od iter ei in der Seele 

B 125. 
Hermhuter B 309. 
Hexameter, Deutscher B 123. 
Hexe, kleine B 286. 
Himmel in den Augen B iTj 

sich um den, gucken B 

331; Kapital im B 389; 

auf den, zu marschieren 

B 345. 

hinten, Biographie von B412. 
hinwegdenken, sich B 374. 
Hirten B 373. 
Hirtenfest B 375. 
Historie, Römische A üiL 
Historien, schmutzige A 9^. 
höchst weises Wesen B 
Hölle B 375. 

hören, nicht mit den Ohren 

A 4^ 

Hofkavalier A B 11. 
Hof mann B fiL 
Hofmeister B 149. lüfi. 21^ 
2iL 

Holzschnitte B 397. 
Homöomerieen B 338. 
Honi^ der Erkenntnis B Iii. 
Horatier und Curiatier B 193. 
Hosen des guten Anstandes 
B 24. 

Hospital für Gebrechliche B 

illL 

Huren A 82. ilü 
Husärchen B Mi 
Hypothesen und Erfahrungen 

B 22Ü; in die Haushaltung 

B 122. 

lamben, wollüstige B 375. 
ich und mein Körper B 259* 
idea rectrix B 13b. 
Ideal B 6] falsches ß L 
Ideale B 129j von Mädchen 

A m 



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264 



Kegister. 



idealiacher Mund B 12. 

idealisieren B 129. 1^ 
Idealist B '2hiL 
Idiopathieen A 2Ü1 49. 
Imagination, Zauberstab der 

^ B m 

in sucum et f^anguinem kon- 
vertieren B 279. 

index B 2f) I . 

Indianer B 19 

Indianische Völker B lüS. 

iwfZinVZua A IL B 22: im 
Denken B 9L 

individuelle Gesichter B üL 

Infusionstierchen B 248. 

iw/iisoria, animalcula A 100. 

Inklination des Hutes B 289. 

Instrument, womit wir em- 
pfinden und urteilen A 12ö. 

Integration A Ifi. 

Ionisch B IML 18a 

Irdisch-Vergängliches B 22, 

Ironie B SüfL KA 12. 

Irrtum und Wahrheit, Rat 
über B 361. 

Italiener B 374. 

Jahr, 35stes B 154: 548te8 
B 119. 

Jahrhunderts, Geisteines B J 8. 
Jahrmärkte B 297. 
Jahrtausende B [Ml 317. 
Jena B ÜL 23, 45. 284. 
Journal encyclopedique B 148 . 
Journale B lü4. ML 211Ü. 
2ML 

Journalisten B {iL 296; 

Pekingsche B im 
Jucken, erstes B 128. 
Juden B 4£L m i9L 229; 

geringe B 13iL 
Jurist B 2iL 

Juristen, juristische Bücher 

ß 19L 
jus naturae B 142. 19fL 
Justiz mit der Binde B 22L 



Kabbala A 12. 

Kaffee A 49. B 15, 5iL 

kaffeeschwesterliche Ein- 
tracht B 409. 

Kaiser B 197. 

Kaiserkrönung B 120. 

kakochymische Miene B 157. 

Kammerdiener A 1 10. 

Kanarienvögel B IIMI 186. 

Kanonisation bei lebendigem 
j Leibe B m 

Kapital von Wahrheiten KA 
Hl 

\ kastrieren, sich B 335. 344. 

Katechismus B 124. 

Katholiken, Deutsche B 5. 

katholisch werden B 23. 
j Katzen, junge B IBD. 

Kavalierperspektive B L 

kennermässige Gedanken- 
losigkeit B 375. 

Kenntnis löst sich in der Seele 
auf B 22. 

Kette A 90. 

Ketzerei B 312. 

Kiel B 288. 

Kieselsteine, Maul voller B 

209. 

Kinn, sanftes B 21B. 
Kirchenlieder B 93. 186. 
Kirchhof B 56i Nacht auf 

einem B 344. 
Klassen der Schreibarten B 

Kleider, abgenutzte B 248. 

Kleidung B 331. 
{ kleinstädtisches ich weiss 
] nicht was B 292. 
: Klima A 42. 66. B 222. 

Klimax A 22. 

klug ß 330. 

Klumpe B 280. 

Knabenliebe B 137. 

Knoten, Briefe in B 168; von 
Linien ß m 

König B 202. 



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Eegister. 



265 



Körner eines kleinen Leicht- 
sinns B 259. 

Körper ß 12. m 372 ; Geisti- 
ges im A 130; Veränderung 
des A 53i zweiter B m 

Kolleg B m 
Kolorit B IL 

Kometen A 120^, ß 292. 

Komödien A 2^ B 292. 400. 

Kompass B IM. 253. 

Kompliniente B m 386. 

Konseqiienzmacherei, Pro- 
fessor der B 311. 

Konstitution B 369. 

Kontroversprediger B 23. 

Konzert B lüfi. 

Kopf B lÄL 200; und Unter- 
leib B 318. 339; zwischen 
die Beine nehmen B ^ 

Kopfschmerzen A hL 

Kopfweh A AiL 

Kopie A 2Ü. 

Kopisten, Gelehrte und B 30 1 . 
korrosive Sachen B 228. 
Kostbarlichkeiten B 175. 
Krämer A 104. 
Kränzchen B 2ÜÜ. 
Krankenbett und königliche 

Tafel B 281. 
Krankheit A UM. 
Krankheiten, tötliche B 23 
Kreatur ein Punkt B 2^. 
Kreuzigung B 305. 345. 
Kriegszahimeister A 25« 
Kritik B 375: gesunde A 96; 

gladiatoriO'Off'ensiva B 143; 

neuere ß 9?^. 
Kritiker A 2(1 B 282. 316; 

Deutsche B 12 ; neue B 2£L 
kritisieren B HL 
Kröte B 376. 

Künsten, Kenner des Prak- 
tischen in den B 180. 

Künstler A 92^ christlicher 
B 137; Gefühl des neueren 
A t8; menschlicher B iL 



künstliche Entzückung B 

ms. 

künstlicher und natürlicher 

Mensch B IM. 2ßiL 
Künstliches B 9L 
küssen B 373. 
Küsterphilosophie B 177. 
Kummer, geheimer A 123. 
Kunst A äL B 250. 
Kunstgriffe A 2L ß 22. 
Kunsttriebe der Menschen A 

55j der Tiere ß 3i. 
Kunstwerke A 42. ß IM 
Kupferstecher ß 21 3. 
Kupferstich, Willi8cherB165. 
Kuss B 28. 



Ocherliches A 23. 94. 95. 

ß 306. 398. 
Lallen, kindisches B 359. 
Landau, Perückenmacher in 

A LLIL 
Landesvater B 1 ^'<^- 
Laud karten an der Tapete B 

Lateinisch B IM. lOöj Eng- 
lisches ß 21Ü. 

laterna magica B 378. 

Laufseil A 1Ü2. 

Leben A 106; Genuss des B 
359; kommandieren ß 279; 
künftiges A ±h in Quart 
B 251; Regeln zu einem 
beständig vergnügten A 
28; veriäne:ern B 125. 

Leib und Seele B 327. 

Leichtigkeit B 25a 

Leichtsinn und Munterkeit 
B 2L 2^ 

leiden, sich Ä'^ 4^ 

Leipzig B mL KA L 

Lektüre sich nützlich zu 
machen Ä'^ IL 

lernen, sein Zweck KÄ 6. 

lesen ß äL 260. 280] 
schreiben B 2L 



266 



Eegister. 



liberty and property B 9jj 

Wilkes and B 9. tKL 
Licht weg B 

Liebe B 123. llü m 31 8. 342. 
344. 359 ; feine B 73^ sinn- 
liche B 1 37 ; tändelntle B 375. 

lieben B TTj artifiziell B I G ö. 

Liebesgötterchen B 18t». 

Liebliut?skiuder weicher See- 
len B 375. 

Liedchen B HL 20£L 359. 
374. 375: holde B 

Liedercbeu B IHO. 

Lilien, Liliensteugel B 375. 

Linie, gerade B 340: gerade 
und krumme B 21iß ; stark 
ausgezogenennd punktierte 
B Ji2. 

links stellen, sich B 298. 
Literatur, Frühling für die 

Deutsche B MO*! Zustand 

nusrer B 361. 
livree des Hungers und des 

Elends B IMi der Sinne 

B 341. 
Loch A, B, C B m 
Locken, Französische B LL 
logica palaeslrica B 143. 
Lokaldeukungsart B '22. 
Lokales im Gesicht B ITL 
Lokalphilosophie A127.B2D£L 
London B lü 6iL 
Luft A tiL 

Macht über sich selbst B 391. 

macrochir A 107. 
Madrigal B ML 
Madura, König von KA 3. 
Mädchen A tifL 29. m B a 

iJ3. 136. 137. 180.250.344. 

377; berühmtes B 315; 

feuriges A 130: gemaltes 

A 62i gepudertes B 166. 
Männer A lÜÜ. 
Männliches B 181. 
Männlichkeit B 359. 



Märtyrergeschichte B 19. 

110* 

Märtyrerkrone im kleinen 

B 285. 
Magnet B 6L 

magnetisch gewordene Näh- 
nadel B llL 
Maikäferjahr B m 
Majestät, Beleidigung der 

B 369. 

majesU voltairienne B 387. 

Maler A 9;^ schlechter B IZ 

Malerei A (>2j ihr mecha- 
nischer und dichterischer 
Teil B 2A2. 

Mantel der Liebe B 292. 

Marmor B 189. 

Marzipanideen B 173. 

Mass, allgemeines A 101 ; 
für das Verdienst A 7h; 
des Wunderbaren A 101. 

Massstab der Bedienungen 
A 

Materialisten A 5iL 
Materie und Gott A :jiL 
Mathematik A ll!2. B lAL 
Mathematikern, Mission von, 

nach England B Iß. 
mathematische Methode B 

1 85 : Sprache A 109. 
matin B 5fi^ 

Mattigkeit vor Gewittern 

B l^L 

Maul des Geistes ß 171. 
Maximen B 253. 
maximum B 253. 
Mechanik B 2^ 
medio resistente^ ausser allem 

B 399. 
medulla poetica B 62. 
Meer A Ä LiiT. 
Melancholie B 259. 
melancholisch A 1 17. B TL 
melanges de ... . B 20o . 
Mensch, eigentlicher A 107. 

B 35i in abstracto B 266; 



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Regfigter. 



267 



moderner und Griechischer 
ß 22i natürlicher und 
künstlicher (artifizieller) 
B iüL 2iÜL 316; und Tier 

A tLL 

Menschen A 3^ 6ß. Zfi. Hfi. 
OL ML B aL 2fifL 316: 
erste B 373,- verstehen 
B 258. 

Menschenkenntnis B 359. 369. 

Menschenscheue B 375. 

menschliche Geg:enwart B 
227 ; Natur B J_L 
338; Würde B 359. 

menschlicher Künstler B IL 

menschliches Geschlecht Afil 
8L 

^eAncatalogues raisonnes B 

m 

Messcatalogus B JiL 
Messkünstler B 375. 
Metaphern A SA. 

Metaphysik A 93. B Mi: fer- 
minologicO'visionaria B 143. 

Metaphysiker A fh 

Methode, mathematische und 
natürliche B 185. 

methodisch fächeln, sich B 

m 

Miene A 89. B 6L 
Mikroskop A 24. B 
Milchstrasse B 375. 
Mineralien A ITj sammeln 

B 'ML 
Mineralogie A IL 
misericorde philosophante und 

larmoyante B fü^ 
Sliasgeburt, nützliche A IQL 
Missionen B HL ü;L 
missluugen, bei der Zeugung 

B 21jL 

Misstrauen und Ehrgeiz A A!l 
Mito-lied ß i^L 
Mittel beg riff ß QL 
Mittelpunkt der menschlichen 
Gegenwart B 22L 



Mode A 12iL B 316; Seele 
der A m. 

Modern, klein und gross B 64. 

moderner und Griechischer 
Mensch B 22. 

Moment der Gedanken B 267. 

Mondeulicht und Blüten- 
gerüche B 342. 

Mondstafeln B 375. 

Monologe A ZL 

moralisch schwer machen, 
sich B 277. 

moralische Atome B 115 ; 
backside B 74_i Belusti- 
gungen A 24; Betrach- 
tungen ß 115; Empfind- 
lichkeit A 123j Friktion 
A dli Handlungen A 3()j 
Observatoren B2^\; Schön- 
heiten A 

moralischer Äther B 124; 
chyhis ß 2?9i /ond A 1 ÜL 

moralisches Gewicht ß 208; 
utiiversnle B 190. 

Moralist ß 40 i. 

Mordthaten ß 407. 

Munterkeit und Leichtsinn 
ß 2Z 2S. 

Muse B 56. 302. 

Musen, mit den, vertraut 

ß m 

Musik A iL 62, 9L 132. 
ß 93i wollüstige B 12Il 

Muttermäler am Geiste (Ver- 
stände) ß liL 

Myrten, Myrtenwäldchen B 
375. 

mystisch -algebraische Be- 
schwörungen ß 375. 

Nachahmen A lliL B 2D- 

122. 2d2. 316. 31L 
Nachdenken vertreibender 

Thee B 374. 
Nachlässigkeit ß Uu^ 392, 
nachsagen, sich seU ät B 316. 



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268 



Register. 



nachteiilenmässige Betrach- 
tungsliebe A 1 1 7. 

Nachtgedanken B 375. 

Nachtgedankeufeind B 178. 

Nachtigall B 62. 

Nachtstuhl B 376. 

nackend sehen, Gedanken 
B 341. 

Nähnadel, magnetisch ge- 
wordene B JiL 

Nahrungsmilch B 61. 

Naiven, Gefühl des B ifilL 

Naivetäten B 200; platt- 
deutsche B 91. 

Narr A im B 285. 330. KA 5j 
negativer A 108. 

Narren, Philosophie der A 1 27. 

Nase, balancieren auf der A 2h ; 
basrelief oder rund B 1 30 ; 
diesseits der B lAh; grosse 
A lOTj und Seele B 12L 

Nasenspitze, Parallaxe der 
B 64a. 

natürlich schreiben B 316. 

natürliche und subtile Be- 
trachtungen KA 10; und 
mathematische Methode 
B 

natürlicher und künstlicher 

(artifizieller) Mensch B 134. 

21ilL 316. 
Natürliches A 2iL 
Natur A 1112. B 22, m 282. 

329. 344. 360. 361. 373; 

Betrachtung der A 102; 

gütige B 347; Königin 

B lö6i «nd Kopie A 70; 

menschliche B 11. 253.338. 
Naturgeschichte des Bausches 

B TjL 

Naturlehre des Herzens und 

der Seele B 266. 
Nebel, leinene B 4L 317. 
negativ A 4Z im 
Nepersche Stäbchen B 83. 372. 
Nerven B diu 



Nervenkrankheit B 374. 375. 
Nervosität unsres ganzen 

Thuns B 375. 
Nessel und Aurikel B 115. 
Netz A 9a 
Neugierde B 292. 
Nichtswürdiges B 22. 
nonsense B 28. 88. [Qi. 

285; -Verses B 174. 
Noten, allerunterthänigst 

vorbeugende B 285. 
Nützliches nichtgethan A 131 

Obere und untere Seelen- 
kräfte B ßü. 
Ober- und Unterhaus B 65. 
Observatoren , moralische B 
.. 2ß4. 

Ökonomische Gesellschaften 

B liL 

I Offensivkritiken B Ifi, 
Offizier A 75: junger B 27. 
OktavbändeTTette B 2aL 
Onomatopoesie A 125^ 
Orangutaug B LL 12. 
oratorische Figur B 316. 
Organe, feine A 112. 
Originalgenies B 22. 

Päckchen oder Packpapier 

B 410. 
Palliativkuren B 21h. 
Pandekten B 3iL IIL IBü. 
Papagei und Professor ß 186. 
Papstwahl B 120. 
Parallaxe der Nasenspitze 

B 64^ der Sonne B 126. 
parfums B 17.5. 
Paris B 2ÜiL 
Pasquille B 365. 
Passatwinde in den Gedankea 

B 2iiiL 
passeres und pici A ^ 
Passglas B 348. 
Pelz B 331. 
pereat B 5iL 



Register. 



269 



verfice A HiL ß im 

Perspektive B 1 54. 

Perückenmacher B äl. RL 
404; in Landau A 110; 
philosophischer B 15.'^. 

Pest ß 357. 

pfeifen ß 9J. 

Pfeifenköpfe ß 3ß. 

Pfenuigsbegebenheitenß [90^ 
-tagenden ß 112; -Vor- 
urteile ß 112; -Wahrheiten 
B 112. 12L 

Pflichten, Tafel über unsre 

A aü, 

Pforte zur Welt hinaus B 364. 

Pfützen B 2m 

Philosoph Am. B LL 22. 
23. 92. 304. 316. 359; be- 
sonders zu erziehen A IL 

philosophiae extraordinariae^ 
profmor B 380. 

Philosophie B iL 122. 
2ÜfL 'm. 266i ehrwürdige 
B 259i Gesetz der A 121; 
männliche B 250; mensch- 
liche A 127; populäre 
ß 359; tiefrt 260: ver- 
daute B 342. 

Physiognomisches und Patho- 
gnomisches A 4. lÖ. 34. 
7^8^ B 54.67. 12L 153. 

Physiologie A 63. 

niveip B 342. 

Pinik B 2Ü2. 

pissen, in einerlei Nacht- 
geschirr B 
Plackerei B 352. 
Planet B 259. 

Platonische Entzückungen 
B 318. 

Platonischer Genuss B 73; 

Bausch B 23. 318. 
plattdeutsche Naivetäten 

B OL 

Plünderung ah intestato B 24L 

m 



pltimpudding B fiD. 

Pöbel B tL 2L 

Poesie und Schützenkiinst 

B 12K 
Poetik ß 12L 

point d^honneurBf Sitz des 

ß m 

polissons B 
Politik, beste B 408. 
Polizei ß 352. 
Polizeijäger ß 284. 
Polyp A 

pomerauzenförmige Gestalt 

der Erde ß 12fi. 
populär Kä 11. 
Popularität B 282. 
Posaune des letzten Tags 

ß 316. 
Possen, fromme B 2Qh. 
Postille ß 353. 
pränumerieren A 4L 
Praktikenschreibers, Gebet 

eines B 69, 
i Praktikus B. 282. 
I praktische Ästhetik A 1^ 

Pranger der Geistlichkeit 

, B 285. 
Prediger KA 14; junge B 22. 
Predigt B 14B. 
Predigten, diätetische A 32. 
Preisfrage an den Himmel 

B 232. 
Priester A Q!h 
I Priesterbetrug B 329. 
principiumf allgemeines A 17. 
Professor eloquentiae B 285. 

KA L 
Prorektor B 4iL 1^ 
Prose, beste B 64j festliche 

B 285. 327*. 
Prosodie, Übungen darin B 

12L 

Prospekte, verbaute B IM. 
Protestanten B 23. 
protokollieren B 351. 
prüfen A i3L 



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270 



Register. 



Psalm, 908ter B TL 
Publikum B m 2fiL 24iS. 
Puder, ewiger B clL 
Pudersturm B 52. 
Pulver A B 333. 373. 
Punkte, UDsre Entschlüsse 

A 3. 
Punsch B ßl. 

Pupille, ihre willkürliche Be- 
wegung A 54. 
purum B 195. 
Pygmäen B 1 7H. 

C|uart, Lehen in B L5L 
Quell des Lichts B 317. 
Quelle und Strohsack B ^ 
Quittungen B 52. 

Rahatt für die menschliche 
Natur B 2M. 

Radius eines Buchs (Mannes) 
B 11£L 

Rangordnung A 25. 

rasend, Raserei A 102. 

rasieren, sich seihst B 225. 
283 ; lassen, sich zum ersten- 
mal B 12a. 

Raupenstand A 128. 

Rausch B 2^. 2^ 114. 342; 
Naturgeschichte des B 73j 
Platonischer B 318; un- 
platonischer B 73. 

Rechenmaschine B 375. 

Rede und Brief, gedruckte 
und gehaltene, Seele der 
A 2L 

Redensarten A 129. 

Regalstii, klein Regal B 64. 

Regelmässigkeiten A 1 IB*. 

Regeln B 328. 

Regenschirm B 323. 

Regent A 110. 

Regentropfen B 1 90. 

Regenwasser, Kur in B 1fi7. 

regieren, mit Betrügereien 
B 381. 



Reichtum und Verstand B 359. 
Reim A B 62^ gleitender 
A äL 

reiten, auf seinen Nehen- 

menschen B 390. 
relief geben, weniger B 22. 
Religion A 23. iiÜ. m B 22. 
Republik, freie B 36 1 ; gelehrte 

B 292. 

Richtscheid und Schnur B 375. 
Ritterbücher B L 
roastbeef B ßü. 
Rock und Ehre B 4d. 
Röckchen, letztes B 319. 
Römische Historie A tüL 
Roggenkaffee B 14(). 
Rohrführer B 349. 
Romane B 2^ äfl 385. 
Rosen B 375. 

Rosenfarhe B 4i. 28. IM. 
317. 

Ruhm B ää. 402. 
Rum ß 6L 

Sabinerin B 400. 

säender Tritt der höheren 

Geschäfte B 24S. 
Sänger der Freude B 359. 
Sahne vom Verständnis B 121. 
Salz und Bitterkeit B 51. 
Satire B 110*. m m m 
satirische Duelle B 169. 
saufbrüderliche Eintracht B 

409. 

Schafe hüten B 373. 
scharfsinnig. Ausgewachsene 
: B 54. 
Schatten, Theorie vom A 9!Ü; 

zweideutige B 317. 
Scheermesser, übelgeführtes 

B 225. 

: Scheibenschiessen B 1 1 0. 
I Scheidewand zwischen Ver- 
] gnügen und Sünde B 329. 

Scheine ausstellen B 52. 

Schicksal, bestochenes B 334. 



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Register. 



271 



Schiesspulver B 302. 

Schiff auf der Bibliothek B 

Schimpfwörter der alten Deut- 
schen B Ifi, 

Schlacht bei Blenheim B 120. 

Schläuche der Adern B 349. 

Schlaf, Empfindungen vordem 
A m B 324. 

Schlangenlinie B 122. 

Schlaraffeuländchen, geist- 
liches B liL 

schlecht schreiben B IL OL 
2üfi_ 316. 

schleifen lassen B 3iL fiß. 

Schlüsse A 3fL 

Schlüssellöcher, Abhandlun- 
gen über B 1 90. 

Schlupfwinkel des mensch- 
lichen Herzens B IM. 

Schmerz A 52. tiL liIL 

Schmetterliogsflügel A 

Schminke B 175. 

Schneckenhaus A 31^ 

Schneeberger, gelber B 314. 

Schneidergilde B 292. 

Schnurre B 284. 

schöner Geist B 2iL 356. 

Schönes A m 9^1. B 1Ü2. 

Schönheit B 137^ männliche 
A lüÜ. 

Schönheiten B 20^ körperliche 
und moralische A lü 

Schönpflästerchen , aufge- 
klebte A AiL 

schreiben, einfältig (simpel) 
B 20i gut B 316. 399; 
natürlich B 2lifL 316; ohne 
Verstand B 296; schlecht 
B iL 9L 266. 316. 

Schriften, schlechte A 2K 

Schriftsteller A 2(1 B 5£L 
IML 316; alte B 9Jj be- 
neidete B 2iL 316; gute B 
46i schlechte B 12. 22. 39Ö; 
unglückliche B 22; witzige 
B 305. 



Schritte, besiegende B 286. 
Schützenhof B 110. 233. 
Schützenkunst und Poesie 

B m 

Schuhsohlen nach der Bad- 
linie B 16. 
Schuldistinktion B 329. 
Schulmoral B 166. 
Schwachheiten A biL 
Schwärmer, verfeinerter B 

l2fL 

Schwärmerei, glückliche B 
315. 

Schwärmerrezensionen B 1 IB. 

schwangere Personen B 1^ 

Schwerpunkt B I H5. 

Schwestern, zwo B 293. 
I Schwulst B 22, 

Seele A 122. B 6L 125. 26L 
317. 373. 

Seelen, sukzessive A 5Ü. 

Seelencharakteristik A L 

Seeienkrätte, obere und un- 
tere B 65. 
I Seelenwanderung A h2. 

Sehen, deutliches und un- 
I deutliches A Iii. 

Seifenblase A 1201 

sein was man sein kann 
B 332. 

Sekte B 292. 

selbst B 2fia 

Selbstbeobachtung B 46. 2fiiL 

Selbstbeschauung B 258. 

Selbstbetrachtung B 175. 

Selbstbiographiaches B 2Z 93. 
i m. 253. 

SelbstentschuUliguug A 2L 

Selbsterhaltung A 117. 

Selbstgefühl A 129. 

Selbstgenuss B 150 25L 

Selbstironie B 316. 

Selbstkreuzigung A 117. 

Selbstmord A 112. B 205. 
255. 25Ü. 333. 
; Selbstprüfung B 27 5. 



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272 



Begiflter. 



Selbstüberzeugung B 285. 
Selbstverachtung ß 223* 
Selbstverfluchung ß 334. 
Selbstverkleinerung B 253. 

Selterwasser B 1 71. 
Senfkorn B 214. 
Sentenz, eingeführte B 329. 
Sentenzen B 2iL 
Serer B IL 
aete cahigas B 200- 
sichwärts B 366. 
siebeuköpfigt B 20(L 
Silbenmass A äi* 
Silber B m 317. 
Silberflor B 41. 
simpel, edel simpel schreiben 

B 2a 

Simplizität B 20. 22. 217, 
Sinne A 6L B 3L 
Sinngedichte B ISfi. 
Skribenten B Ifi. 19i elende 

B 45^ witzige B IM. 
sneaking rascals B 386. 
Söhne Legros' B 
Soldaten B 211L 
Sommervogel ß 341. 
sonderbar B 332. 
Sonette ß 1£L 2üa 
Sonne B 1Ü6. 
Sonnenblicke B 290. 
Sonntagsprose B III. 
Spanier ß 4L 

Spannung beim Schreiben 

ß 2Ü. 
Species, vier B 2Q0. 
specificum gegen Fehler und 

Irrtümer B 327. 
apectator B iLL 316. ' 
Speisekarte B TJL 
Speisen, Einfluss der A 42. 
spes dives B 23. 1^4. 
Sphären, Klang der ß 317. 
Spiegel des Philosophen ß 304. 
Spottvögel B 296. 
Sprache A 56. 83. IM. ß 25D; 

zu plan B 12^ 



sprechen und denken ß 82; 

mit sich selbst B 341. 
Sprichwort, ältestes ß 244. 
Spritzengesellschaft ß 349. 

Stadtschulen, gemeine ß 223. 
Stampfmaachinen A UM, 
Steine A 22. im 
Steinschnallen B 43. 166. 
Stella mirabilia ß 259. 
Stiefelfuss B 16. 5L 
Stil A 22. 2ä. 123. ß IL 12. 
2Ü. 53. 64. 122. 132. 2M. 
282. 316. 399. 
Stillschweigen in Gesellschaft 

B 143. 

Stiramenzirkel B m IIQ^ 
Stirnbinden ß 176, 
Stock ß 211. 391. 
Stoische Philosophie A 28. 
Stolz B 113. 
Strafe A 80. 

Streichen bei Schriftstellern 

B 305. 

Striche, unordentliche A 132. 
Strümpfe, neue ß 223. 
Stube ß 243. 

Studenten, Füsse der B HL 
Studentengenie, gemeines B 

Studierens, Endzweck des B 

2IiL 

stumm wie Felsen B 334. 
Stunde, schwarze, zitrongelbe 
B 314. 

Stundenzeiger unter Sekun- 
denzeigern B 254. 
Stutzer ß Öü. 1Ü6. 125. ISO. 

200. 304 ; geistlicher B 18Q. 
Substanz A 83] empfindende 

A 8b 32. 
Sünde B 292. 318. 329. 
Sündflut über die Wissen- 
schaften B 22Ü. 
sündigen, grob A 4Q. 
sukzessive Seelen A 53. 
1 summum honum B 2iHl 



Register 



273 



Superintendent B 316. 
surtoüt B ML 
Syllogismenkasten B 375. 
Sylphiden B ÜiiL 
sylphisch ausstaffiert B 
symbolum B 415. 
Synonyma A 3Ö. 
System B 316. 329. 360. 382. 

KA 17j inneres ß m 
systematisch blicken, lächeln 

B m 

Tabakspfeife, Länge der A Z5* 

Tändelei B m m 

tändeln B lÜL 180. 250.375; 
hin- B m 

Tändler B 359. 

Tafel der menschlichen Er- 
kenntnis ß 14 1 ; über unsre 
Pflichten A 3tL 

Tanzkunst B 2^ 

Tanzmeister B 25Ü, 

Taschenspieler A 16. m B Sil 

Tatze, aus der, saugen B 219. 

tausendzüDgige Frau B 24. 

tchii B im 

Testament B 24L 249, 

Teufel, arme B 13iL 

Thee, Nachdenken vertreiben- 
der ß 374. 

Theolog B 22:L Za. 285 ; junger 

B äi. 

Theologie, stubensitzender 
Lehrer der B .H(l9. 

theologische Bücher B 195. 

Thermometer B 249, 

Thränen, gemalte und leben- 
dige B 12. 

Tiberathen B 2ÜÜ. 

Tiefsinn B 375. 

tiefsinnige Untersuchungen 
B 373. 

Tier und Mensch A 6L 

Tiger B 375; Fersischer B 
413. 

Tirolische Bettelleute B 192. 

Litteratnrdenkmale 122. 



Tisch, sich auf den, stützen 
B 

Tischregel B 124. 
Titulargeschicklichkeiten B 

2iL 

Tohy or not Toby B 225. 
Tod A 52. 112. 12Ü. B 22. 

333; Furcht vor dem A 39; 

plötzlicher A 106; verwandt 

mit dem B 86. 
Töne, unordentliche A 132. 
Tollhäuser A L 
Ton des Lnstrums B 316. 
Topf B 35. 
tour, grosse B 113. 
Trägheit B ISO. 
Träume A 33. 116. B 333. 
Traktätchen B 12L 
Treppenstufen, Stimmung der 

B 25. 
Triebe A 24. B 1Ü2. 
Triebfeder A 84. 
trinken B Iii IM. 128. 255. 

342; mechanischer und 

dichterischer Teil B 232; 

sich empfindsam B 375. 
Trödler B IM. 
Tugend A 22. 

Tugenden und Laster, Grup- 
pierung der B 147. 

Tumult in der Seele, süsser 
B 123. 

rbel in der Welt B 5£L 
übermenschlich B IL 
Obersetzungsgeist B 16. 
übertreiben B liJ2. 
Überzeugung, innere A 117. 

B 281. 
umlächeln B 159. 
umrühren B 14. 
unendlich und endlich B oD. 
Ungleichheit mit sich selbst 

ß 22.. 

unharmonisches Leben B 212. 
ujuversalßj moralisches ß 1 äÜ. 

18 



274 



Register. 



Universität B ML 
üniversitätsspritze B 349. 
uoordentliche Striche, Töne 

A m 

Unordnung auf dem Schreib- 
tische B SL 

Unschuld, Fest der B 375: 
Stand der B 2ü£L 360. 

unsterblich wenn man nicht 
will B 333. 

unten anfangen, alle Dinge 
KA IK 

Unteroffizier und Medizin B 

afi. ML 

Unterricht geben nnd an- 
nehmen B 223. 

Unterrock ans einem Theater- 
vorhang B 212- 

untersuchen, Bekanntes KA 
IjL liL 

Un Veränderlichkeit derDinere 



UnvoUkommenheit, mögliche 
B ML 

Ursachen, kleine A 13. 

Väter ohne Liebe B 342. 
Varietäten A 4Z 
Varinas B 1^ 
Vaterstädtchen B 12L 
Vaterunserslänge ß HKL 141. 
2M. 

vehimdum B 13£L 204. 
Venusdurchgang B liLL 2M- 
veränderliche und unver- 
änderliche Grösse A 52- 83. 
Verba, irregulärste A 69. 
Terbaute Prospekte B 2iül 
verbell und reell B 25a 
verbindlich machen KA 2. 
Verbindlichkeit und Dank B 
24S. 

Verbrechen A 8£L 
Verdienst, Mass für das A 75. 
Vergangenes A m B 33. 

m 



vergiften, Küsse, Pfeile B 
318. 

Vergleichungen A HL B. 

22L 23^ 

Vergnügen B 347; und Ab- 
sicht A 44j und Schmer« 
A 61j und Sünde B 329; 
Summe des A bä. 103; ver- 
gangenes B 3iL 137. 

Vergrösserungsglas A 74. 

Verlierens, Grade des A 122. 

Vermögen, das bischen B 327. 

Vernünftler B 292. 

Vernunft B 2Qa 2ML 329. 
375. 382; und Einbildungs- 
kraft B 22J ; gesunde und 
ungesunde B 298; kin- 
dische, kränkliche ß 359; 
und Leidenschaft B 123. 

Verse machen A 22. B 2D£L 283. 

Versart und Gedanken A 2Ü. 

Verstand B L 54 • und Wita 
KA ~' 

Verstorbene als Mitglieder 
von Akademieen B 384. 

Versuch über den Menschen 
B 316. 

Versuche, misslungene B 287. 
versus memoriales für Stutzer 
B öO. 

verwachsen, Bibliotheken B 
1Ü8. 249j in den Verstand 
A SL 

Verwandtschaft der Begriffe 
und Zeichen A 109. 

verwickelte Sätze, zu A 3L 

Vestalisches Feuer B 292. 

Vetter ß 83. m 

vierfüssiger Mensch, ver- 
heirateter B lüü. 

Vignettenstecher B 107. 

Vögel und Maitressen ß 170. 

Vollkommenheiten, mögliche 
B ML 

von B 149. 

Vorhang, weg mit dem B 205. 



Register. 



275 



Torheraehen künftiger Schick- 
sale B ML 

Vorheraehung B 5Ö. 

Vornamen A 82_. 

Vorratshäuser A 116*. 

Vorreden, fussfällige ß 285. 

Vorsicht, höchstgütige A 123. 

Vorsichtigkeit im Urteilen 
A 128. 

Vorurteile A ^ B 316. 360. 



IVachatnm A 22.. 

Wärme B m 

Wahlspruch ß 338. 

wahr und falsch B 22j und 
nicht wahr A 127. 

Wahrheit A 12Z im B 359. 

Wahrheiten, abstrakte und an- 
gewandte A Ü3: Erfindung 
der A IL 16j Kapital von 
KA 15i roulierende B 291. 

Wasser in Wein verwandeln 
B 355. 

Wassertrinker A 56. 

Wechsel, Ehren gedächtnisse 
sind B 2iiL 

Wege zur Ewigkeit B 4. 

weh und leid thun B 383. 

Wein A 42. B 23. IM, lüiL 
241. 337 ; nnd Freundschaft 
B 259i und Liehe ß 318. 

Weise, der B m 

weiser werden A 128. 

Weisheit B 359. 

weitspurig B 13fix 

Welt A HA im B 382; 
elendeste Seite der B 359; 
ordentliche B 375; ver- 
kehrte ß IfiL 

Welten, verschiedene A 83. 

Weltkenntnis B 4tL 

Werts, Mass des inneren A3ß. 

Weste B 42, m m 227; 
und conduite B 5fi. 

Wetter B 149^ schlechtes 
B HL 354. 



whim ß 338. 

Widerlegung, gründliche B 

285. 

Wiederholung KA lh± 
Wiege, allgemeine B 79. 
Wien ß ÜL 
Wildschaden B 299. 
Willen A 80, 

Winde, Ursprung der A 92i 

Winkelsängerstil B 

Wirrstroh B m 

Wisshegierde A 131. 

wissen B 223. 327*. 

Wissenschaften A 64. 8L 107. 
B 14L 142. 373; Gleich- 
gewicht der ß 361 ; schöne 
A TL B 4L 292; Verfall 
der B 2ML 

Witterung, abgeänderte A SÜ. 

Witz B 98. 228. 370; Tri- 
bunal des B 285; nnd 
Verstand KA 2. 

witzig B 

witzige Gedanken A Jj 

Schriftsteller B 305. 
Wörter A IM. 125. B 341; 

und Begriffe B 112. 360; 

und Ideen B m 
Wörterökonomie B 142. 
Wörtertausch B ^^50» 
Wörterverschiehung B J42. 
Wörtervorrat B li2. 18U. 
Wolken B 297. 
wollüstige lamben B 375: 

Musik B 175i Ruhe B 342. 
Wollust A m B 4L 28. 

324 ; geistige A 1 12 ; Hang 

eines ganzen Systems zur 

B 329; sinnliche B 317: 

tändelnde ß 2hiL 
Worte AÜTL 129; Bedeutung 

der A 4Ü. 89. B 314; 

sanfte B 375. 
! Wortstellung A 3, 
Wuchs, Griechischer B 17. 
Würste B 12L 

18* 



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276 Begister. 



Wunder A m 
Wunderbares A 101. 
Wuudertbäter und Hexen- 
meister B 6B. 

Z&rtlicbe Miene B 20Q. 
Eärtlicber Geschmack B 186. 
Zärtliches B iSLL 
Zärtlichkeit B 250j falsche 

B m 

Zauberstab der Imagination 

B m 

Zeichen, ohne A 108. 
eeichnen, Augen und Mäuler 

B m 

Zeit B 267j der Nacht- 
gedanken und der Monds- 
tafeln B 375. 

Zeitalters, Schwäche des B 

359. 

Zeiten, güldene B 375. 
Zeitungen, gfelehrte B 12, 
Zeitungsschreiber, gelehrte 
B 12. 296; militärisches 
Verfahren der B Ifi, 



Zepbyretten B 359. 
Zeugangsglied von Ehre und 

Kredit, heiliges B 56. 
ZickaMMsk B 12£l 122. 
Zitronen B 
Zuckerbaum B 166, 
Zuckergebackenes, poetisches 

B 2511 
Zug thun B 342. 
Zukünftiges A m 119. 
Zukunft in Nekrologen B IBS^ 
Zunge A lü. 

Zurücktreten Zorniger A 126> 
Znsammenhang der Eigen- 

Schäften A 109. 
Zusammenkunft, erste A 5CL 
Zuschauer A B2^ 
Zwätzen B Ah. 
Zweifel B 2^ 
Zwerchfell B m 
Zwergfiguren B 1B2. 
Zwieback für ein hungriges 

Volk a 329. 
Zwiebel düit vielen tausend 

Wurzeln B 3h. 



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